Genau deswegen sollten Menschenrechte neu festgelegt werden. Menschenrechte gut und schön, aber nur für jene, die auch die Rechte des anderen akzeptieren (was bei Mördern und Vergewaltigern nicht zutrifft)
Hmm.. du willst also den Menschen ihre Rechte absprechen?

Das gibt mir sehr zu denken....

Was ist mit der Beweislast? Muss ein mutmaßlicher Mörder beweisen, dass er unschuldig ist?
Wie soll ein solcher Prozess ablaufen?
Kann man jemanden zu 100% sicher verurteilen, wenn die Beweise nur aus Zeugenaussagen beruhen? Von denen man nicht mal sicher ist, wie sie ermittelt wurden?
Auge um Auge gibt es so noch immer. Vorallem in der arabischen Welt ist es "beliebt".
Die Todesstrafe ist nichts dergleichen. Weder darf hier das Opfer oder ein Hinterbliebener den Akt vollstrecken
Nö, die Todesstrafe ist nichts anders als Rache, Auge um Auge.
"Du tötest jemanden.. dafür töten wir dich". Wer das macht, ist dabei völlig egal und in den USA ist das so, dass die Angehören der Opfer immer das Recht haben bei Anhörungen dabei zu sein und wenn die sagen, dass sie nicht wollen, dass der mutmaßliche Täter eine Chance auf Freiheit/Umwandlung des Todesurteil hat, bekommt er die auch nicht, egal was die Anwälte sagen.
Er hatte insgesamt 10 Chancen seine Unschuld zu beweisen und ist in allen Instanzen gescheitert. Juristisch ist damit seine Schuld zu 100% bewiesen.
Seine Unschuld war zu keiner Zeit gegeben, außer durch die Aussagen einiger mutmaßlicher Zeugen. Fakt ist, dass es eindeutig zuviele "Zufälle" und Ungereimtheiten in dieser Sache gab......
Ich will hier keine einzelnen Fall aufrollen, denn das bringt nichts, aber...
Troy Davis wurde alleine wegen der Zeugenaussagen verurteilt, es gab sonst keine Beweise, keine DNS, keine Fingerabdrücke oder sonst was.
Die Zeugen haben inzwischen ihre Aussage zurück gezogen und hatten erklärt, dass sie von der Polizei unter Druck gesetzt wurden einen Schuldigen zu benennen, damit man jemanden verurteilen kann.
Wird ein Polizist ermordet, wollen vor allem die Kollegen und der Staatsanwalt schnell einen Schuldigen präsentieren, egal welche Mittel dafür nötig sind, sonst würde man das als Schwäche auslegen.
Bei der Wiederaufnahme kam es sogar noch dazu, dass nicht die Staatsanwaltschaft neue Zeugen besorgen muss, um Davis' Schuld erneut zu belegen, der Angeklagte selbst musste seine Unschuld beweisen. Das ist so üblich in den USA, ein Verurteilter muss seine Schuld beweisen um als unschuldig zu gelten, die Staatsanwaltschaft muss nicht beweisen, dass er schuldig ist, sie muss auch neue Beweise nicht offen legen, z.B. wenn bei alten Fällen DNS Untersuchungen zeigen, dass der Verurteilte nicht der Täter sein kann.
Umkehr der Beweislast, einer der größten Kritikpunkte im US-Rechtssystem.
Es gab aber logischer Weise keine neuen Zeugen, es gab auch keine DNS Spuren oder eben Fingerabdrücke.
Insgesamt betrachtet ist also eher Zweifel an der Schuld von Davis angebracht, als dass man 100% von seiner Schuld überzeugt sein kann.
Logisch ist es also, dass das Rechtssystem in den USA in diesen Punkten überarbeitet wird, aber das will niemand, die Staatsanwälte werden gewählt und die wollen sich profilieren, mit möglichst vielen Urteilen, dabei wird eben auch in Kauf genommen, dass auch mal ein Unschuldiger ins Gefängnis kommt oder hingerichtet wird, wie besonders die jüngere Vergangenheit gezeigt hat.
