286volli
Komplett-PC-Aufrüster(in)
Im Sommer 2008 war es Zeit einen 5 Jahre alten Aldi-PC zu entlassen und einen Zukunftssicheren zu kaufen. Damals für 1069,- bei Amazon erstanden, ohne es zu wissen mit dem G0 Stepping des Quadcores (puh, Glück gehabt).
Wenn jetzt schon die ersten Urteile kommen, möchte ich erklären, dass ich damals 17 war und von Hardware keine Ahnung hatte.
Als Betriebssystem war Vista Premium 32-bit vorinstalliert, allerdings nur mit Recovery-Discs (jetzt ahnt mal was mir später passiert).
Von Anfang an war mir der Boxed-Kühler zu laut, so dass ich zum ersten Mal meinen PC geöffnet habe um zu gucken woran es liegt (dann bin ich dem Bann der bunten Käbelchen verfallen).
Mit der Anschaffung eines 22" Widescreens reichte die Grafikkarte (eine Geforce 8600GT) nicht mehr für die aktuellen Spiele aus, sodass ich zu Weihnachen umgerüstet habe.
Ins Haus kam die 9800GTX+ von XFX. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich dann schon was das Wort "review" bedeutet...
So, von der Oma gab es dann auch noch einen neuen Prozessorkühler spendiert. Einen Arctic Cooling Freezer 7 Pro mit PWM (haha witzig).
Der Einbau ist ja sowieso Idiotensicher und ging schnell von der Hand.
Was ich aber vorher nicht wusste ist, dass die 9800 2*6-Pin Stromanschlüsse braucht
. Hieß für mich: Neues Netzteil. Ein beQuiet! Dark Power Pro mit 450W musste rein.
In meiner Unwissenheit bestelle ich das Ding und sehe beim Einbau, dass es um einiges länger als das Seriennetzteil ist. Es wurde also Seeeehhhrr eng!
Eigentlich war ich schon überrascht, dass die Graka passte. Sie ging genau zwischen Laufwerk und den beiden Festplatten durch. (Glück)
Dann bin ich auf die ersten Testprogramme gestoßen. In meinem Fall Prime95. Noch eben Coretemp draufgeklatscht und losgebencht! Der erste Schock: 71°C bei Standardtakt. Dann mit CPU-Z die Erkenntnis: 1,335V unter Last!
Ich dachte ja der Freezer hätte PWM und würde hochdrehen...haha Scherz, tut er nicht. HP war so freundlich das BIOS zu sperren, sodass ich nur gucken kann und nichts ändern kann. So konnte ich auch nicht den hohen Vcore anpassen. Danke HP!
Dann wollte ich das beste draus machen und mir für ne bessere Kühlung eine neues Gehäuse kaufen. Erst Chieftec Mesh
voll der Panzerschrank! Direkt zurück damit und ein schlankes NZXT Hush gekauft.
Kühlung war besser und so hielt ich es dann ein paar Monate aus, bis ich anfangen wollte zu Übertakten, immerhin habe ich eine übertaktungsfreudige CPU erworben.
Da diese Optionen im BIOS auch gesperrt waren musste ich erst mal an die Graka.
Von 765MHz auf 790MHz mit stock-Kühler, allerdings war dieser extrem laut. Also musste ein Accelero Extreme 9800 auf die Karte. Somit komme ich auf 808MHz Kerntakt.
Bis vor einer Woche habe ich es mit dem Standardtakt der CPU ausgehalten und wollte dann endlich Übertakten.
Das hieß für mich: Neues Mainboard, nach wochenlanger Nachforschung im Netz habe ich mich für das P5Q PRO P45 von ASUS entschieden. Dann noch neuer RAM. Anstelle der 667er Kingstons kamen 4GB feinster G.Skill 800er CL5 in die DIMMs.
Da ich Übertakten wollte habe ich direkt noch einen EKL Groß Clock´ner mitbestellt (mit der Hoffnung, dass er ins schlanke Gehäüse passt).
Datensicherung auf ne externe 1TB WD Festplatte. So, PC komplett auseinandergebaut, bei der Gelegenheit direkt entstaubt und neu verkabelt. Slipstreams mit Lüftersteuerung ins Gehäuse um das Mainboard gut zu kühlen und immer frische Luft zu haben.
In der Zeit hat sich dann der 3er Lüfter des Accelero Extreme der Grafikkarte verabschiedet und ich musste improvisieren. Kurzerhand zwei Scythe S-Flex im 92er Format bestellt und mit Gummibändern und Zahnstochern am Accelero befestigt. (Hört sich zwar schlimm an, kühlt aber besser und ist leiser als der Stock-Kühler)
Da ich von P35 auf den Eaglelake P45 gewechselt habe, habe ich vorsichtshalber die Festplatten formatiert, um ganz sicher zu gehen, dass keine Treiberleichen zurückbleiben. Dazu habe ich den Datenschredderer einer bekannten Datensicherungsfirma verwendet, schön 3fach formatiert um ganz sicher zu gehen, dass auch alles weg ist J .
Dann noch ein paar Voreinstellungen im BIOS und rein mit der Recovery-Disc…
Bumm. Fehlermeldung: Dieser PC wird von Wiederherstellungs-Discs nicht unterschtützt.
Ich gerate langsam aber sicher in Panik und hole mir einen alten Laptop vom Balken. Einen megaschweren Lappy mit 20GB HDD! Und sage und schreibe 850MHz Prozessortakt. Ich gebe einen DxDiag in auftrag und erfahre, das es sich um einen Pentium 3 mit 128MB RAM handelt. Immerhin hatte der nen Anschluss für LAN…
So, E-Mail Konto eingerichtet und an HP geschrieben. Hierzu muss ich erwähnen, dass ich vor einigen Monaten schon mal angefragt habe, ob man mit den selbst erstellten Recovery-Discs einen PC wieder komplett betriebsbereit machen kann. Naja, auf jeden Fall schreib ich denen von meinem Problem und bitte sie, mir eine Vista Vollversion zuzuschicken, für die ich ja quasi die Lizenz bezahlt habe. Tja, Pustekuchen. Knallhart abgelehnt.
Erstmal ne Woche mit dem Lappy gearbeitet, was auch Vorteile hatte: Man ist umso begeisterter von der Geschwindigkeit, wenn man wieder an seinem richtigen PC sitztJ.
Dann habe ich es geschafft, über diverse Kontakte an die benötigte Vista Version zu kommen, allerdings als 64-bit Edition. OK hab ich gedacht, bei 4GB Arbeitsspeicher ist das bestimmt super. In diesem Punkt wurde ich nicht enttäuscht, der PC rennt heute wie bekloppt… .
Installation ging ohne Probleme vonstatten, sodass ich endlich wieder einen funktionsfähigen PC hatte. Positiv überrascht war ich davon, dass alle Programme auf der 64er Version ohne Mucken funktionieren und dass auch die Peripheriegeräte tadellos klappen. Und Crysis auf 64-bit ist der Wahnsinn.
Gestern Abend noch das BIOS geflasht um mit dem Übertakten zu beginnen. Ergebnis nach 2 Stunden Prime95: 2,88GHz bei 1,22V laufen kühl und stabil. Das macht in der Summe aller Kerne immerhin 11,52GHz. Im Vergleich zu 0,85GHz im Lappy ….ha, geil das ist 13,6 mal so viel J.
Was ist effektiv von dem HP Pavilion übergeblieben:
-2x Seagate Barracuda
-1x DVD-Laufwerk
-1x Der Prozessor Q6600
Das wars auch schon…
Reflektiert würde ich sagen, dass ich günstiger an diesen Traum-PC gekommen wäre, wenn ich mich mit PCs ausgekannt hätte. Für mich heißt das, das ich keine Komplett-Pcs mehr kaufen werde und jedem der wenigstens fundamentale Kenntnisse von Computern hat davon abrate.
Jetzt gebe ich jedem die Möglichkeit mich auszulachen! Der Sinn dieses Beitrags darf gerne angezweifelt werden, ich wollte es einfach nur mal loswerden.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Wenn jetzt schon die ersten Urteile kommen, möchte ich erklären, dass ich damals 17 war und von Hardware keine Ahnung hatte.
Als Betriebssystem war Vista Premium 32-bit vorinstalliert, allerdings nur mit Recovery-Discs (jetzt ahnt mal was mir später passiert).
Von Anfang an war mir der Boxed-Kühler zu laut, so dass ich zum ersten Mal meinen PC geöffnet habe um zu gucken woran es liegt (dann bin ich dem Bann der bunten Käbelchen verfallen).
Mit der Anschaffung eines 22" Widescreens reichte die Grafikkarte (eine Geforce 8600GT) nicht mehr für die aktuellen Spiele aus, sodass ich zu Weihnachen umgerüstet habe.
Ins Haus kam die 9800GTX+ von XFX. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich dann schon was das Wort "review" bedeutet...
So, von der Oma gab es dann auch noch einen neuen Prozessorkühler spendiert. Einen Arctic Cooling Freezer 7 Pro mit PWM (haha witzig).
Der Einbau ist ja sowieso Idiotensicher und ging schnell von der Hand.
Was ich aber vorher nicht wusste ist, dass die 9800 2*6-Pin Stromanschlüsse braucht
. Hieß für mich: Neues Netzteil. Ein beQuiet! Dark Power Pro mit 450W musste rein. In meiner Unwissenheit bestelle ich das Ding und sehe beim Einbau, dass es um einiges länger als das Seriennetzteil ist. Es wurde also Seeeehhhrr eng!
Eigentlich war ich schon überrascht, dass die Graka passte. Sie ging genau zwischen Laufwerk und den beiden Festplatten durch. (Glück)
Dann bin ich auf die ersten Testprogramme gestoßen. In meinem Fall Prime95. Noch eben Coretemp draufgeklatscht und losgebencht! Der erste Schock: 71°C bei Standardtakt. Dann mit CPU-Z die Erkenntnis: 1,335V unter Last!
Ich dachte ja der Freezer hätte PWM und würde hochdrehen...haha Scherz, tut er nicht. HP war so freundlich das BIOS zu sperren, sodass ich nur gucken kann und nichts ändern kann. So konnte ich auch nicht den hohen Vcore anpassen. Danke HP!
Dann wollte ich das beste draus machen und mir für ne bessere Kühlung eine neues Gehäuse kaufen. Erst Chieftec Mesh
voll der Panzerschrank! Direkt zurück damit und ein schlankes NZXT Hush gekauft.Kühlung war besser und so hielt ich es dann ein paar Monate aus, bis ich anfangen wollte zu Übertakten, immerhin habe ich eine übertaktungsfreudige CPU erworben.
Da diese Optionen im BIOS auch gesperrt waren musste ich erst mal an die Graka.
Von 765MHz auf 790MHz mit stock-Kühler, allerdings war dieser extrem laut. Also musste ein Accelero Extreme 9800 auf die Karte. Somit komme ich auf 808MHz Kerntakt.
Bis vor einer Woche habe ich es mit dem Standardtakt der CPU ausgehalten und wollte dann endlich Übertakten.
Das hieß für mich: Neues Mainboard, nach wochenlanger Nachforschung im Netz habe ich mich für das P5Q PRO P45 von ASUS entschieden. Dann noch neuer RAM. Anstelle der 667er Kingstons kamen 4GB feinster G.Skill 800er CL5 in die DIMMs.
Da ich Übertakten wollte habe ich direkt noch einen EKL Groß Clock´ner mitbestellt (mit der Hoffnung, dass er ins schlanke Gehäüse passt).
Datensicherung auf ne externe 1TB WD Festplatte. So, PC komplett auseinandergebaut, bei der Gelegenheit direkt entstaubt und neu verkabelt. Slipstreams mit Lüftersteuerung ins Gehäuse um das Mainboard gut zu kühlen und immer frische Luft zu haben.
In der Zeit hat sich dann der 3er Lüfter des Accelero Extreme der Grafikkarte verabschiedet und ich musste improvisieren. Kurzerhand zwei Scythe S-Flex im 92er Format bestellt und mit Gummibändern und Zahnstochern am Accelero befestigt. (Hört sich zwar schlimm an, kühlt aber besser und ist leiser als der Stock-Kühler)
Da ich von P35 auf den Eaglelake P45 gewechselt habe, habe ich vorsichtshalber die Festplatten formatiert, um ganz sicher zu gehen, dass keine Treiberleichen zurückbleiben. Dazu habe ich den Datenschredderer einer bekannten Datensicherungsfirma verwendet, schön 3fach formatiert um ganz sicher zu gehen, dass auch alles weg ist J .
Dann noch ein paar Voreinstellungen im BIOS und rein mit der Recovery-Disc…
Bumm. Fehlermeldung: Dieser PC wird von Wiederherstellungs-Discs nicht unterschtützt.
Ich gerate langsam aber sicher in Panik und hole mir einen alten Laptop vom Balken. Einen megaschweren Lappy mit 20GB HDD! Und sage und schreibe 850MHz Prozessortakt. Ich gebe einen DxDiag in auftrag und erfahre, das es sich um einen Pentium 3 mit 128MB RAM handelt. Immerhin hatte der nen Anschluss für LAN…
So, E-Mail Konto eingerichtet und an HP geschrieben. Hierzu muss ich erwähnen, dass ich vor einigen Monaten schon mal angefragt habe, ob man mit den selbst erstellten Recovery-Discs einen PC wieder komplett betriebsbereit machen kann. Naja, auf jeden Fall schreib ich denen von meinem Problem und bitte sie, mir eine Vista Vollversion zuzuschicken, für die ich ja quasi die Lizenz bezahlt habe. Tja, Pustekuchen. Knallhart abgelehnt.
Erstmal ne Woche mit dem Lappy gearbeitet, was auch Vorteile hatte: Man ist umso begeisterter von der Geschwindigkeit, wenn man wieder an seinem richtigen PC sitztJ.
Dann habe ich es geschafft, über diverse Kontakte an die benötigte Vista Version zu kommen, allerdings als 64-bit Edition. OK hab ich gedacht, bei 4GB Arbeitsspeicher ist das bestimmt super. In diesem Punkt wurde ich nicht enttäuscht, der PC rennt heute wie bekloppt… .
Installation ging ohne Probleme vonstatten, sodass ich endlich wieder einen funktionsfähigen PC hatte. Positiv überrascht war ich davon, dass alle Programme auf der 64er Version ohne Mucken funktionieren und dass auch die Peripheriegeräte tadellos klappen. Und Crysis auf 64-bit ist der Wahnsinn.
Gestern Abend noch das BIOS geflasht um mit dem Übertakten zu beginnen. Ergebnis nach 2 Stunden Prime95: 2,88GHz bei 1,22V laufen kühl und stabil. Das macht in der Summe aller Kerne immerhin 11,52GHz. Im Vergleich zu 0,85GHz im Lappy ….ha, geil das ist 13,6 mal so viel J.
Was ist effektiv von dem HP Pavilion übergeblieben:
-2x Seagate Barracuda
-1x DVD-Laufwerk
-1x Der Prozessor Q6600
Das wars auch schon…
Reflektiert würde ich sagen, dass ich günstiger an diesen Traum-PC gekommen wäre, wenn ich mich mit PCs ausgekannt hätte. Für mich heißt das, das ich keine Komplett-Pcs mehr kaufen werde und jedem der wenigstens fundamentale Kenntnisse von Computern hat davon abrate.
Jetzt gebe ich jedem die Möglichkeit mich auszulachen! Der Sinn dieses Beitrags darf gerne angezweifelt werden, ich wollte es einfach nur mal loswerden.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:



Da gibts ja keine gute Durchlüftung!