Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

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Naja, ich sehe für die Euro-Staaten Niederlande, Deutschland und Österreich eher wenig Gefahr, selbst wenn Griechenland bankrott gehen würde. Spannend wirds erst wenn Italien und Spanien total weg vom Fenster sind, das sind wichtige Export und Importländer in Europa, da würde die Finanzkrise auch auf die Realwirtschaft übergreifen.

Somit ist es jetzt viel wichtiger was in Italien passiert, zumal es da sowieso um viel mehr Geld geht! :)

MfG
 
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Und glaubst du, dass Italien noch Kredite bekommt, wenn Griechenland die Staatspleite vorexerziert und von Frankreich eine zusätzliche Bankenkrise ihren Anfang nimmt?
Europa ist nichtmal eine Reihe von Dominos, sondern ein senkrechter Turm. Auf den Ecken balanciert.
 
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Deutschland ist auch völlig überschuldet.
Wenn Griechenland pleite geht, zieht es die Banken nach unten und die musst du dann retten. Woher soll das Geld kommen um sie zu retten?
Die Staaten geben doch bisher nur Garantien ab, aber wie man doch sehen kann, ist die Garantie nicht das Papier wert, auf dem sie steht.
 
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Und glaubst du, dass Italien noch Kredite bekommt, wenn Griechenland die Staatspleite vorexerziert
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Von den Kreditinstituten, die groß in Griechenlandanleihen angelegt haben, wird man dann eher kein Geld mehr geborgt bekommen, einfach weil die keines mehr haben werden. Gibt aber noch andere Banken, die sicher gerne (solange sich nix an der Bewertung Italiens ändert) Geld verdienen wollen, oder?

und von Frankreich eine zusätzliche Bankenkrise ihren Anfang nimmt?
Europa ist nichtmal eine Reihe von Dominos, sondern ein senkrechter Turm. Auf den Ecken balanciert.

Naja, die 9.5 Milliarden Euro für frankreichs Banken würde man wohl im Extremfall doch noch vom französischen Staat bekommen können, um das Defizit der Banken auszugleichen (Siehe dazu HIER welche Länder (in Summe alle Banken der betreffenden Länder) wieviel Geld in Griechenlandanleihen invistiert haben).

Griechenland wird nicht gerettet (bzw. versucht) weil das Auffangen der Banken teurer wäre. Es geht hier um den europäischen Grundgedanken! Sozusagen "Durch Dick und Dünn", wir haben jetzt 10 relativ erfolgreiche Jahre hinter uns in der EU. Jetzt sind schlechtere Tage angesagt, und trotzdem sollten wir zusammen bleiben. Wär ja eine schlechte Partnerschaft wenn man auf einmal sagen würde "tschüss, dass wars. ohne uns!". Das wird wohl der wirkliche Grundgedanke sein den ich so voll unterschreibe. Wir sind nicht nur Österreicher, Deutsche oder Franzosen. WIR sind Europäer!.

MfG
 
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Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Von den Kreditinstituten, die groß in Griechenlandanleihen angelegt haben, wird man dann eher kein Geld mehr geborgt bekommen, einfach weil die keines mehr haben werden. Gibt aber noch andere Banken, die sicher gerne (solange sich nix an der Bewertung Italiens ändert) Geld verdienen wollen, oder?

Je länger die Krise läuft, desto mehr verdienen die Banken daran. Die deutsche Bank hat 440 Millionen Euro für ihre Schrott Anleihen bekommen, also ein Top Geschäft für Ackermann und auf dieser Schiene fahren alle Banken, die EZB kauft als Bad Bank ja eben diese Papiere ab.
Gibts du also weiter Geld raus, können die Banken ihre Müll Anleihen umtauschen, gegen sicheres Geld und der Steuerzahler hat dann die Schrott Papiere an der Backe.
 
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Mittlerweile finde ich's nachgerade lustig. Naja. Die Welt wird sich schon weiterdrehen...
 
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Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Von den Kreditinstituten, die groß in Griechenlandanleihen angelegt haben, wird man dann eher kein Geld mehr geborgt bekommen, einfach weil die keines mehr haben werden. Gibt aber noch andere Banken, die sicher gerne (solange sich nix an der Bewertung Italiens ändert) Geld verdienen wollen, oder?

Das hat sehr wohl etwas miteinander zu tun, denn dein "solange" ist nicht gerechtfertigt. Die Ratings geben wieder, wie hoch die Chance eingeschätzt wird, dass ein Staat unter den herrschenden Bedingungen einen Kredit zurückzahlen wird. "Herrschende Bedingung" ist aber auch: "Die EU stellt sicher, dass kein Mitglied der Eurozone Pleite geht". Wenn sich das ändert, dann ändert sich auch das Rating für Länder, bei denen angenommen werden kann, dass sie ganz ohne EU-Hilfen nicht durch die Krise kommen.
Desweiteren hätte eine Griechenlandpleite auch direkt eine Belastung aller europäischen Länder zur Folge. Denn was viele scheinbar zu vergessen scheinen: "Griechen" sind keine geldfressende Mikroben irgendwo im Mittelmeer. Sondern Menschen. Und wenn diese in Griechenland keine Chance mehr für sich sehen (und "keine Chance" heißt im Falle einer Staatspleite ggf. "wenn keine humanitäre Hilfe kommt: keine Chance auf Überleben", denn der Staat ist wichtig in Griechenland), dann werden sie das Land verlassen und in anderen EU-Ländern versuchen, über die Runde zu kommen.

Naja, die 9.5 Milliarden Euro für frankreichs Banken würde man wohl im Extremfall doch noch vom französischen Staat bekommen können, um das Defizit der Banken auszugleichen (Siehe dazu HIER welche Länder (in Summe alle Banken der betreffenden Länder) wieviel Geld in Griechenlandanleihen invistiert haben).

Glaube nicht, dass der französische Staat mal einfach so knapp 10 Milliarden Euro an ein Privatunternehmen verschenkt. Iirc hat das nichtmal der deutsche Staat während der Bankenkrise gemacht. Portugal steckt, im Verhältnis zum BIP, auch ein bißchen tiefer drinne, als das Land vertragen könnte. (zumal auch da im Zuge der Pleite höhere Kreditkosten ein Problem werden)
 
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"Herrschende Bedingung" ist aber auch: "Die EU stellt sicher, dass kein Mitglied der Eurozone Pleite geht". Wenn sich das ändert, dann ändert sich auch das Rating für Länder, bei denen angenommen werden kann, dass sie ganz ohne EU-Hilfen nicht durch die Krise kommen.

Nun ja, da wir nicht wissen nach welchen Faktoren (und wie stark die einzelnen Gewichtet sind) die einzelnen Ratingagenturen arbeiten, kann man aber auch genauso gut davon ausgehen dass der ungeschriebene (und, wenn er ein Gesetz werden würde, würde man gegen EU Recht des Maastrichter Vertrags verstoßen) Satz "Die EU stellt sicher, dass kein Mitglied der Eurozone Pleite geht." keinen Einfluss auf die Bewertung der Euroländer hat (die hätten ja keine rechtliche Grundlage auf so einen Vertrag zu bestehen).

Das Gesetz, das verbietet dass ein Euro Staat oder die EU gezwungen werden kann, für die Verbindlichkeiten eines anderen Euro Staates aufzukommen, ist die sogenannte "No-Bailout-Klausel". Wurde dem Maastrichter Vertrages vorallem aufgrund des Drucks der BRD hinzugefügt, darum ist es jetzt wichtig, dass die Euro Hilfen 100% freiwillig und von allen Staaten der Eurozone getragen werden.

MfG
 
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Wenn die Ratings aber eben Italien herabstufen, weil sie eine Menge Schulden haben und keine Konzepte, wie man das ändern kann, obwohl das Land sonst gut da steht, bzw. dessen Wirtschaft, ist es nicht verwunderlich, wenn die Ratings praktisch jedes Land runterstufen kann, man muss nur mal ein wenig mehr graben.
 
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Und wie soll so ein Exempel aussehen?
Aktuell demonstriert man an Griechenland, wie man von außen die Wirtschaft eines Landes endgültig vernichten kann.



Ich bin sicher, die Staaten sind dir dankbar, wenn du ihnen zeigst, wie man seine Staatsfinanzen "aus Eigeninitiative" in Ordnung bringt. Kannst zur Übung ja mal mit Deutschland anfangen, dass das auch schon seit Jahren nicht schafft - und auf Pump lebt.

Naja am Beispiel Griechenlands würde Ich sagen: Den Staatsapparat schrumpfen, Steuern besser eintreiben, Korrpution bekämpfen, Rüstungsimporte stoppen.. für was braucht Griechenland massenhaft U-Boote?
Die Reichen Griechenlands haben doch ihre ganze Kohle in die Schweiz oder nach Luxemburg oder sonst wo ins Ausland geschafft..
Ich würd ja sagen, die Wirtschaft fördern. Aber Ich glaube kaum, dass sich in Griechenland eine nennenswerte Wirtschaft befindet.

Es ist ein einziger Krampf... Erst Griechenland und was dann? Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und dann Deutschland?
 
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Nun ja, da wir nicht wissen nach welchen Faktoren (und wie stark die einzelnen Gewichtet sind) die einzelnen Ratingagenturen arbeiten, kann man aber auch genauso gut davon ausgehen dass der ungeschriebene (und, wenn er ein Gesetz werden würde, würde man gegen EU Recht des Maastrichter Vertrags verstoßen) Satz "Die EU stellt sicher, dass kein Mitglied der Eurozone Pleite geht." keinen Einfluss auf die Bewertung der Euroländer hat (die hätten ja keine rechtliche Grundlage auf so einen Vertrag zu bestehen).

Die Ratingagenturen versuchen alle Faktoren zu berücksichtigen, die die Rückzahlung von Krediten beeinflussen können. Dafür ist es vollkommen egal, was festgeschrieben ist oder nicht und da gibt es auch nicht viel dran herumzudeuten. Wenn ein Staat sich auf die EU verlassen kann, verbessert dass die Chancen, dass Kredite nicht ausfallen, wenn diese Garantie wegfällt, dann verschlechtert sich umgekehrt sein Rating.


Naja am Beispiel Griechenlands würde Ich sagen: Den Staatsapparat schrumpfen,

Und was bringt es der Volkswirtschaft, wenn man statt 30.000 staatlich bezahlten Beamten auf einmal 30.000 staatlich bezahlte Arbeitslose hat? Es ist nicht wirklich so, als hätte Griechenland einen Mangel an potentiellen Arbeitskräften.

Steuern besser eintreiben, Korrpution bekämpfen,

Klingt auf den ersten Blick auch toller, als es ist. Damit kann man langfristig ein faires System aufbauen, aber kurzfristig schnappt sich der Staat nur Geld, das sonst anderswo in der Binnenwirtschaft gelandet wäre. Das ganze ist somit ein schönes Symbol, aber verbessert nicht die Konjunktur.

Rüstungsimporte stoppen.. für was braucht Griechenland massenhaft U-Boote?

Der erste Ansatz, der tatsächlich mehr Geld für Griechenland bedeuten würde.
Gäbe es denn U-Boot-Importe. Gibt es aber nicht. Das einzige U-Boot, das Griechenland importiert hat, war Papanikolis - die restlichen 214er wurden bzw. werden in Athen gebaut. Und "werden" gilt nur noch für die letzten zwei Boote. Ausgehend vom Vertragsumfang der ersten vier wären wir hier also bei einem Projekt von 0,8 Milliarden Umfang, die aber zum Großteil direkt in die griechische Wirtschaft fließen. Ein Abbruch, zumal so spät, würde der griechischen Volkswirtschaft also relativ (im Vergleich zur Dimension der Geldprobleme) kleine Einsparungen bringen.

Weitere Vorschläge? Du hast bislang auch noch nicht erklärt, wie man denn ein "Exempel statuieren" soll...

Ich würd ja sagen, die Wirtschaft fördern. Aber Ich glaube kaum, dass sich in Griechenland eine nennenswerte Wirtschaft befindet.

Nach den drastischen Steuererhöhungen (sowohl durch angehobene Steuersätze, als auch durch die Schließung von üblichen Schlupflöchern) sicherlich nicht mehr. Was als Unternehmen groß genug ist, versucht in Nachbarländer zu fliehen, was von griechischen Kunden gelebt hat, geht gerade Pleite.

Es ist ein einziger Krampf... Erst Griechenland und was dann? Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und dann Deutschland?

Ich würde Italien vor Spanien nennen und dahinter noch Irland einfügen - aber sonst ist es genau das, was zu erwarten ist. Insbesondere dann, wenn Griechenland wegen EU-Entscheidungen Pleite geht. Denn im Gegensatz zum "trotz EU-Hilfen Pleite gehen" käme das schlagartig und es ließe keine Hoffnung auf einen besseren Ausgang in anderen Fällen. Portugal, Irland und Italien dürften dann innerhalb einer Rolle auf C Status fallen und wären de facto handlungsunfähig, die französischen Banken könnten schließen, die deutschen wären im Straucheln - eine Situation, die die Eurozone nicht aushalten könnte und die somit eine entscheidende Grundlage des Wirtschaftswachstums in Europa und insbesondere in Deutschland der letzten anderthalb Jahrzehnte vernichten würde. Ohne Abnehmermärkte, mit einem zusammenbrechenden Finanzsektor und explodierenden Arbeitslosenzahlen dürfte dann auch Deutschland zum Wackelkandidaten werden. Und wer einmal wackelt, der kommt eben nicht wieder hoch. Marktprozesse sind selbstverstärkend.
 
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Und was bringt es der Volkswirtschaft, wenn man statt 30.000 staatlich bezahlten Beamten auf einmal 30.000 staatlich bezahlte Arbeitslose hat? Es ist nicht wirklich so, als hätte Griechenland einen Mangel an potentiellen Arbeitskräften.

Die 30.000 Arbeitslose sind "billiger" als die 30.000 Beamte. :ugly:

Sehr interessant sind auch die Griechischen Banken, scheinbar können die immer noch ihre Geschäfte machen.
Ich frage mich, welches Rating die haben, denn eigentlich sind sie ebenso pleite wie das Land.
 
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Meint man gemeinhin. Wenn du die verminderte Kaufkraft von 30.000 Arbeitslosen, die dadurch entfallenden Steuereinnahmen und die dadurch wegfallenden weiteren Arbeitsplätze (und Steuereinnahmen) berücksichtigst, sind sie nicht mehr wesentlich billiger. Was die Volkswirtschaft am Ende sparen kann, ist nur das geänderte Konsumverhalten - und das Ergebniss kann sogar negativ sein, wenn der Arbeitsloste, im Gegensatz zu Beamten, vermehrt billige Importwaren an Stelle heimischer Produkte konsumiert.


Die griechischen Banken dürften im Moment einen starken Rückgang der Kredit-Nachfrage erleben ;)
 
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Wenn ich mir die Nachrichten von Heute so anhöre, dann schauts ja jetzt langsam richtig düster aus.

Griechenland, Portugal, Irland und Belgien einzeln würde die Eurozone "einfach mal so" verkraften.

Aber Spanien und mittlerweile speziell Italien bereiten mir jetzt richtig Kopfzerbrechen... Wo soll das hinführen? Da gehts um wirklich viel Geld... Inflation wär ne Antwort, also einfach soviel neues Geld auf den Markt werfen damit die Schulden nix mehr Wert sind. Nur leider richtest damit auch die Privatwirtschaft hin... :ugly:

In den "stabilen" Staaten einfach mal wieder die alte Währung einführen wäre eine Katastrophe für die Privatwirtschaft, da alle (EDV-)Systeme mit € arbeiten. Das war vor 10 Jahren bei der Euroeinführung teilweise nicht so reibungslos (und da hat mans ja lange im vorraus gewusst wann der Stichtag ist), und ein sofortiger Wechsel wäre garnicht durchführbar bzw. nur mit riesigen Problemen. Ganz zu schweigen was für Nachwirkungen (Europäischer Binnenmarkt mit verschiedenen Währungen? Willkommen in den 90ern!) so eine Umstellung noch hätte.

Unser Glück ist es, in Staaten wie Deutschland oder Österreich zu leben. Wenn ich Italiener wär, würd ich mir mittlerweile richtig sorgen machen um meine Zukunft...

MfG
 
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Griechenland hat diese Schlamperei doch schon seit Jahren und Jahrzehnten betrieben! Das ist doch nicht nur ein Zustand der seit den letzten 5 Jahre oder seit dem Eintritt in die Eurozone herrscht. Ich weiß nicht woher das kommt, das Griechenland so viele Beamte braucht, wieso sich in dem Land kaum Wirtschaft entwickelt.

Abschließend kann man doch nur sagen, dass Griechenland nie reif für den Euro war.

Lest dazu mal das hier:

Griechenland trat der Eurozone am 1. Januar 2001 bei. Eurostat stellte 2004 in einem Bericht fest, dass die von Griechenland übermittelten statistischen Daten nicht stimmen könnten. Zurückgeführt wurde dies darauf, dass das Statistische Amt Griechenlands (ESYE) die ihm vorliegenden Daten falsch ausgewertet habe, und die Behörden und Ministerien dem Amt gefälschte Daten geliefert hätten. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte Eurostat im November 2004 einen Bericht über die Revision der griechischen Defizit- und Schuldenstandszahlen, demzufolge in den Jahren vor 2004 in elf Einzelfällen falsche Zahlen gemeldet wurden.[16][17]
Nach einem Bericht der New York Times vom 13. Februar 2010[18] hatten US-Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan Griechenland in den letzten zehn Jahren dabei geholfen, das Ausmaß seiner Staatsverschuldung zu verschleiern. Neu aufgenommene Kredite waren als Währungsgeschäfte verbucht worden. Im Gegenzug waren künftig zu erwartende Einnahmen, zum Beispiel aus Flughafengebühren und Lotteriegewinnen, abgetreten worden.

Griechische Finanzkrise

Was wäre eigentlich billiger für uns? Wenn Griechenland aus der Eurozone geworfen wird oder wenn man Griechenland immer weiter Geld in den Rachen schiebt? Das nimmt doch kein Ende.
 
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Aber Spanien und mittlerweile speziell Italien bereiten mir jetzt richtig Kopfzerbrechen... Wo soll das hinführen? Da gehts um wirklich viel Geld... Inflation wär ne Antwort, also einfach soviel neues Geld auf den Markt werfen damit die Schulden nix mehr Wert sind. Nur leider richtest damit auch die Privatwirtschaft hin... :ugly:

Je nach Geschwindigkeit nicht unbedingt (jedenfalls nicht die Binnenwirtschaft). Wesentlich störender wären die steigenden Kreditkosten und der internationale Bedeutungsverlust für den Euro, wenn starker Wertverlust herrscht. Da kein nenneswertes Euroland einen ausgeglichenen Haushalt hat, verschiebt (und verschlimmert) man die Probleme also nur.

Unser Glück ist es, in Staaten wie Deutschland oder Österreich zu leben. Wenn ich Italiener wär, würd ich mir mittlerweile richtig sorgen machen um meine Zukunft...

Der Unterschied ist nur eine Zeitfrage...


Griechenland hat diese Schlamperei doch schon seit Jahren und Jahrzehnten betrieben! Das ist doch nicht nur ein Zustand der seit den letzten 5 Jahre oder seit dem Eintritt in die Eurozone herrscht. Ich weiß nicht woher das kommt, das Griechenland so viele Beamte braucht, wieso sich in dem Land kaum Wirtschaft entwickelt.

Griechenland ist zum einen etwas sozialistischer unterwegs, als Deutschland, und hat entsprechend mehr Aufgaben und mehr Beschäftigte in Staatshand, zum anderen hat man nicht die (etwas fragwürdige) Aktion Deutschlands nachgemacht und die Beamten zu pensionieren (was auch nicht wirklich Geld spart) und zeitgleich für deren Aufgaben normale Angestellte einzustellen oder sie komplett outzusourcen (was sogar Geld kostet). Bei entsprechender Arbeitskultur ist es ja eigentlich wurscht, ob jemand Beamter oder Angestellter ist, solange er einen Job macht, der gemacht werden muss (d.h. solange man ihn eh nicht entlassen möchte - was, s.o. für einen Staat sowieso immer nur halb sinnvoll ist)
Bezüglich Wirtschaft:
Griechenland hat keine Ressourcen, Griechenland eine lange Diktaturphase hinter sich (mit den typischen Auswirkungen für Bildungsbasierte Branchen) und Griechenland hatte, im Gegensatz zur BRD nach dem zweiten Weltkrieg und den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung, afaik nie einen Partner, der einen raschen Aufbau ermöglicht hätte.
Dazu kommt die Geographie: Schlechte Anbindung an den EU-Binnenmarkt, hohe Transportkosten innerhalb des Landes, hohe Baukosten,...
Wachstum ist da schwer möglich und früher hat sich Griechenland durch kontinuirliche Abwertungen als Billigland für Agrar und Tourismus über Wasser gehalten - mit dem Euro ist das nicht möglich und vom Aufschwung der Eurozone hat man eben nur ein paar Jahre profitieren können, bevor die Bankenkrise den Teppich weggezogen hat.

Was wäre eigentlich billiger für uns? Wenn Griechenland aus der Eurozone geworfen wird oder wenn man Griechenland immer weiter Geld in den Rachen schiebt? Das nimmt doch kein Ende.

Imho ist letzteres die bessere Wahl
Wenn die Euroländer einen Konkursgefährdeten Staat rausschmeißen und Pleite gehen lassen, dann ist anzunehmen, dass sie das auch mit zweien oder dreien oder ... machen. Das wirkt sich entsprechend auf Kreditkosten für bedrohte Staaten aus.
-> Wer Griechenland rausschmeißen will (Gruß an die Diplomatie- und Finanzexperten der FDP...), der muss auch gleich noch Portugal, Island, Italien und Spanien rausschmeißen und, bedingt durch die Rückkoppelungen auf die heimischen Banken, ggf. auch noch Frankreich. Da dieser Schlag das gesamte europäische Bankensystem zum Einsturz bringen dürfte, kann man sich im nächsten Schritt auch gleich noch von großen Teilen der britischen Wirtschaft und von den exportorientierten und/oder kreditfinanzierten (d.h. quasi allen) Unternehmen in Deutschland verabschieden. (ähnliche Folgen in den kleineren und östlichen Euroländern sind zu erwarten, kann ich aber spontan nicht beziffern)
Es ist zwar nicht billig, Griechenland zu stabilisieren, aber wenigstens sind es nach und nach anfallende Kosten, denen eine andauernde Wirtschaftskraft gegenüber steht. Ein Zusammenbruch dagegen reißt alles in den Abgrund.

"Wir sitzen alle in einem Boot" ist wörtlich zu nehmen und die löchrige Planke rauszureißen, anstatt immer mehr Stopfmaterial reinzudrücken, ist ganz sicher keine Verbesserung.
 
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Wenn die Euroländer einen Konkursgefährdeten Staat rausschmeißen und Pleite gehen lassen, dann ist anzunehmen, dass sie das auch mit zweien oder dreien oder ... machen. Das wirkt sich entsprechend auf Kreditkosten für bedrohte Staaten aus.
-> Wer Griechenland rausschmeißen will (Gruß an die Diplomatie- und Finanzexperten der FDP...), der muss auch gleich noch Portugal, Island, Italien und Spanien rausschmeißen und, bedingt durch die Rückkoppelungen auf die heimischen Banken, ggf. auch noch Frankreich.

Das wäre perfekt! Noch besser wäre es natürlich, selbst aus der Währungsunion auszutreten.
 
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Naja ob es wirklich so eine gute Idee ist soviele Staaten aus der EU zu schmeissen weiss ich nicht.

Kannst dir vorstellen wie es dann in den jeweiligen Länder sein wird, sehr grosse Arbeitslosigkeit noch grösser als jetzt, Proteste, Raubüberfälle mehrmals täglich, wer kann verschwindet von dort. Solange die Einwohner es dürfen, nicht so wie in Kuba wo es verboten war oder noch ist für die Einwohner das Land zu verlassen.

Schlussendlich ist alles nur um Geld, die Reichen behalten ihr Geld oder auch Gold wenn die haben, soll ja angeblich sicherer als Geld sein, wir nivht so reichen müssen dann alles ausbaden was andere uns eingebrockt haben. Na super darauf freue ich mich ja schon das die mir meine zukunft kaputt machen, ganz besonders die Zukunft der Kinder die noch so jung sind das die nicht mal in der Schule waren und wahrscheinlich ohne Schule aufwachsen müssen weil die Eltern kein Geld haben um die Kinder in die Schule zu schicken damit die mal einen guten Job bekommen.
Hoffe einfach das sich daran was ändert,sollen die doch eine andere Art einfühen von Handel, irgendwas anderes. Bevor es Geld gab wurde getauscht also Tauschhandel betrieben, ich will auch nicht mit nem Huhn einkaufen gehen und es gegen Kleidung tauschen, will doch nicht ein Huhn mit mir rumschleppen. Aber irgendwann wird es wahrscheinlich so kommen.
 
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Bevor es den Euro gab hat ja auch alles geklappt. Ist ja nicht so, als wäre der jetzt die allein seligmachende Rettung aus furchtbarem Elend gewesen.
 
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