Unterschiede zwischen Digital-Ausgabe von Onboard-Chips?

Dass Reciever/Aktivboxen hochwertig sein müssen, ist mir klar. Ich meinte eher, ob die Wandler auf der Soundkarte/Onboardsound irgendwelche Einflüsse auf den Digitalsound haben.

Theoretisch ist ein Einfluss möglich ich würde aber sagen er ist nicht relevant.

Und was mich weiterhin interessieren würde: Klingt digitaler Mehrkanalsound mit seinen Kompressionen besser oder schlechter als hochwertiger analoger Sound mit seinen spezifischen Nachteilen?

Das kommt auf die Quelle an. Wenn der Ton schon in DTS oder AC-3 vorliegt wie etwa bei DVDs wird er dadurch auch nicht schlechter. Liegt er unkomprimiert oder verlustfrei komprimiert in Stereo vor wird er auch verlustfrei übertragen und der DAC ist wieder für alles verantwortlich. Liegt jedoch unkomprimierter oder verlustfrei komprimierter 5.1 Sound vor (insbesondere Blu-Rays) verlierst du durch das weitere Komprimieren zu DTS oder AC-3 etwas. Wie viel genau kann man nicht genau sagen, das hängt davon ab wie die (um)Komprimierung genau abläuft, also bei der Playersoftware. Tendentiell würde ich sagen das der Vorteil von verlustfreiem Stereo gegenüber geringfügig verlustbehaftetem 5.1 vernachlässigbar gegenüber den Vorteilen von 5.1 beim Raumklang sind.

Auf jeden Fall reden wir hier von Störungen die bei "normalen" Systemen völlig zu vernachlässigen sind da an anderen Punkten (DAC, Lautsprecher) viel größere vorhanden sind.
 
Soweit ich weiß, sind das vor allem Störgeräusche wie ein Rauschen. Von meinem alten Diskman weiß ich auch, dass man manchmal an dem Kabel im Miniklinken-Anschluss drehen muss, damit das Hintergrundrauschen verschwindet.

Naja, dein Discman ist jetzt nicht eben das was man gemeinhin unter hochwertiger analoger Wiedergabe versteht. ;) Dabei hat es sich wohl um ein Kontaktproblem gehandelt und kein spezifisches der Wiedergabe. Übrigens ist der Discman ja auch eher eine (zumindest intern) digitale Kette aus dem es halt (zwangsläufig) analog rausgehen muss...

Störgeräusche sollte es nicht geben und Rauschen wird sehr oft vom Verstärker generiert und der ist unabhängig von der Quelle nun mal notwendig. Meine (hochwertige) Anlage brummt ganz leicht, wenn kein Signal anliegt - das ist absolut unabhängig von der Quelle.

In meinem Fall kommt es z.B. durch die 2. Endstufe. Solbald ich eine der beiden abklemme ist Ruhe. Wenn meine Boxen weniger empfindlich wären, dann würde man es ggf. überhaupt nicht wahrnehmen. Aber da man es nicht hören kann sobald Musik läuft (nicht mal wenns sehr leise ist) stört es auch nicht weiter.
 
Also könnte man festhalten, dass digitale Systeme keinen spürbaren Vorteil, sondern eher sogar Nachteile (Kompression, Umwandlungen, Kompatibilität) gegenüber hochwertigen analogen Kombinationen aus Soundkarten und Systemen haben? Zumindest, wenn man sich auf Surround-Systeme bezieht.
Und bei Stereo wären eher digitale Lösungen zu bevorzugen, richtig?
 
Nein, nicht richtig.

Bevorzugen kann man pauschal gar nichts. Es kommt immer auf die konkreten Geräte an. Eine Top SoKa wird u.U. besser wandeln als ein billiger AVR und somit ist die digitale Verbindung die schlechtere Wahl unabhängig von Stereo oder Surround (das man ja mittels HDMI auch unkomprimiert übertragen kann). Anders herum wird sich vermutlich praktisch jede Soka schwer tun so gut zu wandeln wie ein Top Hifi Wandler, da wäre die digitale Verbindung (ggf. über USB) von Vorteil.

Du siehst es gibt kein richtig oder falsch bzw. eine klare Vorgehensweise. Das muss man von Fall zu Fall entscheiden.
 
Nein, nicht richtig.

Bevorzugen kann man pauschal gar nichts. Es kommt immer auf die konkreten Geräte an. Eine Top SoKa wird u.U. besser wandeln als ein billiger AVR und somit ist die digitale Verbindung die schlechtere Wahl unabhängig von Stereo oder Surround (das man ja mittels HDMI auch unkomprimiert übertragen kann). Anders herum wird sich vermutlich praktisch jede Soka schwer tun so gut zu wandeln wie ein Top Hifi Wandler, da wäre die digitale Verbindung (ggf. über USB) von Vorteil.

Du siehst es gibt kein richtig oder falsch bzw. eine klare Vorgehensweise. Das muss man von Fall zu Fall entscheiden.

OK, dann frage ich mal konkret in diesem Fall: Wie teuer wäre denn ein digitales TOP-System aus Reciever und 5.1-Soundsystem, wie du es beschreibst?

Als Maßstab nehm ich mal das analoge Edifier S550 und stecke es an meine vorhandene X-Fi. Das würde mich nur das System kosten (ca. 350€). Ab welchem Gesamtpreis hört man bei einer digitalen Kombination positive Unterschiede?
 
Nun, auch wenn Surroundtechnik jetzt nicht direkt mein Spezialgebiet ist, würde ich davon ausgehen, dass alleine der AVR signifikant über den 350€ liegen würde. Ein Boxensystem, dass besser als die Edifier ist - was meiner Meinung nach so ziemlich die unterste Klasse ist - würde im Selbstbau (günstigste Möglichkeit an gute Boxen zu kommen) 500-600€ kosten. Also zusammen sicher eher über 1k€. Der Unterschied zu deiner Kombi mit den Edifiern wäre aber gewaltig!

Der Bottleneck an der von die beschriebenen Basis ist aber nicht die Frage ob digital oder analog angeschlossen wird, sondern schlicht die Boxen!
 
Danke für die Erklärung. Und gibt es analoge Aktivboxen, die besser sind als die Edifier?

Ach und noch ne Frage: Wie wäre denn der Unterschied vom Edifier S550 zu meinem Creative G500 einzustufen?
 
Ach und noch ne Frage: Wie wäre denn der Unterschied vom Edifier S550 zu meinem Creative G500 einzustufen?

Ziemlich marginal, das s550 kostet neu etwa so viel, wie das g500 gekostet hat. Das wäre, als würde man von nem intel 3470 zu nem 3570 wechseln
Für etwa 250 euro wäre schon eine klangverbesserung drin, aber da sollte man zu 2.0 greifen, da auch die mir bekannten fertigen 2.1 systeme dieses preisbereichs nicht viel besser wären. Und selbstbau 2.1 ist mit 250€ afaik kaum realisierbar.
 
Ziemlich marginal, das s550 kostet neu etwa so viel, wie das g500 gekostet hat. Das wäre, als würde man von nem intel 3470 zu nem 3570 wechseln

Gehst du jetzt einfach davon aus das zwei Audiosysteme, die ähnlich viel kosten gleich gut sind oder kennst du beide Systeme?
 
Die beiden systeme kenne ich vom hören.
Das edifier steht bei eibem freund und das g500 wird in der arbeit zur beschallung genutzt.

Aber ehrlich, von den bisher gehörten 5.1 systemen in dieser preisklasse, uA g500, z906, z5500, s550d, teufel concept e300 könnte ich im blindtest nicht genau sagen, welches welches ist.
 
Die beiden systeme kenne ich vom hören.
Das edifier steht bei eibem freund und das g500 wird in der arbeit zur beschallung genutzt.

Aber ehrlich, von den bisher gehörten 5.1 systemen in dieser preisklasse, uA g500, z906, z5500, s550d, teufel concept e300 könnte ich im blindtest nicht genau sagen, welches welches ist.

Ich behaupte einfach mal, dass man allein schon den Unterschied zwischen Bassreflex und "normalen" Passiv-Membranen hören kann. Völlig unabhängig von der eigentlichen Qualität der Speaker.
 
Ich behaupte einfach mal, dass man allein schon den Unterschied zwischen Bassreflex und "normalen" Passiv-Membranen hören kann. Völlig unabhängig von der eigentlichen Qualität der Speaker.

Das mag durchaus sein, nur hab ich halt meinen Senf dazugegeben dass ich meine, es lohnt nicht wirklich - es würde sich in dem Fall nicht wirklich für mich lohnen, so gesagt. Dazu muss natürlich auch gesagt sein, dass ich die Systeme nicht intensiv kenne (Ergo jedes mal 2 Wochen im Direktvergleich zu den ganzen anderen optimal aufgestellt, mit optimalen Testbedingungen, sondern nur Alltagsvergleiche) und mich mal sehr lange mit ihnen vergnügt habe. In der Arbeit wird einfach die Kundschaft berieselt und genauso lasse ich mich berieseln und achte nicht genau auf die Feinheiten. Ebenso wie ich das bei Freunden auch mache. Einen Direktvergleich aller Systeme unter optimalen Testbedingungen hatte ich nie, aber das habe ich nicht impliziert. Sicher ist das eine hier mal besser als das andere, aber so, wie ich die beiden zu vergleichenden Systeme kenne, kam ich halt zu der Aussage. Wenn du es probierst und es sich für dich lohnt, ist es natürlich eine ganz andere Sache, weil ich dann da nichts mitzureden habe.

Edit: Aber falls noch interessant, die Vergleichsbedingungen zwischen den Systemen sind ähnlich. Beide nicht perfekt aufgestellt und bei beiden höre ich seit mehreren Jahren häufiger mit. Die Musik ist allerdings völlig unterschiedlich und auf beiden läuft nie etwas, wozu ich einen Bezug habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich danke dir auch für deine Meinung. Mich hatte halt nur die Aussage gewundert, dass man keinen wirklichen Unterschied hören könne.
Mit den beschriebenen "Testbedingungen" von dir wird das natürlich klarer.

Eine sinnvolle Aufrüstung scheint das S500 aber wohl wirklich nicht zu sein. Ich müsste wohl eine ganze (finanzielle) Etage darüber schauen.
Ich werde mir das S550 entsprechend nicht zum Testen kaufen, da ich wie im Startpost geschrieben sowieso erstmal das G500 behalten werde.
Was dann weiterkommt, wird gesehen, wenn es soweit ist.

Meine Ausgangsfrage ist damit beantwortet, dass ich nicht auf einen digitalen Ausgang vom Mainboard achten muss. Wenn die Entscheidung ansteht, wird entweder ein analoges System oder eine Soundkarte mit DTS Connect gekauft.

Vielen Dank allen! :daumen::)
 
Ich hätte nochmal eine etwas andere Frage, die sich aber wunderbar an dieser Thematik anschließen lässt:

Unter anderem bemängele ich an dem G500 den dröhnenden Oberbass (das ist doch hoffentlich das richtige Wort?).
Der knackige, tiefe Bass hingegen ist super.

Ich könnte meinen Neukauf ein ganzes Stück hinauszögern, wenn ich dieses Dröhnen wegbekommen könnte.
Kriegt man das über den Equalizer des "Creative Konsole Starter" hin? Dort kann ich folgende Frequenzen verändern:
31, 62, 125, 250, 500, 1000, ... Hz

Kann man das Dröhnen verhindern, wenn man einzelne Frequenzen hinunterregelt (das ist bis -12dB möglich)? Habt ihr da Erfahrungen und könnt mir sagen, welche Frequenzen so ein Dröhnen vor allem beeinflussen?
 
Probiers doch aus ob du mit den EQ das Dröhnen wegbekommst. Das ist doch viel einfacher als hier zu posten und zu hoffen dass es klappt. Angenommen ich schreibe jetzt, dass es klappt - tuts aber gar nicht, was hast du dann gewonnen?

Wobei es vermutlich reines Glück wäre, wenn du das Dröhnen mit dem EQ weg bekommst. Dröhnen kann viele Gründe haben und auch in verschiedenen Frequenzbereichen liegen. Neben einer untauglichen Auslegung der Boxen selber ist vor allem die Aufstellung und der Raum für so ein Dröhnen verantwortlich. Das ist ganz individuell.

Die Eingriffsfrequenzen die du aufzählst sind ja nur im Oktavabstand und damit wirklich sehr grob. Da ists fast auszuschließen, dass zufällig die richtige Frequenz dabei ist. Dazu wäre noch wünschenswert, dass der Eingriff sehr schmalbandig erfolgt und die Güte des EQs einstellbar wäre.


Hier ist auch ein schönes Beispiel dafür gegeben wie subjektiv die Wahrnehmung von Sound ist. Ich würde vermuten, dass die Bässe von dem Subwoofer für mich nicht so knackig (und vlt. sogar nicht mal wirklich tief?) wären. ;)
 
Die Frequenz um 125 Hz hat die größten Auswirkungen auf das Dröhnen. Ein bisschen kann ich es damit mildern.
Hört sich etwas ausgewogener an (auch wenn natürlich lange nicht perfekt)! :)
 
Einfach mal die lautsprecher etwas anders positionieren! Gerade so ein dröhnen kann man mit einer besseren Ausrichtung verhindern!
 
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