Wasserkühlungsguide - (Stand 2014)

AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 03.01.10)

Ich empfehle dir für die anderen Löcher (falls diese auch aufgebohrt werden sollen) eine Standbohrmaschine. Damit ist ein Abrutschen nicht ohne Weiteres möglich.
 
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@Blechdesinger ach so, jetzt weis ich mehr, also kein Wasser im Radi und alles dicht machen und ab in die Wanne ;), Mfg Snapstar

@L.B. habe schon die anderen Löcher gebohrt und ich habe nicht die möglichkeit eine Standbohrmaschine zu benutzen trozdem danke für denn Tipp.
Ich habe ja extre Metall darunter gelegt aber beim fast letzten Loch ist das Stück Metall halt wegerutscht aber wo ich es mir jetzt genauer betrachtet habe habe ich eigentlich nur die Lamellen erwischt und die Strebe da fehlt nur ein bisschen Lack aber es kann trozdem beschädigt sein, also ab in die Wanne damit ;), Mfg Snapstar

Mal eine andere Frage, die sehr wichtig ist und zwar habe ich jetzt einen Probelauf durchgeführt alles ohne Probleme.
Alles ist dicht und die Luft habe ich auch sehr gut raus bekommen mit denn Entlüftungsschrauben am Radi und durch kippen der Kühler.
Ich habe denn lauf ja ohne Hardware gemacht, ich habe die Pumpe nur an mein anderes System an einem Molex gehangen und dann halt An machen ins Bios wieder aus machen Wasser nachfüllen und hin und her.
So jetzt soll ja alles eingebaut werden und das Destiwasser mit dem G48 habe ich schon wieder abgelassen.
Wie soll ich jetzt am besten die Kühler Radis usw. richtig sauber machen wegen denn Reststoffen also das Wasser, ich habe es schon abtropfen lassen aber es ist ja immer noch was in denn Komponenten denn man kann sie ja nicht öffnen und trocknen wie bei denn Radis.
Was macht man da jetzt am besten da ich die komponenten ja erst so in einer Woche erst verbau da ich noch ein paar Sachen ändern muss.
Ich wollte nur sehen ob auch alles dicht ist da es ja meine erste Wakü ist und bei denn Radis habe ich ja auch etwas gepfuscht bzw. ist mit wo ich die Locher vergrössert habe zum M4 Gewinde zwecks befestigung und da ist mir die unterlegplatte weggerutscht und habe halt in die Lamellen gebort und auch eine Strebe mit angebohrt aber zum Glück ist es dicht, also Probelauf hat perfekt funktioniert ohne Probleme.
Also was sollte ich jetzt machen zwecks denn Kühlern, AGB, Pumpe,Radis usw. es wahr ja G48 mit drinnen hochkonzentriert eben wegen dem Aluminium, also zwischen 1:10 und 1:5 so dazwischen das Verhältnis mit Destiwasser ohne andere Farbzusätze oder was anderes.
Ich würde mich sehr auf eine Antwort freuen und ein paar Tipps wie man die komponenten richtig reinigt und trocknet ;), Mfg Snapstar
 
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Hab da mal ne Frage:
Mal liest oft das Schlagwort "Highflow".
Ich meine allerdings mal einen Test gelesen zu haben (trotz Google find ich ihn nicht mehr), dass Highflow keinen Vorteil für die Temperatur im Kreis bringt.

Hat da jemand nen Link oder ne Erklärung?

PS:Mir ist klar dass es physikalisch richtig ist, dass bei steigender Fließgeschwindigkeit die Grenzschicht an der Oberfläche kleiner wird. Die Frage ist ob sich das bei den Dimensionen in denen sich eine Wakü befindet auch so auswirkt.
 
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Wie es auch schon im Guide steht gibt es spezielle Highflow-Kühler welche sehr von der Durchflussgeschwindigkeit abhängig sind. Diese skalieren nach unten wie nach oben recht linear mit der Fließgeschwindigkeit.
Heute gängige Kühler arbeiten aber in erster Linie mit Düsen und Mikrostruktur. Diese brauchen zwar einen gewissen Grunddurchfluss, skalieren aber danach nur wenig.
 
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Dabei bitte auch beachten, dass Durchfluss und Strömungsgeschwindigkeit nicht zwangsläufig miteinander korrelieren. Diese beiden Größen sind nicht linear voneinander abhängig sondern werden maßgeblich vom durchflossenen Querschnitt beeinflusst! Man kann den gleichen Durchfluss bzw. Volumenstrom in einem stecknadelkopfgroßen Loch wie auch in einem scheunentorgroßen Loch erzeugen. Die Strömungsgeschwindigkeiten beim Durchtritt sind dabei naturgemäß äußerst unterschiedlich ;).
Hoher Durchfluss bedeutet daher nicht automatisch hohe Strömungsgeschwindigkeit und damit auch keinen bessern Wärmeübergang ;)! Der Durchfluss ist nur deshalb als Messwert in aller Munde, weil er sich, im Gegensatz zur Strömungsgeschwindigkeit in den kritischen Querschnitten des Kühler, überhaupt messen lässt. Man muss den Durchflusswert (bzw Volumenstrom) jedoch grundsätzlich unter obigen Aspekt verstehen - und das macht ihn für quantitative Betrachtungen in der Regel wertlos.

Ein Kühler mit geringen Querschnittsverengungen (also ein HighFlow-Kühler) lässt zwar einen hohen Volumenstrom (Durchfluss) zu, aber die Strömungsgeschwindigkeit wird dadurch i. d. R. nicht höher als bei in dem Kühler in dem das Wasser beim Durchfließen beschleunigt wird (z.B. in Düsenkühlern). Bei echten HighFlow-Kühlern ist die Strömungsgeschwindigkeit sogar deutlich niedriger, was die schlechte Performance solcher Kühler in Setups mit normalen Pumpen zeigt.

Da nicht der hohe Durchfluss an sich einen Einfluss auf den Wärmeübergangskoeffizienten hat, sondern leidlich eine hohe Strömungsgeschwindigkeit diesen durch Grenzschichtminimierung positiv beeinflusst, ist es in der Praxis meistens so, dass High-Flow Kühler mit der gleichen Pumpe wie ein Düsen- oder Speedchannel-Kühler messbar schlechter performen. Um mit einem echten Highflow-Kühler auf die gleiche Störmungsgeschwindigkeit und somit ähnliche Kühlleistung zu kommen (vergleichbare Oberflächengröße und Wärmeleitwege vorausgesetzt) benötigt man in der Regel eine Pumpe die einen erheblich höheren Durchfluss erzeugt als ihn der HighFlow-Kühler mit einer normalen Pumpe ohnehin schon hat. Das bringt natürlich Nachteile mit sich, denn solche Pumpen sind in der Regel nicht nur lauter sondern geben auch noch mehr Abwärme ans Wasser ab.

Aus diesem Grund sind alle heutigen Top-Kühler keine HighFlow-Kühler mehr (auch wenn sie aus marketingtechnischen Gründen teilweise so genannt werden). Alle Top-Kühler weisen Beschleunigungsstrukturen (Düsen, Speedchannels etc.) und/oder eine recht feine Mikrostruktur für den Wärmeübergang auf. Als Kompromiss, um vor allem mit Blick auf andere Kühler im Kreislauf, die meist keine nennenswerten Beschleunigungsstrukturen haben, diesen nicht das Wasser ab zu graben, versucht man aber die Gesamtstruktur heute so strömungsgünstig wie möglich zu gestalten, dass trotz der hohen Beschleunigung an den Kühlflächen noch ein verhältnismäßig hoher Durchfluss gewährleistet ist.
Mit HighFlow-Kühlern im eigentliche Sinn hat das aber nichts mehr gemeinsam ;). Davon gibt es nur noch wenige und diese kommen fast ausschließlich aus den USA, wo oft die Lautstärke von durchflussstarken Pumpen gar nicht wahrgenommen wird, weil meistens die Lüfter bereits auf 2000 Touren laufen und alles übertönen.
 
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Technik zu genüge abgehandelt, bliebe noch anzumerken, dass die Aussage, dass echte High-Flow-Setups mit die höchste Kühlleistung erreichen können, heute afaik auch nicht mehr stimmt. Mit etwas Glück finde ich noch dieses Jahr die Zeit, den Guide zu überarbeiten.
 
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Anregung zur Überarbeitung: Ich bin bei meiner "Recherche" auf einige Test gestoßen die man als "Grundlagenforschung" für Waküs hernehmen könnte. Diese Beziehen sich zum Beispiel auf Messergebnisse und Vergleiche von Highflow-Komponenten oder der Auswirkung des Schlauchdurchmessers auf die Kühlleistung.
 
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Interessanter Thread, mit vielen guten Hinweisen was die Hardware angeht.
Was die Physik angeht, habe ich mich extra hier angemeldet weil ich ein paar Anmerkungen machen wollte. Ich will nicht klugschei$$en, aber vielleicht kann das ja in den Artikel mit eingearbeitet werden damit die Leute verstehen warum Wasser viel besser ist als Luft.

1. Die Wärmekapazität von Wasser.
1 Liter Wasser um 1 Kelvin (Grad) aufheizen erfordert 4,18 kJ (1J= 1 Ws). Das ist die höchste Wärmekapazität von allen existierenden Stoffen und der Grund warum Wasser das Medium der Wahl für fast alle technischen Kühlsysteme ist (Autos, Kraftwerke).

Wenn ich also mit 3 Liter Wasser im System starte bei 20°C, dann sind schon 377 kWs Wärme erforderlich um das Ganze auf 50° C aufzuheizen. Bei 150 Watt Verlustleistung an GPU und CPU dauert das schon mal 2500 Sekunden, also 40 Minuten, und das auch nur wenn man davon ausgeht daß das System geschlossen ist, also keine Wärme an die Umgebung übergeht.
Und das angesprochene 50-Liter Fass Wasser aus den Anfangstagen würde für 30K Wärmedifferenz 6270 kWs erfordern und mit den angenommenen 150 Watt Verlustleistung würde es über 11 Stunden dauern um das Faß um 30 K aufzuheizen!!

2. Der WärmeÜBERGANG von Wasser zu Metall ist ungefähr 3 mal besser als der von Luft zu Metall, und bei Luft kriegt man das nur bei sehr guter Konvektion hin.

3. Die Wärmeleitfähigkeit von reinem Wasser ist zwar mit 0,55 W/K ziemlich schlecht, aber immer noch 20x besser als die von Luft (mit 0,026 W/K, Faktor 20). Das ist aber unerheblich, weil das erwärmte Wasser ja durch die Pumpe umgewälzt wird, sich die Wärme also nicht im Wasser "fortpflanzen" muss (weiss nicht wie ich es besser formulieren soll).

Nun stimmt es natürlich was Du geschrieben hast, daß man am Ende der Kühlkette doch die Wärme von Wasser zu Metall und von dort zu Luft loswerden muss, aber der Vorteil des Ganzen ist ja daß man außerhalb des Rechners eben mehr Fläche und kühlere Prozessluft zur Verfügung hat und damit mehr Kühlleistung erreichen kann als mit dem riesigsten CPU-Kühlturm.

Deshalb funktioniert ein externer Passiv-Radiator der nur relativ wenig Wärme abstrahlen kann doch für "normale" Anwendungen recht gut (Beispielsweise mein moderat übertakteter Phenom II X4 955 mit ebenfalls moderat übertakteter Radeon HD 5850 und Zalman Reserator V2). Mein passives und fast lüfterloses System (1 Festplattenlüfter 140 mm, lüfterloses Netzteil) pendelt sich nach 2 Stunden Betriebsdauer bei 55°C ein im Zock-Betrieb und bleibt dann da mehr oder weniger stehen (Temperatur steigt nur noch ganz allmählich an). Läuft jetzt seit einem halben Jahr und bis jetzt lebt noch alles.

Mich hat zwar jetzt doch die Modifikations-Lust gepackt, deswegen bin ich auch hier gelandet, aber solche Systeme grundsätzlich als schlecht oder ungeeignet zu bezeichnen finde ich auch nicht ganz richtig.
 
AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 03.01.10)

- Ein Rechenbeispiel zur Wärmekapazität hatte ich in frühen Entwürfen drin, dann aber der Übersichtlichkeit wegen rausgenommen. Sieht das noch jemand als nützlich an? (man kanns ja jetzt auch hier nachlesen ;) )
- 50°C Wassertemperatur sind extrem viel. Nicht nur, was Hardware und Systemtemperaturen angeht, sondern auch die spezifizierte Höchststemperatur der meisten Pumpen. Ich bin zwar selbst ein Passivfanatiker, der die Grenze erst bei 40-45°C zieht, aber für einen allgemeinen Guide wie diesen werde ich mich eher an durchweg spezifizierten 35°C mit 40°C Worst-Case-Notreserven orientieren. Nimmt man zusätzlich noch sommerliche 25-30°C Ausgangstemperatur an, bleiben von deinen 30K Temperaturdifferenz 5-10K übrig und das Fass ist ziemlich schnell am Ende. Leider :(

Fläche und die Bedeutung von Wärmekapazität gegenüber Wärmeleitfähigkeit sind drin.
X4 und HD5850 bei "55°C" klingt aber nach einem extrem guten und tatsächlich tragbaren Wert. Was für eine Spielelast ist das, wie werden die 55°C gemessen und vor allem: Wie warm ist es im Zimmer?
 
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2. Der WärmeÜBERGANG von Wasser zu Metall ist ungefähr 3 mal besser als der von Luft zu Metall, und bei Luft kriegt man das nur bei sehr guter Konvektion hin.
Das ist imo etwas zu knapp und zu pauschal formuliert ;).
Der Wärmeübergangskoeffizient hängt in beiden Fällen vom Strömugszustand des strömendem Mediums (also Wasser oder Luft) ab, und den kann man nicht direkt vergleichen, weil Wasser eine inkompressible Flüssigkeit und Luft ein kompressibles Gas ist. Da ergeben sich andere Grenzschichtverhältnisse und andere Turbulenzbedingungen.
Die Aussage, dass mit Wasser unter den Wakü-typischen Randbedingungen (Strömungspumpen, Wärmeflussdichten an den Kühlflächen etc.), ein deutlich besserer Wärmeübergang mit geringerem Aufwand und vor allem mit erheblich weniger Wärmeaustauschfläche möglich ist kann man aber uneingeschränkt gelten lassen.

3. Die Wärmeleitfähigkeit von reinem Wasser ist zwar mit 0,55 W/K ziemlich schlecht, aber immer noch 20x besser als die von Luft (mit 0,026 W/K, Faktor 20). Das ist aber unerheblich, weil das erwärmte Wasser ja durch die Pumpe umgewälzt wird, sich die Wärme also nicht im Wasser "fortpflanzen" muss (weiss nicht wie ich es besser formulieren soll).
Was du da beschreiben willst, ist der turbulente Strömungsszustand. Den kann man zwar auch bei Luft erreichen aber er ist dort aufgrund der geringen Wärmekapazität nicht so effektiv und macht vor allem Lärm, weil starke Lüfter benötigt werden, um hohe Turbulenzgrade zu erzielen. Wenn das Wasser zu langsam an den Kühlflächen vorbei strömt und die kritische Reynoldszahl für den Querschnitt nicht überschritten wird, liegt auch bei einem Wasserkreislauf laminare Strömung vor und die Wärme wird durch Wärmeleitung zur Kernströmung übertragen - das ist dann auch recht ineffektiv. Allerdings reichen bei den üblichen CPU-Wasserkühlern bereits Durchflüsse im Bereich von 10 L/h aus, um in den Bereich des laminar-turbulent-Übergangs zu kommen. Üblicherweise hat man schon mit den schwächsten verfügbaren Pumpen deutlich mehr und damit immer turbulente Strömungszustände mit guten Wärmeübergangskoeffizienten.

... aber solche Systeme grundsätzlich als schlecht oder ungeeignet zu bezeichnen finde ich auch nicht ganz richtig.

Für eine, gegenüber Lukü, brachial bessere Kühlleistung, wie sie viele Leute nach wie vor von einer Wakü erwarten, sind passiv-Waküs tatsächlich ungeeignet. Passiv-Systeme sprechen halt den reinen Silent-Freak und nicht den Overclocker an ;). Schlecht sind sie deshalb keineswegs, nur eben nicht sehr effektiv wenn man sich Kosten und Nutzen (nur in Punkto Kühlleistung) ansieht. Wenn möglichst leiser Betrieb im Vordergrund steht sind Passiv-Waküs durchaus empfehlenswert - zumal das mit Lukü in aller Regel schlicht nicht möglich ist.
 
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- 50°C Wassertemperatur sind extrem viel. Nicht nur, was Hardware und Systemtemperaturen angeht, sondern auch die spezifizierte Höchststemperatur der meisten Pumpen. Ich bin zwar selbst ein Passivfanatiker, der die Grenze erst bei 40-45°C zieht, aber für einen allgemeinen Guide wie diesen werde ich mich eher an durchweg spezifizierten 35°C mit 40°C Worst-Case-Notreserven orientieren. Nimmt man zusätzlich noch sommerliche 25-30°C Ausgangstemperatur an, bleiben von deinen 30K Temperaturdifferenz 5-10K übrig und das Fass ist ziemlich schnell am Ende. Leider :(

X4 und HD5850 bei "55°C" klingt aber nach einem extrem guten und tatsächlich tragbaren Wert. Was für eine Spielelast ist das, wie werden die 55°C gemessen und vor allem: Wie warm ist es im Zimmer?

Naja, ich heize mein Arbeitszimmer schon (zum Teil sicherlich mit dem Zalman :D), geh mal von 22°C aus.
Gespielt habe ich zum Testzeitpunkt Half Life 2 mit dem Cinematic Mod von Fakefactory in FullHD und voller Detailstufe. Ist jetzt kein superaktueller Titel, aber mit den HD-Texturen des Cinematic Mod gibt es da schon einiges zu tun.
Mein 955er X4 Black Edition läuft mit Multiplikator 18 stabil, die 5850 mit 825 MHz ebenfalls. An den Spannungen spiele ich nicht so gerne herum, die sind unangetastet.
Die 55°C sind - ich muss mich korrigieren - keine Wassertemperatur, sondern CPU-Temp, ausgelesen über Mainboard-Tool (dafür muss ich natürlich kurz auf den Windows-Desktop wechseln, also raus aus dem Spiel gewissermaßen).
Die Wassertemperatur muss ja darunter liegen, sonst gäbe es keinen Wärmestrom von der CPU zum Wasser ;-) aber bei den üblichen delta-Werten von Wasserkühlern sind das maximal 10K, wahrscheinlich eher weniger.

Ansonsten führe ich mit dem Rechner im Moment auch häufiger Konvertierungen von BluRay zu mkv durch, was im 2-Pass Verfahren ca. 10 Stunden dauert bei hoher Qualität. Dabei pendelt sich die CPU-Temperatur trotz 100% Auslastung aller 4 Kerne (RipBot264) bei ca. 60°C ein.
Für mich ist eine konstante Temperatur technisch ein Zeichen, daß ein stabiler Zustand erreicht wird, sprich die Wärme die erzeugt wird wird auch abgeführt, wenn auch vielleicht auf einem hohen (ggf. inakzeptabel hohen) Niveau.

Also läuft mein System genaugenomen zu heiß. Nicht unbedingt die Hardware des PCs, aber die WakÜ-Komponenten könnten es mir auf Dauer übelnehmen.
Vielleicht muss ich doch nochmal über eine andere Lösung nachdenken, über eine andere Pumpe habe ich nach dem Studium der Anleitung eh schon nachgedacht.

Für eine, gegenüber Lukü, brachial besser Kühlleistung wie sie viel nach wie vor von einer Wakü erwarten sind passiv-Waküs tatsächlich ungeeignet. Passiv-System sprechen halt den reinen Silent-Freak nicht den Overclocker an ;). Schlecht sind deshalb keineswegs nur eben nicht sehr effektiv wenn man sich Kosten und Nutzen (nur in Punkto Kühlleitung betrachtet) ansieht. Wenn möglichst leider Betrieb im Vordergrund steht sind Passiv-Waküs durchaus empfehlenswert - zumal das mit Lukü in aller Regel schlicht nicht möglich ist.

OK, Du kennst Dich aus, das merke ich. Meine bescheidenen paar Vorlesungen Thermodynamik und Apparatebau liegen schon 14 Jahre zurück, und in diesen Bereichen wird ja allgemein eher auf Leistung und nicht auf Geräusch optimiert.

Ja, Silent-Freak bin ich wohl :D Aber ein bisschen Overclocker wohnt auch in mir. Ich habe mich halt bloß gefragt, was nützt mir die WaKü wenn ich dann wieder 4 oder noch mehr 120er Lüfter laufen habe am Radiator? Klar, Wasser ist besser als Luft. Das unterschreibe ich als erster. Aber ich wollte vor allem Ruhe.

Und Kosten? Vielleicht bin ich reingefallen, aber ich fand 180 Euro als Einstieg in Wasserkühlung mit Radiator, CPU- und GPU Kühler OK, vor allem angesichts der Verarbeitungsqualität die Zalman da bietet.
Für die Grafikkarte musste ich dann zwar nach kurzer Zeit erkennen daß GPU only-Kühlung nicht so schlau ist und bin auf EK Waterblocks umgestiegen, aber für Normal-User dürfte das Set allemal reichen.
 
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Gespielt habe ich zum Testzeitpunkt Half Life 2 mit dem Cinematic Mod von Fakefactory in FullHD und voller Detailstufe. Ist jetzt kein superaktueller Titel, aber mit den HD-Texturen des Cinematic Mod gibt es da schon einiges zu tun.
Mein 955er X4 Black Edition läuft mit Multiplikator 18 stabil, die 5850 mit 825 MHz ebenfalls. An den Spannungen spiele ich nicht so gerne herum, die sind unangetastet.
Die 55°C sind - ich muss mich korrigieren - keine Wassertemperatur, sondern CPU-Temp, ausgelesen über Mainboard-Tool (dafür muss ich natürlich kurz auf den Windows-Desktop wechseln, also raus aus dem Spiel gewissermaßen).

Das sind, gelinde gesagt, ungeeignete Testmethoden. Die Sensoren in der CPU sind arg ungenau, die Belastung ist eher gering (große Texturen mögen den Grafikspeicher belasten - das wars dann aber auch) und ein hin- und herwechseln führt zu weiteren Unterschieden.
Belaste dein System mal 2-3 Stunden mit Prime95 und Furmark und messe dann am besten noch die Wassertemperatur. Das ergibt eher eine Kühlleistungseinschätzung, auf deren Basis man allgemeine Empfehlungen/FAQs verfassen kann.

Ansonsten führe ich mit dem Rechner im Moment auch häufiger Konvertierungen von BluRay zu mkv durch, was im 2-Pass Verfahren ca. 10 Stunden dauert bei hoher Qualität. Dabei pendelt sich die CPU-Temperatur trotz 100% Auslastung aller 4 Kerne (RipBot264) bei ca. 60°C ein.

Das wäre schon eher zum auslasten geeignet, ist aber leider oft durch die Geschwindigkeit der Laufwerke limitiert.

Für mich ist eine konstante Temperatur technisch ein Zeichen, daß ein stabiler Zustand erreicht wird, sprich die Wärme die erzeugt wird wird auch abgeführt, wenn auch vielleicht auf einem hohen (ggf. inakzeptabel hohen) Niveau.

Diese Schlussfolgerung ist durchaus richtig. (und wir von vielen Leuten nicht beachtet, die einen großen Wakükreislauf für 20-30 Minuten belasten und dann der Meinung sind, die Endtemperatur erreicht zu haben, nur weil dieses Verfahren bei Lukü akzeptable Werte geliefert hat)
 
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1. Die Wärmekapazität von Wasser.
1 Liter Wasser um 1 Kelvin (Grad) aufheizen erfordert 4,18 kJ (1J= 1 Ws). Das ist die höchste Wärmekapazität von allen existierenden Stoffen und der Grund warum Wasser das Medium der Wahl für fast alle technischen Kühlsysteme ist (Autos, Kraftwerke).

Wenn ich also mit 3 Liter Wasser im System starte bei 20°C, dann sind schon 377 kWs Wärme erforderlich um das Ganze auf 50° C aufzuheizen. Bei 150 Watt Verlustleistung an GPU und CPU dauert das schon mal 2500 Sekunden, also 40 Minuten, und das auch nur wenn man davon ausgeht daß das System geschlossen ist, also keine Wärme an die Umgebung übergeht.
Und das angesprochene 50-Liter Fass Wasser aus den Anfangstagen würde für 30K Wärmedifferenz 6270 kWs erfordern und mit den angenommenen 150 Watt Verlustleistung würde es über 11 Stunden dauern um das Faß um 30 K aufzuheizen!!


Klar deine Hinweise sind gut und z.T auch richtig. Aber wenn du schon mit Zahlen und Wärmekapazitäten um dich wirfst sollte vielleicht auch erwähnt werden das die 4,18 kJ*kg^-1*K^-1 (Korrekte Einheit fehlt bei dir) kein absoluter Wert ist sondern ein geeigneter Mittelwert. Das auch Wasser die höchste spezifische Wärmekapazität (bei konstantem Druck) hat glaube ich nicht, habe aber mein Greenbook nicht hier kann daher nicht nachschauen.
 
AW: Wasserkühlungsguide - (Stand 03.01.10)

Klar deine Hinweise sind gut und z.T auch richtig. Aber wenn du schon mit Zahlen und Wärmekapazitäten um dich wirfst sollte vielleicht auch erwähnt werden das die 4,18 kJ*kg^-1*K^-1 (Korrekte Einheit fehlt bei dir) kein absoluter Wert ist sondern ein geeigneter Mittelwert. Das auch Wasser die höchste spezifische Wärmekapazität (bei konstantem Druck) hat glaube ich nicht, habe aber mein Greenbook nicht hier kann daher nicht nachschauen.

Laut Wiki ist nur die von flüssigem Amoniak höher. (was mir aber ein bißchen merkwürdig vorkommt, da Amoniak unter Standardbedingungen nicht flüssig ist)

Bezüglich der korrekten Einheit: l vs. kg dürfte keinen großen Unterschied für unsere Rechengenauigkeit machen (beginnt ja schon mit "Wärmekapazität bei welcher Temperatur eigentlich?") und kJ mag SI sein, aber wenn man mit einer elektrischen Wärmequelle rechnet und einen Zeitverkauf betrachet, ist Ws eindeutig die handhabarere Einheit.
Ich persönlich bevorzuge für Berechnungen wie die hiesige "~1,126 Wh kg^-1 K^-^1.
 
Soweit ich weiss wird die spezifische Wärmekapazität nur bei konstantem Druck nicht aber Standartbedingungen gemessen.
 
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Sorry Jungs, aber wenn ich schreibe (Zitat)
...1 Liter Wasser um 1 Kelvin (Grad) aufheizen erfordert 4,18 kJ (1J= 1 Ws)...

Dann ist das absolut richtig, denn in dem Satz steckt das 1/kg und 1/K schon mit drin, gell? Die Wärmemenge die für die beschriebene Änderung erforderlich ist beträgt 4,18 kJ, Punkt.

Entschuldigen muss ich mich höchstens noch dafür daß ich Liter mit kg gleichgesetzt habe.

Richtig ist auch, daß dieser Wert nur bei normalem Druck und in einem Temperaturbereich gilt, wo noch keine Zustandsänderungen auftreten (gefrieren, verdampfen).
 
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