Welchen Film / welche Serie habt ihr zuletzt gesehen?

Jupiter Ascending: 5/10

Gute Effekte aber wirre zusammengewürfelte Story. Der Versuch eine große Space Opera zu schaffen ist gescheitert.

Miami Vice: 7/10

Super Bilder und Musik. Typisch Michael Mann. Teilweise etwas langatmig aber sonst ganz gut.
 
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Birdy (USA 1984) 10/10

Zwei Freunde kehren mit unterschiedlichen Arten von Wunden aus dem Vietnamkrieg zurück. Al (Nicolas Cage) hat schlimme Verletzungen u.a. im Gesicht erlitten, während Birdy (Matthew Modine), der immer schon eine Obsession für Vögel hatte, sich nun selbst für einen Vogel hält. Als man Al bittet, Birdy aus seinem Trauma herauszuhelfen, wird dies für ihn eine eigene Katharsis. Doch ob er seinen Freund aus seiner Traumwelt herausholen kann, ist fraglich...

Wo fange ich hier am besten an? Am besten wohl damit: Ein Ausnahmefilm ohnegleichen, der einen tief nachdenklich zurück lässt - und der einem mal wieder bewusst vor Augen führt, im Grunde genommen (und dazu zähle ich mich auch, ganz klar) sind unsere eigenen Probleme verglichen mit dem was Menschen widerfahren kann, entweder nichts oder eher nur eingebildete. (keine persönliche Wertung).
Was die damals noch sehr jungen, am Anfang ihrer Karrieren stehenden beiden Hauptprotagonisten Nicolas Cage und Matthew Modine hier abliefern, geht teils durch Mark und Bein... Freunde des mittlerweile zum Markenzeichen gewordenen "Cage Modus" muss ich aber enttäuschen, hier spielt er zurückhaltend, aber umso stärker, wenn er später gezeichnet aus dem Kriege zurückkehrt...

Matthew Modine (Private Joker aus Full Metal Jacket) läuft dann endgültig zur Hochform auf, wenn er, so ja auch der Titel des Films, zu "Birdy" wird. Tief gezeichnet von den Erlebnissen im Krieg, zieht er sich mehr und mehr in sich zurück. In seine eigene Welt, in der man nicht mehr zu ihm durchdringen kann... Und nein, dies hat nichts mit "Spinnerei", "Unmännlichkeit", "Mongo" und sonstigen RTL Mittags TV Ferndiagnosen zu schaffen, sondern schlicht und ergreifend mit der Tatsache, ein Mensch ist einfach kein Roboter, sondern ein empfindendes Wesen.
Ich konnte mich in die Geschnisse auf dem Bildschirm, denke ich, gut hineinversetzen, weil ich einen Opa hatte, der von seinen Erlebnissen an der Ostfront während des WK II auch tief gezeichnet wurde. Wobei ich das wahre Ausmaß leider erst eher spät wirklich realisiert habe...

In diesem Sinne: Birds can always fly away.
 
Baby Driver 7/10

War stellenweise zu einfach gehalten und an anderen Ecken wurde ich total überrascht. Hat mich jedenfalls bis zum Schluss gefesselt, durch Symphatie-Punkte (weil der Hauptdarsteller auch unter Tinnitus leidet).
 
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Hard Target (USA 1993) 8/10

Erzreaktionär, gewaltgeil und, trotz Entstehung in den 90ern, aus jeder Pore die seligen 80er Jahre atmend. *schnüff*

Ist es schon über 25 Jahre her, seitdem die belgische Springbohne, damals wohl unbestritten auf dem Zenit seiner Karriere angekommen, den fiesen Menschenjägern rund um einen sinistren Lance Henriksen und einem diabolisch aufspielenden Arnold Vosloo (vor seinem Durchbruch als Imhotep in den Mumie Filmen mit Brandon Fraser), die ******* aus dem Leib prügelte oder sie direkt zersiebte?
Ja, ist es. Kommt mir immer noch vor wie gestern, aber dies denke ich mir ja auch jedes Mal, wenn ich mich daran zurückerinnere, wie kurz wir damals vor Moskau gelegen haben... *mama, komm schnell, der opa wird schon wieder senil!*

Was John Woo hier nach seinem damaligen Rückzug aus der Kronkolonie auf die Beine stellte, war einfach zu brachial, weder zuvor noch danach wurde VD so wuchtig herüberkommend inszeniert - allein schon der Auftakt, in der ein paar nichtsnutzigen Handtaschenräubern erst mal ohne Betäubung ein Anatomiekurs in schönsten Zeitlupeneinstellungen verabreicht wird, dürfte auch heute noch zu den brachialsten Einführungen ever gehören... Danach wird Schritt für Schritt die Story um gelangweilte Reiche, welche gerne Penner, Obdachlose und sonstige Gestrauchelte zum Zeitvertreib hetzen, jagen und töten aufgebaut. Dabei kommen zwar hie und da durchaus sozialkritische Untertöne zum Vorschein, aber ganz ehrlich: Deswegen schaut niemand einen VD Film an.
Spätestens, wenn in einer der nach wie vor zynischsten Filmszenen aller Zeiten der Hebel umgelegt wird - und VD mitsamt seiner weiblichen Begleitung (Yancy Butler - hui! :-X) wechselnd den Spieß zwischen Jägern und Gejagten umdreht, beginnt die einsame Sternstunde in VDs Schaffen endgültig und kennt von da ab kein Halten mehr...

Was hier mit lächerlich anmutenden 18 Millionen Dollar Produktionskosten herausgeholt wurde, muss sich auch heute nicht verstecken, denn es sieht einfach wertig aus, kein Vergleich mit den später im Genre leider so typischen Ostblockstreifen...
Der Showdown in der verlassenen Fabrikruine voller bizarr anmutender Überbleibsel des Mardi Gras Festivals sollte jedem Action Aficionado auch heute noch die Schuhe ausziehen... So MUSS man Kauleisten-neu-arretieren und Luftlöcher-an-Stellen-an-denen-man-nicht-atmet-Verzierungen auf die Leinwand bringen. Hier hauen sich eben nicht zwei Vollidioten gegenseitig Brechstangen auf die Visage und machen ungerührt weiter, nein, hier hat alles Konsequenzen.

Tja, schön waren die Zeiten, ich trauere denen ja echt hinterher, aber dies werden auch nur diejenigen verstehen, die damals mit dabei waren...
In diesem Sinne: "Now take your pig-stick and your boyfriend, and find a bus to catch." (VDs radebrechendes Französenglisch im Originalton geht hier auf absolut keine Kuhhaut).
 
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Brutaler seltsamer Film. Muß ich nicht nochmal sehen.
Ich hab mal den Film Prisoners gesehen, wo es um Kindesentführung und verzweifelte Eltern geht.
Alter Schwede, die Folterszenen haben mich nachhaltig schockiert. :hmm:
Auch wenn das sicherlich ein gut gemachter Film ist, muss ich mir den sicherlich nicht noch ein zweites Mal reinziehen.
 
Auch wenn das sicherlich ein gut gemachter Film ist, muss ich mir den sicherlich nicht noch ein zweites Mal reinziehen.
Was Brutalität angeht bin schon einiges gewohnt. Aber der Film war irgendwie auch "komisch" bzw sehr skurril. Da habe ich keinen (künstlerischen) Zugang zu.
Ryan Gosling sehe ich auch sehr gerne... aber da hat er mir gar nicht gefallen.
 
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