V2A im Kühlkreislauf?

Udel0272

Freizeitschrauber(in)
AW: V2A im Kühlkreislauf?

:klatsch: Man beachte meine beiden AquaGra FX G80:schief:

Stimt auch Danke.



Wo hab ich nur mein Kopf gelassen?
 
AW: V2A im Kühlkreislauf?

"Edelstahl" muss nicht V2A sein. Rein von der Farbe her würde ich bei den Watercool-Halterungen auf V4A tippen. Da sollte man imho vorher nachfragen, denn "Edelstahl" heißt noch lange nicht unter allen Bedingungen "rostfrei".
 
AW: V2A im Kühlkreislauf?

Und V2A genau wie V4A sind und waren nie offizielle Bezeichnungen ;).
Was umgangssprachlich als V2A bezeichnet wird ist 1.4301 (früher X5CrNi18-10) und was man landläufig V4A nennt ist 1.4401 (früher X5CrNiMo17-12-2).

Beides sind hochlegierte Chromnickelstähle die gegenüber normalen Korrosionsbedingungen an der Luft zusammen mit Wasser oder schwach sauren Medien relativ beständig. 1.4401 ist durch den Molybdän-Zusatz zudem lochfraßbeständig (bei chloridhaltigen Elektrolyten).

In einem Wakü-Kreislauf mit Korrosionsschutz ist beides normalerweise keine Problem - zumindest weit weniger als z.B. Aluminium. Beide Stähle passivieren und werden daher nicht angegriffen. Da sie aber ein elektrochemisches Potential gegenüber Kupfer aufbauen ist die Verwendung von Korrosionsschutz dennoch ratsam - aber das gibt allgemein.
 
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Wird schon klappen:ugly:

Und nebenbei die verbinder sehen ehr nach Vernickeltem Messing aus.

Und als Kählmittel verwende ich Dest. Wasser mit Kfz Frostschutz (welches genau weiss ich grad nicht).
 
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Mit Korrosionsschutz auch dann nicht ;). Es sei denn du meinst auf der Luftseite der Kontaktstellen.
 
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Und V2A genau wie V4A sind und waren nie offizielle Bezeichnungen ;).

"V4A säurebeständig" ist zwar keine metallurgische Bezeichnung, aber zumindest eine gängige Handelsbezeichung.

In einem Wakü-Kreislauf mit Korrosionsschutz ist beides normalerweise keine Problem - zumindest weit weniger als z.B. Aluminium. Beide Stähle passivieren und werden daher nicht angegriffen.

Also zumindest Seewasser mag V2A überhaupt nicht.

Da sie aber ein elektrochemisches Potential gegenüber Kupfer aufbauen ist die Verwendung von Korrosionsschutz dennoch ratsam - aber das gibt allgemein.

Die offizielle (und nach allen mir bekannten Erfahrungen unproblematische) Empfehlung für Watercools Stahl-Kupfer-Sandwhich (direkter Konakt inklusive) lautet nicht "Korrosionsinhibitoren", sondern "Eletrolyt, sauer" :ugly:
Was auch immer die verwenden dürfte die bessere Wahl gegenüber V2A sein.

Wird schon klappen:ugly:

Und nebenbei die verbinder sehen ehr nach Vernickeltem Messing aus.

Die dürften zu 99% aus vernickeltem Messing sein - aber was macht das jetzt für einen Unterschied?
 
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Also zumindest Seewasser mag V2A überhaupt nicht.
Wer bitte verwendet Salzwasser in der Wakü? :ugly:
Wie gesagt, bei Lochfraßgefährdung durch Chlorionen im Wasser nimmt man sowieso 1.4401 (V4A) ;).
1.4301 ist hingegen DER Feld, Wald und Wiesen "Edelstahl", aber Chloridlösungen bekommen ihm wie oben schon erwähnt überhaupt nicht. Hat aber auch werkstofftechnisch noch ein paar andere unschöne Eigenschaften ....

Die offizielle (und nach allen mir bekannten Erfahrungen unproblematische) Empfehlung für Watercools Stahl-Kupfer-Sandwhich (direkter Konakt inklusive) lautet nicht "Korrosionsinhibitoren", sondern "Eletrolyt, sauer" :ugly:
Was auch immer die verwenden dürfte die bessere Wahl gegenüber V2A sein.
Was ein sauerer Elektrolyt da bringen soll ist mir zwar schleierhaft, aber das haben unsere Korrosionstests ja bereits gezeigt - das Thema Korrosion ist so komplex wie Chemie selbst.

Jedenfalls bleiben auch Watercools Kühler korrosionsfrei wenn man die üblichen bewährten Korrosionschutz-Mittel einsetzt - das zeigt zumindest die Usererfahrung. Im übrigen braucht man die Korrosionsinhibitoren da wohl auch kaum für den Stahl. Der ist aufgrund es Chroms so dicht passiviert, dass ihn seine Umgebung kaum juckt (mal abgesehen von o. g. Ausnahmen). Die Inhibitoren schützen da eher das Kupfer, denn dieses passiviert nicht so schnell und dicht. Lustigerweise haben die Versuche ja gezeigt, dass die Spannungsreihe nicht allein selig machend ist - von daher muss man auch dem Kupfer Aufmerksamkeit widmen ;).
 
AW: V2A im Kühlkreislauf?

Wer bitte verwendet Salzwasser in der Wakü? :ugly:
Wie gesagt, bei Lochfraßgefährdung durch Chlorionen im Wasser nimmt man sowieso 1.4401 (V4A) ;).
1.4301 ist hingegen DER Feld, Wald und Wiesen "Edelstahl", aber Chloridlösungen bekommen ihm wie oben schon erwähnt überhaupt nicht. Hat aber auch werkstofftechnisch noch ein paar andere unschöne Eigenschaften ....

Ich red nicht von Waküs, nur von den allgemeinen Korrosionserfahrungen, die ich habe ;)
Aber wenns Chloridspezifisch ist, passen die wohl nicht.

Was ein sauerer Elektrolyt da bringen soll ist mir zwar schleierhaft, aber das haben unsere Korrosionstests ja bereits gezeigt - das Thema Korrosion ist so komplex wie Chemie selbst.

Biozide Wirkung. Weiteren Korrosionsschutz erachten die eben nicht als nötig. ;)
 
AW: V2A im Kühlkreislauf?

Aber wenns Chloridspezifisch ist, passen die wohl nicht.
Bromid wirkt ähnlich - kommt aber viel seltener bei solchen Anwendungen vor.

Biozide Wirkung. Weiteren Korrosionsschutz erachten die eben nicht als nötig. ;)
Das würde Glykol auch erledigen und gegenüber den anderen Metallen im Kreislauf wäre das einfach weniger kritisch zu betrachten. Wenn´s nur darum geht, könnte man auch auf Silberionen oder UV-Licht setzen.

^ Das wär überhaupt mal ne Idee - einfach paar UV-LEDs in den AB-Deckel :D
 
AW: V2A im Kühlkreislauf?

Ich glaube, ich erkenne da eine Regelmäßigkeit...
Lass mich raten: Wer seine Kühler mit fluoridhaltiger Zahncreme geschrubt hat, sollte gut nachspülen? :)



UV-LEDs?
Ich will ja nichts sagen, aber größere UV-Filter mit 20-30W bringen eine Reduktion (keine Verhinderung) des Wachstums frei schwimmender (gegen angewachsenes hilft es sowieso nicht) Algen (nicht phototrophe Organismen können sich ggf. besser schützen - sind zugegebenermaßen in ner Wakü aber eh chancenlos) und arbeiten mit UVC (Schwarzlichtdioden afaik ein bißchen UVA, zu einem erheblichen Teil aber eben sogar noch im sichtbaren Bereich).

Silberionen klappen, wie Empty(?) im Nachbarthread schon erklärt hat, nicht, weil Silber über Kupfer steht (-> ergibt CU-Ionen und Silberpartikel. Letztere will man nicht, erstere bekommt man mit WCs Zitronensäurekonzept auch hin).
 
AW: V2A im Kühlkreislauf?

Silberionen klappen, wie Empty(?) im Nachbarthread schon erklärt hat, nicht, weil Silber über Kupfer steht (-> ergibt CU-Ionen und Silberpartikel. Letztere will man nicht, erstere bekommt man mit WCs Zitronensäurekonzept auch hin).

Jawoll das war ich. Kupferionen sind für Wasserorganismen giftig. Aber Silberionen werden immer wieder benutzt, man denke dabei an die Nanobeschichtung in den Erdbeerschalen darin halten sich frische Erdbeeren extrem viel länger. Auch bei Augenoperationen werden wieder vermehrt Silberionen verwendet weil immer mehr Erreger (im Krankenhaus) Antibiotika resistent sind und Silber extrem gut funktioniert.
 
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