In der Theorie ja, in der Praxis nein.
Du musst die Kennlinie der Pumpen beachten. Der angegebene Durchfluss ist ein Maximalwert, den man bei quasi 0 Widerstand erreicht, im Gegenzug ist der angegebene Druck bzw. die Förderhöhe ein Maximalwert, der bei 0 Durchfluss erreicht wird. Zwischen diesen beiden Punkten liegt die Kennlinie, bspw. für die D5 fängt das bei 3,7m Förderhöhe und 0 l/h an, geht dann recht linear weiter und endet bei 0m Höhe und 1500l/h. Dazwischen liegen dann Werte wie (mehr oder weniger geraten und nicht an der Kennlinie nachgeprüft) 3m Höhe und 200l/h Durchfluss, 1,5m Höhe und 800l/h Durchfluss usw.
Wenn du jetzt Pumpen verschaltest, addieren sich die Kennlinien. Bei paralleler Verschaltung hast du dann 3,7m Förderhöhe und bis zu 3000l/h Durchfluss, bei serieller 7,4m Förderhöhe und 1500l/h Durchfluss.
Was davon hat man lieber? Seriell natürlich.
Druck und Durchfluss hängen zusammen wie Spannung und Stromstärke, vom einen kommt das andere. Sprich, damit du mehr Wasser durch den Kreislauf gepumpt bekommst, brauchst du mehr Druck. Natürlich würde sich in einem Bereich mit nahezu keinem Widerstand und bereits >1000l/h Durchfluss eine parallele Konfiguration anbieten, da man im durchflussdominierten Bereich der Kennlinie ist, aber das ist in der Wakü eher nicht der Fall. Kühler, Radiatoren, Filter, Winkel, Schnelltrenner haben alle eine Widerstand für den Durchfluss. Um den zu überwinden, braucht es Druck. Umso höher der Durchfluss bereits ist, umso höher der Widerstand, sprich, du brauchst mehr Druck, um mehr Durchfluss zu bekommen. In gängigen Wakü ist man daher im Bereich 30-200l/h, je nach Kreislauf und Pumpen-Overkill. Dementsprechend bringt eine parallele Verschaltung vielleicht 10% mehr Durchfluss, aber eine serielle und somit eine signifikante Druckerhöhung bringt weit mehr, sodass du die Pumpendrehzahl in der Regel locker um 30% reduzieren kannst und dennoch den selben Durchfluss wie mit einer Pumpe hast. Halbieren kannst du sie nicht, zum einen, weil die addierten Kennlinien eben druckstärker sind, bei niedriger Drehzahl aber einen geringen maximalen Durchflusswert haben, und weil die Multitops selbst etwas Druck schlucken.