Diese politische Verbissenheit führt dazu, dass Alternativen nicht in Gänze genutzt werden, siehe Wasserstoff oder synthetische fuels. Wenn man das überspitzt könnte man feststellen, dass wir hier von technologischer Planwirtschaft reden.^^
Nein, das hat nichts mit Verbissenheit zu tun, sondern ergibt sich schlicht aus den technischen Gegebenheiten. ABgesehen davon wäre Wasserstoff nach meinen Kenntnissen nicht verboten auch für PKW nach 2035. Es geht ja um Emissionsfreiheit der PKWs und ob Wasser jetzt als Emission in dem Sinne verstanden wird, weiß ich nicht.
Wasserstoff braucht in der Herstellung ca3-4x soviel Strom, wie wenn man die gleiche Energiemenge direkt in einen Akku speist. Das führt zum einen dazu, dass man erheblich mehr Strom erzeugen müsste und zum anderen um entsprechend höhere Kosten für den Fahrer (neben den höheren Energiekosten käme ja noch die Infrastruktur fürs Tanken usw dazu, die ebenfalls mitbezahlt werden muss).
Es hat seinen Grund, warum aktuell das Thema Brennstoffzelle quasi aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Wasserstoff in Verbrennungsmotoren zu nutzen ist ja noch übler vom Wirkungsgrad her, da denkt glaub ich seit 20 Jahren niemand mehr ernsthaft dran.
Wasserstoff macht vor allem da Sinn, wo man jetzt aktuell in der Industrie Erdgas nutzt und kann diesen da 1:1 ersetzen. Die dafür benötigte Menge ist zudem erheblich kleiner als wenn man damit im Großen Stil PKWs betreiben will - das kann dann ggf wirklich aus dem nicht benötigten und nächtlich erzeugten Windstrom erzeugt werden.
eFuels kranken halt daran, dass diese ja noch ineffizienter sind. Da reden wir dann cirka von Faktor 7. Das macht auch keinen Sinn.
Beides kann nur für bestimmte Aufgaben SInn machen. In Flugzeugen etwa, die vermutlich bei allen Fortschritten in der Akkutechnik vermutlich auch in 30 Jahren nicht batterieelektrisch über den Atlantik kommen werden. Bei LKWs ggf auch. Das muss man sehen. Da wirds vermutlich batterieelektrische Lösungen geben aber für die wirklichen Fernfahrten nicht in der nächsten Zukunft.
Für die breite Masse an Fahrzeugen sind beide Lösungen nicht wirklich sinnig. Zum einen wegen der schon erwähnten Energiemenge und zum anderen wegen der deutlich höheren Kosten für den Nutzer.
Verbrenner müssten nicht adhoc abgeschafft werden, dass ist umwelttechnisch eine Katastrophe.^^ Sinnvoller wäre eine umweltschonende Übergangslösung, wie efuels, so dass man "vorhandene" Ressourcen erst einmal ausschöpft, statt neue zu verbrauchen.^^
Wer schafft denn Verbrenner ad hoc ab?
eFuels stehen nicht zur Debatte, wegen der oben bereits beschriebenen Probleme und zusätzlich der aufzubauenden gigantischen Industrie zur Herstellung derselben. Da wären dann hunderte Milliarden fällig als Invest in eine Technologie, die du als Übergangslösung nutzen willst. Was wäre danach mit den ganzen Fabriken? Den Invest zahlt ja dann auch der Endkunde...
Beschlussstand in der EU (und mittlerweile vielen anderen Ländern und Regionen) ist es ja ab einem bestimmten Datum (bei uns 2035) keine Neuzulassungen zu erlauben. Altbestand kann dann weiter gefahren und auch umgemeldet werden. Bei den üblichen 15 Jahren Nutzungsdauer wäre dann quasi Übergangszeit bis 2050. Ab da spätestens wird ein Verbrenner absoluten Seltenheitswert haben. Ad hoc ist anders.
Vermutlich wird es schneller gehen und ab ca 2030 PKW Verbrenner eher unter ferner liefen bei den Zulassungen in Erscheinung treten. Sie werden einfach zu teuer sein um wirtschaftlich noch Sinn zu machen.
Btw SAP stellt, nach meinem Wissen seine komplette Flotte ab 2025 auf eAutos um.
Wie hättest es gerne belegt, soll ich dir aus nem Fachbuch vorlesen? Rechnerisch? Vergleichende Verbrauchsmesswerte liefern? Hersteller befragen, warum ihre Autos mit Luftfederung ab einer bestimmten Geschwindigkeit die Bodenfreiheit reduzieren?