Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

@don
Wenn das ein reines US Problem gewesen wäre hätte es uns nicht so getroffen...

Das ist falsch!
Es war ein reines US Problem, nur leider sind Banken weder hier und noch viel viel weniger in den USA reguliert. Die netten US Banken, haben nach dem sie 1,5 - 2 Jahre vor dem platzen der Blase erkannt haben, dass das irgendwann schief geht, ihre faulen Kredite mit anderen "Anlageformen" vermengt und diese wurden mit AAA Bewertung versehen, diese hübeschen neu verpackten Anlageformen, in denen diese faulen Kredite versteckt waren, wurden dann auf dem internationalen Finanzmarkt angeboten und man muss das leider so sagen auch bei uns in Deutschland gab es einen haufen Leute/Banker, bei denen Gier Hirn gefressen hat und die unbedingt an der Ralley in den USA mitverdienen wollten und die waren so blöd, wie fast alle auf der Welt, aber hauptsächlich Europäer und haben diese neuen hübschen Anlageformen millionenfach, mit den versteckten faulen Krediten gekauft. ergo hat die die USA ihre Spekulationsblase auf die ganze Welt verteilt. Hätten die damit alleine fertig werden müssen, wären da dutzende Banken pleite gegangen!
Aber wenn eine Blase in dieser gewaltigen Größe mal platzt und viele sind darin involviert, fällt halt ein Stöckchen nachdem anderen, bis es eine Lawine ist.
 
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Na bevor ich meine Bude beim Papa Staat miete (das unfähigste was wir hier im Lande haben aktuell), ziehe ich immer einen privaten Vermieter oder einen größeren Konzern vor.
Die staatlichen/öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften, und die Wohnungsbaugenossenschaften sowieso, machen hier in Berlin machen einen guten Job.

cryon1c schrieb:
Will man die Arbeitnehmer schützen, gibt es eine einfache Regelung (die auch so in anderen Ländern existiert): Wenn es einheimische Bewerber auf die Stelle gibt und sie qualifiziert genug dafür sind, bekommen sie den Job. Oder man macht es einfach nicht rentabel, Ausländer einzusetzen (hier wären auch die EU-Bürger enthalten). Ergo könnte eine Firma halt einen Ausländer einstellen, es würde sie einfach mehr kosten als ein Einheimischer der diese Stelle besetzt.
Einheimische Bewerber zu bevorzugen wäre vermutlich diskriminiend - es gibt halt das Recht der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. Ich finde die zunehmende Abschaffung der Soverinität einzelner Staaten und Grenzen zwar schei*e, leider wird darauf hingearbeitet, dazu gehört halt in logischer Konsequenz auch die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Die ist an sich auch nicht das Problem - eher, weil 1€ in der Währungsunion halt gleich viel wert ist, es jedoch deutlich unterschiedliche Niveaus bei Lohn und Sozialleistungen gibt.
 
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Das ist ja der Reiz an der EU - unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Steuern, Gehältern und Sozialleistungen. Man kann sich hier frei bewegen und sich alles aussuchen. Das sollten Deutsche halt nicht vergessen und sich nicht nur auf das eigene Land versteifen.
 
Das ist ja der Reiz an der EU - unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Steuern, Gehältern und Sozialleistungen. Man kann sich hier frei bewegen und sich alles aussuchen. Das sollten Deutsche halt nicht vergessen und sich nicht nur auf das eigene Land versteifen.
Eine Runde wünsch dir was für Reiche und Konzerne, während der Rest in die Röhre schaut und freiheitlich zusehen darf, wie sie über die Runden kommen. Das wird, wenn es da bald nicht EU-weit einheitlicher geregelt wird, der EU auch das Genick brechen.
 
Eine Runde wünsch dir was für Reiche und Konzerne, während der Rest in die Röhre schaut und freiheitlich zusehen darf, wie sie über die Runden kommen. Das wird, wenn es da bald nicht EU-weit einheitlicher geregelt wird, der EU auch das Genick brechen.

Das ist nicht für reiche Leute und Konzerne gedacht, das ist für ALLE da.
Deswegen können Leute sich frei bewegen und sich verwirklichen ohne sich mit Arbeitsvisum usw. rumzuprügeln und andere Probleme zu haben. Die wohlhabenden hatten das schon immer, die hatten immer Konten in der Schweiz und waren am reisen, hatten Wohnungen und Villen überall wo sie wollten.
Jetzt kann jeder ohne Zeitaufwand und zusätzliche Gebühren überall hin und dort weitermachen wo es ihm gefällt.

Als jemand der selbst eingewandert ist und den Papierkrieg kennt usw. begrüße ich die EU und will so wenig Hürden für Leute wie möglich. Aber Einheimische bei den Jobs bevorzugen wäre trotzdem drin, das verhindert ja nichts, stärkt nur den Markt im eigenen Land.
Die gleichen Chancen die ich bekommen habe (und zwar mehrere Sprachen lernen, in Ruhe und Wohlstand leben und ordentlich Geld zu verdienen) soll jeder in der EU haben.
Über kurz oder lang werden sich die Länder finanziell etwas mehr angleichen, natürlich wird es nach wie vor reiche und arme Länder in der EU geben, aber wenn man sieht was Polen so geschafft hat in kurzer Zeit und wie der Osten richtig vorangeht, ist das nur eine Frage der Zeit. So was geht halt nicht in 5 Jahren.
Übrigens haben wir hier von der EU am meisten profitiert, wir sollten die letzten sein die sich aufregen.
 
Eine Runde wünsch dir was für Reiche und Konzerne, während der Rest in die Röhre schaut und freiheitlich zusehen darf, wie sie über die Runden kommen. Das wird, wenn es da bald nicht EU-weit einheitlicher geregelt wird, der EU auch das Genick brechen.
Besser könnte man es nicht ausdrücken.
In mir schwirrt halt das "Wie?", wie man innerhalb der EU die Löhne und insbesondere bestehendes Kapital (ohne es zu bevorteilen) ansatzweise gerecht angleichen könnte. Das halte ich für eine Unmöglichkeit.

Ich lehne es, muss ich dazu sagen, allerdings strikt ab, die Souverenität der einzelnen Staaten anzugreifen oder gar auf "Vereinigte Staaten von Europa" hinzuarbeiten. Speziell sowas wie eine Arbeitslosenversicherung auf EU-Ebene fänd ich nicht witzig. Die würden Angleichungen auch nicht ermöglichen, reiche EU-Länder aber stark benachteiligen.
 
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So?
Double Irish With a Dutch Sandwich – Wikipedia
Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Da geht es nicht um Popelkram wie Reise- und Visafreiheit.

Das lässt sich leicht beheben. Und das ist gar kein wirkliches Problem. Unternehmen die das machen, finden immer einen Weg die Steuern zu sparen und sie betreiben richtige Lobbyarbeit.
Uns geht es auch ohne die Steuereinnahmen von diesen Unternehmen hier verdammt gut, wir schwimmen in Geld (und das nicht nur dank EZB).
Das sieht natürlich jeder anders, aber die EU insgesamt ist extrem wichtig und bringt vor allem Deutschland massive Vorteile und diese werden jedes Jahr besser. Nur betreffen sie halt nicht alle sondern sie betreffen die Leute, die damit umgehen können und wollen.
 
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Für Reiche, Wohlhabende und Unternehmen vielleicht.

Na was wurde denn schlechter für normale Leute, die Mittelschicht?

Die EU hat Probleme auf einer ganz anderen Ebene, Brexit hier, Flüchtlinge absaufen da und so weiter, an denen müssen wir noch arbeiten, aber für die eigene Bevölkerung ist die EU das beste was seit langem passiert ist in dieser Region (und hier ist schon alles mögliche passiert inklusive 2 Weltkriege).

Reiche und Unternehmen hatten alle die Freiheiten die sie gebraucht haben schon vorher. Nun haben sie auch die normalen Bürger.
 
Nur betreffen sie halt nicht alle sondern sie betreffen die Leute, die damit umgehen können und wollen.
Schöne Umschreibung davon, dass es in der EU immer mehr gibt, die davon eben nicht profitieren und mitgenommen werden. Von der, allen vorran von Deutschland betriebenen, Prekarisierungs- und Verarmungspolitik in den südlichen EU-Staaten mal gar nicht zu sprechen. Und dann wundert man sich, warum dort EU-feindliche Parteien so zulauf bekommen und in Frankreich der FN von Wahl zu Wahl mehr Zustimmung.

PS:
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Der normale Bürger kann keinen Zweitsitz in Dublin anmelden und dann Steuern sparen.

Der normale Bürger kann selbst überall hin wo die Steuern niedrig sind. Willste auf Madeira - bitte sehr, keiner hält dich auf, keiner fragt nach, bist du ne Weile dort - kannste dort auch deine Steuern zahlen. Ansonsten braucht der normale Bürger so was nicht. Spitzenverdiener vll. die eh schon richtig Steuern zahlen.
Die EU erlaubt es mir billig zu reisen, überall zu arbeiten, Spaß zu haben und mich so zu entwickeln wie ich es will und nicht wie irgendwelche Behörden es haben wollen.
Das versteht jemand der nur 1x pro Jahr in den Urlaub fliegt und sich nicht mal außerhalb der Touri-Gebieten bewegt natürlich nicht.
EU in der aktuellen Form bietet jedem sehr geile Chancen das zu machen was ihm Spaß macht und nebenbei ordentlich Geld zu scheffeln, dort wo man eben will. Schade das der Brexit stattfindet, aber die Inselbewohner sind schon manchmal seltsam.
 
Weil es gestern um den Eigenbedarf ging. Der BGH hat dazu aktuell entschieden: BGH: Haertefaelle bei Eigenbedarf genauer pruefen - Wirtschaft - Sueddeutsche.de

Mangel an Ressourcen

Was aber sogar zu deutlich mehr Kreativität und Erfindergeist geführt hat.
Man konnte vieles nicht kaufen, also wurde das halt selbst gebaut. Damals haben die Jugendlichen auch ihre Mopeds noch selbst zusammengebaut und "übertaktet".

Auch wurde damals noch deutlich mehr repariert als heute.

Das versteht jemand der nur 1x pro Jahr in den Urlaub fliegt und sich nicht mal außerhalb der Touri-Gebieten bewegt natürlich nicht.

Einige währen froh, wenn sie sich überhaupt eine Flugreise im Jahr leisten könnten.
 
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Auch wurde damals noch deutlich mehr repariert als heute.
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:D
 
Demokratischer Sozialismus ist ja auch kein "reiner" Sozialismus,

Mir wäre der Ausdruck nicht als allgemein feststehende Bezeichnung bekannt und wenn du ihn hier für einen sozialen Kapitalismus verwendest, dann ist das sicherlich alles andere als selbsterklärend. Um nicht zu sagen falsch und irreführend.


Gaaaaanz dünnes Eis.:D

Lobbyismus ist per se nicht schlecht, er ist sogar notwendig, damit eine Demokratie für alle funktioniert.
Wenn die Lobby aber fast ausschließlich aus der Wirtschaft und Industrie besteht, läuft eben etwas falsch.

Lobbyismus ist eine privat zu finanzierende Aktivität und damit im Kapitalismus automatisch etwas, dass zum überwiegenden Teil Wirtschaft und Industrie betreiben. Da läuft im Sinne des Systems nichts "falsch", da läuft alles auf dem vorgegebenen Weg. Und der hat mit Demokratie und deren Funktion rein gar nichts zu tun, sondern dient explizit der Aushebelung demokratischer Prozesse.


Wenn man keine Argumente hat, muss man persönlich werden, ist schon klar!

Das kommt von dem, der gestern noch Drohungen ausgesprochen hat?


Wer erinnert sich noch an die innovationslose Sowjetunion, die eine führende Industrienation geworden ist trotz Millionen Toter im zweiten Weltkrieg? Diese verfluchten Kapitalisten waren sogar als erste Menschen im All. :ugly:

Ah und das Argument "menschliche Spezies": Glaubt irgendjemand, dass heutzutage irgendwelche Naturvölker auch auf Gewinnmaximierung aus sind? Oder ist es vielleicht eher so, dass wir so erzogen werden und es eben nicht immer unsere "menschliche Natur" war?

Die Sowjetunion ist auch am Egoismus kaputt gegangen und hat die herausragenden Leistungen an wenigen Stellen mit viel Aufwand bezahlen müssen, der an anderer Stelle bitter gefehlt hat. Die Erziehung in der kapitalistische Individualgesellschaft fördert Konkurrenzkampf und Vernichtung anderer zwecks eigener Gewinnmaximierung, aber die Prozesse findet man auch in Gesellschaften mit explizit anderem Erziehungsziel. Je kleiner der Maßstab, desto stärker werden sie meist durch sozialen Druck unterbunden, aber selbst bei den erwähnten Naturvölkern finden sich mehr als genug Beispiele. Arbeitslast, Zugang zu Rausch- und Genussmitteln, nicht selten auch Sexualität und ab Gruppengrößen von einigen 100 Mitgliedern in der Regel auch Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen in Krisen- und Krankheitszeiten skalieren fast immer mit Macht. Oder anders gesagt: Wer die Möglichkeit hat, sorgt dafür, dass es ihm selbst besser geht.


Weil es gestern um den Eigenbedarf ging. Der BGH hat dazu aktuell entschieden: BGH: Haertefaelle bei Eigenbedarf genauer pruefen - Wirtschaft - Sueddeutsche.de

Nur ein Urteil zu "was ist ein Härtefall". Das Problem ist die Kündigung als solche. Maximaler Schutz in Deutschland ist ein Jahr (und das auch erst nach einem Jahrzehnt), was absolut lächerlich ist. Wenn ich mir eine vernünftige Einbauküche leiste, dann ist die erst nach 10-20 Jahren abgeschrieben. Aber der Vermieter darf meine Investition mit einem Fingerschnipsen in Sägemehl verwandeln. Sollte ich die Frechheit haben, schon nach knapp fünf Jahren nicht mehr im Dreck leben zu wollen, sogar binnen 3 Monaten. Das reicht in angespannten Wohnungsmärkten nicht einmal um eine neue brauchbare Wohnung zu finden.

Was aber sogar zu deutlich mehr Kreativität und Erfindergeist geführt hat.
Man konnte vieles nicht kaufen, also wurde das halt selbst gebaut. Damals haben die Jugendlichen auch ihre Mopeds noch selbst zusammengebaut und "übertaktet".

Auch wurde damals noch deutlich mehr repariert als heute.

Als "mehr Kreativität und Erfindergeist" würde ich das nicht bezeichnen. Es waren einfach ganz banal Arbeits- und Werkstattzeit sowie Werkzeug für viele spottbillig und fertiges unerschwinglich. Es war auch im Osten möglich, sich einen Käfer oder gar einen BMW oder Citroen zu kaufen. Konnte sich halt nur niemand leisten. Umgekehrt hat keiner was gesagt, wenn man ein paar Arbeitsstunden privat an der Fräse gestanden und sich ein neues Teils fürs Moped gedrechselt hat. Natürlich auch volkseigenem Rohmaterial. Ich kenn Leute, die hatten Probleme Rostschutzfarbe zu finden die gut auf Edelstahl haftet, weil man den ja normalerweise nicht vor Rost schützen muss. Aber die neuen Regenrinnen vor neugierigen Blicken schon :ugly:

Einige währen froh, wenn sie sich überhaupt eine Flugreise im Jahr leisten könnten.

Viele wären froh, wenn sich NUR einige Flugreisen leisten könnten...
 
Lobbyismus ist eine privat zu finanzierende Aktivität und damit im Kapitalismus automatisch etwas, dass zum überwiegenden Teil Wirtschaft und Industrie betreiben. Da läuft im Sinne des Systems nichts "falsch", da läuft alles auf dem vorgegebenen Weg. Und der hat mit Demokratie und deren Funktion rein gar nichts zu tun, sondern dient explizit der Aushebelung demokratischer Prozesse.
Und was willst du dagegen machen?
Lobbyismus komplett abschaffen ist keine Lösung.:schief:
 
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