Loop order doesn't matter - oder doch?

Fr4cE

Kabelverknoter(in)
Liebes PCGH Extreme Forum,

ich plane gerade den Bau eines neuen Gaming PCs. Ich habe bereits einige PCs zusammengebaut und habe beim letzten Bau vor ein paar Jahren das erste Mal Soft Tubing verwendet. Dieses Mal ist Hard Tubing dran. Folgende Komponenten sind bereits da und für meine Frage von Relevanz.
Ich werde das HAVN HS 420 VGPU Case verwenden. Vom Support habe ich die untere Lüfterhalterung als Ersatzteil kaufen können, das eigentlich nur beim HAVN HS 420 Case enthalten ist. Damit habe ich Platz für 3 x 420mm Radiatoren. Hier habe ich mich für das EK Quantum Surface S420 entschieden. Die Grafikkarte steht vertikal im Gehäuse. Insgesamt gibt es Platz für 11 140mm Lüfter. Ich plane alle Radiator- und Lüfterplätze zu verwenden. Als Lüfter habe ich mir die Corsair iCue Link LX140 bzw. LX140-R (das R steht für Reverse) bestellt. Das Lüfter-Radi Setup entspricht was die Lüfter angeht der Herstellerempfehlung: 3 x unten rein, 3 x seitlich rein, 3 x oben raus, 1 mal hinten-unten rein, 1 mal hinten-oben raus. Unten, seitlich und oben kommt jeweils ein 420mm Radiator unter.
Als weitere Info: Ich nutze als CPU den 9800X3D und als GPU eine Nvidia RTX 5090.

Bei der Recherche ist mir folgendes Video unter die Augen gekommen:
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Die Kurzfassung erkläre ich am folgenden Bild (Screenshot aus dem YouTube Video).
Unbenannt.png

Es werden mehrere Lüfter-Radi Setups miteinander verglichen. In der ersten Konfiguration kühlt ein 360mm Radi vorne im Case mit Frischluft von Außen eine CPU und eine GPU. Die zweite Konfig ändert an der WaKü nichts und fügt oben im Gehäuse 2 nach außen gerichtete Lüfter hinzu. Die Kühlung verbessert sich und CPU/GPU werden kühler. Außerdem drehen die Lüfter langsamer und das System wird damit leiser.
Erstaunlicherweise wird das Wasser ebenfalls etwas kühler (1,2°C), aber darum geht es mir gar nicht. Was ich besonders spannend finde ist die dritte Konfiguration. Hier wird oben im Gehäuse ein Radiator hinzugefügt und die Lüfter sollen das Wasser kühlen indem sie die Gehäuseluft verwenden und nach draußen pusten. Dieses Setup verschlechtert die CPU/GPU Temperatur minimalst - trotz leicht kühlerem Wasser?! Vielleicht sind die minimalen Unterschiede ja Messungenauigkeit aber eines ist klar: Viel hat ein zweiter Radiator in diesem Setup nicht gebracht.
In der vierten Konfiguration wird dann lediglich die Reihenfolge im Kreislauf verändert und das Wasser wird erst mit dem oberen und dann mit dem vorderen Radiator gekühlt. Hier die nächste Überraschung: CPU, GPU und Wasser sind damit unter allen Setups bis jetzt am kühlsten.
Funktioniert das besser weil die Temperaturdifferenz zwischen warmer Gehäuseluft und Wasser im oberen Radiator jetzt größer ist? Kann das daran liegen, dass die Pumpe das Wasser viel zu langsam durch das System befördert?

Nach dem Video bin ich ins Grübeln gekommen mit meinem geplanten Setup.
Der seitliche und untere Radiator bekommt Frischluft und kühlt damit ohne Zweifel sehr gut. Der obere Radiator hingegen verwendet wie in Konfiguration 3 und 4 aus dem YouTube Video die warme Gehäuseluft, die durch den seitlichen und unteren Radiator sowie sonstige Komponenten im Gehäuse erwärmt wurde, um das Wasser zu kühlen.
Wird der obere Radiator bei mir also auch wenig bringen? Oder kam dieser Sonderfall durch eine niedrige Flussrate zu Stande? Oder kann man das vielleicht nicht vergleichen weil meine Radiatoren größer sind und mehr Abwärme in meinem System entstehen würde?

Ich hoffe jemand kann das gut einschätzen. Ich habe keine Lust mit Hard Tubing Radiator-Setups zu testen :-D


LG,

Jan
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird der obere Radiator bei mir also auch wenig bringen?
RIchtig...

Und deshalb sind interne Kreisläufe auch immer ein "kompromiss"... und kommen nicht an exterme Radiatoren heran. Auch wenn die Radiatorfläche per se erstmal gleich wäre...

Du siehst aber auch...
Wir sprechen bei den unterschiedlichen konfigurationen nur von recht kleinen Differenzen von 1-3°c...
Also ists am Ende eben doch "relativ" egal..

Wenn du "richtig" gute Kühlleistung willst, dann externer "MoRa" und dad Thema ist gegessen:devil:
 
Ich hoffe jemand kann das gut einschätzen. Ich habe keine Lust mit Hard Tubing Radiator-Setups zu testen :-D
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen (mit Schäuchen) das interne Wasserkühlungen nicht wirklich super sind. Ich hatte eine 5090 und einen 9800X3D unter Wasser und am Ende sogar 3x 360er Radiator verbaut intern und trotzdem irgendwie große Probleme mit er Wärme. Das Wasser wurde recht warm und der Raum sowieso. Und wirklich top waren die Temps der Hardware nicht. Wenn du das ordentlich machen willst, dann solltest du bei der aktuellen Generation auf extern mit Mora oder co gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du siehst aber auch...
Wir sprechen bei den unterschiedlichen konfigurationen nur von recht kleinen Differenzen von 1-3°c...
Also ists am Ende eben doch "relativ" egal..
Das könnte aber daran liegen, dass es sich um kleinere Radiatoren handelt, oder? Größerer Radiatoren, höhere Wattzahlen und die Differenzen werden vielleicht größer?

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen (mit Schäuchen) das interne Wasserkühlungen nicht wirklich super sind. Ich hatte eine 5090 und einen 9800X3D unter Wasser und am Ende sogar 3x 360er Radiator verbaut intern und trotzdem irgendwie große Probleme mit er Wärme. Das Wasser wurde recht warm und der Raum sowieso. Und wirklich top waren die Temps der Hardware nicht. Wenn du das ordentlich machen willst, dann solltest du bei der aktuellen Generation auf extern mit Mora oder co gehen.
Kannst du noch etwas mehr zu den Problemen sagen? Scheinbar gab es einen guten Wärmetausch zwischen Komponenten und Wasser und die Radiatoren konnten die Wärme nicht abtransportieren? Welche Lüfter hast du verwendet, wie viele, und was war die RPM?


In meinem Kopf kann der obere Radiator trotz Nutzung von warmer Gehäuseluft keinen negativen Effekt auf die Kühlung des Systems haben, richtig?!
Meine Radiatoren sind relativ dünn (3cm) und die Lüfter sollen relativ langsam drehen. Das heißt, dass die Radiatoren seitlich und unten doch gar nicht das Delta zwischen Wasser und Umgebungstemperatur so weit reduzieren können und der obere Radiator noch einen positiven Effekt hat, oder?!
 
Das könnte aber daran liegen, dass es sich um kleinere Radiatoren handelt, oder? Größerer Radiatoren, höhere Wattzahlen und die Differenzen werden vielleicht größer?
Die Differenzen werden trotzdem nur recht marginal... mit grösserem loop und je geringer der Durchfluss umso entscheidender die Reihenfolge und Anordnung der komponenten.

Aber Am Ende wie schon angetönt sind die Differenzen nur sehr gering... Und meist auch immer ein kompromiss!

Also in einer config ist dann zb. die cpu etwas kühler und dafür die GPU etwas wärmer oder umgekehrt...

Interne KReisläufe sind wie schon gesagt immer ein "kompromiss".

In meinem Kopf kann der obere Radiator trotz Nutzung von warmer Gehäuseluft keinen negativen Effekt auf die Kühlung des Systems haben, richtig?!

Theoretisch ist das schon möglich. Denn bringen tut er nicht viel (weil eben nur vorgewärmte Luft) er hindert aber die Gehäusebelüftung... somit könnte es im "worst case" tatsächlich nachteilig sein.

aber im normalfall ist auch das marginal.
 
Lass doch alle Radiatoren reinpusten und nutze die zwei Lüfter im Heck, um die warme Luft nach draußen zu bringen.

Habe ich auch schon überlegt. Das wären dann aber 9 Lüfter die reinpusten und nur 2, die rauspusten. Das wäre schon eine arg große Differenz, oder? Mit meinem geplanten Setup liegt das Verhältnis ungefähr bei 60:40.
 
Welche Lüfter hast du verwendet, wie viele, und was war die RPM?
Arctic P12 PWM mit 750 RPM. Das ist gerade noch nicht hörbar.
In meinem Kopf kann der obere Radiator trotz Nutzung von warmer Gehäuseluft keinen negativen Effekt auf die Kühlung des Systems haben, richtig?!
Das kommt ggf. auf den Loop an. Das Wasser ist ja trotzdem warm und wird auch noch wärmer.
Meine Radiatoren sind relativ dünn (3cm) und die Lüfter sollen relativ langsam drehen. Das heißt, dass die Radiatoren seitlich und unten doch gar nicht das Delta zwischen Wasser und Umgebungstemperatur so weit reduzieren können und der obere Radiator noch einen positiven Effekt hat, oder?!
Naja wenn du dünne Radiatoren nutzt und die Lüfter auch langsam sein sollen damit es unhörbar ist, ist eben auch Wärme vorprogrammiert. Groß rumgespielt habe ich jetzt nicht. Durch den kompletten Loop mit GPU und CPU ist auch gut was da das Hitze machen könnte.

Ein großes Problem war es jetzt nicht, die Wassertemp war bei max 40 Grad. Aber der Sommer kommt ja erst noch und das Zimmer wurde auch gut aufgeheitzt.

So ganz verstehen kann ich es aber nicht, wenn eine AiO auf der CPU und ein only GPU Loop mit 360er Radiator deutlich bessere Temperaturen bringt.
 
Es gibt zwei Plus-Artikel dazu, wo das alles durchprobiert wurde:

Das Lüfter-Radi Setup entspricht was die Lüfter angeht der Herstellerempfehlung: 3 x unten rein, 3 x seitlich rein, 3 x oben raus, 1 mal hinten-unten rein, 1 mal hinten-oben raus. Unten, seitlich und oben kommt jeweils ein 420mm Radiator unter.
Da gehe ich mit.
Als weitere Info: Ich nutze als CPU den 9800X3D und als GPU eine Nvidia RTX 5090.

Bei der Recherche ist mir folgendes Video unter die Augen gekommen:
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Die Kurzfassung erkläre ich am folgenden Bild (Screenshot aus dem YouTube Video).
Anhang anzeigen 1489843

Außerdem drehen die Lüfter langsamer und das System wird damit leiser.
"Langsamer". Das alles sind 2300-2650 Umdrehungen. Bei halbwegs leiser Drehzahl werden die Effekte noch deutlich größer. Vor allem Config 2 würde dann im Vergleich zu 1 noch deutlich Mehrleistung bringen.
Was ich besonders spannend finde ist die dritte Konfiguration. Hier wird oben im Gehäuse ein Radiator hinzugefügt und die Lüfter sollen das Wasser kühlen indem sie die Gehäuseluft verwenden und nach draußen pusten. Dieses Setup verschlechtert die CPU/GPU Temperatur minimalst - trotz leicht kühlerem Wasser?!
Na ja, eine Frage des Messpunkts im Kreislauf. Der zusätzliche Radi reduziert den Durchfluss, was da ein wenig reinzicken kann und die unerwünschten Ergebnisse mit dem Verhältnis von Wasser- zu CPU- und GPU-Temperatur erklären kann. Oder es ist Messtoleranz.
Ebenso wichtig ist, dass der zusätzliche Luftwiderstand des Radiators den Luftdurchsatz vermindert und das dann auch wieder negative Auswirkungen hat.
An sich müsste ich mir das Video ganz anschauen, um alle Fehler in Aufbau und Durchführung zu finden.
Hier die nächste Überraschung: CPU, GPU und Wasser sind damit unter allen Setups bis jetzt am kühlsten.
Eigentlich ist das logisch, weil:
Funktioniert das besser weil die Temperaturdifferenz zwischen warmer Gehäuseluft und Wasser im oberen Radiator jetzt größer ist?
Das
Kann das daran liegen, dass die Pumpe das Wasser viel zu langsam durch das System befördert?
Was heißt viel zu langsam. Klar, mehr Durchfluss würde da helfen, aber auch dann wird immer das Setup führen, dass das heiße Wasser zuerst zu den Exhaust-Radis leitet. So bringt der noch was.
Vergleichst du Gehäuse- und Wassertemperatur, dann siehst du, dass da kein großer Unterschied ist. Da wird der Topradi kaum mehr was bringen, weil der Frontradi alles alleine macht.
Wird der obere Radiator bei mir also auch wenig bringen?
Er wird weniger bringen als die anderen beiden, das ist klar. Bei angepeilten 750 Umdrehungen sollte es sogar helfen, den Topradi wegzulassen.
Bei weit realistischeren 1000-1200 Umdrehungen, die du wohl verwenden musst, wenn du die Temperaturen bei voller Leistung unter Kontrolle halten willst, wird der 3. Radi jedoch einen Mehrwert bringen.
Auch ist nicht zu vernachlässigen, dass du da noch einen zusätzlichen Gehäuselüfter hast, der etwas Frischluft ins System bringt. Das kann gut und gerne 1-2°C bringen.
Oder kam dieser Sonderfall durch eine niedrige Flussrate zu Stande?
Gut, da müsste man jetzt den Durchfluss aus dem Video kennen. Ich bezweifle mal, dass der gute Mann die Pumpe bis zur Minimaldrehzahl gedrosselt hat oder eine kleine Ranzpumpe verwendet. Der wird - belehre mich ruhig eines besseren - mal mindestens mit 60l/h unterwegs sein und sehr viel mehr wirst du in deinem Kreislauf auch nicht zu erwarten haben. Jedenfalls gelten die selben Regeln auch für deinen Loop.
Oder kann man das vielleicht nicht vergleichen weil meine Radiatoren größer sind und mehr Abwärme in meinem System entstehen würde?
Doch, ist immer die gleiche Physik. Man schraubt nur bisschen an den Variablen rum.
Ich hoffe jemand kann das gut einschätzen. Ich habe keine Lust mit Hard Tubing Radiator-Setups zu testen :-D
Ohne Werbung machen zu wollen, aber die beiden Plus-Artikel sind genau dafür entstanden. Da hat jemand, der sonst keine Hobbys hat, sich monatelang das Hirn wund getestet.
RIchtig...

Und deshalb sind interne Kreisläufe auch immer ein "kompromiss"... und kommen nicht an exterme Radiatoren heran. Auch wenn die Radiatorfläche per se erstmal gleich wäre...
Das liegt primär am externen Aufbau, wo der Radi ungehindert Frischluft ziehen kann. Gehäuse sind irgendwo immer Brutkästen. Da hat man mit 30-100% höherem Delta zu rechnen.
Wenn du "richtig" gute Kühlleistung willst, dann externer "MoRa" und dad Thema ist gegessen:devil:
So isses!
Ich hatte eine 5090 und einen 9800X3D unter Wasser und am Ende sogar 3x 360er Radiator verbaut intern und trotzdem irgendwie große Probleme mit er Wärme. Das Wasser wurde recht warm und der Raum sowieso. Und wirklich top waren die Temps der Hardware nicht.
Ist eigentlich kein Wunder bei dem Verbrauch der Hardware. Ich würde ja gerne sagen, die interne Wakü ist tot, aber dann würde ich ja mein eigenes Hobby schlecht reden.
Lass doch alle Radiatoren reinpusten und nutze die zwei Lüfter im Heck, um die warme Luft nach draußen zu bringen.
Kein guter Plan, damit versaut man sich den Airflow komplett und arbeitet noch gegen die natürliche Konvektion.
 
Ist sie aber nicht. Alles schon durchgetestet. Bläst du von oben Luft rein, bekommst du einen Hitzestau unter dem Deckel, ganz egal, wie die Lüfter sonst angeordnet sind.
Bei meinen passiv-Experimenten kamen auch entsprechende Ergebnisse raus. Die Konvektion wird überproportional immer stärker, umso höher die Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Luft bzw. Luft im Gehäuse/um den Radiator rum und Umgebungsluft wird.
Was bei 10K noch zu vernachlässigen ist, macht sich bei 20K schon deutlich bemerkbar und bei 30K ist es völliger Irrsinn, dagegen zu arbeiten. Und da die meisten internen Waküs im Bereich 20-30K über Raumtemperatur sind, sollte man es beachten.
 
Bei passiv pflichte ich dir bei. Wie würde es aber aussehen wenn auf den Radis die Lüfter mit 600rpm und die beiden Lüfter im Heck mit 1200rpm drehen würden?
 
Dann wird die ganze Angelegenheit unnötig laut. Von den Radilüftern hört man dann nicht viel, aber hat reichlich Krach von den Hecklüftern.
Viel besser wird es auch nicht, weil warme Luft immer noch nach oben steigt und die Kühlleistung des Deckelradis immer noch einbricht.
Da ist es egal, wie man es dreht und wendet. Oben rein ist einfach nicht gut. Ich habe die Experimente alle hinter mir. All-in funktioniert nicht. Vorne, seitlich und unten rein, oben und hinten raus bringt die besten Ergebnisse. Ist einfach so.
Am Ende sind die zwei Faktoren, die die Wassertemperatur bestimmen (neben der Leistungsaufnahme des Systems als Wärmequelle und der Raumtemperatur), die Fähigkeit der Radiatoren, Wärme an die Luft abzugeben, und die Gesamtmenge an Luft, die durch das System strömt.
 
Es gibt zwei Plus-Artikel dazu, wo das alles durchprobiert wurde:
Vielen Dank für diese beiden Artikel! Die sind wirklich super. Ich habe beide analysiert und bin zu folgenden für mich relevanten Kernergebnissen gekommen:

  • Wir diskutieren bereits die zwei besten Radi Setups. Es geht also um die letzten Feinheiten. Platz 1 und 2 der Radi Setups sind:
    • Bodenradi + Frontradi IN, Deckelradi + Hecklüfter OUT
    • Bodenradi + Frontradi IN, Deckellüfter + Hecklüfter OUT
  • Bei hoher Wärmeabgabe (550 Watt Fall) gibt es eine Lüfterdrehzahl bei der der zusätzliche Deckelradi einen Vorteil bringt. Ist die Drehzahl zu niedrig, entsteht ein Wärmestau und der zusätzliche Deckelradi ist von Nachteil

Leider habe ich verstanden, dass es vorab unmöglich ist zu sagen ob der Deckelradi einen Vorteil bringt oder nicht; und wann, also bei welcher Lüfterdrehzahl, das passiert.
Einerseits werde ich Im Vergleich zu dem +Artikel noch etwas mehr Abwärme haben als 550 Watt. Mein Gehäuse, das HS 420 von HAVN, hat keine Restriktion am Boden des Gehäuses, dafür aber in der "Front", da der Radi und die Lüfter seitlich angebracht werden und der Luftstrom so nicht optimal ist.
Andererseits habe ich im Vergleich zu dem +Artikel 420mm Radiatoren an Stelle von 360mm Radiatoren, einen zusätzlichen Lüfter, der unten Frischluft ansaugt, und deutlich bessere Lüfter (höherer statischer Druck).

Aufgrund des zweiten +Artikels werde ich meine geplante Looporder nochmals überdenken und nachdem das Wasser durch den CPU/GPU Kühler geflossen ist dieses als erstes mit den Deckelradi herunterkühlen.
Außerdem habe ich mir gerade mehrere Temperatursensoren und ein Hub dafür bestellt. Sobald der Zusammenbau ansteht, werde ich folgendes Sensorsetup versuchen umzusetzen:
  • Wassertemperatursensor in Pumpe (nach Kühlung der Radiatoren)
  • Wassertemperatursensor vor Kühlung (nach Durchlaufen der CPU/GPU Kühler)
  • Temperatursensor unten (Frischluft)
  • Temperatursensor seitlich (Frischluft)
  • Temperatursensor im Case oben, vorderes Drittel
  • Temperatursensor im Case oben, hinteres Drittel
Mit Hilfe der zwei Frischluft Temperatursensoren und der Wassertemperatursensoren kann ich ein robusteres Delta von Wassertemperatur vs Umgebungsluft berechnen.
Mit Hilfe der Wassertemperatursensoren und der Temperatursensoren im Case oben kann ich ermitteln ob der obere Radiator einen positiven Effekt auf die Wassertemperatur hat. Ich kann nicht die Höhe des Effekts messen, wohl aber bestimmen ob die Gehäusetemperatur unterhalb der Wassertemperatur ist. Dann - so meine Logik - muss der Radiator ja einen positiven Effekt haben. Mit Hilfe verschiedener Lüfterdrehzahlwerte kann ich außerdem mal austesten ab welcher Drehzahl der Deckelradi einen positiven Effekt hat. Dem ersten +Artikel habe ich nämlich entnommen dass zu niedrige Drehzahlen zu einem Hitzestau im Gehäuse führen und der Deckelradi einen negativen Effekt hat.
 
Dann wird die ganze Angelegenheit unnötig laut. Von den Radilüftern hört man dann nicht viel, aber hat reichlich Krach von den Hecklüftern.
Viel besser wird es auch nicht, weil warme Luft immer noch nach oben steigt und die Kühlleistung des Deckelradis immer noch einbricht.
Da ist es egal, wie man es dreht und wendet. Oben rein ist einfach nicht gut. Ich habe die Experimente alle hinter mir. All-in funktioniert nicht. Vorne, seitlich und unten rein, oben und hinten raus bringt die besten Ergebnisse. Ist einfach so.
Am Ende sind die zwei Faktoren, die die Wassertemperatur bestimmen (neben der Leistungsaufnahme des Systems als Wärmequelle und der Raumtemperatur), die Fähigkeit der Radiatoren, Wärme an die Luft abzugeben, und die Gesamtmenge an Luft, die durch das System strömt.
Kommen wir wieder zu dem Schluss, ab besten einen externen Radiator. Ich hatte mal einen Nova 1080 intern verbaut, was auch von den Temperaturen in Ordnung war.
 
Kommen wir wieder zu dem Schluss, ab besten einen externen Radiator. Ich hatte mal einen Nova 1080 intern verbaut, was auch von den Temperaturen in Ordnung war.
Ja, am Ende ist es so.
Ich will nur nicht sagen "kauf dir ne externe Wakü oder bleib bei Luft", denn das würde ja mein eigenes Hobby madig machen, auch wenn sich der Zugewinn durch eine interne Wakü gegenüber Luft in Grenzen hält.
  • Wir diskutieren bereits die zwei besten Radi Setups.
Na ja, ich kenne die Artikel ja selbst, dementsprechend geht es immer in die Richtung. Außerdem ist es recht offensichtlich, in welche Richtung es geht, wenn man sich mal die Physik drumherum anschaut.
  • Bei hoher Wärmeabgabe (550 Watt Fall) gibt es eine Lüfterdrehzahl bei der der zusätzliche Deckelradi einen Vorteil bringt. Ist die Drehzahl zu niedrig, entsteht ein Wärmestau und der zusätzliche Deckelradi ist von Nachteil
Das stimmt zwar effektiv, die Ursachen sind jedoch andere.
Der Deckelradi ist ein Widerstand für die Luft und bremst so den Luftstrom; dadurch ist das 3-Radi-Setup schwächer. Bei niedriger Drehzahl limitiert eben die Luftmenge. Erst bei höherer Drehzahl kann die zusätzliche Oberfläche ihre Fähigkeit, besser Wärme an die Luft abzugeben, ausnutzen. Davor ist schlicht kaum mehr Temperaturdifferenz da.
Der Deckelradi bringt btw immer was in dem Sinne, dass er das Wasser geringfügig abkühlt. Durch den moderaten Durchfluss und die recht hohe Abwärme kann man ganz gut erkennen, dass auch der Deckelradi noch das Wasser kühlt (ich kenne den Autor des Artikels ganz gut und weiß bisschen mehr).
Nun wird beim 2-Radi-Setup die ganze Abwärme schon im Gehäuse an die Luft abgegeben. Dadurch hast du praktisch einen Kamineffekt, der für einen deutlich höheren Luftstrom sorgt als zu erwarten wäre. Klappt halt nur, wenn es auch richtig warm wird. Ich würde schätzen, 150-200W Abwärme sind allein darauf zu rechnen.
Leider habe ich verstanden, dass es vorab unmöglich ist zu sagen ob der Deckelradi einen Vorteil bringt oder nicht; und wann, also bei welcher Lüfterdrehzahl, das passiert.
Man kann es einschätzen. Ich würde sagen, 800 Umdrehungen und 20K Wasser zu Luft sollten der Kipppunkt sein.
Einerseits werde ich Im Vergleich zu dem +Artikel noch etwas mehr Abwärme haben als 550 Watt.
Andererseits habe ich im Vergleich zu dem +Artikel 420mm Radiatoren an Stelle von 360mm Radiatoren
Ich denke, das wird sich so ziemlich ausgleichen.
einen zusätzlichen Lüfter, der unten Frischluft ansaugt,
...und der den Kamineffekt schwächt, indem er die Gehäuseinnentemperatur reduziert, dabei aber gleichzeitig extra Kühlleistung für den Deckelradi freischaufelt.
und deutlich bessere Lüfter (höherer statischer Druck).
Schau bei Lüftern nie aufs Datenblatt, sondern immer auf praktische Tests. Den angegebenen statischen Druck hast du bei Maximaldrehzahl und 0 Durchsatz, also einem Szenario, das in der Praxis nie anliegen wird.
Außer den Topmodellen von Noctua schlagen die SW4 Pro jeden anderen Lüfter im Leistung-Lautstärke-Verhältnis.
 
Hey,
ich hab das ganze nur überflogen und was gelesen von internen Radiatoren vs. Mora etc. Ich kann dir ebenfalls aus eigener Erfahrung sagen eine Wasserkühlung mit internen Radiatoren bringt so gut wie nichts! Fairerweise muss ich sagen, habe ich auch leistungshungrige Hardware I9-14900k + RTX 4090, welche jetzt gegen eine RTX 5090 ersetzt wurde.

Der Sinn einer WaKü ist es ja, einerseits die Hardware kühler zu halten, dass geht nur mit entsprechend niedriger Wassertemperatur --> MoRa nötig und anderer seits, dass das System auch leise ist. Bringt ja nichts wenn die Lüfter sich an den innen Radis so abarbeiten müssen, dass die genauso laut sind wie wenn als Luftgekühlt wäre. Deswegen für ein leises System --> ebenfalls MoRa nötig.
 
Liebes PCGH Extreme Forum,

mein erster Hard Tubing Loop ist fertig :-). Leider musste ich lange mit dem Zusammenbau warten, da einige Komponenten nicht lieferbar waren. Vielen Dank für den Input aller. Ich habe diesen berücksichtigt und meine Loop Order nochmal überdacht. Nachdem das Wasser die CPU und anschließend GPU heruntergekühlt hat, fließt das Wasser nun als erstes in den oberen Radiator, der mit der warmen Gehäuseluft das Wasser herunterkühlen soll. Da er an dieser Stelle das heißeste Wasser bekommt, hat er so die höchste Chance noch eine kühlende Wirkung zu haben. Danach geht das Wasser in den unteren Radiator und abschließend in den Seitlichen.

Wie angekündigt, habe ich folgende Sensoren verbaut:
  • Wassertemperatursensor in Pumpe (nach Kühlung der Radiatoren)
  • Wassertemperatursensor vor Kühlung (nach Durchlaufen der CPU/GPU Kühler)
  • Temperatursensor unten (Frischluft)
  • Temperatursensor seitlich (Frischluft)
  • Temperatursensor im Case oben, vorderes Drittel
  • Temperatursensor im Case oben, hinteres Drittel
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Es lief über eine Stunde Prime95 & FurMark. Mit einer relativ leisen Lüfterkurve kommt dabei das obere Ergebnis heraus. Die Lüfterkurve lässt die Lüfter bis 35°C auf dem Minimum von 20% laufen und geht dann linear bis 60°C auf 100%. Die Lüfter haben sich bei ca. 750 RPM eingependelt. Flüsterleise. Die 5090 verbraucht durchgehend 600 Watt. Die CPU 160 Watt. Power Draw für das Gesamtsystem liegt bei ~1000 Watt. Umgebungstemperatur (gemessen anhand der beiden Frischlufttemperatursensoren) liegt zurzeit bei molligen 29°C - ist halt Sommer.

Zu sehen ist, dass die Wassertemperatur ein großes Delta im Loop hat. Am Eingang in den Top Radiator liegt die Wassertemperatur bei ca. 46,1°C. Die Corsair Pumpe hat intern einen Wassertemperatursensor der nach der Kühlung durch die Radiatoren nur ca. 41,8°C zeigt. Ein Delta von 4,3°C habe ich definitiv nicht erwartet.
Die beiden Temperatursensoren für die Gehäuseluft, die der obere Radiator zur Kühlung verwendet, sind im vorderen und hinteren Drittel innen an die Lüfter angebracht. Sie zeigen Temperaturwerte von 41,6°C und 44,6°C. Die Wassertemperatur an der heißesten Stelle liegt bei 46,1°C. Der obere Radiator kühlt das Wasser also. Etwas zumindest. Höhere Drehzahlen würde sicherlich noch mehr bringen an dieser Stelle. Aber das System soll ja schließlich leise sein.
Noch eine Zusatzinfo. Die Pumpe läuft auf 50%. Ich habe getestet wie sich das Wassertemperaturdelta durch Maximaldrehzahl verändert. Bei 100% ist das Temperaturdelta der beiden Wassertemperatursensoren immer noch bei ca. 3,1°C. Ich bin mit ca. 4°C OK und bei 50% hört man die Pumpe gar nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht schick aus. :daumen:

Zu deinen Temperaturen, bisschen Einordnung:
Man kann es einschätzen. Ich würde sagen, 800 Umdrehungen und 20K Wasser zu Luft sollten der Kipppunkt sein.
Die Lüfter haben sich bei ca. 750 RPM eingependelt.
750 Umdrehungen, ~15K Wasser zu Raum, sogar besser als erwartet.
Ein Delta von 4,3°C habe ich definitiv nicht erwartet.
Doch, das war zu erwarten. Rein rechnerisch (ausgehend von 760W Wärmeeintrag ins Wasser) müsstest du bei so etwa 150l/h Durchfluss liegen. Ziemlich gut für eine einzige Pumpe, oder das Delta ist real noch höher. Ich hätte mich über 10K auch nicht gewundert.
 
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