Naja andere Firmen werden ja auch nicht beim Geld machen behindert. Daimler scheffelt hier auch Geld ohne Ende, geht da wer dagegen demonstrieren?
Öhm - ja. Demonstrationen gegen Abzockerfirmen sind keine Seltenheit. Spätestens wenn es zu Lasten anderer geht, ist schnell die Kacke am Dampfen. Im Falle von Daimler wäre die Profitmaximierung in Sachen Abgasreinigung ein Beispiel, bei dem auch du mitbekommen haben solltest, dass 1-2 Leute wenig begeistert waren.
Edit: @ruyven_macaran
Mieterschutz ist schön und gut, wenn der durchdacht ist. Ist er nicht.
Das schrieb ich auch so.
Und Gentrifizierung ist an sich kein großes Thema.
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Wenn man in der Stadt halt entsprechend viele Besserverdiener hat die so leben wollen, darf man sie nicht in Sozialwohnungen stecken sondern muss denen auch entsprechend viel bieten - sie lassen auch sehr viel Geld in der Stadt in der sie leben.
Es geht nicht um Besserverdiener und wo deren Geld bleibt (in aller Regel nicht in der Stadt, denn weder Apple noch die Luxussanierer haben ihre Firmensitze in z.B. Berlin), es geht um die Normalverdiener, bei denen Schaden in der Größenordnung von 5-10 Jahresrücklagen verursacht wird.
Es muss einfach viel mehr gebaut werden.
Klar. Weil wir ja keinerlei Probleme mit Flächenversiegelung haben und Geld sowie Energie auf Bäumen wachsen, bauen wir einfach immer 20% Überschuss
Airbnb & co finde ich z.B. extrem wichtig als jemand der auf Conventions arbeitet.
Das du Dinge, die für dich einen Vorteil darstellen auch dann befürwortest, wenn zahlreiche Menschen darunter leiden müssen, ist bekannt...
Und Speckgürtel mit 80km Reichweite? Das ist kein Speckgürtel mehr, das ist auf dem halben Weg zum nächsten Bundesland.
Wenn dir das Wort nicht passt, melde dich bei Ministerien, Zeitungen, Duden & Co und schlage ein besseres vor. Aber das ist es, worum es hier geht und zumindest ich lass mich nicht auf etymologische Ablenkungsmanöver ab.
Speckgürtel ist das wo man innerhalb von Minuten in der Stadt ist, aber trotzdem außerhalb wohnt, inklusive einer weiteren ÖPNV-Verkehrszone (höhere Preise) usw. Berlin ausgenommen, aber Berlin ist ja auch extrem breit gebaut, nicht hoch.
Keine Ahnung, wie man nach eigener Aussage soviel rumkommen und doch so wenig mitbekommen kann. Der ÖPNV in Deutschland hat zwar ein Problem mit zeitlicher und räumlicher Dichte, aber nicht mit Reichweite. Ich kann mit zwei-drei Tickets von Frankfurt nach Bayreuth fahren, weil sich die ÖPNV-Zonen überlappen...
Und Berlin mit seinen oft 5-6 stöckigen Altbauten, zahlreichen hohen Plattensiedlungen und vergleichsweise wenigen Einfamilienhäusern als "breit gebaut" zu bezeichnen ist wohl der pure Hohn. Berlin ist die Gemeinde mit der dritthöchsten Einwohnerdichte in Deutschland überhaupt.
Mehr als Doppelte vom Tal der Ahnungslosen.
Das Gleiche Argument könnte man auch bei denjenigen Leuten bringen, denen die durchaus zusätzliche Umweltbelastung durch den städtischen Individualverkehr gesundheitliche Probleme bereitet. Auf dem Land existiert das Problem nicht so sehr...
Bezüglich auf den
innerstädtischen Verkehr kann man das durchaus. Eine Stadt ganz ohne geht nicht, wo viele Menschen leben ist auch viel los. Ich würde aber schätzen, dass 90-95% des Verkehrs in den Städten auf Leute von außerhalb zurückgeht. Also genau die Arschllöcher, die ins Grüne ziehen, weil sie es sich leisten können, aber dennoch die Vorteile der Stadt nutzen wollen und dadurch die Bedingungen für alle anderen noch schlechter machen.
Mitmenschen schön und gut, aber an gewisse Sitten und Gepflogenheiten darf sich gehalten werden. Ich rede nicht davon, dass mich solche zweifelsfrei nervigen Dinge wie ein hohes Fahrgastaufkommen zu Stoßzeiten, Kindergartengruppen, Schülergruppen oder schreiende Kleinkinder, halt völlig normale Dinge im Zusammenleben mit Mitmenschen, so grundlegend stören, dass ich nicht den ÖPNV nutzen würde, hätte ich die Wahl. Was mich stört ist das zunehmende Fehlverhalten und die Ansicht, dass jegliches Fehlverhalten normal sei und zu tolerieren ist.
Das ist nur leider, leider normal und eigentlich nicht zu tolerieren. Aber es ist eben kein Problem des Nahverkehrs, sondern ein Problem der Gesellschaft als solches. Und deswegen ist es auch nicht durch kein-ÖPNV aus der Welt, nicht einmal für die priveligierte Minderheit, für die ständiges Privatfahren machbar wäre. Selbst als 30-m²-Straße-für-sich-beanspruche bekommt man seine gehörige Portion durch das Verhalten der anderen Panzerfahrer ab und die gleichen Leute, die einen in der Bahn konzentriert nerven, sind auch zu Fuß eine Zumutung, der man in der Stadt kaum entgehen kann.
Leider sind Lärmbelästigung und kleine Sachbeschädigung in Deutschland genauso straffrei wie das Zuparken von Fahrspuren, Umweltverschmutzung oder Steuerhinterziehung.
1400€ Kalt(!)miete ist ebenso übertrieben hoch wie 458€ für 70m² zugegeben recht wenig sind. Besonders bei Modernisierungen, die alle völlig normal sind und zur zeitgemäßen Anpassung gehören. Vorallem sind 1400€ so dermaßen viel, dass selbst in einem Haushalt mit zwei durchschnittlichen Verdienern die Miete viel zu viel vom Gehalt auffrisst, bei Haushalten mit einzelnen Verdienern erst recht. Erschwerend kommen die hier in Berlin oftmals recht geringen Gehälter und die zunehmende Anzahl an sozialhilfebedürftigen Menschen hinzu. 458€ ist für die breite Masse bezahlbar und auch im Rahmen des Jobcenters, 1400€ ist schon die Miete eines Besserverdieners mit über 4000€ Nettogehalt (schließlich wird es als ungünstig bewertet, mehr wie 1/3 seines Nettolohns fürs Wohnen auszugeben).
2016 wurde für Berliner Familien (70 m² sind für Singles nunmal Luxus) ein mittleres Einkommen von 3230 €
angegeben. Wären also rund 1100 € Miete, die nach der Drittelregelung okay wären, wobei ich solche Faustformeln für komplett ungeeignet halte. Essen, Kommunikation und Verkehr werden schließlich nicht teurer, nur weil man mehr verdient. Einkommensschwache Haushalte können da nur wenig mehr sparen als reiche und haben dementsprechend weniger für die Miete übrig.
Wiegesagt, dass Modernisierungskosten umgelegt werden können halte ich eigentlich für tolerabel
Genau das ist in meinen Augen absolut untolerabel. Eine Aufwertung kann man umlegen - wenn Mieter ein Vetorecht haben, wenn sie die gar nicht wollen. (Ich kenn Berliner, die haben jetzt den dritten Balkon binnen 20 Jahren. Und schon der erste war ihnen vollkommen recht und er war auch nicht baufällig.) Aber es wird nicht der Nutzwert einer Modernisierung umgelegt, sondern eben deren Kosten. Das heißt der Mieter bezahlt nicht seinen Mehrwert, sondern er bezahlt die Wertsteigerung des Eigentums des Vermieters.
Man stelle sich mal vor, ein Autovermieter holt den Wagen nach zwei Tagen wieder ab, baut einen größeren Motor ein und legt die Kosten zu 100% auf den Mieter um - den würde jeder für verrückt erklären und das Weite suchen. Aber ein Wohnungsmieter kann nicht mal eben so und vor allem nicht ohne erhebliche Kosten umziehen. Den kann man dazu zwingen, einem Werte zu schenken. Wenn die Mafia das macht, nennt man es "Erpressung" - wenn es Vermieter machen "normal".
Nicht ganz. Niemand wird vertrieben durch erhöhte Wohnqualität.
Ach ne? Wer die höhere Miete nicht zahlen kann, darf bleiben? Wäre mir und zahlreichen (zwangs)geräumten komplett neu, was du hier behauptest.
Und survivorship bias trifft hier nicht zu. Ich bin nicht Mark Zuckerberg und auch nicht Merkel. Ich bin ein ganz normaler Mensch, der im IT-Bereich arbeitet
Also der Branche, die drei bis viermal höhere (Einstiegs-)Gehälter zahlt als andere?
sich eine Wohnung mietet wie die halbe Stadt hier und eine Dachterrasse habe ich nicht, noch nicht. Ich sehe aber wie massiv das Land hier wächst, wie die Gewinne aussehen, wie diverse Bereiche einfach explodieren und alles richtig vorangeht.
Was du nicht siehst: Bei wie vielen Leuten nichts, aber auch rein gar nichts von diese explodierenden Gewinnen ankommt.
Und den Niedriglohnsektor für wen? Für Bulgaren die hier auf der Baustelle rumlaufen oder für Rumänen die ausm LKW klettern? Ja, die verdienen richtig wenig. Komischerweise meckern die aber nicht über Mieten in Berlin, die sind nicht zu sehen. Da meckern wohlhabende Einheimische.
Da meckern (u.a.) die, die früher die Jobs gemacht haben, für die heute ein Unternehmer noch günstigere Bulgaren rankarrt, während die Anwohner sehen müssen, was sie sich von HartzIV leisten können.
Eine Berliner Wohnung immer häufiger nicht. Einen Umzug aber auch nicht.