wasserzusatzmittel gesucht!

THEzockerGP

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo Leute,

um es kurz zu fassen, ich habe mich mit dem pc wasserkühlen auseinandergesetzt, und habe einen cpu block samt halterung, sowie eine alte aquarienpumpe+agb zusammengebaut. (alles marke eigenbau bis auf die pumpe). gekühlt wird das wasser von ca. 3Meter kupferrohr am seitenpanel vom pc. nun meine frage: im kreislauf ist destillieres wasser. ich habe aber angst, dass algen von der pumpe den kreislauf befallen. deshalb suche ich einen "Hausmittel" wasserzusatz, ohne etwas zu kaufen, da ich keinen cent extra ausgeben will, sondern alles aus vorhanden sachen bauen will.

Danke für antworten
 
Also ich habe als Haushaltsmittel mal gelesen, dass Kochsalz oder Aspirin sehr wirkungsvoll gegen Algen sein sollen.
Wobei da ist Fragwürdig ob sich das mit den Metallen so gut verträgt.
Ansonsten vielleicht Alkohol aber der könnte wieder rum Richtungen angreifen...
Ansonsten würde ich die Pumpe vielleicht einfach mal gründlich reinigen und mit Aquariumreiniger (wenn es das gibt?) oder so behandeln?

Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk
 
Also ich habe als Haushaltsmittel mal gelesen, dass Kochsalz oder Aspirin sehr wirkungsvoll gegen Algen sein sollen.
Wobei da ist Fragwürdig ob sich das mit den Metallen so gut verträgt.
Ansonsten vielleicht Alkohol aber der könnte wieder rum Richtungen angreifen...
Ansonsten würde ich die Pumpe vielleicht einfach mal gründlich reinigen und mit Aquariumreiniger (wenn es das gibt?) oder so behandeln?

Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk


Danke erstmal, das problem bei der pumpe ist, das die keramikwelle nicht komplett lösen kann. Ich habe aber noch etwas algizid aus unsetrem pool (chlorbasis), wobei ich mich frage ob das nicht die schläuche angreift???
 
Zwei Sachen:

A) Als Schutz vor Algenbefall kannst Du eine Messerspitze Zitronensäure (gibt es als Pulver in Drogeriemärkten) hinzufügen. Bitte auf keine Fall Salz in den Kreislauf! Erstens greift Salzwasser so ziemlich alles an, zweitens gibt es reichlich Algenarten, die in Salzwasser gedeiehen. EIn Blick in einen beliebigen Seehafen dieser Welt sollte diesen Sachverhalt klären, oder?

B) Drei Meter Kupferrohr als Kühlfläche wird nur für sehr sehr schwache Systeme reichen, und selbst da wäre ich skeptisch. Ich hatte einen Phenom II und eine R9 290, die ich mit 25 Meter Kupferrohr, zu Spiralen gebogen, und einem zusätzlichen Passivradiator nur sehr knapp unter bedenklichen Wassertemperaturen halten konnte. Ich habe die Kupferspiralen dann aussortiert (stehen imMoment auf ebay, falls jemand Interesse hat), weil mir die Kühlleistung nicht reichte.
Was für Hardware kühlst Du denn damit?

Und, rein Interessehalber: wie sieht Dein CPU Kühler aus? Könntest Du mal ein paar Bilder von Deinem System hochladen?
 
stimmt, ganz vergessen :D

gekühlt wird nur der athlon 64 3500+, 2,5 GHZ OC. ich komme bei max. auslastung so auf 55grad. Bilder kann ich leider keine hochladen, aber die kühlleistung reicht mir. ich habe halt bloß bedenken bei dem algenzeugs, da die pumpe vorher fast 15 jahre bei meinem opa im aquarium gewekerkelt hat. (EHEIM)
 
Kupfer ist an sich schon ein recht wirksames Algizid und wird auch als solches eingesetzt. Speziell wenn du nur mit destilliertem Wasser, also ohne Korrosionsschutz arbeitest, sollten sich bei so viel Kupferrohr auch ohne weiteres Zutun recht schnell genügend Kupferionen im Wasser lösen, so dass vorhandene Algen sich nicht vermehren und absterben werden (hinreichende Lebens- oder gar Vermehrungsbedingungen für Algen sind in einer geschlossenen Wakü ohnehin nicht gegeben). Algenwachstum kommt daher in geschlossenen Waküs eigentlich nie vor - selbst wenn lebende Algen durch kontaminierte Komponenten wie deine Aquarienpumpe hinein gelangen. Um aber auch anderen Mikrorganismen, die noch etwas anspruchsloser sind als Algen, die Lebensgrundlagen zu entziehen (z.B. Cyano-Bakterien, also sog. "Blaualgen" - haben mit echten eukaryontischen Algen nichts zu tun), wäre es vllt. sinnvoll gewesen die Pumpe vor dem Einbau gründlich zu desinfizieren. Dafür hätte man chlorhaltige Mittel nehmen können, wenn vor dem Einbau alles gründlich ausgespült wird. In den Wakü-Kreislauf sollten chlorhaltige Mittel aber keinesfalls gelangen. Nicht nur die Schläuche nehmen das ziemlich übel ;).
Rein aus Korrosionsschutzgründen würde ich auch auf Zitronensäure (oder auch Essigsäure) im Kreislauf unbedingt verzichten. Zwar erhöht ein saures Kühlmittel die Kupferionen-Konzentration, da so auch verstärkt Kupfer in Lösung geht, aber dem ohnehin extrem unwahrscheinlichen Algenwachstum durch absichtlich verstärkte Korrosion zu begegnen ist nicht unbedingt die schlaueste Idee.

Grundsätzlich besteht in luftdicht geschlossenen Wakü-Kreisläufen wie gesagt auf Dauer kaum die Gefahr der Vermehrung von Mikroorganismen. Ganz im Gegensatz dazu ist die Korrosionsgefahr aber durchaus nicht von der Hand zu weisen. In den allermeisten Fälle bei denen von vermeintlichen "Algen" in Waküs berichtet wird, stellen sich diese als "Algen" titulierten Ablagerungen als anorganische Korrosionsprodukte heraus. Weil speziell einige Kupfersalze die sich bei der Auflösung von Kupfer in sauren Medien bilden können, durch ihre grüne Farbe auffallen, werden solche Korrosionsprodukte leider gern mit Algen-Wachstum verwechselt. Letzteres ist aus o. g. Gründen aber so gut wie ausgeschlossen. Solche Fälle kamen im Wakü-Bereich allenfalls in alten Zeiten ab und zu noch vor, als offene Kreisläufe noch Gang und Gäbe waren. Heut zu Tage sind solche Fälle so selten wie ein Sechser im Lotto und in der Regel mit äußerst unhygienischem Aufbau und einer ungeeigneten, oft nicht ganz geschlossenen Betriebsweise verbunden. Wenn in Waküs heute noch mikrobieller Befall vorkommt, dann auch meist in Form von Bakterien (das schließt Blaualgen ein) oder Pilzen. Echte Algen haben in Waküs so gut wie keine Überlebenschance - selbst wenn man nicht aktiv etwas gegen sie unternimmt. Mit viel Kupfer im Kreislauf (speziell bei so viel Kontaktfläche damit) ist man dahingehend ziemlich sicher. Korrodieren kann letzteres oder andere Metalle in Verbindung mit Kupfer aber durchaus, wenn man nichts gegen Korrosion unternimmt.

Solltest du nun aufgrund dieser Infos statt eines unnötigen Algizids lieber ein Hausmittel gegen Korrosion (welches u. A. übrigens auch als Biozid wirkt) suchen, wäre ein Blick in die Garage sinnvoll ;). Kühlerfrostschutzmittel entspricht im Wesentlichen dem was man auch speziell als Wakü-Zusatz kaufen kann - lediglich die Verdünnung sollte beim Einsatz in der Wakü erhöht werden. Der Bestandteil mit Biozidwirkung ist hier übrigens das enthaltene Glykol, welches aber nicht als Biozid in Korrosionsschutzmitteln zum Einsatz kommt, sondern als Lösungsmittel für die Korrosionsinhibitoren. Die Biozidwirkung ist lediglich eine Nebenwirkung. Eine weitere, nicht ganz so angenehme Nebenwirkung von Glykol ist allerdings die hohe Viskosität (vorwiegend deshalb sollte die Konzentration deutlich niedriger sein als im Autokühler) und die Tatsache, dass es nicht nur als Lösungsmittel für Korrosionsinhibitoren wirkt, sondern auch für die Weichmacher aus PVC-Schläuchen und diese somit verstärkt auswäscht. Die einzige wirksame Lösung zum Korrosionsschutz ganz ohne Nebenwirkungen ist die ausschließliche Verwendung eines einzigen Metalls im Wasserkontakt. Das sollte in einer Wakü aus kühltechnischen Gründen vorzugsweise Kupfer sein.

Von Silber als Biozid in Wakü-Kreisläufen kann ich im Übrigen nur abraten. Silber in einem Wakü-Kreislauf mit Kupferkühlern bzw. vernickelten Anschlüssen, verlöteten Radiatoren etc. ist ein Korrosionsförderer par excellence.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicher, dass da Glykol drin ist? Normalweise ist in Wischwasser Ethanol drin - der nahezu sichere Tod für Plexiglas! Korrosionsschutz enthält Wischwasser im Übrigen auch nicht. Kühlerfrostschutz ist was grundlegend anderes.
 
Zurück