USA zahlt Indianern 1Mrd Dollar

Ist die Zahlung sinnvoll?

  • Ja finde schon sinnvoll

    Stimmen: 5 14,3%
  • Ja aber hätte früher gezahlt werden sollen

    Stimmen: 20 57,1%
  • Nein finde es nicht Sinnvoll

    Stimmen: 10 28,6%

  • Umfrageteilnehmer
    35
Klasse Idee...es ist ja nicht nur Jahrhunderte der Unterdrückung....Landraub...v.a. ist es die kulturelle Entwurzelung, die sehr viel schwerer Wiegt..Die mit dem Stecken in Reservate sicherlich nicht ausreichend bedient wird.:huh:


Aber im Kino gefällt ja ab und an der "ursprüngliche Wilde", mit seiner Manitou-Weisheit den"moralisch-kompaßlosen-Durchschnitts-Ami" wieder auf Kurs bringen darf ! Dafür ist er dann gut. Was der Hinweiß auf seine Alkoholproblematik in nicht wenigen Reservaten angeht, da darf dann sicher auch (wenn auch nicht ausschliesslich) nach tiefergründigen Ursachen geschaut werden... 1 Milliarde $...ein symbolischer Geld-Act. Mehr nicht..:schief:
Gut, die kulturelle Anerkennung fällt sicherlich angesichts von teils massiven sozio-kulturellen Problemen nicht jedem Menschen leicht.., ich würde dieses aber als noch als viel wichtiger erachten.
Aber vielleicht ist ja diese 1.000000000 $ als ein symbolischer Kniefall (Willi Brandt konnte dieses ja auch!) ein erster Anfang!;)
 
Wohl in Geschichte nicht aufgepasst?! Was ist dann dieses Bild hier? Das ist ein Bild von Willy Brandt, wie er 1970 im ehemaligen Warschauer Ghetto kniet und um Vergebung bittet! Eine Spontane Geste, ungeplant, was auf die Aufrichtigkeit derselben schließen lässt.

Im Falle der Verbrechen der USA gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern ist meines Erachtens eine ähnliche Geste angebracht.

Wieso sollte es angebracht sein? Die damalige Generation inklusive Brandts Wählerschaft war noch unmittelbar an den Verbrechen beteilig. Schließlich war 1970 der Zweite Weltkrieg erst 25 Jahre vorbei. Angie muss sicherlich nicht mehr vor den Juden auf die Knie fallen. Ebenso wenig Obama oder ein x-beliebiger US-Amerikaner vor den Ureinwohnern.

Das ist alles lächerlich. Jeden Morgen in der Schule schwören die Nachkommen der Einwanderer dem Land treue, das ihnen nicht gehört. Ich kann wenigstens sagen, dass ich dem Land die treue schwöre, dass meine Vorväter nicht von Ureinwohnern mit Gewalt genommen haben. :daumen2:

Wir haben vor gar nicht so langer Zeit eine urdeutsche Bevölkerungsgruppe enteignet und größtenteils hingerichtet. Deren Besitztümer in Grund, Kapital und Wertgegenständen annektiert. Sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man Omas gutes Silberbesteck mal wieder aus der Mottenkiste krempelt - oder den pösen US-Amerikanern ihre Geschichte vorhält. Ist aber beides Vergangenheit, die man der heutigen Generation nicht mehr vorhalten kann. Falls doch, sollte man aber auch mal bei sich selbst stochern und nicht nur bei den anderen. Gehören tut uns nach deiner Definition nämlich auch nicht alles von dem, was wir beanspruchen.
 
Wirklich jedes Land hat Leichen im Keller, aber Obama würde es sicherlich gut zu Gesicht stehen dem Ureinwohner sowie den Farbigen nach dem ewig langen Rassismus mit einer Geste Tribut zu zollen.
 
Weil die jetzt lebenden Amis keine Indianer massakriert haben soll das eine Entschuldigung sein daß es keine Gerechtigkeit gibt, oder nicht mal Ansätze eine herzustellen ? Auch Schulden sind Erblich, und diese Generationen profitieren von den Schulden die ihre UrUrgroßväter gemacht haben.Geld und Gesten sind eine bequeme Sache, ändern aber nichts am Zustand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dr Bakterius schrieb:
Wirklich jedes Land hat Leichen im Keller, aber Obama würde es sicherlich gut zu Gesicht stehen dem Ureinwohner sowie den Farbigen nach dem ewig langen Rassismus mit einer Geste Tribut zu zollen.

Obama ? Der ist bald Geschichte und dann gibt's nen neuen Präsident
 
Ich finds gut. Kommt allerdings auch auf den Blickwinkel an. Natürlich ist es viel zu wenig aber eben besser als nichts. Und nichts hätten sie auch bekommen können... es gibt sicherlich noch reichlich Politiker die die ausrotten würden weil sie nur Geld kosten. Ich bin ja auch der Meinung das sich mal was ändern müsste wird es aber nie. Es gibt eben eine Grenze und wenn die überschritten ist kümmert der Nebenmann einen nur noch Dreck; Geld.
 
Weil die jetzt lebenden Amis keine Indianer massakriert haben soll das eine Entschuldigung sein daß es keine Gerechtigkeit gibt, oder nicht mal Ansätze eine herzustellen ?

Das soll ein Hinweis darauf sein, dass personenbezogene "Gerechtigkeit"sbegriffe nicht mehr anwendbar sind und man sich stattdessen höchsten um die (z.B. Chancen-)Gerechtigkeit in einer bestehenden Gesellschaft kümmern könnte. Entsprechend geht es nicht um "Schuldige" (alle tot) und "Opfer" (sowieso tot), sondern um "Profiteure" und "Benachteiligte".
 
Nicht "könnte" sondern eben "muss".

Willi Brandt war auch nicht schuld daß Deutschland Polen überfallen hat. Die Summen für die Wiedergutmachungsleistungen die Deutschland geleistet hat haben auch nicht die Verbrecher aufgebracht die den 2. Weltkrieg angezettelt haben.

Die, die das geraubte Land geerbt haben, haben auch die Schuld(+Profit) geerbt. Die Schuldigen sind tot also kann man nur von den Erben verlangen die Schuld zu mildern und den wahren Besitzern des Landes ein Stück Anerkennung und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Abgetragen kann die Schuld nicht mehr werden, aber Geld in die "Reservate" zu pumpen ist das einzigste was sie können.
 
Wir haben vor gar nicht so langer Zeit eine urdeutsche Bevölkerungsgruppe enteignet und größtenteils hingerichtet. Deren Besitztümer in Grund, Kapital und Wertgegenständen annektiert. Sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man Omas gutes Silberbesteck mal wieder aus der Mottenkiste krempelt - oder den pösen US-Amerikanern ihre Geschichte vorhält. Ist aber beides Vergangenheit, die man der heutigen Generation nicht mehr vorhalten kann. Falls doch, sollte man aber auch mal bei sich selbst stochern und nicht nur bei den anderen. Gehören tut uns nach deiner Definition nämlich auch nicht alles von dem, was wir beanspruchen.

Das ist natürlich richtig - die Europäer kamen im Falle Amerikas jedoch von Außen, und vorher haben die Ureinwohner dort Jahrhunderte friedlich im Einklang mit der Natur gelebt. Die Juden jedoch existierten mal mehr mal weniger geliebt in Deutschland, schon im Mittelalter waren sie nicht sehr beliebt, und die Nazis haben das halt wieder entflammt. Ich kann jedoch immer noch mit Fug und Recht behaupten, dass ich tatsächlich in meinem Land bin und nicht die echten Bewohner Deutschlands dank meiner Vorväter verdrängt habe.
 
Was ich mich jetzt frage: Woher will man das wissen? :ugly:

Ein paar Tage vorher werden die wohl kaum ihren Glauben, ihre Traditionen etc. ausgebildet haben oder gar erst dann dort hingezogen sein. :ugly:

Außerdem sind die Leute dort in frühgeschichtlicher Zeit aus Asien gekommen. Man kann also fast von Jahrtausenden ausgehen, die sie dort gelebt haben.
 
Aber wer sagt, das sie nicht auch ein anderes Volk versklavt oder andere Völker getötet haben, die dort gelebt haben?
 
Aber wer sagt, das sie nicht auch ein anderes Volk versklavt oder andere Völker getötet haben, die dort gelebt haben?

Kann durchaus sein, aber von deren Nachkommen hat keiner mehr das Empfinden von "Invasoren" verdrängt oder versklavt worden zu sein. Die Wunde schmerzt noch und ist noch nicht verheilt, wenn ich mir diese Methapher erlauben darf.
 
Außerdem sind die Leute dort in frühgeschichtlicher Zeit aus Asien gekommen. Man kann also fast von Jahrtausenden ausgehen, die sie dort gelebt haben.

Er meinte vermutlich eher den "Einklang mit der Natur", denn immerhin ist nach der letzten Eiszeit eine verdächtig hohe Zahl großer Landsäuger aus Nord- und Mittelamerika verschwunden und komischerweise tauchen in der Periode auch Hinweise auf Besiedelung durch Homo sapiens auf...

Aber:
Das ganze hat wohl wenig mit dem Verhältniss USA <-> Indianer zu tun.
 
Das ist natürlich richtig - die Europäer kamen im Falle Amerikas jedoch von Außen, und vorher haben die Ureinwohner dort Jahrhunderte friedlich im Einklang mit der Natur gelebt.

Lies mal "Kollaps" von Jared Diamond. Friedlichkeit und Einklang mit der Natur sehen aber gehörig anders aus als das, was so einige Ureinwohner Amerikas, der Südsee, die Wikinger und noch viele andere in grauer Vorzeit gemacht haben.

Die Juden jedoch existierten mal mehr mal weniger geliebt in Deutschland, schon im Mittelalter waren sie nicht sehr beliebt, und die Nazis haben das halt wieder entflammt.
Was zum größten Teil wirtschaftliche Hintergründe hatte. Wenn ich jemandem Geld schulde (der Beruf des Geldverleihers stand Christen aus religiösen Gründen nicht offen, viele andere Berufe durften Juden nicht ausüben), ist es sehr praktisch, den mit offizieller Erlaubnis aus der Stadt zu jagen oder totzuschlagen. Schneller hat sich noch nie jemand entschuldet.
 
Naja, Einklang mit der Natur ist bei den Indianern zumindest eher richtig als bei den europäischen Invasoren - der Büffel beispielsweise verschwand durch massive Bejagung beinahe. Im 16. Jahrhundert gab es in Nordamerika ca. 30 Millionen Büffel, Ende des 19. Jahrhundert waren es weniger als 100 Exemplare! Die Indianer jedoch und Weiße, die vor 1870 dort lebten, haben sie nur für den Eigenbedarf geschossen und nur so viel sie brauchten. (Quelle Wikipedia)

Aber Mensch ist Mensch, das vergaß ich, und sie alle hatten in jeder Epoche ein mörderisches Verlangen ...
 
Gewisse geschichtliche Ereignisse lassen sich nicht rückgängig machen, man denke an italienische Reparationszahlungen, da ein Legionär Hühner eines Vorfahren von mir geklaut hat. Wichtig ist im jetzt für eine Gleichberechtigung zu sorgen, Selbstbestimmung in den Grenzen der Demokratischen Ordung. Ich bin gegen irgendwelche monetären Wiedergutmachungen, sondern die offizielle Aufnahme der Urbevölkerung in die Geschichte eines Landes inklusive der Aufarbeitung möglicher Vertreibungen und Unterdrüclung.
 
Gewisse geschichtliche Ereignisse lassen sich nicht rückgängig machen, man denke an italienische Reparationszahlungen, da ein Legionär Hühner eines Vorfahren von mir geklaut hat. Wichtig ist im jetzt für eine Gleichberechtigung zu sorgen, Selbstbestimmung in den Grenzen der Demokratischen Ordung. Ich bin gegen irgendwelche monetären Wiedergutmachungen, sondern die offizielle Aufnahme der Urbevölkerung in die Geschichte eines Landes inklusive der Aufarbeitung möglicher Vertreibungen und Unterdrüclung.

Naja dumm gesagt davon kann man sich aber nichts kaufen^^ Letztlich wird es auf das Geld hinauslaufen da die Indianer das ja auch haben wollen. Ob das zu einer Besserung verhilft wird man dann sehen... also eher nein.
 
Ich denke eher vom Geld kann man sich nichts was länger wie eine Generation Bestand hat kaufen. Sachen wie kulturelle Anerkennung, echte Chancengleichheit und die Teilnahme am öffentlichen Leben bekommt man auch mit 10 Mrd nicht und ein Wirtschaftsprogramm für die Alkoholindustrie braucht auch keiner.
 
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