- 50°C Wassertemperatur sind extrem viel. Nicht nur, was Hardware und Systemtemperaturen angeht, sondern auch die spezifizierte Höchststemperatur der meisten Pumpen. Ich bin zwar selbst ein Passivfanatiker, der die Grenze erst bei 40-45°C zieht, aber für einen allgemeinen Guide wie diesen werde ich mich eher an durchweg spezifizierten 35°C mit 40°C Worst-Case-Notreserven orientieren. Nimmt man zusätzlich noch sommerliche 25-30°C Ausgangstemperatur an, bleiben von deinen 30K Temperaturdifferenz 5-10K übrig und das Fass ist ziemlich schnell am Ende. Leider
X4 und HD5850 bei "55°C" klingt aber nach einem extrem guten und tatsächlich tragbaren Wert. Was für eine Spielelast ist das, wie werden die 55°C gemessen und vor allem: Wie warm ist es im Zimmer?
Naja, ich heize mein Arbeitszimmer schon (zum Teil sicherlich mit dem Zalman

), geh mal von 22°C aus.
Gespielt habe ich zum Testzeitpunkt Half Life 2 mit dem Cinematic Mod von Fakefactory in FullHD und voller Detailstufe. Ist jetzt kein superaktueller Titel, aber mit den HD-Texturen des Cinematic Mod gibt es da schon einiges zu tun.
Mein 955er X4 Black Edition läuft mit Multiplikator 18 stabil, die 5850 mit 825 MHz ebenfalls. An den Spannungen spiele ich nicht so gerne herum, die sind unangetastet.
Die 55°C sind - ich muss mich korrigieren - keine Wassertemperatur, sondern CPU-Temp, ausgelesen über Mainboard-Tool (dafür muss ich natürlich kurz auf den Windows-Desktop wechseln, also raus aus dem Spiel gewissermaßen).
Die Wassertemperatur muss ja darunter liegen, sonst gäbe es keinen Wärmestrom von der CPU zum Wasser

aber bei den üblichen delta-Werten von Wasserkühlern sind das maximal 10K, wahrscheinlich eher weniger.
Ansonsten führe ich mit dem Rechner im Moment auch häufiger Konvertierungen von BluRay zu mkv durch, was im 2-Pass Verfahren ca. 10 Stunden dauert bei hoher Qualität. Dabei pendelt sich die CPU-Temperatur trotz 100% Auslastung aller 4 Kerne (RipBot264) bei ca. 60°C ein.
Für mich ist eine konstante Temperatur technisch ein Zeichen, daß ein stabiler Zustand erreicht wird, sprich die Wärme die erzeugt wird wird auch abgeführt, wenn auch vielleicht auf einem hohen (ggf. inakzeptabel hohen) Niveau.
Also läuft mein System genaugenomen zu heiß. Nicht unbedingt die Hardware des PCs, aber die WakÜ-Komponenten könnten es mir auf Dauer übelnehmen.
Vielleicht muss ich doch nochmal über eine andere Lösung nachdenken, über eine andere Pumpe habe ich nach dem Studium der Anleitung eh schon nachgedacht.
Für eine, gegenüber Lukü, brachial besser Kühlleistung wie sie viel nach wie vor von einer Wakü erwarten sind passiv-Waküs tatsächlich ungeeignet. Passiv-System sprechen halt den reinen Silent-Freak nicht den Overclocker an

. Schlecht sind deshalb keineswegs nur eben nicht sehr effektiv wenn man sich Kosten und Nutzen (nur in Punkto Kühlleitung betrachtet) ansieht. Wenn möglichst leider Betrieb im Vordergrund steht sind Passiv-Waküs durchaus empfehlenswert - zumal das mit Lukü in aller Regel schlicht nicht möglich ist.
OK, Du kennst Dich aus, das merke ich. Meine bescheidenen paar Vorlesungen Thermodynamik und Apparatebau liegen schon 14 Jahre zurück, und in diesen Bereichen wird ja allgemein eher auf Leistung und nicht auf Geräusch optimiert.
Ja, Silent-Freak bin ich wohl

Aber ein bisschen Overclocker wohnt auch in mir. Ich habe mich halt bloß gefragt, was nützt mir die WaKü wenn ich dann wieder 4 oder noch mehr 120er Lüfter laufen habe am Radiator? Klar, Wasser ist besser als Luft. Das unterschreibe ich als erster. Aber ich wollte vor allem Ruhe.
Und Kosten? Vielleicht bin ich reingefallen, aber ich fand 180 Euro als Einstieg in Wasserkühlung mit Radiator, CPU- und GPU Kühler OK, vor allem angesichts der Verarbeitungsqualität die Zalman da bietet.
Für die Grafikkarte musste ich dann zwar nach kurzer Zeit erkennen daß GPU only-Kühlung nicht so schlau ist und bin auf EK Waterblocks umgestiegen, aber für Normal-User dürfte das Set allemal reichen.