Unter Windows geht alles 100 mal einfacher
Falsch. Für dich ist Windows einfacher, weil du Windows gewohnt bist. Ich habe mein ganzes Leben mit Messer, Gabel und Löffel gegessen und komme mit Stäbchen überhaupt nicht klar. Wenn ich jetzt sage, dass mit Stäbchen zu essen 100mal schwieriger ist, dann schauen mich einige Milliarden Asiaten komisch an. Wenn du gelernt hast, mit dem Auto rechts zu fahren, dann wirst du in Großbritannien erst einmal umdenken müssen und das Fahren wird anfang deutlich anstrengender sein.
Was ich sagen will: nicht anders ist es, wenn du von Windows zu Linux wechselst. Du bist es gewöhnt, von Hand eine Installationsdatei zu öffnen, den Pfad einzugeben, mitunter riesige Installationsdateien herunterzuladen, alles über grafische Oberflächen zu machen, Partitionen nicht einfach irgendwohin mounten zu können, keine zentrale Softwareverwaltung zu haben (die Systemsteuerung zählt nicht

)...
Unter Linux werden mitunter ganz andere Konzepte verfolgt, beispielsweise das, dass alles eine Datei ist. Da muss man sich erstmal von den Windows-Gewohnheiten lösen - und das ist umso schwerer, je länger und je sicherer man Windows genutzt hat.
schon alleine weil es die .exe gibt!
Was genau ist der Vorteil einer *.exe? Oder einer *.deb?
Für die wirklich wichtigen Sachen gibts sowas offensichtlich nicht
Die meisten Pakete kann man direkt auf den Projektseiten herunterladen und dann von Hand installieren, wenn man will. Ich mache das aber seltenst, da für mich so gut wie alles in den offiziellen Quellen bereitsteht.
Also zumindest was die Einbindung von Hardware Angeht ist Linux sehr rückständig. Da muss man viel Hand anlegen [...]
Das liegt vielmehr daran, dass sich viele Hersteller nicht um die Bereitstellung von ordentlichen Linux-Treibern kümmern.
Ich habe einen EEE PC hier, auf welchem Xubuntu von Anfang an sauber lief. Ebenso auf den PCs meiner Eltern.
Ich habe in der Vergangenheit mehrfach schlechte Erfahrungen mit AMD- bzw. Ati-GPUs unter Linux gemacht, weswegen ich seit Jahren nur noch Nvidia-GPUs verwende (oder halt Intel-Gedöns).
Einem Normal-User kann man sowas schlicht nicht zumuten.
Och, nicht unbedingt...meine Eltern nutzen jetzt seit rund 2 Jahren sehr zufrieden Xubuntu, Windows7 kam nur noch hinzu, weil sie ab und an mal MS Office brauchen. Win7 wird aber nur alle paar Monate mal gebootet (was meine Eltern dann meistens bereuen, weil erstmal ewig lang Updates installiert werden müssen).
Aber man muss bei Linux leider nach wie vor darauf achten, welche Hardware man verbaut hat. Sehr sehr viele Treiber sind zwar mittlerweile schon an Bord oder können schnell nachinstalliert werden, andere Treiber hingegen fehlen schlichtweg, weil manche Hersteller einen Sche*ß auf Linux-Nutzer geben.
An dein ursprüngliches Problem kann ich mich eventuell nachher setzen - ich habe wie gesagt keinen AMD-Chip hier, daher kann ich das Problem leider nicht direkt nachvollziehen. Mir ging es jetzt erstmal nur darum, mit ein paar Missverständnissen aufzuräumen, welche man regelmäßig von Leuten hört, die von Windows auf Linux umsteigen und dann enttäuscht sind.
MfG Jimini