Wie gesagt, Krebserkrankungen etc die aufs Rauchen zurück gehen sollten nicht mehr von der GKV gezahlt werden. Dann werden einige Leute ganz arm dran sein, aber hey sie hatten die Freiheit zu rauchen.
Dann bin ich aber auch dafür, dass Sportverletzungen nicht mehr gezahlt werden. Das Risiko sich dort zu verletzen und dadurch der GKV Kosten zu verursachen ist auch ungemein höher als wenn man keinen Sport macht.Klingelts? Jeder macht irgendwas nicht so wie es perfekt wäre. Es gehört zum Leben und zur Freiheit dazu. Der eine treibt Sport, der andere lässt sich jedes Wochenende volllaufen, dann ernährt sich wer ungesund, einer raucht, der andere bringt Krankheiten aus dem Urlaub mit und wiederum ein anderer ernährt sich rein durch Koffein. Nur mal so als Beispiel. Und genau dafür ist ne Krankenversicherung da: Die Übernahme von Gesundheitskosten, die durch das alltägliche Leben nunmal entstehen. Niemand sollte sich anmaßen darüber zu entscheiden, was GUT und was SCHLECHT ist. Derjenige, der raucht, sich jedes Wochenende volllaufen lässt und dafür Sport treibt lebt zudem garantiert nicht gesünder wie jemand, der keinen Sport macht, (in Maßen) übergewichtig ist und dafür nie raucht oder säuft. Ich finde es eigentlich auch doof, anderen ihre Sportverletzungen und die Folgen von zunehmend gesellschaftlich akzeptiertem Alkohol- und Drogenmissbrauch zu zahlen. Trotzdem zahle ich meine Krankenversicherungsbeiträge - weil auch ich, wie so ziemlich jeder, meine Leichen im Keller habe. Ein viel, viel größerer Kostenfaktor ist hingegen, dass immer mehr Leute wegen jeder Kleinigkeit direkt zum Arzt rennen und sich für jeden Pups auch noch krankschreiben lassen.
Und genau deswegen will man hier im Land auch schöne energetisch sanierte Wohnungen haben die auch den Klimazielen gerecht werden. Bezahlt von den Bewohnern (egal ob sie es besitzen oder nicht, so ist das aktuell). Hier wird aber alles versucht um genau das zu verhindern - Wohnungen auf den Stand von 2019 bringen ist denen nicht recht.
Wieso sollten die Bewohner die Sanierungen bezahlen? In jeder anderen Branche ist es auch so, dass Eigentümer Werterhaltung bzw. Wertaufbesserung aus ihren EIGENEN Gewinnen zahlen lassen müssen. Dann müssen die Vermieter halt die Mietpreise leicht erhöhen und darüber IM VORNHEREIN Rücklagen für entsprechende Ausgaben bilden.Mal ganz abgesehen davon, dass nicht mal die Umlage das prinzipielle Problem ist. Die Probleme liegen darin, dass es gesetzlich erlaubt ist, dass die Umlage nicht nur auf die Sanierungskosten begrenzt ist, sondern weit darüber hinaus. Und dass die Mietsteigerungen teilweise auch absurd hoch ausfallen. Das Problem ist, dass die durch bspw. eine energetische Sanierung gerechtfertigen Mieterhöhungen selbst dann noch erhoben werden, wenn die Sanierungskosten schon längst abbezahlt sind. Und sich der Vermieter danach eine goldene Nase über eine Selbstverständlichkeit verdient. Wäre die Umlage zeitlich und in der Höhe auf die Kosten der Sanierung begrenzt, hätte man vielleicht kurzfristig steigende Mieten, hinterher aber wieder das normale Mietniveau. Neubauten während der Phase der höheren Durchschnittsmieten könnten entsprechend teurer und mit Spielraum nach oben gebaut werden, sodass auch unsere Luxusfraktion auf ihre Kosten kommt. Während die Bestandsmieten irgendwann wieder sinken würden.Aktuell treiben Sanierungen häufig einzig die Mietpreise selbst von Bestandsbauten dauerhaft nach oben - entsprechend gering ist die Akzeptanz, zurecht. Weil immer mehr Leute verdrängt werden, die sich die hohen Kosten zunehmend nicht mehr leisten können (sinkende Löhne bei der Masse gegenüber steigenden Kosten passt halt nicht unbegrenzt).
Das ist wichtig und wenn der Strompreis auf 0,35€/kWh steigt deswegen - who cares?! Hauptsache weg von der Kohle usw.
Mir sind ein stabiles Stromnetz und günstige Energie wichtiger. Mir bringt die tolle Energiewende nix wenn sie völlig überstürzt vollzogen ist, sie entsprechend teuer wird und ich aufgrund der gestiegenen Preise immer weniger von der Energiewende profitieren kann. Hey, wobei... Energiewende mal anders. Man macht einfach alles so teuer, dass die gut situierte bis reiche Minderheit weiterhin so leben kann wie sie will. Ganz nebenbei erzeugt man die geringere Umweltbelastung - weil die breite Masse sich nichts mehr leisten kann.
Ich sehe die fetten schwarzen Schichten aufm Balkon - so viel Dreck hatte ich in ner anderen Stadt in einem Monat dort gehabt (und es war normaler Staub), hier sieht es nach 3 Tagen so aus. Der Lärm von der Bundesstraße ist auch nicht ohne und wenn ich mir bei den Temperaturen wie heute ansehe wie die Leute da in ihren Autos schwitzen - lass die Karre doch ein mal stehen - nö, die stehen hier lieber im Stau und verballern Sprit mit Klimaanlagen.
Du ziehst an eine Haupt-/Bundesstraße und beschwerst dich über Lärm und Dreck?

Das ist ähnlich hohl wie an der Schönhauser Allee, der Skalitzer Straße oder der Gitschiner Straße zu wohnen und sich dann über den Lärm der U-Bahn zu beschweren. Konnte man ja nicht voraussehen, fährt dort ja erst 100 Jahre.

Dann zieh doch um. In einer Stadt an einer Hauptstraße zu wohnen und dann noch Stille und geringe Verschmutzung zu erwarten ist etwas weltfremd.

Und nur so als kleiner Tipp: Schwitzen tust du im ÖPNV genauso. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass du da nicht noch 100 andere Leute um dich herum hast.
[...]gegen die Geizkragen die alles verhindern wollen was uns allgemein gut tut weil es ja Geld kostet...
... Geld, dass zunehmend mehr Leute nicht mehr haben. Insbesondere, wenn man nicht im Alltag und auf die Altersvorsorge verarmen will.
Die Arbeitsagentur verwaltet aber auch ALGII aka Hartz4 was einem dann auch das aufstocken erlaubt. Musst halt nur eine passende (kleine) Wohnung suchen bei so was. 450€ warm für ne 32m² Wohnung (ja ist halt unter dem was eigentlich sein sollte, aber die gibt es halt auch) in Köln? Machbar.
Ich finde es krass daneben, dass du solche Besenkammern ernsthaft noch als würdig erachtest. 450€ für ne Besenkammer - ist dir bewusst, wie wenig 32m² für ne ganze Wohnung (d.h. mit Flur, Bad und Küche) ist? Und dafür dann noch 450€ warm? Man merkt, dass du vermutlich noch nie in solch einer Besenkammer gewohnt hast. Das ist kein Leben, sondern eingesperrt sein. Gewiss bin ich nicht der Meinung dass man nem Hartz IV-Empfänger übermäßig große Wohnungen zahlen muss, aber 32m² als akzeptabel im Falle eines Zwangsumzuges zu bezeichnen ist schon leicht verachtend.
ÖPNV geht vor die Hunde weil die Leute sich via Auto bewegen
Du, ich kann dir ne Menge Gründe dafür nennen, wieso sich die Leute lieber mit dem Auto in den Stau stellen anstatt ÖPNV zu fahren. Grob zusammenfassen tue ich dir die Punkte aber mal: Das Auto ist zuverlässiger, flexibler, entspannter, sicherer (nicht auf die Unfallhäufigkeit bezogen) und obendrein auch noch häufig schneller. Diese Punkte werden dem ÖPNV immer zum Nachteil bleiben. Die Leute zahlen nicht ohne Grund die hohen Kosten für den Betrieb eines privaten KFZ. Ich würde später auch lieber in eine kleine Wohnung ziehen, wenn ich mir dafür dann noch ein Auto (und zwar gewiss keinen Dodge Ram, sondern höchstens was Vernünftiges wie ein Polo mit 1,0L-Motor) leisten kann...Und das künstliche Unattraktivmachen des Autofahrens über absurde Parkgebühren oder Mautgebühren halte ich definitiv für das falsche Mittel. Warum? Weil das schlicht nicht fair ist. Warum? Weil sich damit mal wieder reiche Leute aus der Verantwortung ziehen können, während der kleine Mann(/Frau/Etwas) dafür bluten muss. Oder anders gesagt: Absurde Park- und Mautgebühren sorgen einzig dafür, die Zwei-Klassen-Gesellschaft nur noch weiter zu fördern. Während die Reichen weiter schön ihre großen, schweren und übermotorisierten Autos fahren dürfen, will man den Leuten mit durchschnittlichem Einkommen das Autofahren über den Geldbeutel quasi verbieten und sie zum ÖPNV zwingen? Also mal wieder nur Vorteile für die eh schon Bevorteilten?