Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Wobei schon krass ist, wie überteuert die Wohnungen teilweise sind, was jetzt so richtig auffällt, wenn die Vermieter in die Wohnungsanzeigen schreiben, wie viel sie gerne für eine Wohnung hätten, wenn die Mietendeckel ausläuft.
Nämlich in diesem Bsp. unglaubliche 65% als fast 2/3 mehr.

https://www.immobilienscout24.de/expose/120025807#/ schrieb:
Hinweis zum Mietendeckel:

In dem Mietvertrag wird eine Nettokaltmiete in Höhe von 799,64 Euro vereinbart.


Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass vor dem Hintergrund des Berliner Mietendeckels während des Geltungszeitraums des MietenWoG Bln lediglich eine Nettokaltmiete in Höhe von 484,25 Euro gefordert und entgegengenommen wird.

Die im Mietvertrag vereinbarte Nettokaltmiete in Höhe von 799,64 Euro wäre dann vollständig zu zahlen, wenn sich die Verfassungswidrigkeit oder sonstige Nichtigkeit des MietenWoG Bln, ganz oder teilweise im Hinblick auf die für die Miete nach dem MietenWoG Bln relevanten Teile, erweisen sollte, dass MietenWoG Bln endet, außer Vollzug gesetzt wird oder in sonstiger Weise außer Kraft tritt.


Bei einer Verfassungswidrigkeit oder sonstigen Nichtigkeit des MietenWoG Bln, ganz oder teilweise im Hinblick auf die für die Miete nach dem MietenWoG Bln relevanten Teile, würde der Vermieter die Differenz zwischen der im Mietvertrag vereinbarten Miete und der nach dem MietenWoG Bln zulässigen Miete seit dem Beginn der Pflicht zur Zahlung der Miete nachfordern.
 
Betrifft aber meines Wissens vorallem die ländlichen Gebiete. Bedingt durch Wegzug, Überalterung oder weil die Leute die dort wohnen, täglich "ewig" unterwegs sind, um zur Arbeit zu kommen und sie dann eben im Einsatzfall nicht schnell vor Ort sein können.

Wachsen und Schrumpfen von Staedten und Gemeinden

Es gibt viele Mechanismen, die dazu führen. Aber die Grundtendenz ist eigentlich immer, dass die Leute mehr mit sich beschäftigt sind und weniger Lust haben, etwas für die Gemeinschaft zu tun. "Wegzug", "Überallterung" und "ewige" Pendelentfernungen sind doch nichts weiters als Umschreibungen für "die meisten suchen sich einen Job, in dem sie mehr verdienen, auch wenn sie das aus dem Sozialgefüge ihrer Heimat reißt".
 
Wobei viele froh sind, wenn sie überhaupt einen passenden Job finden. Und auch da sind 30-50 km, also etwa eine Stunde fahrt, zur Arbeit keine Seltenheit.
 
Wobei schon krass ist, wie überteuert die Wohnungen teilweise sind, was jetzt so richtig auffällt, wenn die Vermieter in die Wohnungsanzeigen schreiben, wie viel sie gerne für eine Wohnung hätten, wenn die Mietendeckel ausläuft.
Nämlich in diesem Bsp. unglaubliche 65% als fast 2/3 mehr.

Was heißt schon überteuert. Die Mietendeckelmiete ist doch vollkommen willkürlich festgelegt worden. Ausgangsbasis vor einigen Jahren, Lage und Bausubstanz kaum relevant. Das hat doch mit der Realität nichts zu tun. Ich habe mir die Bude mal angesehen. Günstig ist sie nicht aber die kostet zum Kauf locker 220.000 bis 250.000 €. Da kommt die Kaltmiete dann schon ungefähr hin. Das entspräche ca. 25 Jahren bis sich das Ganze amortisiert wenn man jetzt mal Instandhaltung, Kaufnebenkosten und Zinsaufwändungen aus der Betrachtung heraus lässt.

Früher war das die übliche Daumenregel bis wann sich eine Immobilie armotisiert haben sollte. Wenn der Zuzug unvermindert anhält und das Angebot knapp ist und zudem die Rahmenbedingungen im Geldsystem sind wie sie sind, dann werden m.E. die Preise eher noch einen Tacken rauf gehen, außer durch Gewerbepleiten entsteht viel Leerstand.
 
Bloß die Mieten muss man sich auch trotz gutem Gehalt leisten können.
Ich hatte jetzt eine gesehen, mit 1278 € Warm Miete. Da stand dann aber noch als Anmerkung dabei stand, dass mindestens mindestens das dreifache der Warmmiete als Nettoeinkommen vorausgesetzt wird. Also 3834€ Netto!! So viel hätte ich dann nicht mal Brutto.

Ich hab mal in die Besoldungstabellen geschaut, da wäre eine A13 Stufe 6 nötig.
Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst

Wer hat das schon?
 
Was du da siehst ist ein Vermietermarkt auf dem man mangels Preiserhöhung nun halt andere Kriterien genommen werden um die Anlage möglichst stabil zu finanzieren. -> Auch wenn die Mieten gedeckelt sind werden die Vermieter möglichst solvente Mieter bevorzugen. Dadurch alleine ändert sich so ziemlich garnichts. Ausser dass die die sich auch die höhere Miete leisten könnten nun günstiger wohnen.
Öffentlicher Dienst/Beamtentum nennen manche auch gesicherte Armut.
EG13 im lokalen Metalltarif würde das genannte Nettogehalt schaffen. Das haben auch nicht soo wenige aber natürlich nicht jeder.
Tariftabellen Metall- und Elektroindustrie
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit A9 wirst du in München auch nicht mehr viel übrig haben und A9 ist das Ende des mittleren und der Anfang des gehobenen Dienstes!
 
Der Vorschlag wieder Sozialwohnungen zu bauen kann ich auch durchaus etwas abgewinnen. Sogar Monaco hat sowas.
Aber die Vorstellung man könnte (Klein- wie Groß-)Anleger mit Gesetzen zu privaten Trägern von sowas machen ist halt absurd. Genau das erträumt man sich mit dem Deckel aber.

(Ausnahmen bestätigen die Regel)
 
Natürlich kann man das. Nur mit anderen Regelungen. Man verlangt einfach, dass bei jedem Bauprojekt 25-30% der Wohnungen Sozialwohnungen sein müssen und diese dann 50 Jahre als solche gebunden werden.
 
Natürlich kann man das. Nur mit anderen Regelungen. Man verlangt einfach, dass bei jedem Bauprojekt 25-30% der Wohnungen Sozialwohnungen sein müssen und diese dann 50 Jahre als solche gebunden werden.
Glaubst du ernsthaft, dass dann noch groß gebaut wird?
Das Geld wird dann in andere Anlagen investiert.
 
Ist bestimmt nach deinem Geschmack

Die geheimen Eigentuemer


Zitat

"Aus den Geschäftsberichten der Luxemburger Firmen errechnet er gemeinsam mit Penke, wie hoch der Gesamtumsatz aus den Mieten und Verkäufen der tausenden Berliner Wohnungen der Pears-Unternehmen ist. Für das Jahr 2017 seien das 49 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum habe Pears aber nur rund 180.000 Euro Steuern angegeben.

Wie geht das?

Der Trick ist simpel: Ein Mietshaus in Berlin gehört einer Objektgesellschaft. Gewinne fallen aber hier nicht an. Die Firma hat auf dem Papier einen Kredit von einer anderen Firma desselben Unternehmensgruppe und muss so hohe Zinsforderungen an die Muttergesellschaft bezahlen, die im Ausland sitzt, vorzugsweise in einem Steuerparadies. Im Fall der Luxemburger Pears-Firmen hat Trautvetter anhand der Jahresabschlüsse errechnet, dass über 17 Millionen Euro Zinszahlungen aus Luxemburg über Zypern Richtung British Virgin Islands fließe. So bleiben trotz der vielen Mieteinahmen in Deutschland kaum Gewinne übrig, die hier versteuert werden müssten."



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Wem gehoert die Stadt? - correctiv.org
 
In vielen Großstädten werden Immobilien zur Geldwäsche genutzt. Allein in Hamburg sollen es 10% sein.
Artikel: Gewaschene Preise — BDK: Bund Deutscher Kriminalbeamter

https://www.kripo-akademie.de/lv/hamburg/artikel-gewaschene-preise schrieb:
Geldwäscher schauen nicht auf den Preis

Das sind 25 Milliarden Euro. Ein Viertel dessen, was laut Bussmanns Studie an Geld gewaschen wird. Und 25 Milliarden Euro mehr, die die Preise von Immobilien und in der Folge auch Mieten in die Höhe treiben. Kriminelle, die ihr Geld waschen wollen, schauen nicht auf den Preis. Schließlich wollen sie viel Geld loswerden.

Eigenartig nur, dass in den Hamburger Immobilienmarkt kaum ein Krimineller zu investieren scheint – zumindest, wenn man Zahlen aus der Strafverfolgung betrachtet.

Auf Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft Hamburg mit, dass es in der Hansestadt zwischen Januar und November 2018 nur ein einziges Justizverfahren zu Geldwäsche im Immobilienbereich gegeben habe. Zu den letzten fünf Jahren könne man „mangels entsprechender Statistik” nichts sagen.

Wem gehoert Hamburg? | correctiv.org
 
Zuletzt bearbeitet:
Glaubst du ernsthaft, dass dann noch groß gebaut wird?
Das Geld wird dann in andere Anlagen investiert.

Wird doch heute schon. Dafür ist das Projekt dann ja auch gefördert, entweder durch billigeren Grunderwerb (wenn das Grundstück der öffentlichen Hand gehört) und bessere Finanzierungskonditionen. Nur dafür muss man halt auch Wohnungen bauen und das will Berlin ja nicht.
 
Die Privaten haben einfach versagt wie man nur versagen kann.
Wenn der Mietendeckel einmal da ist, rechtlich sicher, wird er auch nicht wieder gehen.
Das kann sich am Ende kein Politiker leisten. Über Investitionen sollte man sich keine Sorgen machen,
man wird mit den Wohnungen immer gewisse Margen haben und mit der Nachfrage nach Berliner Wohnungen ist das auch sicheres Einkommen.
 
Die Privaten haben einfach versagt wie man nur versagen kann.
Wenn der Mietendeckel einmal da ist, rechtlich sicher, wird er auch nicht wieder gehen.
Das kann sich am Ende kein Politiker leisten. Über Investitionen sollte man sich keine Sorgen machen,
man wird mit den Wohnungen immer gewisse Margen haben und mit der Nachfrage nach Berliner Wohnungen ist das auch sicheres Einkommen.
Das ist langfristig falsch, da die Preise für die Unterhaltung steigen werden. Zudem werden dann Eigentümer darüber nachdenken, daraus Eigentumswohnungen zu machen oder Eigenbedarf anmelden.
 
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