Weltweite Finanz/Währungskrise - USA/Europa/China - wo führt es hin, gibt es einen Ausweg?

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US Schuldenkrise ist nun offiziell vorbei.
Wie schon erwähnt, wird die Schuldengrenze angehoben und gleichzeitig die Ausgaben gekürzt.
Wo genau gekürzt wird, ist nicht bekannt, es soll aber nicht nur im Sozialsystem sein, sondern auch beim Verteidigungshaushalt. Beiden Seiten mussten daher offensichtlich bitte Pillen schlucken, da sie bei ihrem wichtigsten Standpunkt (Demokraten waren gegen Sozialkürzungen, Republikaner gegen Kürzungen beim Militär) Einschnitte hinnehmen mussten.

das ist übel - ich sehe schon Aufstände und Großdemos in den USA weil die arm/reich-Schere extremer als in "Bananenrepupliken" ist und mit diesem Kompromiss klar ist dass sich daran nichts ändern wird, im Gegenteil - es wird immer weniger für die jetzt schon Benachteiligten getan und die Armut, Schlechte Bildung ... wird sich weiter ausbreiten:daumen2:
 
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Allerdings kann man nicht mit aller Macht einen, was nicht zusammengehört. So werden sich auch irgendwann gewaltige Spannungen entladen. Das beste Beispiel im kleinen ist dafür Jugoslawien. Und das ist noch nicht allzu lange her.

Klar kannst du das nicht, in der Regel endet das im Bürgerkrieg. Aber die EU war ja auch nur dafür gedacht (anfangs), um einen weiteren Krieg innerhalb Europas zu verhindern. Arbeiten die Völker Europas wirtschaftlich zusammen, ist die Gefahr kleiner, dass einer benachteiligt wird und deswegen Streit anfängt.
Dass bei der Einführung des Euros peinliche Fehler gemacht worden sind, ist ja kein großes Geheimnis, nur scheinen es mal wieder die Politiker nicht einsehen wollen und schlossern an einer Sache herum, die zum Scheitern verdammt ist. Man sollte das System grundlegend ändern aber wie immer.... kein Staat will auf nationale Souveränität und regionale Macht verzichten.

Der einzige Weg aus der Finanzkrise ist der Islam laut diesem Video. :D
Ab 4:20 wird es sehr Spannend.

Komisch, dass dann arabische Firmen so viel Geld in westliche Firmen investiert haben. :D
Wer ist der größte Aktionär von Daimler? Ach ja, Araber. :schief:

das ist übel - ich sehe schon Aufstände und Großdemos in den USA weil die arm/reich-Schere extremer als in "Bananenrepupliken" ist und mit diesem Kompromiss klar ist dass sich daran nichts ändern wird, im Gegenteil - es wird immer weniger für die jetzt schon Benachteiligten getan und die Armut, Schlechte Bildung ... wird sich weiter ausbreiten:daumen2:

In den USA gibts keine riesen Demonstrationen von irgendwelchen Verbänden. Die Gewerkschaften sind schon lange weg vom Fenster und einzelne Gruppen haben keine Macht, können keine Massen vereinen.
Ich weiß ja wie es ist und wenn Menschen, die keine Krankenversicherung haben, weil sie schlicht kein Geld dafür besitzen, gegen eine staatliche Krankenversicherung sind, weil sie das als Bedrohung ihrer Freiheit ansehen, dann kannst du nur die Hände übern Kopf zusammen schlagen.
 
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In den USA gibts keine riesen Demonstrationen von irgendwelchen Verbänden. Die Gewerkschaften sind schon lange weg vom Fenster und einzelne Gruppen haben keine Macht, können keine Massen vereinen.
Ich weiß ja wie es ist und wenn Menschen, die keine Krankenversicherung haben, weil sie schlicht kein Geld dafür besitzen, gegen eine staatliche Krankenversicherung sind, weil sie das als Bedrohung ihrer Freiheit ansehen, dann kannst du nur die Hände übern Kopf zusammen schlagen.
stimmt schon, aber imho ist es nur eine Frage der Zeit bis Ungerechtigkeit in Zorn umschlägt, da braucht es keine Verbände/ Gewerkschaften etc. - siehe Nordafrika (auch wenn der Vergleich etwas hinkt)- in den USA werden die Leute halt mit TV und Fastfood "ruhiggestellt", von daher könnte es noch etwas dauern. Aber wenn ganze Städte zerfallen wie es teilweise in Detroit passiert ist und der American Dream nur noch in Filmen existiert dann wird es schwierig für jede Regierung.
 
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Das ist richtig, aber solange der "amerikanische Traum" vom Tellerwäscher zum Millionär immer noch da ist, passiert das nicht und viele Amerikaner sind halt der Meinung, dass man aus eigener Kraft reich werden kann. Das kannst du ihnen nicht austreiben (ich habs versucht :D:ugly:).
Das Dilemma in den USA ist, dass die Konzerne Gewinne ohne Ende scheffeln, aber nur die Aktionäre, die schon reich sind, werden dadurch immer reicher. Gleichzeitig sinkt der Durchschnittsverdienst rapide. Und durch die Sparmaßnahmen, die nun kommen werden, verschlimmert sich das Ganze weiter.
Ich bin echt neugierig, wie Obama da wieder rauskommen will, denn er will ja wieder gewählt werden. So wird das aber nichts.
Derzeit haben die Republikaner größere Chancen und wenn ich daran denke, dass ein Typ für Ron Paul, seines Zeichens Tea Party Mitstreiter, christlicher Rechter und ein Befürworter für die Abschaffung des Gesundheits- und Bildungssystems, möglicher Weise der kommende US Präsident ist, bekomme ich schon fast Angst.
 
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Also zumindest nach den gestrigen Berichten in den ÖR dämmert es auch in den USA mitlerweile einigen, dass die Teekännchen in den Verhandlungen kein sehr rühmliches, sondern eher ein staatsgefährdendes Verhalten gezeigt haben. Und was mag der typische US-Bürger noch weniger, als linkes Gedankengut? Staatsfeinde.

Bezüglich des Traumes: Zunehmende Armut wird das Kriminialitätsproblem nicht reduzieren und gerade den Republikanern fehlen jegliche Ansätze, um es zu lösen. (nicht, dass die Demokraten unbedingt den Eindruck einer Lösung machen - aber eine Partei kann nur eine begrenzte Zeit mit der Forderung nach längeren Strafen überleben, wenn sie diese nicht finanzieren kann. Dasitzen und nichtstun wird entweder zu einer politischen Wende führen oder das Problem wird soweit exkalieren, dass man eben doch den Umschlag in Eigeninitiative auf der Straße hat)

Der einzige Weg aus der Finanzkrise ist der Islam laut diesem Video. :D
Ab 4:20 wird es sehr Spannend.


Wenn du das wirklich an der Religion festmachen wolltest, könntest du auch ebensogut das Christentum nehmen ;)
Nur wie ein kurzer Blick z.B. auch in gewisse arabische Emirate zeigt: Ungezügelter Kapitalismus setzt sich, trotz aller Langzeitrisiken und -folgen, gegen jedes andere Lebensbild, einschließlich aller Religionen, durch. Den Menschen fehlt es nicht an potentiellen Vorbildern/Leitfäden, davon gibt es in dieser Hinsicht mehr als genug, auch ohne Koran. Woran es fehlt, ist Einsicht und die Bereitschaft, mal nicht nur an sich und die nächsten zwei Monate zu denken.
 
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Derzeit haben die Republikaner größere Chancen und wenn ich daran denke, dass ein Typ für Ron Paul, seines Zeichens Tea Party Mitstreiter, christlicher Rechter und ein Befürworter für die Abschaffung des Gesundheits- und Bildungssystems, möglicher Weise der kommende US Präsident ist, bekomme ich schon fast Angst.

Dito! Auf der einen Seite herrschen Zustände in den USA wie in "Schwellenländern/ Bananenrepubliken" (Verteilung des Kapitals, Bildung, religiöser Fundamentalismus), vor denen man keine Angst haben brauch - aber es ist gleichzeitig die wichtigste Wirtschaftsmacht und die größte Kriegsmaschine der Welt:nene:
Das ist der Grund weshalb ich hoffe das die sich wieder "berappeln" und sich ihrer Verantwortung bewußt werden!
 
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Das ist der Grund weshalb ich hoffe das die sich wieder "berappeln" und sich ihrer Verantwortung bewußt werden!
Unwahrscheinlich. Das in den USA die Reichen bevorteilt wurden war schon immer so. Mit dem entsprechenden Geldbeutel kriegt man jeden Universitätsabschluß, ein George W. hat einen Master-Abschluß von Havard (!) und war zu doof ein Buch richtig herum zu halten :ugly:

Der Punkt ist halt: In Zeiten mit Wirtschaftswachstum rebelliert die Mittelschicht nicht (die so schon dünn genug ist, aber wir entwickeln uns da ja auch hin), weil es ihnen auch besser geht und es winkt ja die Goldene Zukunft auch irgendwann zu den Reichen zu gehören. Vom Tellerwäscher zum Millionär.
 
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Also zumindest nach den gestrigen Berichten in den ÖR dämmert es auch in den USA mitlerweile einigen, dass die Teekännchen in den Verhandlungen kein sehr rühmliches, sondern eher ein staatsgefährdendes Verhalten gezeigt haben. Und was mag der typische US-Bürger noch weniger, als linkes Gedankengut? Staatsfeinde.

Du musst den Wählern das nur sehr gut verkaufen, dann funktioniert alles.
Denk daran, wie beliebt Guttenberg hier ist, obwohl er bewiesen hat, dass er inkompetent und darüber hinaus noch ein Betrüger ist.

Bezüglich des Traumes: Zunehmende Armut wird das Kriminialitätsproblem nicht reduzieren und gerade den Republikanern fehlen jegliche Ansätze, um es zu lösen. (nicht, dass die Demokraten unbedingt den Eindruck einer Lösung machen - aber eine Partei kann nur eine begrenzte Zeit mit der Forderung nach längeren Strafen überleben, wenn sie diese nicht finanzieren kann. Dasitzen und nichtstun wird entweder zu einer politischen Wende führen oder das Problem wird soweit exkalieren, dass man eben doch den Umschlag in Eigeninitiative auf der Straße hat)

Die Republikaner haben ihre zwei Ansätze:
Mehr Gefängnisse und Bewaffnung für alle, denn wenn jeder bewaffnet ist, kann jeder Verbrechen schneller und effektiver bekämpfen (Jop, viele denken so, vor allem im Süden wie Texas). :ugly:
Mehr Gefängnisse bringen mehr Einnahmen für die Firmen, die die Gefängnisse leiten und mehr Waffen sorgen für mehr Umsatz bei den Waffenherstellern, es ist also an alle gedacht, sogar an die Bestattungsunternehmen. ;) :crazy:
 
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Denk daran, wie beliebt Guttenberg hier ist, obwohl er bewiesen hat, dass er inkompetent und darüber hinaus noch ein Betrüger ist.
dann ist er ja ins richtige Land gezogen:lol:

back to topic:

wir suchen ja nach Lösungsansätzen - was mir zu Europa einfällt: Das förderale Modell in Deutschland verhindert z.B. das Länder wie Saarland oder Bremen von Ratingagenturen abgestuft werden obwohl sie extrem hoch verschuldet sind weil sicher ist, dass über den Länderfinanzausgleich und den Bund deren Liquidität garantiert ist. Im Prinzip liegt imho hier ein Ansatz auch für Europa (Stichwort Eurobond) - auch wenn dazu noch einiges getan werden muss aber unser Land bestand die längste Zeit auch aus scheinbar unvereinbaren Kleinstaaten und nationalen Egoismen...
 
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Mehr Gefängnisse und Bewaffnung für alle, denn wenn jeder bewaffnet ist, kann jeder Verbrechen schneller und effektiver bekämpfen (Jop, viele denken so, vor allem im Süden wie Texas). :ugly:
Richtig. Diese Theorie ist ja im Süden extrem verbreitet, gibt ja inzwischen Leute die z.B. lokale Verboten auf Uni-Gelände schon per Gericht ham verbieten lassen. Wobei sich dann natürlich die Frage stellt wen die Polizei festnimmt (oder gar auf wen sie schießt), wenn sie zu einem Amoklauf gerufen werden und da stehen 20 Leute mit ner Knarre...

Im Prinzip liegt imho hier ein Ansatz auch für Europa (Stichwort Eurobond)
Darauf wird es auf kurz oder lang hinauslaufen. Zu unserem aller Wohle.
 
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wir suchen ja nach Lösungsansätzen - was mir zu Europa einfällt: Das förderale Modell in Deutschland verhindert z.B. das Länder wie Saarland oder Bremen von Ratingagenturen abgestuft werden obwohl sie extrem hoch verschuldet sind weil sicher ist, dass über den Länderfinanzausgleich und den Bund deren Liquidität garantiert ist. Im Prinzip liegt imho hier ein Ansatz auch für Europa (Stichwort Eurobond) - auch wenn dazu noch einiges getan werden muss aber unser Land bestand die längste Zeit auch aus scheinbar unvereinbaren Kleinstaaten und nationalen Egoismen...

Eine starke, übergeordnete Instanz wäre vielleicht auch nicht schlecht. Die Länder in Deutschland sind sich schon oft genug am zanken - dabei wird die Mehrheit der Entscheidungen und Finanzen auf Bundesebene geregelt. Auf EU-Ebene geht es immer ganz schnell um alles, weil es eben kein gemeinsamer Staat ist.


Die Republikaner haben ihre zwei Ansätze:
Mehr Gefängnisse ...
:stick:
eine Partei kann nur eine begrenzte Zeit mit der Forderung nach längeren Strafen überleben, wenn sie diese nicht finanzieren kann
 
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eine Partei kann nur eine begrenzte Zeit mit der Forderung nach längeren Strafen überleben, wenn sie diese nicht finanzieren kann

Deswegen werden die Gefängnisse auch privatisiert, dann finanzieren sie sich alleine durch die Auslastung mit Gefangenen. ;)
Um die Unterhaltung der staatlichen Gefängnisse zu finanzieren, werden die Sozialsystem abgeschafft (das wollen ja die Tea Party Leute) und dazu auch das Bildungssystem, es wird komplett privatisiert. Wer sich dann den Schulbesuch nicht mehr leisten kann, bekommt keine Schulbildung und hat daher Probleme einen gut bezahlten Job zu bekommen.
So ist gewährleistet, dass die wohlhabenden Menschen weiterhin unter sich bleiben. :ugly:

(Jop, ich hab, als ich dort gearbeitet habe, mit einigen Anhängern gesprochen. Und hier regen sich die Leute über die FDP auf... :schief:)
 
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Klar kannst du das nicht, in der Regel endet das im Bürgerkrieg. Aber die EU war ja auch nur dafür gedacht (anfangs), um einen weiteren Krieg innerhalb Europas zu verhindern. Arbeiten die Völker Europas wirtschaftlich zusammen, ist die Gefahr kleiner, dass einer benachteiligt wird und deswegen Streit anfängt.
Dass bei der Einführung des Euros peinliche Fehler gemacht worden sind, ist ja kein großes Geheimnis, nur scheinen es mal wieder die Politiker nicht einsehen wollen und schlossern an einer Sache herum, die zum Scheitern verdammt ist. Man sollte das System grundlegend ändern aber wie immer.... kein Staat will auf nationale Souveränität und regionale Macht verzichten.

Nun ja, mein Professor für politische Bildung sagt immer wieder gerne: "Politik ist eine Machtfrage!" und "Politik ist Kuhhandel!". Man kann das so zu 100% unterschreiben, aber wo (in der Privatwirtschaft) ist das nicht? Das Problem ist weniger dass die Staatsoberhäupter (für die wär ja sicher dann ein Platz im neuen Überstaat) bzw. deren Führungen nicht auf Souveränität verzichten wollen, das Problem ist viel mehr dass das nicht innenpolitisch durchsetzbar ist - wie möchtest du einem (konservativen) Franzosen eintrichtern dass er zukünftig im gleichen Staat lebt wie seine Erzfeinde aus Deutschland oder Großbritannien? Da würden dann die Leute (und vorallem die "Qualitäts-"medien würden Rebellieren und damit die Leute mobilisieren ;) ) wirklich auf die Straße gehen. Dass ist auf alle Fälle keine Option für die nächsten Jahr(zehnt)e. Wobei es kann ja alles auch schnell gehen... Nun ja, wie dem auch sei, ein europäischer Überstaat wäre natürlich eine interessante Option, vorallem dann kann man nichtmehr auf die "böse böse EU die uns Steuerzahlern das Geld wegnimmt" hingehaut werden, sondern man muss (wie jetzt ja auch ;) ) auf die Staatsoberhäupter wieder direkt hinhauen. Kaum ein Vielvölkerstaat hat es bis in die heutige Zeit zu überstehen geschafft (Österreich-Ungarn, Jugoslawien, Sowjetunion, Osmanisches Reich, ...), da die Interessen und Konkurrenz der einzelnen Völker einfach viel zu verschieden sind. Darum wirds auch keinen europäischen Überstaat geben, auch wenn WIR (Europäer) damit ernster auf der Landkarte genommen werden würden.

MfG
 
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Kaum ein Vielvölkerstaat hat es bis in die heutige Zeit zu überstehen geschafft (Österreich-Ungarn, Jugoslawien, Sowjetunion, Osmanisches Reich, ...), da die Interessen und Konkurrenz der einzelnen Völker einfach viel zu verschieden sind.

Letztendlich kannst du einen Vielvölkerstaat nur durch Gewalt und Einschüchterung kontrollieren, einen demokratischen Vielvölkerstaat ist schwerer umzusetzen. Der Vorteil in Europa ist aber, dass die Kulturen recht ähnlich sind.
 
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Man darf dabei auch nicht vergessen, wieviel eigentlich schon zentral abgesprochen wird. In einem doch recht ansehnlichen Teil von Bereichen geben EU-weite Vorgaben den Ton an. Das Problem ist, wie damit umgegangen wird - vor allem, wie man es gegenüber den Wählern kommuniziert:
Anstatt eine möglichst einheitliche Umsetzung der Vorgaben EU-weit anzustreben (als Vorstufe zu einer direkten EU-weiten Gesetzgebung), versucht jede Regierung, die Vorgaben bis zum geht nicht mehr zu strecken und dem Bürger als eigene Leistung zu verkaufen. Das Ergebniss sind Regelungen, die gesamtgesellschaftlich vermutlich sogar schlechter als eine einheitliche sind, womit die Landespolitiker aber ihren Einsatz demonstriert haben. Ausgenommen von diesem Prinzip ausschließlich Regelungen, die so oder so der Mehrheit der Wähler nicht schmecken. Z.B. wenn Subventionen verboten werden,... . Das ist der einzige Punkt, wo Landespolitiker von sich aus mit dem Finger auf Brüssel zeigen und die Verantwortung allein dort sehen.
Ergebniss: Eine Bevölkerung, für die "EU" ausschließlich negativ besetzt ist und ein europäische Politik, ein schlecht verbundener Flickenteppich von Einzelregelungen ist.

Deswegen war es imho auch vollkommen schwachsinnig, einen grenzenlosen Wirtschafts- und Währungsraum zu schaffen. Bevor man Grenzen niederreißt, sollte man tunlichst sicherstellen, dass auf beiden Seiten alles gleich ist. Sonst kommt es zu Ausgleichsbewegungen, von denen vor allem die profitieren, die schnell und in großem Maßstab reagieren können - also im Kapitalismus diejenigen mit genügen mobilisierbaren Kapital. Das ganze letztlich zu lasten derjenigen, die diese Flexibilität nicht haben - z.B. Arbeitnehmer.


Deswegen werden die Gefängnisse auch privatisiert, dann finanzieren sie sich alleine durch die Auslastung mit Gefangenen. ;)

:rollen: Finanziert werden müssen sie wohl weiterhin vom Staat, denn "Gefangene" generieren doch relativ wenig Werte, auch nicht bei 110%iger Auslastung. Und genau das klappt -Privatisierung hin oder her- nicht, wie Kalifornien seit Jahren eindeutig beweist.
 
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Deswegen war es imho auch vollkommen schwachsinnig, einen grenzenlosen Wirtschafts- und Währungsraum zu schaffen. Bevor man Grenzen niederreißt, sollte man tunlichst sicherstellen, dass auf beiden Seiten alles gleich ist.
:rollen: Finanziert werden müssen sie wohl weiterhin vom Staat, denn "Gefangene" generieren doch relativ wenig Werte, auch nicht bei 110%iger Auslastung. Und genau das klappt -Privatisierung hin oder her- nicht, wie Kalifornien seit Jahren eindeutig beweist.

Du ahnst gar nicht, wie viele Gefängnisse privat geführt werden und deren Gefangenen dann noch für einfachste Jobs herangezogen werden.
Klar, dass der Staat erst mal kräftig draufzahlt, letztendlich ist er aber auch selbst daran Schuld, wer Eingliederungsmaßnahmen für Ex Knackis streicht und dafür mehr Gefängnisse baut (wie die Republikaner unter Bush) und diese dann komplett privatisiert, darf sich nicht wundern, dass das alles nach hinten los geht.
Aber so weit denken die Republikaner einfach nicht, daher greift hier Schritt zwei: die totale Bewaffnung (einige Republikaner sind ja auch dafür, dass alle Arten von Waffensystem frei auf den Markt verfügbar sein sollten, inklusive Atomwaffen). Wenn jeder bewaffnet ist, werden Verbrecher sofort erschossen und es gibt weder Gerichtsverhandlungen noch Gefängnisaufenthalte.
(dass die nicht alle Tassen im Schrank haben, sollte hierbei klar sein, aber das sind in der Tat die Ansichten einiger Republikaner und darunter eben auch Leute, die ins Weiße Haus wollen)


Update:

Italien und Spanien geraten nun unter Druck
Jetzt hat es Italien und Spanien erwischt. Beide Länder müssen inzwischen mehr Zinsen für Kredite bezahlen.
Der Präsident der EU-Kommission, Barroso, erklärte, dass er die gestiegenen Zinsen nicht nachvollziehen kann, da beide Länder inzwischen gut aufgestellt sind.
BARROSO BESORGT üBER ZINSANSTIEG FüR ITALIEN UND SPANIEN
Schatzmeister Giulio Tremonti: Italien spielt Politiktheater am Rande des Abgrunds - Europas Schuldenkrise - Wirtschaft - FAZ.NET
 
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Der Vorteil in Europa ist aber, dass die Kulturen recht ähnlich sind.

Das ist wohl relativ. Ich habe die Kulturen, abgesehen von Österreich und der Schweiz, immer als extrem unterschiedlich empfunden. Und mir ist auch schleierhaft, was ein Franzose mit einem Polen, ein Däne mit einem Spanier oder ein Deutscher mit einem Rumänen gemeinsam haben sollten. Das hat mir noch nie jemand erklären können. :ka: Kultur ist unendlich viel mehr, als nur zufällig auf demselben Kontinent zu sitzen.
 
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Wenn ich mit Franzosen rede, haben sie die gleichen Vorstellungen wie ich auch. Selbst Russen denken ähnlich. Aber wenn ich mal mit einem Japaner rede.. oder gar mit einem Amerikaner, da sind die Unterschiede doch sehr deutlich.
 
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Komisch, daß Du ausgerechnet Amerikaner und Japaner als Beispiel wählst. Abgesehen von Engländern sind das nämlich diejenigen, denen ich mich selbst am meisten verbunden fühle und mit denen ich mich auch immer bei der persönlichen Begegnung in der Regel allerbestens verstehe.
 
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