AW: Test: Bulldozer FX-8150 - Gelungenes Comeback für AMD?
@ruyven:
ALDI PC MD 8008 MEDION TITANIUM MD8008
Misstrauen? Also ich weiß wohl was ich jahre im rechner hatte

Hätte er HT gehabt wäre das ganze auch weitaus unproblematischer gewesen.
Najut. Die CPU gabs afaik nie auf dem freien Markt, aber bei Medion hat das ja auch nicht zu bedeuten.
Mitleid gibts für jemanden, der 2003 einen Aldi-Rechner auf dem technischen Stand von 2001 gekauft hat, trotzdem nicht
Da gibt es aber KOSTENLOSE alternativen. Man muss kein Microsoft auf seinem Rechner haben egal wo der her ist. Also Normaler anwender habe ich dann gar keine wahl eine andere CPU zu nehmen, auch Unternehmen können es sich dann nicht mehr Aussuchen. Daher wird Intel zerschlagen werden.
Sorry, aber entweder ist dir Kompatibilität zu 99% der verfügbaren Software wichtig (und den meisten Anwendern geht es so), dann kommst du um M$ nicht herum, oder dir ist Kompatibilität wurscht - dann hast du auch bei CPUs die Auswahl zwischen IBM, Sun, und rund einem Dutzend ARM-Lizenznehmern und als Gratisbonus VIA, bei denen du nicht einmal Kompatibilitätsabstriche machen musst. Letztere Option fehlt bei Betriebssystemen komplett. Microsoft hat definitiv ein härteres Monopol, als es Intel ohne AMD hätte.
Das mag jetzt etwas gehässig klingen, aber haben wir hier zufällig begabte Zeichner unter uns?
Ich stelle mir schon den ganzen Tag vor, wie so ein kleines Puma Junges (Intel's Cougar Point) mit einem toten Skorpion (AMD's Scorpion) im Maul rumläuft.
Würde das zu gerne mal in eine Karikatur umgesetzt sehen.
Wäre imho unpassend, denn ausgerechnet die Chipsätze von Intel sind nun wirklich nicht so der Bringer. Mir würde eher ein Miniaturstrip nach folgendem Muster vorschweben:
Problem: Fortschritt?
Lösung 1: Bulldozer
Lösung2: Bridge
Alternativ kann man dann im 1Q12 einen im Sand stecken Bulldozer zeichnen, der von Efeu überwachsen wird.
Man könnte Intel z.B. zwingen die X86 Lizenzen freizugeben und seine FABs auszulagern; dann könnte jede Firma, die halbwegs know-how in dem Bereich hat mit Intels FABs x86 CPUs fertigen
-> Möglichkeiten gibt es also schon
Man muss ja auch bedenken, dass das x86 Oligopol zu einem guten Teil von diversen Lizenzen und Patenten gestützt wird (wobei mich wundert, dass die nicht schon langsam auslaufen, der 80486 ist jetzt immerhin 22 Jahre alt, der 80386 26 Jahre und der 8086 ist 33 Jahre alt); gäbe es diese nicht hätten wir heute wahrscheinlich u.A. auch nVidia x86 CPUs und auch einige andere Firmen hätten sicher Interresse, speziell am low-end Segment
Cyrix hat die x86-Monoloisierung in den 90ern mehr oder minder Erfolgreich angefochten. Aber heutzutage brauchst du zusätzlich mindestens noch SSE1, SSE2, SSE3, SSE4.1, SSE4.2 und AMD64, zusätzlich wären AES und AVX empfehlenswert. Und wenn du all diese Lizenzen beisammen hast, dann bist du noch immer meilenweit hinter dem (offensichtlich unzureichenden) technischen Stand von AMD. Denn eine gute CPU konstruiert man eben nicht einfach mal so.
Aber trotzdem ist Bulldozer im idle, immer noch sehr sparsam, vor allem wenn man bedenkt, dass in den meisten Tests high-end Boards verwendet wurden, die alleine schon nicht wirklich sparsam sind. Und da ein normaler PC nicht 100% der Zeit auf absoluter Volllast läuft, sondern viel öfter idlet, ist diese Aussage zwar immer noch nicht ok, aber halt auch nichts anderes wie ein normales Werbeversprechen.
Und auch wenn es viele nicht glauben wollen, auch ein Bulldozer schafft es, eine aktuelle schnelle Grafikkarte in den meisten Spielen voll auszulasten, in gängigen Auflösungen und mit AA.
Bei den heutigen Spielen erfüllt auch ein mittelprächtiger Dual-Core, der Idle die Hälfte von Bulldozer verbraucht (unter Last sowieso) und in der Anschaffung billiger ist die letzte Aussage
Wenn es darum ginge, welche CPU man mindestens zum Spielen braucht, dann wäre die dritte Atom-Generation der einzig interessante Launch in dieser Jahreshälfte.
Den einzigen Fehler den AMD gemacht hat ist das sie Bulldozer den SandyBridge CPU's ebenbürtig präsentiert haben bei ihren Vorabtests.
Wenn man gleich die Wahrheit gesagt hätte würden nicht gar so viele enttäuscht sein, also ich bin jetzt Offiziell Vorabtest-geschädigt, jetzt vertraue ich überhaupt niemanden mehr.
Was hätten sie denn sonst machen sollen? Behaupten, dass sie mit einer 2 Milliarden Transistoren / 125 W CPU die Core i3 angreifen wollen? Damit hätten sie sich bei Leuten, die sich auskennen, noch lächerlicher gemacht. Und Leute, die sich nicht auskennen, gehen sowieso nach der Werbung oder dem, was der Media Markt Verkäufer sagt - auch hier sind die derzeitigen Versprechungen klar die bessere Wahl für AMD.
Sorry du schreibst Müll... der P4 war eine astreine Gamer CPU, wenn du den P4 als schrott bezeichnest,
dann müßte jeder AMD CPU der letzten 6 Jahre erst recht "schrott" sein ... der P4 war dem FX wenigstens in Games ebenbürtig, was man von den AMD CPUs der letzten Jahre nun absolut nicht behaupten kann...

Also ich wähne mich ja schon immer als relativ postitiv gegenüber den P4s eingestellt, aber entweder enthält dein Post 25 t Ironie, oder du hast so ziemlich alles verpasst. Die einzigen Netburst-CPUs, die es in Spielen jemals mit einem FX aufnehmen konnten, waren Pentium D 955 EE und 965 EE. Kein einziger Pentium 4 kam jemals auch nur in die Nähe. Gallatin war seinerseits froh, dass er zum dreifachen Preis und mit einer unglaublich hohen Transistorzahl den normalen Athlon 64 im Schnitt schlagen konnte. Aber selbst der hatte in Spielen meist das Nachsehen. Selbst im alten P4-Revier konnten die Athlon64 zum Teil Siege einheimsen.
Ich weiß jetzt nicht, was der P4 3,4GHz verbruacht hatte. Jedenfalls verbraucht Bulli ~30% mehr als Sandy. Ob der P4 auch 30% mehr verbraucht hat? Wahrscheinlich.
Hängt davon ab, welchen du nimmst. Der P4C 3,4 (Northwood) nahm sich nicht viel zu den ersten Athlon64 (Clawhammer), auch wenn der Chipsatz natürlich noch ein Bißchen draufpackte. Prescott dagegen hat fast die gennanten 30% oben drauf gepackt.
Für beide gilt aber, dass sie langsamer waren. Der ~gleich schnelle P4EE dürfte zur Einführung des Athlon64 (später hinkten die EE den Leistungsteigerungen der A64 z.T. hinterher) 10-15% mehr verbraucht haben. (aber das auch nur aufgrund des Leistung-durch-Cache-Konzeptes, dass zwar verbrauchsgünstig, aber nahezu unbezahlbar war)
War doch beim Sockel 1366 auch net anders, aber die Leistung wird denk ich mal schon überzeugen
"hoch" im Vergleich zu Sockel1366 ist gemeint.
Intel wird den X79 vermutlich im gleichen Preisrahmen starten, wie den X58, aber das Boardlayout für Sockel2011 wird deutlich komplexer und da der X79 neuesten Anzeichen zu Folge nur die Funktionalität des P67 bietet, werden die Boardhersteller zwangsläufig mehr Zusatzchips verbauen müssen, als seinerzeit beim X58, der auf der Höhe seiner Zeit war.
Da stellt sich dann natürlich auch die frage, ob AMD's Antwort (Interlagos) darauf überhaupt halbwegs dagegen ankommt. Und da ist bei mir die Tendenz nach den Bulldozer Benchmarks in Richtung: eher nicht.
Könnte von der Disziplin abhängen. Interlagos wird sicherlich keine höhere Leistung haben, als SB-E. Aber die fehlenden PCIe-Lanes sind, je nach Einsatzgebiet des Servers, gar kein Nachteil und bei Quad-Sockel-Systemen kann Interlagos mit einer besseren Verbindung der CPUs untereinander punkten. Umgekehrt wird von SB-E auch ein relativ hoher Stromverbrauch erwartet und in typischen Interlagos/Magny-Cours Einsatzgebieten ist höher optimierte Software deutlich eher zu erwarten, als beim Endanwender, so dass Bulldozer hier eher seine Stärken ausspielen kann.
Um die Preise gegenüber dem aktuellen Dumping-Niveau zu erhöhen wird es vermutlich nicht reichen, aber AMD hat auf alle Fälle bessere Chancen, sie zu halten, als beim FX.
Wenn du heute einen Rechner für die nächsten Jahre bauen willst, der dir ausreichende leistung bietet, ja dann dürfte man wohl vielleicht den Bulldozer als zukunftsträchtiger ansehen, dank seine Design das extrem auf Multitread ausgelegt ist.
"Vielleicht".
Wie z.B. das Abschneiden in Anno zeigt, kann Bulldozer in Multithreadszenarien zwar zulegen, aber ausgehend von den aktuellen FX ist das trotzdem nur ein Gleichziehen. Wenn man also die Wahl zwischen guter Single-/Oligothread-Leistung + guter Multithreadleistung (Sandy Bridge) und guter Multithreadleistung + miserabler Singlethreadleistung (Bulldozer) hat, dann ist ersterer immer noch die bessere Wahl.
Und wie jemand andres hier schrieb, das AMD vielleicht immer so schlecht war, und Intel es mit dem P4 nur richtig vergeigt hat, kann ich mir nicht wirklich vorstellen. AMD hat mehr als nur einmal gezeigt das sie es können. Und der BD ist einfach irgendwie, nicht volles und nichts ganzes, vielleicht ändert sich das noch, frage ist nur, ob es dann nicht schon zu spät ist, und man erstmal dazu verdammt ist die nächsten Jahre mehr schlecht als recht hinterher tuckert.
Ich möchte hier auch nochmal einigen den K6-2 und K6-3 in's Gedächtnis rufen, welche auch gute Leistung hatten, vor allem bei spielen, und das zu einem unschlagbaren preis.
"Unschlagbarer Preis" war schon immer AMDs Verkaufsargument - aber der einzige Teil von AMD, der dafür etwas geleistet hat, war die Finanzabteilung und der Vorstand. Denn AMD hat für seine Preisgestaltung immer mit roten Zahlen bezahlt. Sie haben nie besonders günstige CPUs gefertigt, sie haben nur zu Dumping-Preisen verkauft.
Bezüglich des "gezeigt" haben: Die K6 Architektur war a) eingekauft und b) in vielen Szenarien unterlegen. Davor kam K5 mit eher bescheindenem erfolg, danach K7 (wenn auch mit viel abgeworbenen Know-How von Alpha) als erste und imho einzige AMD-Architektur, die Intel wirklich vorführen konnte. Der wurde dann verfeinert (AthlonXP), mit der Northbridge verschmolzen (K8), mit einem zweiten Exemplar seiner selbst verschmolzen (K9) und zu guter letzt um einen L3 erweitert (K10) und konnte sich, solange Intel mit Netburst beschäftigt war, ganz gut am Markt halten (zu frühen Dual-Core-Zeiten sehr gut) - aber AMD hat bis zu dieser Woche nie wieder eine komplett neue Kern-Architektur vorgestellt.
Unterm Strich bedeutet das: Zwei von bislang drei AMD-Architekturen waren nicht konkurrenzfähig, eine eingekaufte wurde gut vermarktet und die eine, die gut war, wurde gemolken bis zum geht nicht mehr - war dabei aber dem ~dritten Jahr (Northwood B vs. Thoroughbred) nur noch dann oben auf, wenn die Konkurrenz Schrott gebaut hat (was sie oft tat).