Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

In den USA wirst du immer sofort festgenommen, wenn du in der Öffentlichkeit unangenehm auffällst oder die öffentliche Ordnung störst, ist also völlig normal, dass von 700 Demonstranten auch 700 festgenommen werden.

Aber die paar Hundert Leute sind eben im Vergleich zu Europa keine Demonstranten, sondern eben einfach nur Protester.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Hm also beim Euro hängen alle Mitglieder der Währungsunion mit drin. Daher sollte man an Griechenland ein Exempel statuiren. Die EU braucht schließlich einen Masterplan für solche Fälle. Griechenland wird mit Sicherheit nicht das letzte Euroland sein, dass pleite gehen wird. Ich denke dass Griechenland zumindest teilwese einen Schuldenschnitt braucht. Denn selbst wenn das Land nur 50% seiner Schulden zurückbezahlt ist das immer noch besser, als wenn das Land 0% zurück bezahlt.

Griechenland ist meiner Meinung nach aber auch kein würdiges Mitglied für den Euro-Raum. Korruption ohne Ende, ein aufgeblähter Staatsapperat, keine nennenswerte Industrie,... Dazu kommt noch, dass Griechenland quasi seine Bilanzen gefälscht hat, um überhaupt in die Euro-Zone aufgenommen zu werden.

Momentan sind ja die Inspektoren von der Troika im Land. So wie es aussieht, wird eine Staatspleite wohl immer wahrscheinlicher, weil die Inspektoren erhebliche Zweifel an den Sparplänen des Landes haben. Z.B. will Griechenland bis 2016 glaube Ich, 150000 Beamte entlassen. Problem: Laut griechischer Verfassung dürfen Beamte gar nicht entlassen werden. Damit steht die Auszahlung der nächsten Tranche über 8 Mrd. Euro in Frage und die Rating-Agenturen drohen schon wieder mit der nächsten Herabstufung.

Ich glaube nicht, dass man die Staatspleite Griechenlands noch verhindern kann.

Und auch Italien macht mir Sorgen. Bei der Maischberger glaube Ich, hat mal einer gesagt, dass es die Italiener drauf ankommen lassen werden, falls das Land vor der Insolvenz stehen sollte. Heißt, man wird Reformen verweigern und dennoch Hilfen von der EU kassieren wollen, weil man genau weiß dass Italien ohne diese Hilfen, den Rest der EU mit sich ziehen wird.

Es scheint also Staaten zu geben, die nicht bereit sind Eigeninitiative zu zeigen um die eigenen Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen und sich dennoch auf die EU verlassen können, da eine Staatspleite sich ja auf die ganzen anderen Mitgliedsstaaten auswirken könnte.
Einfach ausgedrückt: Man lebt selbst auf Pump und verlässt sich auf die Anderen und nutzt diese gnadenlos aus.

Naja, langsam fehlt mir der Überblick über das ganze Thema.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Berlusconi ist eh mehr mit sich selbst beschäftigt als mit dem Land. Solange er Regierungschef ist, wird sich da nichts ändern und bei der kommenden Regierung wird dann geheult, wenn man dann weiß, was wirklich ist.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Berlusconi ist als Person an sich untragbar. Wenn man bedenkt was der sich schon alles geleistet hat... in Deutschland hätte das gereicht um 10 Kanzler zum Rücktritt zu bewegen. Ich bezweifle sogar, dass er überhaupt auch nur ne Ahnung davon hat, wie man einen Staat regiert.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Berlusconi ist ja nicht zum ersten Mal Regierungschef. :ugly:
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Daher sollte man an Griechenland ein Exempel statuiren.

Und wie soll so ein Exempel aussehen?
Aktuell demonstriert man an Griechenland, wie man von außen die Wirtschaft eines Landes endgültig vernichten kann.

Es scheint also Staaten zu geben, die nicht bereit sind Eigeninitiative zu zeigen um die eigenen Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen und sich dennoch auf die EU verlassen können, da eine Staatspleite sich ja auf die ganzen anderen Mitgliedsstaaten auswirken könnte.
Einfach ausgedrückt: Man lebt selbst auf Pump und verlässt sich auf die Anderen und nutzt diese gnadenlos aus.

Ich bin sicher, die Staaten sind dir dankbar, wenn du ihnen zeigst, wie man seine Staatsfinanzen "aus Eigeninitiative" in Ordnung bringt. Kannst zur Übung ja mal mit Deutschland anfangen, dass das auch schon seit Jahren nicht schafft - und auf Pump lebt.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Was in Griechenland abgeht ist einfach nur Wahnsinn (im wahrsten Sinne des Wortes).

All diese Streiks und die restlichen Unverschämtheiten, die sich der Rest Europas vom griechischen Volk gefallen lassen muss (u. a. Beleidigungen und Verdächtigungen gegen Deutschland und Frankreich) grenzen schon an eine Kriegserklärung. Dieser Papandreou gehört dafür zur Verantwortung gezogen. In so einem Fall von internationalen Verwicklungen hat man als Staatschef ganz anders, nämlich mit aller Härte, zu reagieren.

Ginge es nach mir, würden wir die Finanzkrise jetzt genauso beenden, wie wir Europäer es in den letzten Jahrhunderten geschafft haben. Durch Invasion und Kolonialisierung. Mag extrem klingen, aber bis zu 2 Billionen Euro in Rettungspaketen und Umverschuldung (Griechenland ist dann schuldenfrei, dafür sind es andere nicht mehr) sind ja auch nicht gerade vernünftige Worte.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Ich kann die Griechen aber auch verstehen, denn es sind ja nicht alle fette Bonzen, die meisten sind Leute, die es nun mal jetzt hart trifft und die regen sich darüber auf, dass sie die Zeche zahlen müssen.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Ich kann die Griechen aber auch verstehen, denn es sind ja nicht alle fette Bonzen, die meisten sind Leute, die es nun mal jetzt hart trifft und die regen sich darüber auf, dass sie die Zeche zahlen müssen.

"Fette Bonzen" vielleicht nicht. Aber übermäßig verwöhnt scheinen sie alle zu sein.
Wer bekommt in Deutschland oder den großen Rest Europas schon bis zu 18 Gehälter? Man kann ja oft schon froh sein, ein 13. Gehalt oder Weihnachtsgeld zu bekommen. Selbst darauf hat man nämlich eigentlich keinen Anspruch.

Die Griechen regen sich im Grunde alle umsonst auf. Die Dinge wegen denen gestreikt wird sind ja fast schon lächerlich. Beispielsweise wurde auch bei der -- lange überfälligen -- Liberalisierung des Personentransport Marktes gestreikt.

Wäre dafür, dass in der derzeitigen Wirtschaftslage ein europaweites Streikverbot verhängt wird.
Ist doch wirklich nur kontraproduktiv, in dieser Situation nochmehr Geld rausschlagen zu wollen.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

In welchen Einheiten ein Einkommen gezahlt wird, ist ja erstmal wurscht. Entscheidend ist die Gesamthöhe und das preiskorrigierte Medianeinkommen in Griechenland lag vor der Krise gut 25% unter dem von Deutschland. Im Zuge der EU-Maßnahmen explodieren Arbeitslosigkeit und Preise, d.h. jetzt sieht es noch schlechter aus. Willst du hier ernsthaft Leute fertig machen, weil sie wesentlich weniger verdienen, als wir?

Und das die Griechen in einer Situation, in der ihre Existenz von der Globalisierung vernichtet wird, nicht gerade pro-Liberalisierung sind, ist nun wirklich verständlich.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

"Fette Bonzen" vielleicht nicht. Aber übermäßig verwöhnt scheinen sie alle zu sein.
Wer bekommt in Deutschland oder den großen Rest Europas schon bis zu 18 Gehälter? Man kann ja oft schon froh sein, ein 13. Gehalt oder Weihnachtsgeld zu bekommen. Selbst darauf hat man nämlich eigentlich keinen Anspruch.

Mit "fette Bonzen" meine ich aber die, die durch Vetternwirtschaft Jobs im Staatsapparat bekommen haben und 15 Monatsgehälter im Jahr.
Der einfache Arbeitnehmer hatte davon nichts, muss aber jetzt die Zeche zahlen in Form von höheren Steuern, höheren Energiekosten, höheren Mieten und höheren Lebenshaltungskosten.
Außerdem hat auch nicht jede Politesse 100 Riesen im Jahr verdient.

Dazu kommt dann noch, dass die reichen Griechen ihr Geld alle an der Steuerbehörde vorbeigeschleust haben, weil die Behörde ja selbst von denen unterwandert war.

Wäre dafür, dass in der derzeitigen Wirtschaftslage ein europaweites Streikverbot verhängt wird.
Ist doch wirklich nur kontraproduktiv, in dieser Situation nochmehr Geld rausschlagen zu wollen.

Streik ist ein Grundrecht in der Demokratie, immerhin heißt Demokratie ja Volksherrschaft. Da kannst du nicht plötzlich mal ein paar Rechte abschaffen, nur weil sie dir gerade nicht in den Kram passen.
Dann kannst du gleich eine Diktatur oder Polizeistaat errichten.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Mit "fette Bonzen" meine ich aber die, die durch Vetternwirtschaft Jobs im Staatsapparat bekommen haben und 15 Monatsgehälter im Jahr.
Der einfache Arbeitnehmer hatte davon nichts, muss aber jetzt die Zeche zahlen in Form von höheren Steuern, höheren Energiekosten, höheren Mieten und höheren Lebenshaltungskosten.
Außerdem hat auch nicht jede Politesse 100 Riesen im Jahr verdient.

Dazu kommt dann noch, dass die reichen Griechen ihr Geld alle an der Steuerbehörde vorbeigeschleust haben, weil die Behörde ja selbst von denen unterwandert war.

Zum einfachen Arbeitnehmer zähle ich aber auch Beamten und prinzipiell jedem Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeber der griechische Staat ist. Und jene haben nun einmal profitiert. Und das angefangen beim einfachen Abfallentsorger.

Streik ist ein Grundrecht in der Demokratie, immerhin heißt Demokratie ja Volksherrschaft. Da kannst du nicht plötzlich mal ein paar Rechte abschaffen, nur weil sie dir gerade nicht in den Kram passen.
Dann kannst du gleich eine Diktatur oder Polizeistaat errichten.

Streikrecht hat nichts mit Demokratie zu tun.
Im Grunde ist es ein völlig obsoletes Konzept, dass bereits im letzten Jahrhundert hätte abgeschafft werden sollen.

Wie du richtig erkannt hast, sind wir eine Demokratie. Eine parlamentarische Demokratie. Keine nach Vorbild der französischen Revolution, in der der Pöbel die Macht über alles hat.

Ich gebe unseren Politikern wahrhaftig nicht oft recht, aber wenn sie sagen, dass Dinge wie Stuttgart21 oder allgemeine Streiks keine moderne Form der Demokratie verkörpern, sondern die Macht des Stärkeren/Boshafteren, haben sie vollkommen recht.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Zum einfachen Arbeitnehmer zähle ich aber auch Beamten und prinzipiell jedem Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeber der griechische Staat ist. Und jene haben nun einmal profitiert. Und das angefangen beim einfachen Abfallentsorger.

Doch nicht jeder, das ist doch albern.

Streikrecht hat nichts mit Demokratie zu tun.
Im Grunde ist es ein völlig obsoletes Konzept, dass bereits im letzten Jahrhundert hätte abgeschafft werden sollen.

Was heißt denn "Demonstration". Genau, das bedeutet, dass man auf etwas hinweist.
In diesem Fall auf Ungerechtigkeiten und das ist in einer Demokratie eben ein Grundrecht.

Wie du richtig erkannt hast, sind wir eine Demokratie. Eine parlamentarische Demokratie. Keine nach Vorbild der französischen Revolution, in der der Pöbel die Macht über alles hat.

Ich gebe unseren Politikern wahrhaftig nicht oft recht, aber wenn sie sagen, dass Dinge wie Stuttgart21 oder allgemeine Streiks keine moderne Form der Demokratie verkörpern, sondern die Macht des Stärkeren/Boshafteren, haben sie vollkommen recht.

Nö, die Politik von heute wird von Lobbyisten geformt, ein Politiker hat doch keine Freiheiten mehr, dazu kommt der Fraktionszwang, was gegen die freie Entscheidung ist.
Das, was in Deutschland seit 20 Jahren abläuft ist nichts anderes als dass Konzerne sich die Gesetze so hinbauen lassen, damit sie den größten Nutzen davon haben und der, der keinen Einfluss hat, muss das bezahlen.
Oder denkst du echt, dass Griechenland oder sonst wer Kredite zurück zahlen kann?
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Nö, die Politik von heute wird von Lobbyisten geformt, ein Politiker hat doch keine Freiheiten mehr, dazu kommt der Fraktionszwang, was gegen die freie Entscheidung ist.

Wie kommst Du denn auf das dünne Brett? :wow: Wie erklärst Du vor dem Hintergrund den jüngsten Streit zwischen Pofalla und Bosbach sowie den in der FDP von Schäffler, Hirsch et. al. angestrengten Mitgliederentscheid über weitere Rettungsmaßnahmen für überschuldete Staaten?
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Wie kommst Du denn auf das dünne Brett? :wow: Wie erklärst Du vor dem Hintergrund den jüngsten Streit zwischen Pofalla und Bosbach sowie den in der FDP von Schäffler, Hirsch et. al. angestrengten Mitgliederentscheid über weitere Rettungsmaßnahmen für überschuldete Staaten?

Ja eben, da ist ein Politiker nicht der gleichen Meinung wie alle anderen und schon wird er angegriffen, gemoppt und sonst was anstatt seine Meinung einfach zu akzeptieren. :daumen2:
Das ist doch mehr ein Kindergarten als eine Fraktion.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

anstatt seine Meinung einfach zu akzeptieren. :daumen2:

Öhm und gabs mal Zeiten wo in der Politik einfach die Meinung eines anderen akzeptiert wurde...? In der Politik gehts darum die anderen von seinem Gedanken zu überzeugen, und das führt zwangsläufig manchmal zu Streit, auch innerhalb einer Partei oder Koalition, vorallem wenns halbwegs schnell gehen soll. Vorallem wenn man es allen Recht machen will, dann gibts nur Kompromisslösungen oder die Entscheidung dauert ewig so wie in der Schweiz. Will man so etwas wirklich? Ich kann jetzt nur vom österreichischen Standpunkt aus sprechen, aber ich bin froh nicht ein ähnliches politisches System bzw. Mentalität wie in der Schweiz zu haben.

Ziel eines jeden einzelnen Politiker sollte sein mit dicker Haut seine Vorstellungen durchzusetzen. Aber das klappt nicht immer. Bei dem einem Politiker wirds öfter klappen, weil er besser verhandeln kann und bei einem anderen funzts nicht so toll.

MfG
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Öhm und gabs mal Zeiten wo in der Politik einfach die Meinung eines anderen akzeptiert wurde...? In der Politik gehts darum die anderen von seinem Gedanken zu überzeugen, und das führt zwangsläufig manchmal zu Streit, auch innerhalb einer Partei oder Koalition, vorallem wenns halbwegs schnell gehen soll.

Es ist ein Unterschied, ob ich mit jemanden ein Streitgespräch führe oder ihn verbal attackiere, was hier geschehen ist.
Dass es innerhalb der Fraktion oder Koalition Unstimmigkeiten gibt, ist normal, aber das diskutiert man dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus und präsentiert dann ein gemeinsam getragenes Ergebnis oder man akzeptiert eben, dass es Abweichler gibt.
Aber man mobbt sie nicht.
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Update:

Neue Hiobsbotschaft für Italien, das Land wird gleich um drei Stufen im Rating herab gesetzt.
ZDFheute | Nachrichten - Vertrauen erschüttert, Italien abgestuft
Italien deutlich herabgestuft: Moody's versetzt Eurozone neuen Schlag - Wirtschaft | STERN.DE


Dazu kommt noch, dass die Großbank "Dexia" vor dem Ende steht.

Die Bank hatte stark in die schwächelnden Länder investiert, mit insgesamt 95 Milliarden Euro, für die es aber keinerlei Sicherheiten von der Bank gibt. Als dann die Kunden aus Angst ihr Geld abhoben, bzw. ihre Konten auflösten, kam es zum Crash.
Finanzkonzern : Dexia wird zerschlagen - Wirtschaft - FAZ
Schuldenkrise: Dexia-Bank steht vor der Zerschlagung - Banken - FOCUS Online - Nachrichten
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Ich sags ja immer wieder: Der Rest von Europa ist so marode, dass man Griechenland schon allein deswegen retten muss, damit (hoffentlich) niemand anfängt, mal hinter die Fassade zu gucken.

In dem Zusammenhang die Frage:
Was haltet ihr eigentlich von der "Hebel"geschichte mit dem Rettungsfond? Also dass er über mehr-oder-minder geschickte Tricks für die Empfängerstaaten ein vielfaches von dem bereitstellen soll, was von den Geberländern als Garantie zugesichert wurde?

Für mich klingt das ganze irgendwie nach dem gleichen Schema, dass die Banken angewendet haben (und anwenden! Danke an Merkel für die vortreffliche Umsetzung der Neuregelung der Finanzwirtschaft am "Ende" "der" Krise :kotz:) und das uns die ganze Geschichte eingebrockt hat: Man verleiht ein vielfaches dessen, was man eigentlich hat. Sogesehen wird der EFSF zur Bad-Bank par exellance. (was aber eigentlich auch ganz amüsant ist, insbesondere wenn er sich für die Bereitstellung mit weiteren Banken zusammenarbeitet. Denn dann kann er zum Schluss ganz geordnet Konkurs anmelden und endlich die auf dem Schaden sitzen lassen, die ihn ursprünglich angerichtet haben :devil: )
 
AW: Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

Deutschland hat ja, wenn ich nicht irre, 220 Milliarden Euro in den Sicherungsfond "eingezahlt". Also an virtuellem Geld.
Wenn diese Summer aber wirklich mal real wird (und danach sieht es doch aus, oder will das jemand abstreiten?), wie will Deutschland und der Rest Europas diese Summe stemmen? Wo soll das Geld herkommen? Wird noch mehr gekürzt?
Der größte Gläubiger Griechenlands sind aktuell die griechischen Banken. Dazu kommen französische Banken, die mit (verdammt, bin mir nicht mehr ganz sicher) 150-300 Milliarden drin sind, obwohl sie natürlich solche Summer nicht liegen haben, die aktuellen Rücklagen der Banken betragen 2-4%, wenns hoch kommt.
Geht Griechenland pleite, gehen die griechischen Banken pleite, das zieht die französischen auch in die Pleite und damit 2/3 aller anderen Banken in Europa. Um diese Banken dann zu retten (weil sie ja System relevant sind), müssten die Staaten einen Billionen Euro Rettungsschirm spannen, der aber dann durch keinerlei Garantien gesichert ist und das ist ja das Problem. Aus diesem Grund wurde Italien runtergestuft. Das Land hat eine Schulenlast von 130% des Bruttosozialproduktes erreicht.
Es gibt keine Garantien mehr.
Es gibt keine Sicherheiten mehr.
Fällt Griechenland, fällt die europäische Wirtschaftsunion, der Euro ist kaputt und die Euro-Staaten am Ende.
Kein Investor der Welt wird dann noch in diese Länder investieren, keine Staatsanleihen werden noch gekauft, das Sozialsystem wird einbrechen, die Unternehmen werden ihr Geld aus dem Lans ziehen (zumindest die, die es noch können).
Am Ende werden wir Zustände haben wie zu Beginn des WW2.
Nur mit dem Unterschied, dass auch die USA am Hungertuch nagen und Großbritannien schon lange weg vom Fenster ist.
 
Zurück