VRam Takt reduzieren?

dw71

Freizeitschrauber(in)
Ich habe eine Frage: Bei meiner 6900XT kann ich im Treiber die Geschwindigkeit des VRams von 2.000 bis 2.150 MHz. einstellen - 2.000 MHz. ist die Standardeinstellung.

Da ich bei früheren AMD-Grafikkarten immer die Erfahrung gemacht habe, dass der Grafikspeicher das Erste ist, was kaputtgeht, würde ich gerne die Geschwindigkeit des VRams niedriger als 2.000 MHz setzen - vielleicht 1.800 oder 1.900 MHz.

Aber wenn ich diesen Wert im Textfeld eingebe und <Enter> drücke, wird der Wert sofort wieder auf 2.000 abgeändert.

Gibt's eine Möglichkeit, das trotzdem einzustellen?
 
Wenn die Untergrenze so gesetzt ist nicht ohne weiteres. Man kann ggf. Die Grenze selbst ändern, dazu gibt es Tools die auf Treiber- oder gar vBIOS-Ebene eingreifen können ("MorePowerTool" o.ä.), diese sind aber bitte mit Vorsicht anzuwenden, denn grade weil man da solche Grenzen aushebeln kann ist es eben auch möglich etwas kaputtzumachen was rein im Treibermenü nahezu unmöglich ist.

Aber davon ab: Es ist einfach statistischer Zufall, was als erstes kaputtgeht und wann. Ja, vRam ist empfindlicher als die GPU selbst - aber erstens nicht der häufigste Ausfallgrund und zweitens von dir auch nicht nennenswert beeinflussbar (ob der vRAM bei 1800 oder 2000 MHz läuft ist verschleißtechnisch egal, relevant wäre die Spannung und die kannste nicht ändern...).

Was Karten verschleißt und von dir nennenswert beeinflussbar ist praktisch nur Temperatur und insbesondere Temperaturzyklen (eine Grafikkarte hat kein Problem damit jahrelang bei konstant 70 Grad zu laufen, ständig zwischen 30 und 60 pendeln erzeugt aber auf Dauer kalte Lötstellen).

Grundsätzlich solltest du dir da keinen Kopf machen - so lange du die Karte betreibst wie vom Hersteller vorgesehen wird sie höchstwahrscheinlich viele Jahre mitspielen... und wenn sie stirbt ist die Chance sehr sehr hoch, dass ein verringerter vRAM Takt das auch nicht verhindert hätte. ;-)
 
Danke für deine Antwort - solche Dinge wie More-Power-Tools trau ich mich nicht machen... wenn man irgendwo im Treiber ein Häkchen machen hätte können "Vram frei wählen" und dann auf 1.900 anstatt 2.000 MHz zu gehen, hätt ich das gemacht.

So bleib ich halt bei den Standard-Einstellungen... ich musstraue halt generell den Grafikkartenherstellern - egal ob nvidia oder AMD. Für diese gibt es doch nichts Besseres, als wenn die Grafikkarte nach 4 oder 5 Jahren defekt wird. Weil niemand eine Grafikkarte in diesem Alter noch reparieren lässt, sondern jeder gleich eine Neue kauft (Stichwort: Sollbruchstellen - mit Fragezeichen meinerseits).
 
ich musstraue halt generell den Grafikkartenherstellern - egal ob nvidia oder AMD. Für diese gibt es doch nichts Besseres, als wenn die Grafikkarte nach 4 oder 5 Jahren defekt wird. Weil niemand eine Grafikkarte in diesem Alter noch reparieren lässt, sondern jeder gleich eine Neue kauft (Stichwort: Sollbruchstellen - mit Fragezeichen meinerseits).
Das ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen (Reparatur ist sowieso fast immer aussichtslos). Nur kannst du daran nichts ändern, denn diese böse gesagt geplante Obsoleszenz wird über Mechaniken erreicht die ein Kunde nicht wirklich beeinflussen kann (und garantiert nicht über Taktraten von Chip und RAM).

Manche Dinge kann man selbst noch "reparieren" oder verbessern, beispielsweise billigste aushärtende Wärmeleitpaste und silikonölsiffende Wärmeleitpads ersetzen - aber Dinge die auf der Platine bzw. an Bauteilen so designt sind, dass sie 5, 6 Jahre halten aber eben keine 10-15 sind für dich als Kunde nicht änderbar, du kannst ja keine anderen Mosfets auflöten. Man hat heute nicht mal die Chance ein Design zu kaufen bei dem das nicht so ist, denn diese gibts schlichtweg nicht mehr wirklich. Klar gibts noch Highend-Custom-Karten mit mehr und besseren Bauteilen aber auch die sind oft eher auf "gut aussehen" als auf "lange leben" optimiert.

Noch ists aber bei Grafikkarten nicht so, dass es offensichtliche absichtliche Sollbruchstellen gäbe. Die Dinger sind nur oft bei allen Teilen maximal zusammengespart was einfach nötig ist wenn die Masse der Kunden lieber 50€ weniger zahlt als beispielsweise vernünftige (und nicht fiepende!) Spulen zu wollen bzw überhaupt zu wissen was das ist - du bist mit einer Karte die hochwertiger aber nicht schneller ist nicht konkurrenzfähig weil der Markt das nicht mehr (in ausreichender Stückzahl) will. Und diese Summe an "Kostenoptimierungen" führt dann dazu, dass solche Karten statistisch gesehen eben nicht mehr so lange Lebensdauern haben als früher oder als technisch möglich. Das große Kartensterben nach wenigen Betriebsjahren ist bisher aber ausgeblieben. ;-)
 
Laß lieber den Takt des VRAMs in Ruhe und versuche stattdessen ein bißchen die Spannung zu reduzieren. Aber auch darauf achten, das dies nicht übertrieben wird.
Gruß T.
 
Jo, Spannung runter, nicht Takt.

Aber ist das echt so ein Ding mit Grafikkarten? Ich habe im Leben locker 400 Karten verbaut, drei hatten defekten VRAM und meine eigenen 7970 Lightnings (die 12+ Jahre alt sind) und jahrelang mit max. OC auf VRAM und GPU liefen, laufen beide einwandfrei, bei der Einen kann ich Artefakte provozieren, aber da sitzt das Problem halt vor dem Bildschirm und spielt am Afterburner rum.
 
Zuletzt bearbeitet:
aber ist das echt so ein Ding mit Grafikkarten?
Kommt auf die Sichtweise an.

So gesehen sind die Ausfallzahlen nicht hoch, wir bewegen uns da auch nach vielen Betriebsjahren im einstelligen Prozentbereich. Nur sind Grafikkarten aufgrund ihrer Bau- und Nutzungsweise (das praktisch einzige Bauteil im PC das sowohl Lötstellen hat als auch sehr viele Einzelbauteile und das etliche große Temperaturzyklen ertragen muss sowie den bei weitem größten Energieumsatz hat) anfälliger für Defekte als andere Standardkomponenten.
Und WENN eine Grafikkarte kaputtgeht ist es im überwiegenden Teil der vRAM.

Das Problem ist, dass Leute nicht unterscheiden können zwischen "vRAM kaputt" und "vRAM Anbindung kaputt", denn beides produziert die gleichen charakteristischen Bildfehler. Das dann kombiniert mit der Vermutung, dass Taktraten darauf irgendeinen relevanten Einfluss hätten (was nicht so ist) fürht dann zu solchen Ideen wie der hier im Thread.

Die Realität ist: Ob die Grafikkarte normal, heruntergetaktet oder am OC-Limit läuft hat auf deren Lebensdauer (Extrem-OC mal ausgeklammert) so gut wie gar keinen Einfluss. Und wenn die lustigen rosa Kästchenmuster kommen und der "vRAM kaputt" ist ists auch fast immer nicht der Speicher selbst sondern die Lötverbindung, die durch zehntausende durchgemachte Temperaturzyklen (und damit thermomechanische Beanspruchung) abgerissen ist. Deswegen liefen auch die meisten Cryptominingkarten Jahrelang 24/7 an der Kotzgrenze ohne Probleme und die Spielerkarten daheim mit ständig wechselnder Last/Temperatur sterben statistisch weit häufiger.

Wie gesagt, man kann als Endkunde auf die Lebensdauer einer Grafikkarte ohne extremere Methoden gar keinen nennenswerten Einfluss nehmen wenn ich mal von einem unveränderten Nutzerverhalten ausgehe (natürlich hält sie länger wenn man sie weniger/nicht benutzt :ugly:). Ob eine Karte in der gewünschten Nutzungszeit stirbt oder nicht ist zu 99% vom Glück/Pech/Statistik abhängig, nicht von den eingestellten Betriebsparametern (sofern diese im "normalen" Bereich bleiben). Wenn du unter der (großen) Gruppe der Glücklichen bist läuft deine Karte 12 Jahre lang bei MaxOC. Wenn du der (sehr kleinen) Gruppe der Unglücklichen angehörst stirbt deine Karte einen Tag nach Ablauf der Garantie und das obwohl sie nur 100 Stunden Last gesehen hat. An beidem kannste so gesehen nichts ändern/beeinflussen.
 
Also ich muss sagen, von meinen letzten 3 Grafikkarten (die 6900XT ausgenommen - die hab ich erst 4 Jahre), ist bei beiden R9 280X-Grafikkarten das VRam defekt geworden, nur die 5850 (gekauft im Jahr 2008) hat so lange gehalten, dass sie ich verkauft hab, als ich die erste R9 280X gekauft hatte und so überzeugt war, dass ich dem Käufer ein Jahr Garantie gegeben hab (Geld-zurück-Garantie, sollte die 5850 innerhalb eines Jahres defekt werden oder Probleme machen... der Käufer hat die Garantie nicht in Anspruch nehmen müssen)
 
R9 280X ist HD7970, wie gesagt meine beiden sind 12 Jahre alt, laufen.
Klingt jetzt doof aber ich glaube du hattest einfach pech oder du schaltest den Rechner sehr oft ein und aus?
 
Ich habe eine Frage: Bei meiner 6900XT kann ich im Treiber die Geschwindigkeit des VRams von 2.000 bis 2.150 MHz. einstellen - 2.000 MHz. ist die Standardeinstellung.

Da ich bei früheren AMD-Grafikkarten immer die Erfahrung gemacht habe, dass der Grafikspeicher das Erste ist, was kaputtgeht, würde ich gerne die Geschwindigkeit des VRams niedriger als 2.000 MHz setzen - vielleicht 1.800 oder 1.900 MHz.

Aber wenn ich diesen Wert im Textfeld eingebe und <Enter> drücke, wird der Wert sofort wieder auf 2.000 abgeändert.

Gibt's eine Möglichkeit, das trotzdem einzustellen?
Bei mir geht immer zuerst das Motherboard aktuell als Mainboard bezeichnet nach circa 7-8 Jahren kaputt.

Evtl. kannst du die generelle Spannung auf 1,0v senken, vllt mehr runtergehen, aber 1, 0V hat bei mir mit Standard-Boosttakt auf Anhieb funktioniert und reicht mir persönlich als UV aus
 
R9 280X ist HD7970, wie gesagt meine beiden sind 12 Jahre alt, laufen.
Klingt jetzt doof aber ich glaube du hattest einfach pech oder du schaltest den Rechner sehr oft ein und aus?
Ja, bei meinem alten Computer hatte ich ein Cold-Boot-Bug - das bedeutet, ich musste den Computer bei Benützung einmalig einschalten, dann ein paar Sekunden warten und dann durch langen Druck auf die Ein-/Austaste des Computers den Computer ausschalten.

Dann wieder ein oder zwei Sekunden warten und neuerlich einschalten. Hab ich dieses Prozedere nicht gemacht, ist der PC direkt abgestürzt. Und dieses Ein-/Auschaltprozedere hab 12 Jahre lang gemacht, bis auch die zweite R9 280X kaputtgegangen ist.
 
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