AW: Terroranschläge in Europa und Konsequenzen
Mal im Ernst, Bayernkurier und Welt als Quellen?
Ja ganz im Ernst, es sei denn du kannst mir inhaltliche Fehler in den Artikeln zeigen.
Naja, wie dem auch sei, dass Neonazis in den Gebieten Schwedens ein Problem sind, wo auch der islamistische Antisemitismus eins ist, ist ja nicht wirklich ein Geheimnis. Ganz interessant ist dabei, dass Malmö in beiden Fällen ein Zentrum zu sein scheint.
Schweden: Malmo verdrangt sein neues Antisemitismus-Problem - WELT
Das es auch Nazis gibt, die ein Problem sind, bestreitet doch niemand. Sie sind aber nicht treibende Kraft des Antisemitismus in Schweden. Der geht von einer ganz bestimmen Gruppe aus.
Kann jeder auch hier in Deutschland im Selbstversuch testen.
Mit der Israel-Fahne auf die Fanmeile: Bespuckt, bedroht und beschimpft - Berlin - Tagesspiegel
Ergebnis:
Mehr oder weniger angefeindet, wird man auch von Deutschen, richtige Aggression geht aber wieder mal von einer bestimmen Gruppe aus.
Noch interessanter und wichtiger: das ganze hat wenig mit der aktuellen Flüchtlingskrise zu tun!
Absolut korrekt. Das Problem sitzt hier:
Antisemitismus (nach 1945) – Wikipedia
Antisemitismus: So eng war der Pakt der Nazis mit Muslimen - WELT
das Ganze ist viel mehr ein Beispiel für schlechte Integration.
Das hingegen ist schlicht falsch. Die Gründe kannst du den einen Absatz zuvor verlinkten Artikeln entnehmen.
Zitat aus dem Wikiartikel:
Wikipedia schrieb:
Laut einer vom Bundesinnenministerium beauftragten Studie aus dem Jahr 2007 tendieren muslimische Schüler überdurchschnittlich stark zu antisemitischen Vorurteilen. Von 500 befragten jungen, in Deutschland aufgewachsenen Muslimen stimmten 15,7 % dem Satz zu, dass Menschen jüdischen Glaubens überheblich und geldgierig seien. Die Zustimmung zu diesem Vorurteil war damit doppelt so hoch wie bei anderen Einwanderer-Jugendlichen und fast dreimal so hoch wie in der originär deutschen Altersgruppe.
Also bei anderen Einwanderern ist Antisemitismus nicht so verbreitet, wie bei Muslimen.
Nach den 1975 erlassenen Gesetzen, die Ausländern quasi dieselben Rechte einräumten wie Schweden, gab es eine Einwanderungswelle, aber anstatt die Einwanderer zu integrieren lebten die natürlich in Ghettos an Stadträndern unter sich und wurden von der gesellschaftlichen Entwicklung abgehängt. Was zu Kriminalität führte, die wiederum Rassismus und Rechtsradikalismus stärkte. Beide Gruppen weisen insofern parallelen auf, als dass sie ihre aktuelle Situation vor allem auf andere, in diesem Fall Juden oder eben den Staat oder so schieben.
Jaja, das alte Märchen von der „schlechten Integration“. Warum begehen eigentlich anderen Einwanderergruppen, die genauso „schlecht integriert“ sind, nicht so viele Terroranschläge und antisemitische Verbrechen?
Der Artikel ist von 1998 und beschreibt damals schon die gesellschaftliche Situation der Abgehängten, inklusive Übergriffen auf Frauen, hohe Kriminalität und Anschlägen von Neonazis. Diese Frustration auf beiden Seiten führt dann dazu, dass Neonazis und radikale Muslime quasi auf derselben Seite kämpfen.
Weil der Nationalsozialismus und der Islam dasselbe Feindbild haben. Ergo ist Islamkritik nichts anderes als Antifaschismus.
Es ist mir nach wie vor unverständlich wie man diese Gewaltideologien in Schutz nehmen kann.
Aber wie gesagt, dass ist auch keine neue durch aktuelle Ereignisse befeuerte Entwicklung, sondern es handelt sich hier um von der Gesellschaft abgehängte Einwanderer und Schweden. Folgen einer verfehlten Wirtschafts- (keine Arbeitsplätze->höhere Kriminalität und steigender Frust), Integrations- (Ghettos) und Bildungspolitik (Nazis).
Und doch fehlt nur eine Gruppe überproportional häufig auf. Und interessanterweise waren z.B. die Attentäter vom 11. September keine abgehängten Menschen.
Das waren Studenten denen alle Möglichkeiten offen standen in Deutschland. Aber eine gewisse Ideologie hat sie dazu gebracht 3000 Menschen zu ermorden.
Wie du richtig sagst, ist es unsere moralische Pflicht. Aber wenn wir uns auf einen Antisemitismus versteifen und gleichzeitig den der Nazis aus dem Blickfeld verlieren bringt das auch nichts.
Es geht um eine richtige Betrachtung. Der Antisemitismus geht nämlich zum größten Teil
nicht von Nazis aus.
Deshalb muss jene Gruppe, die am meisten für Antisemitismus verantwortlich ist, in das Zentrum der Beobachtung gerückt werden.
Dafür müsste man das Ganze aber erstmal konsequent benennen. Daran hapert es ja schon.
Außerdem verstehe ich zwar, wieso wir im historischen Kontext im Bezug auf Antisemitismus besonders sensibel sein sollten, trotzdem bleibt ein Mensch für mich in erster Linie ein Mensch.
Und weiter? Wurde diesen Leuten hier irgendwo das Menschsein abgesprochen?
Wer andere wegen seiner Herkunft oder seiner Religion, und da schließe ich AUCH den Islam mit ein (!) ablehnt ist für mich nicht besser als die islamistischen Antisemiten.
Natürlich ist man da besser.
Wer eine judenfeindliche Ideologie ablehnt, ist in jedem Fall besser als der Anhänger eben dieser judenfeindlichen Ideologie.
Wer den Nationalsozialismus ablehnt, ist doch auch besser als ein Anhänger des Nationalsozialismus.
Oder etwa nicht?
Bayernkurier...

Um es nochmal hervorzuheben: die Parteizeitung einer zumindest in Teilen Rechtspopulistischen Partei ist nicht unbedingt die beste Quelle.
Du solltest mal mehr auf den Inhalt, als auf die Quelle eingehen. Oder mir wahlweise mal die inhaltlichen Fehler aufzeigen. Bis dahin ist der Bayerkurier genauso eine gute Quelle, wie jede andere auch.
Über die grundsätzliche Stimmung bezüglich der Vergewaltigungen siehe hier:
Schweden: Welche schwedischen Werte? | ZEIT ONLINE
Und? Was hat das mit dem Grundproblem zu tun?
Die meisten Vergewaltigungen in Schweden, werden nicht durch Schweden begangen. Warum hängst du dich mit aller Macht und Gewalt an diesem einem Ereignis auf?
Ich kann mich irren, aber "charged of rape" bedeutet doch nur, dass eine Anklage stattfand, oder? Ob tatsächlich eine Vergewaltigung vorlag steht da nicht.
Das entscheidende Wort ist in diesem Zusammenhang „committed“ (begangen).
Zumal "foreign born" überhaupt keine Rolle spielen sollte.
Wenn es keine statische Abweichung gibt, dann hast du Recht, dann sollte es keine Rolle spielen.
Wenn aber "foreign born" aber eine fünffach höhere Zahl an solche Verbrechen haben, obwohl sie in der Gesamtzahl der Bevölkerung eine Minderheit sind, dann spielt es sehr wohl eine Rolle.
Jede Regierung hat nunmal die Pflicht das eigene Volk zu schützen. Und das konkrete Benennen und Bekämpfen von Gefahren (z.B. Sexualdelikte) gehört zu dieser Pflicht dazu.
Das können genau so gut Finnen, Norweger oder Deutsche sein.
Richtig
können. Aber sie sind es nicht. Die Mehrheit dieser Verbrechen werden von einer statistischen Minderheit begangen.
So unklar und populistisch wie das da aufgearbeitet wurde wundert mich nicht, dass es gelöscht wurde.
Sprich, der Absatz war zu ehrlich und das grundlegende Problem zu genau benannt?
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Das heißt einfach nur, dass das, was in Schweden eine Vergewaltigung ist, in anderen Ländern evtl. "nur" sexuelle Nötigung ist.
https://www.riksdagen.se/sv/dokumen...ngssamling/brottsbalk-1962700_sfs-1962-700#K6
Abschnitt 6 § 1:
Sexuelle körperliche Handlungen, die Geschlechtsverkehr gleichen, die durch Misshandlung oder sonstwie mit Gewalt oder durch Androhung von Verbrechen erzwungen oder an Personen vollzogen werden, die wegen Bewusstlosigkeit, Schlaf, Drogen, Krankheit, körperlicher oder geistiger Störung in einem hilflosen Zustand sind, werden mit zwei bis sechs Jahren Haft bestraft, in minderschweren Fällen bis vier Jahre, in besonders schweren Fällen mit vier bis zehn Jahren Haft.
Im Vergleich unsere Strafgesetzbuch
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__177.html
Liest sich für mich jetzt nicht massiv anders.
Außerdem wird in Schweden bei Fällen, wo Täter und Opfer gleich sind, jeder einzelne Übergriff einzeln gezählt, während es in anderen Ländern als ein Fall behandelt wird. Wenn jemand also in Schweden seine Frau 10 Mal vergewaltigt kann das unter Umständen in Schweden als 10 Vergewaltigungen gezählt werden, während es in manchen anderen Ländern ein einziger Fall von sexueller Nötigung wäre.
Wenn man jemanden 10 Mal vergewaltig, waren es ja wohl auch 10 Vergewaltigungen, oder hat das Opfer nur einmal gelitten?
Da sollte man dann lieber die anderen Länder kritisieren, die hier versuchen, ihre Statistiken zu schönen.
Der Versuch zehn Vergewaltigungen zu einem Fall zu reduzieren, weil Täter und Opfer gleich waren, ist ein Schlag ins Gesicht jedes Opfers.
Bedeutet natürlich nicht, dass es kein Problem mit sexuellen Übergriffen in Schweden gibt. Nur sind die Zahlen eben schlicht nicht zu vergleichen und Versuche, dies trotzdem zu tun, billiger Populismus.
Billiger Populismus ist es eher, das Problem, dass deutlich benannt wurde, herunterzuspielen, nur weil es nicht ins eigene Weltbild passt.
Achso, woanders wird nicht demonstriert und man lässt sich alles gefallen? Was für ein Schwachsinn.
Offensichtlich. Sonst würde man nicht jede „alternativlose“ Entscheidung einfach schlucken.
Aber die Sachsen waren ja schon 1989 die mutigsten Bürger der ehemaligen DDR. Das hat sich scheinbar nicht geändert.
Exekutive: kompletter Fall Al-Bakr, muss man sicher nicht mehr viel zu sagen,
Der Mann hat durch seinen Suizid Deutschland ordentlich Geld gespart.
aber auch in der Vergangenheit: wie nahe die Polizei und Justiz ganz weit außen am rechten Rand stehen sieht man auch am Fall Lothar König
Das Verfahren wurde eingestellt.
Gesellschaft: Übergriffe in Bautzen, Clausnitz usw., Angriffe auf die Pressefreiheit bei Pegida und Legida.
Das sind alles Einzelfälle und das hat nichts mit Sachsen zu tun.
Komisch, woher kommt mir dieser Wortlaut nur so bekannt vor? Fragen über Fragen.
Ich bezog mich ausschließlich darauf, dass man nicht überall in Deutschland auf Mithilfe von Flüchtlingen angewiesen ist, um Terroristen zu stoppen, und dass die Polizei nicht überall dermaßen unfähig ist. Die Sauerland-Gruppe konnte man ja auch stoppen.
Die Sauerlandgruppe wurde übrigens nicht wegen unserer Polizei gestoppt, sondern wegen der NSA/CIA.
Und weil die Polizei einen Terroristen nicht fangen konnte, ist die gesamte sächsische Polizei „dermaßen unfähig“?
181 bekannte Tote durch rechtsextreme Gewalt in Deutschland seit 1990 und auf der anderen Seite bisher kein geglückter Anschlag in Deutschland, bei mehreren Versuchen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mordanschlag_am_Frankfurter_Flughafen_am_2._März_2011
Darüber hinaus, wie die Statistiken zur rechten Gewalt in Deutschland geführt werden, ist ja hinlänglich bekannt.
http://www.rbb-online.de/politik/be...richt-deutsche-einheit-fremdenhass-osten.html
RBB schrieb:
"Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt."
https://www.welt.de/debatte/komment...Gewalttaten-werden-notorisch-verharmlost.html
Für mich sieht das so aus, als würden wir hierzulande über eine recht ordentliche Abwehr des islamistischen Terrors verfügen, während wir bei rechtem Terror Nachholbedarf haben.
Terror ist ja nur die letzte Stufe, einer Ideologie die abzulehnen ist. Die Stufen darunter sind nicht viel angenehmer:
https://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article136846233/Der-normale-Wahnsinn-des-Islam.html
Ok, ich korrigiere mich: wurden konsequent ignoriert. Selbst zum Fall Adrian Ursache hat man ja relativ wenig gelesen.
Hat man? Kurz gegoogelt, sofort was gefunden.
Wie gesagt, ist mir völlig egal. Wer unseren Staat und die Demokratie ablehnt, gegen diesen vorgeht und verfassungs- und menschenfeindliches Gedankengut verbreitet, egal ob als Islamist oder besorgter Bürger, gehört für mich im Grunde ausgewiesen. Schon klar, geht bei letzteren nicht, aber wenn es hier so unerträglich ist, warum hauen die dann nicht selbst einfach ab?
Weil sie den Stand wiederhaben wollen, als es noch nicht unerträglich war. Und in unserem Land ist immer noch das deutsche Volk der Souverän und kein anderes Volk.
Wie gesagt, der Richter entscheidet nach geltendem Recht. Schweden müsste die IS Fahne erst durch ein Gesetz verbieten. Ergo muss der Richter jeden einzelnen Fall prüfen und entsprechend urteilen.
Es gibt ein Gesetz in Schweden. Nämlich jenes, für das der Angeklagte vor Gericht stand. Hassrede.
Und nur dank einer an Zynismus nicht zu überbietende Erklärung der Staatsanwältin, ist er nicht dafür verurteilt worden.
Das ist eben falsch und hatte ich schon erklärt, aber das siehst du ja immer nie.
Natürlich ist es richtig. Ein Richter hat entschieden, dass das Zeigen der IS-Fahne erstmal erlaubt ist. Darauf kann sich in Zukunft jeder weitere Angeklagte berufen, der die IS-Fahne auch zeit.
Ein Urteil ist für deinen einen Einzelfall gefällt worden. Was mit dem nächsten ist, der mit einer IS Fahne durch die Stadt läuft, wird in einem neuen Prozess und neuem Urteil erklärt.
Den Begriff „Präzedenzfall“ schon mal gehört? Jeder neue Angeklagte kann sich auf dieses falsche Urteil berufen, wenn er die IS-Fahne zeigt.
Du pauschalisierst einfach wieder.
Und das ist jetzt im vorliegenden Fall schlimm, weil? Ich kann ganz pauschal sagen, dass die IS-Fahne ein Zeichen für Hass, Terror und Unfreiheit ist. Und jeder, der diese Fahne zeigt, verurteilt gehört.
Das ist eine pauschale Aussage. Wo ist die jetzt falsch?
Aus deiner Sicht vielleicht, und daher muss sich ein Richter an geltende Gesetze halten.
Hätte er doch getan, wenn er den Angeklagten für die Hassrede verurteilt hätte. Willst du das nicht verstehen?
Der Angeklagte hat ja erklärt, dass es ihm um das Symbol ginge und das haben die IS Leute eben für ihre Zwecke missbraucht.
Ja genau, das ist natürlich total glaubwürdig.
Wenn Nazis das Hakenkreuz benutzen, meinen sie natürlich nicht das Symbol das für Terror, Mord und Unfreiheit stand, sondern das alte Symbol der Buddhisten.
Dass das nur eine Schutzbehauptung des Angeklagten ist, kommt dir nicht in den Sinn?