Stabiles Netz? Haben wir, Ausfälle hab ich 1x alle 2 Jahre mal ganz kurz.
Noch.
Wenn es heißt das günstigere Energie die Energiewende nicht beschleunigt, dann will ich sie nicht haben. Lieber arbeite ich etwas härter und schwitze auch mal bei 27°C statt die Klimaanlage anzufeuern aber bin mir dann sicher - weg vom Atomstrom und Kohle.
Das ist mir und vielen anderen sicherlich spätestens ab dem Punkt egal, wo man sich wegen der überstürzten Energiewende die Energie nicht mehr leisten kann. Dass wir eine Energiewende brauchen, ja - aber bitte dann, wenn sie massentauglich ist und nicht für stark steigende Preise sorgt.
Und ÖPNV und schwitzen - Klimaanlagen in Fahrzeuge zu verbauen ist keine Magie, aber LVB und DB kriegen das nicht gebacken xD LVB hat nur 30% der Straßenbahnen klimatisiert und gar keinen einzigen Bus. Natürlich schieben sich die Leute dann in die Autos, wer will denn durchgeschwitzt und stinkend auf Arbeit ankommen. Das ist aber keine wirkliche Geldfrage, sondern einfach nur Idioten die falsche Fahrzeugausstattungen bestellen.
Das ist sehrwohl eine Geldfrage, eine entsprechende Klimaanlage die leistungsfähig genug ist das Fahrzeug bei sich ständig öffnenden Türen noch kühl zu halten kostet richtig viel Geld.
Dann spielt der Platz eine Rolle - die Klimaanlage muss i.d.R. aufs Dach... Je nach Einsatzgebiet der Busse wirds da schon schwierig. Unsere Doppeldeckerbusse haben schon eine leichte Übergröße und dementsprechend keinen Platz aufm Dach.
Dann spielt der Energieverbrauch eine Rolle - die Klimaanlage will auch Strom haben, ergo wird der Tank bzw. die Batterie schneller leergenuckelt und im Falle von Dieselbussen sogar oft die Leistung beeinträchtigt, weil man im Sinne eines möglichst geringen Schadstoffausstoßes bei Stadtbussen i.d.R. die kleinsten Motoren kauft.
Dann spielt die Dummheit der Leute eine Rolle. Oder vielleicht auch Verzweiflung. Da so eine Klimaanlage in öffentlichen Fahrzeugen auch garnicht auf Eisschrank kühlen sollte (gesundheitliche Gründe), sondern eigentlich bloß ein paar Grad unter Außentemperatur, schwitzt man halt statt bei 34° bei 31° im Bus rum (einzig ältere Busse mitte der 2000er sind rollende Eisschränke - weils da noch egal war).
Wenn die Leute dann die Fenster aufreißen, gibts sowieso keine Chance mehr. Mal von den ganzen Fällen abgesehen, wo die Klimaanlage schlicht kaputt ist. Es gibt keine Fahrzeugreserven mehr, damit man "nur" wegen einer kaputten Klimaanlage einen Wechselwagen anfordern kann.
In Schienenfahrzeugen ist oftmals kein Platz für eine Nachrüstung da (insbesondere bei der U-Bahn). Und wenn, ist die Nachrüstung oft extrem teuer und technisch kompliziert.
Neue Fahrzeuge kauft man auch nicht mal eben von heute auf morgen... Kostet nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit.
Achja, die Wartungskosten sind auch ein Grund, wieso sich in der Vergangenheit häufig gegen Klimaanlagen entschieden wurde.
Das Problem lösen tun Klimaanlagen zudem insbesondere bei der U-Bahn nicht - sie verschlimmern es sogar eher. Die Hitze landet, oh Wunder, nämlich im Tunnel. Früher, wo es in den Tunneln noch nicht so viele Fressbuden und Klimaanlagen gab, wars nicht so warm...
Wegen Besenkammer - mimimi. Wer in Teilzeit arbeitet und aufstocken muss, der kann sich auf eine kurze Zeit mit so was zufriedengeben.
Schaue mal über den Tellerrand. Niemand, außer vielleicht arbeitende Lebensgefährtinnen/Ehefrauen, arbeitet freiwillig in Teilzeit. In aller Regel haben die Leute, die solche Jobs annehmen, keine Wahl. Und ich kaufe dir weiterhin nicht ab, dass du jemals mal auf Hartz IV angewiesen warst, zumindest für längere Zeit. Du weißt nicht, wie schnell einem das Jobcenter auf den Sack geht, wenn man "zumutbare" Jobangebote nicht annimmt.
Oft genug sind das eben niedrig bezahlte Jobs, die sonst niemand machen will.
Frag mal Studenten wie sie leben, kaum jemand hat da 45m²+ für sich alleine, die sind entweder in Wohnheimen untergebracht wo es wesentlich weniger ist oder in WGs wo man halt zwischen 12 und 25m² hat im Zimmer und das wars.
Buhuhu, die armen Studenten. Die haben sich freiwillig dafür entschieden zu studieren. Was machen nur die Azubis gering bezahlter, nicht bezahlter oder gar kostenpflichtiger Ausbildungsberufe? FSJler? Unbezahlte Praktikanten?
Und wer studiert und dadurch später i.d.R. auch ne Menge Geld verdient soll sich ruhig an eine Zeit des Studiums mit wenig Geld erinnern. Viele vergessen nämlich, dass einem die Allgemeinheit das Studium zu großen Teilen finanziert hat - auch die Allgemeinheit, die nur gering oder normal verdient.
Wegen Bewohner die Sanierungen bezahlen sollen - klar bezahlt man das. Weil man drin wohnt. Der Immobilienbesitzer kann zwar den Wert der Immobilie dadurch steigern, aber den realen Nutzen haben davon nur die Mieter die drin wohnen. Das man es begrenzen sollte bis es abbezahlt ist - gerne. Aber wie die Immobilie saniert wird, ist immer noch die Sache vom Immobilienbesitzer, wenn der da Balkone will - kriegt er sie auch, wenn der einen Aufzug will - auch, warum nicht?
Der Eigentümer vermietet Wohnraum. Sein Eigentum. Der Mieter... mietet es. Wieso sollte der Mieter dann die Erhaltung/Aufwertung des Eigentums zahlen? Er mietet schließlich nur die Nutzung. Dann muss der Vermieter halt die Mieten halt so anpassen, dass Rücklagen für Bauarbeiten gebildet werden können.
Prinzipiell wärs mir latte, ob ich nachträglich einen Balkon oder einen Fahrstuhl bekomme, nur weil der Vermieter es so wünscht. Dann soll das aber bitte auch der Vermieter bezahlen und nicht der Mieter. Klar will jeder einen Balkon oder einen Fahrstuhl haben - wenn man die Leute dann aber fragt ob sie dafür bezahlen wollen und dauerhaft höhere Kosten in Kauf nehmen wollen siehts meist anders aus...
Wir bekommen endlich vernünftigen, modernen Wohnraum der in einem reichen Land eigentlich selbstverständlich ist.
Nochmal: "Modernen" Wohnraum kann man gerne bauen. Der kann dann gerne auch entsprechend teurer vermietet werden, sodass die entsprechend zahlungskräftige Kundschaft auf ihre Kosten kommt. Dem Rest, dem der technische Stand seiner Wohnung reicht oder der sich den modernen Wohnraum schlicht nicht leisten kann oder will, könnte seinen Wohnraum behalten. Was nicht möglich sein sollte ist, mit überflüssigen Modernisierungen gegen den Willen der Mieter die Mieten so hoch zu treiben, dass sich immer mehr Leute die Mieten nicht mehr leisten können und dadurch zunehmend mehr Mieter aus ihrem Zuhause verdrängt werden.
Und was definierst du denn als modernen Wohnraum? Da gehört ne zeitgemäße Heizungsanlage dazu. Oder mindestens doppelt verglaste Kunststofffenster. Ein halbwegs flotter Internetzugang. Und ein angemessen modernes Bad. Alles andere ist Luxus... Und daher absolut überflüssig.
Und ja, ÖPNV ist immer voll und nicht flexibel und nicht entspannt - aber es ist sicher, recht zuverlässig (wenn man nicht die DB nimmt, aber das ist ein Problem bei der DB, kein generelles Problem beim ÖPNV) und es ist gut für alle.
Wo ist der ÖPNV denn sicher? Fast täglich liest man von irgendwelchen Angriffen auf Fahrgäste oder Betriebspersonal. Der Vandalismus ist offensichtlich. Drogen- und Alkoholprobleme nehmen stark zu, die Probleme der Obdachlosigkeit schiebt man auch auf den ÖPNV ab. Zunehmend mehr Fahrgäste insbesondere in den Abendstunden benehmen sich in diverser Hinsicht gegenüber anderen Fahrgästen respekt- und rücksichtslos. Gegenseitiger Respekt bzw. gegenseitige Rücksichtnahme fehlt völlig. Dass die Leute mittlerweile auf U-Bahnhöfen rauchen ist auch völlig die Regel geworden. Wenn man die Leute auf ihr Fehlverhalten anspricht darf man froh sein nicht hinterher im Krankenhaus zu landen, sondern sich bestenfalls nur Beleidigungen anhören zu müssen.
Wo ist der ÖPNV denn zuverlässig? Das Auto funktioniert sehr viel zuverlässiger, du kannst ausweichen und bist nicht von Dritten direkt abhängig. Im ÖPNV darfst du nur hoffen, dass nicht unvorhersehbare Einflüsse und Störungen auftreten, die oftmals nicht mal durch das Verkehrsunternehmen beeinflusst werden können oder verursacht wurden - sondern oft genug durch die anderen Fahrgäste oder durch unvorhersehbare äußere Einflüsse.
Gut für alle? Sicher nicht. Ich stehe halt nicht drauf zwangsbeschallt zu werden, mit diversen Gerüchen auf engstem Raum belästigt zu werden, andauernd wegen unvorhersehbaren Einflüssen viel Lebenszeit zusätzlich aufbringen zu müssen. Jeden Tag mit Problemen belästigt zu werden die mich nicht interessieren, mir andauernd die Auswirkungen des Vandalismus anschauen zu müssen weil der Berliner Senat kapituliert hat und nicht mehr in der Lage ist Recht und Ordnung durchzusetzen.
Es gibt Leute denen ist das relativ egal - Mich belastet der ÖPNV insbesondere nervlich mehr wie der Autoverkehr, er kostet mir mehr Zeit und macht mich unflexibel.
Bevor man das Autofahren künstlich unattraktiv macht oder anfängt zu verbieten, sollte man eher mal die ganze überflüssige Fliegerei eindämmen und die Bevorteilung der Airlines bei Kerosin- und Mehrwertsteuer abschaffen, sodass ne Bahnfahrt auch günstiger sein kann. Die Steuervorteile beim Diesel abschaffen. Die Autobauer für ihren Betrug am Kunden bluten lassen - und nicht durch Fahrverbote und teure, selbst zu zahlende Umrüstungen die Kunden.
Und sich mal bewusst werden dass Deutschland den Klimawandel nicht alleine aufhält, angesichts der Wirtschaftsleistung eh nur einen verschwindend geringen Anteil am CO2-Ausstoß trägt und es daher absolut behämmert ist, ohne Rücksicht die Energiewende voranzutreiben.
Spartanus schrieb:
Das gilt für Leute wie mich die ÖPNV fahren wenn es möglich ist, aber es gilt nicht für allle.
Wie gesagt zur Schulzeit sind Leute deren Bus im 15 Minuten Takt kam, die einen kurzen Weg zur Haltestelle hatten und nur 30€ p.M. gezahlt hatten mit dem Auto gefahren sobald sie den Führerschein hatten.
Kann ich dir erklären: Ein Auto macht einen zu jeder Zeit extrem flexibel. Du hast deine Ruhe, du hast immer einen Sitzplatz und dir rückt keiner auf die Pelle.
Gewiss, ich habe zwar auch einen Führerschein, aber kein Auto. Dennoch würde ich, hätte ich eines, einen großen Teil meiner Wege mit dem Auto zurücklegen. Außer vielleicht, wenn ich nicht gerade in den Hauptverkehrszeiten unterwegs bin (= Bus und Bahn sind nicht zum Bersten voll), meine Ziele mit der S- und U-Bahn erreichbar sind (die sind in der Innenstadt nämlich zweifelsfrei schneller) und ich nicht schwer zu schleppen habe. Es gibt natürlich genug Fälle, wo der ÖPNV gegenüber dem PKW die bessere Wahl darstellt und wo ich persönlich auch eher den ÖPNV wie das Auto nutzen würde.