Wechsel auf Linux

Gilli_Ali_Atör

Software-Overclocker(in)
Halli hallo liebe Community,
ich besitze zur Zeit Win7 und spiele mit dem Gedanken auf Linux zu wechseln, um mal was anderes zu testen. Was für Erfahrungen habt ihr mit Linux gemacht? Gibt es Probleme mit Software (z.B. Treiber, Spiele, Steam, etc.) und Hardware (z.b. Graka, WLAN-Karte, etc.)? Ich freue mich auf eure Antworten und Unterstützung.

MfG
 
Naja, wenn du Hauptsächlich Spiele spielst ist Win7 das beste was es gibt, und auf Linux wirst du sicher nicht Glücklich (in bezug aufs spielen).
 
Für linux gibt es auch grafiktreiber usw.
wie gesagt es gibt Package Manger mit 50.000 Progs , aber gute Spiele sind so gut wie nicht da.
Hast du schon ein Linux im Auge?
 
Ich nutze beides. Da das spielen unter Linux sehr schwierig ist, möchte ich nicht auf Windows 7 verzichten. Wenn du es nur mal "testen" möchtest, warum installierst du dir nicht etwas wie Virtual Box und virtualisierst das ganze? :) Wenn du spielen möchtest empfehle ich dir auf keinen Fall nur eine Linux Distribution zu nutzen. Bei einigen Spielen ist das über wine möglich aber das bringt viele Probleme mit. Unteranderem läuft es oft nicht stabil, bringt viel Arbeit mit sich und nach einem Update kannst du in der Regel neu anfangen. Aber es gibt auch Spiele wo es ziemlich gut funktionieren soll (Aion).
Für was für eine Distribution interessierst du dich?
 
Bzw. Welche Hardware?
Kubuntu wird nicht auf einem Steinalt-PC laufen,
zumindest so dass es Spass macht
 
Fürs Spielen kommst du, mit Ausnahmen, im Moment leider nicht um den bekannten Game-Loader von Microsoft herum. Treiber für Standard-Hardware sind vorhanden, was die Grafik angeht würde ich zu NVidia raten, der Linux-Support ist laut meinen Erfahrungen einwandfrei. Für WLAN-Chips gibt es nicht immer einen vorinstallierten Treiber, den musst du, falls vorhanden, oft vom Hersteller holen.
Für Windows-Programme brauchst du wine, oder cedega(kommerzielle Wine-Abwandlung auf Spiele ausgerichtet, kann aber auch nicht alles). Steam läuft. Für sonstige Programme schau am besten in appdb.winehq.org, fa bekommst du mehr Informationen, welche Programme laufen und welche nicht.

Ich würde daher zu einem Dual-Boot-System raten. Für Zocken von Spielen, die unter Linux nicht laufen, nimmst du Windows. Für den Rest Linux, finde ich persönlich zum Arbeiten auch viel angenehmer.
 
Ich habs genauso, läuft super;
auch ne NVidia. Graka treiber laufen gibts;
W-Lan läuft bei Lubuntu ohne Probs
 
Also ich nutze ebenfalls beides, für den Alltag Linux, fürs Spielen leider und notgedrungen Windows

Linux hat eine menge Vorteile, aber ganz klar den Nachteil, dass man sich erst mal vernünftig einarbeiten muss ehe man das System zu schätzen weiss. Will hier sofort warnen, wenn du einfach ne Live-CD/USB testest und es klappt nicht alles auf anhieb, oder nach der ersten festen installation treten Probleme auf... geben sich viele geschlagen und dann ist Linux einfach nur noch Schrott.

Wer sich ernsthaft mit Linux beschäftigt wird nie wieder was anderes wollen!!

Zu den Treiber:
Linux bringt von Grund auf mehr Treiber mit als Windows und du musst selten etwas nachinstallieren (GPU Treiber ausgenommen, darüber aber später mehr). Linux tut sich aber mit manchen Wifi-Adaptern noch immer schwer, selbst hatte ich aber noch nie Probleme mein internet zum laufen zu bringen. Wo's heikler wird ist mit Printer und so.... Grundsätzlich funktionieren die HP Printer sehr gut.

Jetzt zu den Grafikkarten:
Wird die Grafikkarte nicht richtig unterstüzt wird man mit einem Schrwarzen Bildschirm belohnt, ganz schön blöde, denn Treiber installieren ohne was zu sehen... Nun gut mit AMD hat man den Vorteil dass die Opensource Grfiktreiber welche in Linux integriert sind, gut genug funktionieren und die Treiber von AMD selbst nach zu installieren. Leider sind die Linux AMD Treiber nicht das Gelbe und machen teils Probleme.
Dank hier an Sebastian Siebert welcher sehr tätig ist, damit die AMD Treiber sauber unter openSUSE laufen, und indirekt werden die AMD treiber durch seine Hilfe laufend verbessert, was auch anderen Distros hilft.

Mit ner Nvidia Karte, was im moment auch bei mir der Fall ist, wurde ich mit dem Genanten Schwarzen Bildschirm bei der installtion von Ubuntu 12.04 bestraft, hier bekommt man das ganze aber durch einen kleinen Trick zum laufen und Ubuntu läuft nun besser denn je bei mir. Die Nvidia Treiber sind klasse, und ich habe sogar das Gefühl dass Nvidia schneller mit dem Beseitigen von fehlern ist als bei den Windows Treibern.

Welche Distros würde ich nun empfehlen? Ganz klar Ubuntu 12.04, kommt zwar erst ende des Monats Offizel raus, aber die Daily-Live kann man jetzt schon nutzen. Die Version ist Feature freeze, heisst biss auch fehlerbehebungen welche sich im unkritischen bereich bewegen, wie Übersetzungsfehler.... werden noch ausgemerzt, was den Produktiven Einsatz aber nicht einschränkt. (und die Updates kommen ja alle :-) )

openSUSE ist ne alternative, allerdings würde ich die eher vorschlagen, wenn man schon ein bisschen Erfahrung gesammelt hat. openSUSE gewisse vorteile gegenüber Ubuntu (hier sei Tumbleweed erwähnt), ist aber bei weitem nicht so Anfängerfreundlich.

Will aber noch erwähnen, auch wenn Ubuntu oft als Anfänger-Linux angeprangert wird, so lässt sich auch Ubuntu ganz stark den eigenen Bedürfnissen anpassen.
 
Ollte ich mir Linux zulegen, würde ich Ubuntu in Betracht ziehen. Das dass mit dem Spielen so problematisch ist, ist natürlich nicht so doll, aber eine Virtual Box wäre schon eine alternative.
 
Ollte ich mir Linux zulegen, würde ich Ubuntu in Betracht ziehen. Das dass mit dem Spielen so problematisch ist, ist natürlich nicht so doll, aber eine Virtual Box wäre schon eine alternative.
Spielen in einer VM kannst du bei halbwegs aktuellen Spielen aber knicken, da eine VM _immer_ schlechter läuft als ein natives System. Ein Dualbootsystem wäre also definitiv die bessere Wahl.

MfG Jimini
 
Mit Xen und 3D kann man auf nen echten Dualboot durchaus verzichten. Allerdings hat ein Dualboot auch Vorteile – zum Beispiel, dass man keine Hardware doppelt braucht. Ansonsten: Wenn ein Rechner vorhanden ist: Einfach von USB ausprobieren. Wenn einer angeschafft werden soll, am besten vorher z.B. hier nachfragen, ob es irgendwelche kritischen Komponenten gibt. Der Hardware-Support von Linux ist zwar besser als der von Windows, dennoch ist halt nicht jede Hardware mit jedem Betriebssystem kompatibel. Und da die meisten gewohnt sind Hardware für Windows kaufen, kommt es dann mit Linux eher zu Problemen.

Anmerkung zur Sache mit den Grafikkarten: Wenn man unter Linux eh nicht spielen will, sind AMD-Karten mit dem freien Treiber echt super. Nvidia ist vor allem im Zusammenspiel mit Wine (also, um Windows-Spiele unter Linux zu spielen) besser.

Zusammengefasst: Linux zum Arbeiten ist toll, da kann man echt gut wechseln. Wenn ich an nem Windows-Rechner sitze, vermisse ich alle möglichen Funktionen. Aber wenn du nicht auf Indy-Games stehst, ist Windows zum Spielen besser geeignet. Daher halten sich auch viele Linux-Nutzer ein „Wintendo“ (oder sind eh schon lange wegen nervigem Onlinezwang auf Konsolen gewechselt).
 
Hi, möchte mich als Trittbrettfahrer mal anhängen :ugly:

Nachdem ich gestern das erste mal:schief: Ubuntu benutzt hab um meine Rechner zu scannen bin ich begeistert und neugierig auf mehr von diesem BS. Ich nutz sonst noch XP und würde gerne Linux parallel nutzen. Wie geht das mit Dualboot und vor allem Grafikprogramme wie Corel usw, sind die kompatibel ? Als Office könnt ich ja OO nehmen.
Sorry für die noob-Fragen, aber hab mich halt nie dafür interessiert :ugly:
 
Wie geht das mit Dualboot und vor allem Grafikprogramme wie Corel usw, sind die kompatibel ? Als Office könnt ich ja OO nehmen.
Sorry für die noob-Fragen, aber hab mich halt nie dafür interessiert :ugly:
Du kannst mal schauen, ob CorelDraw mittels Wine oder PlayOnLinux zum Laufen zu bewegen ist. Es gibt allerdings auch gute Grafikprogramme für Linux: Inkscape, Open Office Draw, Gimp, um nur einige zu nennen.
Das Einrichten eines Dualboot-Systems hat bei mir bislang immer mit den Anweisungen des *buntu-Setups gut funktioniert. Dennoch solltest du, um sicherzugehen, vorher ein Backup anlegen.

MfG Jimini
 
Hoppla, danke für die schnelle Antwort :D

Jep das OO-Draw nutz ich jetzt schon zum Teil :daumen:

Das Dualboot ist Bestandteil des Linux BS's ? das ist super. Dannkönnt ich das praktisch auf z.B. Laufwerk D installieren, und beim PC einschalten meldet sich ein Bootloader ?
Das mit dem Backup werd ich mir sparen:D meine XP-Installation ist 5 Jahre alt.:D
Aber stabil und nach neuesten Infos 100% Malwarefrei:D
 
Das Dualboot ist Bestandteil des Linux BS's ? das ist super. Dannkönnt ich das praktisch auf z.B. Laufwerk D installieren, und beim PC einschalten meldet sich ein Bootloader ?
Dualboot ist kein Programm oder sowas in der Art, das Ubuntu-Setup legt dann einfach einen neuen Bootloader und darin eine Option für Windows an. So hast du beim Rechnerstart ein kleines Auswahlmenü, wo du zwischen den Betriebssystemen wählen kannst. Das Setup bringt meines Wissens auch die Möglichkeit mit, eine bestehende Partition zu verkleinern, so dass du eine neue für Linux anlegen kannst.

MfG Jimini
 
Du hast ja ein Windows, also würde ich mich nicht mit solchem gespiele wie Wine... beschäftien, jedenfalls nicht als Anfänger (ist nicht schlecht gemeint). Wine ist eher eine Notlösung, als einen Windows ersatz.

DualBoot ist einfach die Beste Lösung, für die Installation von Linux brauchst du nur freien Speicherplatz (Ubuntu Installation kümmerst sich ziemlich gut um dieses Problem). Linux kannst du nicht einfach aud D: installieren. Linux hat sein eigenes Filesystem, meist ext4 und auch keine Laufwerksbuchstaben... Unter Linux kannst du aber auf deine Windows Laufwerke zugreifen, anders rum ist komplizierter.

Hier mal sehr kurz meine Konfig: (2x 500gb HDD)
C: --> zirka 460gb gross und für Windows zuständig, habe C: relativ gross gelassen, das die Spieleinstallationen doch ne menge Platz verschlingen
/ --> zirka 32gb für Ubuntu, reicht vollkommen, da ich meine Daten auf meinen D: Laufwerk (welches in Ubuntu als Work-HDD läuft) auslagere
D: --> Voller Speicherplatz also 500gb, damit ich über Windows und Linux auf meine Daten zugriff habe

Ich selbst habe mir schon überlegt D: nicht auch mit einem Linux Filesystem umzuwandeln, da ich unter Windows, eher selten auf meine Daten zugreiffen muss und auch hierfür gibt es notlösungen...

Wenn du jetzt schon teil OO --> OpenOffice nutzt, wird du nur feststellen, dass das jetzt LibreOffice heisst. Durch Entwicklungsinterne Ereignisse, haben sich die meisten OpenOffice Entwickler abgespalten und entwickeln nun LibreOffice (gibt es auch für Windows), LibreOffice wird von fast jeder Disto, als Standart angeboten. OpenOffice existiert noch, die Zukunft liegt aber im moment bei LibreOffice. Die Ganze Libre/Open Office Geschichte, kannst du bei Wikipedia nachlesen, würde hier nun etwas zu weit führen.

Wenn dir Foto Programme wichtig sind, im moment sieht es akzeptabel aber nicht wirklich gut in Linux aus, muss man leider sagen.
Gimp ist für mich nicht sonderlich übersichtlich, was sich aber mit dem kommenden Gimp 2.8 stark verbessern soll (leider wird der Release immer wieder verschoben...)
Pinta ist eine Kopie von Paint.net, und funktioniert gut, man merkt aber dass noch eine menge Verbesserungsspielraum vorhanden ist...

Wer sich für die OpenSource Welt interessiert muss mit einem Fakt leben:
Ein Programm wird erstellt, wenns komplexer wird, fehlt meist die Man-Power um das Projekt weiter voran zu treiben und dann kommt meist ein neues Projekt was alles besser machen will. Dies gelingt Anfangs meist sehr gut, wenns dann aber wieder um die Detailverbesserungen geht, kommt das Projekt wieder ins Stocken... Es kann aber auch vorkommen dass ein Projekt, erst nach 2 Jahren mal wieder ein Update bekommt und dann wieder ganz oben auf der Beliebtheitsliste steht...
Hört sich jetzt vielleicht etwas Abschreckend an, ist es aber nicht, da die Grossen Programme wie LibreOffice, welche im Produktiven Einsatz sind und wo Firmen auch für Support an Verteiberfirmen wie RedHat, SUSE, Canonicl... zahlen, werden die Projekte dementsprechend gepflegt und unterstützt.

Hier sei gesagt, dass Linux zwar nix kostet, wenn ein Linux aber Produktiv in einer Firma eingesetzt wird, ein standfester Support gewährleistet sein muss, und hier gibt es Firmen welche ganz schön viel Geld damit verdienen...

Genug mit dem gerede, wenn du noch fragen hast, kein Problem :-) die Linux Welt hat eine sehr Freundliche Community
 
Spielen in einer VM kannst du bei halbwegs aktuellen Spielen aber knicken, da eine VM _immer_ schlechter läuft als ein natives System. Ein Dualbootsystem wäre also definitiv die bessere Wahl.

MfG Jimini

Ich glaube er meint gar nicht das Spielen. Hatte ihm ja empfohlen, dass er es mal in einer Virtual Box installieren soll (Ubuntu oder die Distri für die er sich entscheidet). Dort kann er gut rum probieren und testen was er ja ursprünglich vor hatte.
 
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