Nvidia Quadro P5000 und P6000: Volle Pascal-Power für Profis
Die Quadro P6000 enthält Nvidias stärksten Pascal-Grafikchip, außerdem 24 GByte schnellen GDDR5X-Speicher. Die Quadro P5000 bietet immerhin noch 16 GByte Speicher.
Nvidia hat im Rahmen der Computergrafikmesse Siggraph zwei neue Grafikkarten für den professionellen Einsatz angekündigt: die Quadro P5000 und Quadro P6000. Das P im Namen steht dabei für die Grafikarchitektur "Pascal", auf der die Quadro-Grafikchips beruhen. Die Profi-Grafikkarten unterstützen DirectX 12, Vulkan, OpenGL, OpenCL und CUDA. Nvidia zufolge sind sie zum Arbeiten mit sehr komplexen CAD-Modellen geeignet, außerdem zum fotorealistischen Rendern via Raytracing und für besonders anspruchsvolle GPGPU-Berechnungen. Beide Quadros sollen ab Oktober 2016 erhältlich sein, Preise nannte die Firma aber noch nicht.
Pascal-GPU im Vollausbau
Die Quadro P6000 bietet
Nvidias größten Pascal-Grafikchip im Vollausbau, der 3840 Shader-Rechenkerne enthält und seine Daten aus dem 24 GByte großen GDDR5X-Speicher holt. Bildsignale gibt er über vier DisplayPort-1.4-Buchsen aus, alternativ steht noch ein Dual-Link-DVI-Anschluss zur Verfügung. Nvidia zufolge steuert die Quadro P6000 bis zu vier 5K-Displays mit einer Auflösung von 5120×2880 Bildpunkten bei 60 Hz an. Der GP104-Grafikchip der Quadro P5000 enthält 2560 Shader-Rechenkerne. Als Speicher stehen immerhin noch 16 GByte (GDDR5X) zur Verfügung – auch das reicht noch für viele komplexe 3D-Designs. Neue verlustfreie Texturkompressionsverfahren (4:1/8:1 Delta Color Compression) schonen die Datentransferrate beim Rendern.
Dank der Fertigung mit 16-nm-FinFET-Strukturen sollen beide Grafikchips sehr effizient arbeiten – genaue Zahlen nannte Nvidia allerdings nicht. Durch die neue Geometrie-Technik Simultaneous Multi Projection beschleunigen Quadro-Karten besonders VR-Anwendungen stärker als ihre Maxwell-Vorgänger.
Moderne Video-Engine
Außerdem enthalten die Pascal-GPUs eine aufgewertete Video-Engine, die HEVC- und H.264-Videos nun auch in 10-Bit- und 12-Bit-Farbtiefen dekodiert – das ist wichtig für die Ausgabe von Hochkontrastbildern (HDR). Normale 8-Bit-Filme verarbeitet sie bis hin zur 4K-Auflösung mit 120 Hz und 240 MBit/s. Selbst mit 8K-Filmen (30 Hz) soll die Pascal-Videoeinheit umgehen können. Außerdem transkodiert sie bis zu zwei 4K-Filme gleichzeitig – dann aber mit höchstens 60 Hz.