Liegt seit über zwei Wochen auf meinem Schreibtisch, aber ich komme momentan nicht dazu mal in Ruhe einen Testkreislauf zu bauen. Habe zu viele wichtigere Baustellen.
Da muss ich dir widersprechen. Selbstverständlich sind das Nassläufer. Ob ein Pumpe ein Nassläufer ist oder nicht, hat nichts mit der Bauform des Rotors oder der Form oder der Lagerung zu tun. Letztere Merkmale zeichnen die Laings im Unterschied zu anderen Pumpen aus und haben ihnen den missverständlichen Namen "Kugelmotor-Pumpe" eingebracht. Mit dem was man unter einem
Kugelmotor üblicher Weise versteht hat das nichts zu tun, aber auch Laing hat die Pumpen damals afaik leider so bezeichnet. Mit der Frage, ob es eine Nassläufer-Pumpe ist, oder nicht, hat das aber grundsätzlich nichts zu tun. Eine Nassläufer-Pumpe definiert sich dadurch, dass der gesamte bewegliche Teil im Fördermedium läuft und keine Antriebswelle o. Ä. vorhanden ist, die das Medium verlässt (somit auch keine Wellendichtringe o. Ä.). Genau wie bei anderen Wakü-Pumpen werden die Rotoren der Laings ebenfalls direkt über das Drehfeld des außen liegenden Stators über magnetische Kopplung mit dem permanentmagnetischen Rotor angetrieben (bzw. durch das alternierende Feld bei den Eheims). Wie der Rotor geformt ist und dass es sich im Fall der Laings um ein Punktlager als Rotorlager handelt, ändert nichts daran, dass sich außerhalb des mit Fördermedium gefluteten Teils nichts bewegt und die Pumpe somit ein Nassläufer ist.
Es sind tatsächlich alle kommerziell erhältlichen Wakü-Pumpen Nassläufer. Die einzigen von der Funktionsweise etwas exotischen Wakü-Pumpen (die aber selbstverständlich auch Nassläufer sind) stellen die Eheims und deren Derivate dar, da hier der Rotor nicht kontinuierlich rotiert, sondern lediglich mit der eingestellten Frequenz hin und her schwingt (Antrieb ähnlich wie bei einem elektrischen Rasierapparat). Sie sind also keine klassischen kontinuierlich arbeiten Kreiselpumpen wie die Laings oder alle anderen nicht-Eheim basierten Wakü-Pumpen, sondern diskontinuierlich arbeitende Kreiselpumpen. Daher haben sie auch aschensymmetrische Flügelräder und achsensymmetrisch gespiegelte "Sprialgehäuse". Auch bei diskontinuierlichen Kreiselpumpen handelt es sich aber prinzipiell um Kreislpumpen, da ebenfalls die Fliehkraftwirkung zur Druckerhöhung genutzt wird.
Edit: Wenn man es ganz genau nimmt sind Laing-Pumpen (heute ja Lowara-Pumpen) als Nassläufer ausgeführte, kontinuierlich arbeitende Kreiselpumpen mit selbsttätig spielfrei nachstellender Punktlagerung mittels Kugelkalottenlager und hemisphärenförmigem permentmagnetischem Rotor mit elektronisch kommutiertem Synchronantrieb. Etwas sperrig, aber es beschreibt die wichtigsten Merkmale.