Hmm, danke!
Jetzt mal so unter uns, verdienen Studenten nach ihrem Studium in den verschiedenen berufen einfach mehr Geld als die regulären Azubis?
Nö. Wenn man über alle Fächer mittelt, würde ich sogar sagen: Deutlich weniger.
Als Ausgebildeter bist du für einen Beruf qualifiziert. Als Student bist du jemand mit ziemlich viel nutzlosem Wissen. Was stimmt: Viele hochbezahlte Berufe setzen einfach ein Studium vorraus. Ohne sind die gar nicht zu erreichen. Mit aber auch nicht unbedingt einfach.
Fälle, in denen Studierte in gleicher Position besser bezahlt werden, als nicht-studierte, dürften immer weniger werden.
Sprich habe ich bessere Chancen nach einem Studium genommen zu werden oder hat es rein etwas mit dem Gehalt zu tun, und man kann es nicht pauschal sagen dass ein Student eine höhere Bildung genossen hat sprich schlauer ist als ein reiner Abituriernt / Realschüler?
Ich weiß nicht, wie Arbeitgeber das mit der "Schlauheit" sehen - aber zumindest in meiner Abteilung sind durchgängig Studenten/-ierte angestellt, obwohl keiner ein Studium hat, dass ihm weiterhelfen würde.
Allerdings liegt das gehalt auch in einem Bereich, auf den Leute mit Facharbeiter spucken würden, also vielleicht haben sich einfach keine Ausgebildeten gefunden, die ihn machen wollen.
Das würde mich sehr interessieren, da die IT'ler im HWLuxx Forum von einem Einstiegsgehalt von über 40k € / Jahr geredet haben.
Da hat wer ******* gelabert. Ganz einfach. Informatikstudenten haben mittlerweile auch schon die ersten Probleme, einen Job zu bekommen, weil nach den glänzenden Gehaltsvorstellungen zur Jahrtausendwende jahrelang Massen in den (vermeintlich) sicheren Arbeitszweig geströmt sind (und umgekehrt immer mehr Arbeit nach Asien outgesourced wird)
Was du in deiner Situation auch nicht vergessen solltest:
Das Alter.
Vielleicht bevorzugt Arbeitgeber X für Job Y jemanden, der Abi hat. Aber er bevorzugt ggf. genauso jemanden, der maximal 20/21 ist. Für solche Arbeitgeber kannst du dich eh nicht mehr qualifizieren. Was du brauchst, ist ein Arbeitgeber, der auf die tatsächlich vorhandenen Fähigkeiten achtet. Und die weißt du eher mit Berufserfahrung nach, denn mit schulischer Ausbildung.
Abschließend noch eine kleine Frage da hier wirklich EXTREM viele Studis / Abi's mitlesen -> Guckt ihr persönlich auf Menschen mit mittlerer-Reife nach dem Motto "Der ist dumm und hat nichts gelernt" oder steht ihr neutral zu dem ganzen, sprich -> "Joa, ich habe eben länger in der Schule gesessen". Da ich weiß dass es genug Vorurteile gegen Hauptschüler gibt, ich denke mal bei den Realschülern gibt es nichts warum man sie nicht "schätzen" sollte oder abstempeln würde oder?
Ich sags mal so: Es gibt eine Korrelation zwischen Abschluss und Einstellung zur Bildung. Die meisten Hauptschüler geben, ungeachtet ihrer geistigen Fähigkeiten, einen Dreck auf Bildung und intellektuelle Fähigkeiten. Aber das heißt nicht, dass ich das per se annehme. Menschen beurteilt man nach ihren Eigenschaften, nicht nach ihren Papieren. Und selbst wenn jemand Probleme mit abstraktem Denken haben sollte, macht ihn das noch lange nicht zu einem schlechteren Menschen.
Was ich nicht abkann, sind Leute, die unfähig sind, ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und die sich rausnehmen, anderen Menschen ausschließlich an ihren eigenen Interessen zu Menschen. Aber solche Leute findest du auf allen Ebenen - egal ob es der Hauptschüler ist, der Studenten als niedere Lebensform betrachtet, wenn sie keinen Spaß daran haben, ein Getriebe zu wechseln oder der Professor, der einen als Unfähig betrachtet, weil das evolutions-ethologisch beschriebene Praktikum zwar 100% mehr Zeit fordert, aber in weiten Teilen aus Parasitologie besteht. Arsch mit Habillitation bleibt Arsch.