Stuttgart21

Na und, wo ist da jetzt ein Problem? Dann kostet es halt ein paar euro mehr :schief:

mfg

Bärenmarke

glaubst du wirklich, das es bei diesen 370 millionen bleibt? so blauäugig kann eigentlich keiner sein, typischerweise kosten öffentliche bauten wesentlich mehr als vorher veranschlagt. ganz geiles beispiel ist die hamburger elbphilharmonie, zum anfang mit 7x millionen geplant, wird die summe bis zur fertigstellung aktuell auf 47x millionen geschätzt.
 
jop, ist völlig normal, in der Ausschreibung wird so kalkuliert, dass das gar nicht passen kann und am Ende muss der Staat dann mehr blechen, weil die Verträge auch völlig sinnfrei ausgehandelt sind, zugunsten der Industrie eben und zu Lasten des Steuerzahlers.
Lobbyismus funktioniert auch hier sehr gut.
 
glaubst du wirklich, das es bei diesen 370 millionen bleibt? so blauäugig kann eigentlich keiner sein, typischerweise kosten öffentliche bauten wesentlich mehr als vorher veranschlagt. ganz geiles beispiel ist die hamburger elbphilharmonie, zum anfang mit 7x millionen geplant, wird die summe bis zur fertigstellung aktuell auf 47x millionen geschätzt.

Ein anderer Ton, wenn ich bitten darf!

Steht das in meinem Post, dass ich das glaube? Kann ich beim besten Willen meiner Aussage nicht entnehmen... Es ist mir nur egal, ob es jetzt 370 Millionen oder 3,7 Milliarden mehr kostet... Das der Staat möglichst niedrige Summen ansetzt sollte jedem klar sein, der Bildleser soll sich darüber ja nicht aufregen ;)

mfg

Bärenmarke
 
Ist doch uninteressant genauso das er nun teurer wird als geplant ... war doch vorauszusehen, denn ich kenne keine einzige Planung von Objekten die sich an die Kalkulation hält, zumindest keine wo der Staat die Finger im Spiel hat. ;)
 
Das der Staat möglichst niedrige Summen ansetzt sollte jedem klar sein, der Bildleser soll sich darüber ja nicht aufregen ;)

Der Staat setzt gar nichts an. Er schreibt den Bau aus und bekommt dann Angebote rein.
Davon nimmt er das billigste und lässt sich dann einen Vertrag andrehen, der besagt, dass er ohne Murren den Endpreis bezahlen muss, egal wie hoch der ausfallen wird.
 
Der Staat setzt gar nichts an. Er schreibt den Bau aus und bekommt dann Angebote rein.
Davon nimmt er das billigste und lässt sich dann einen Vertrag andrehen, der besagt, dass er ohne Murren den Endpreis bezahlen muss, egal wie hoch der ausfallen wird.

Kommt doch im prinzip aufs gleiche raus, wobei die das doch bestimmt auch selber durchkalkulieren bei derartigen Summen oder nicht?

Wäre ja ganz schon stupide sich vollkommen auf die "seriösen" angebote zu verlassen.

mfg

Bärenmarke
 
Mein Chef hat auch gerne das günstigste Angbot gemacht. Allerdings mit dem Zusatz, dass alle Abweichungen vom Angebot zum regulären (überteuerten) Preis gemacht werden. Er wusste aus Erfahrung, dass er im Endeffekt nur noch bei den mittleren Angeboten landen und damit einen vernünftigen Gewinn erwirtschaften wird. Seine Kunden waren zu dieser Transferliestung komischerweise zu doof. Dabei hätten sie aus eigener Erfahrung wissen müssen, wie oft es bei vorherigen Bauobjekten zu Änderungen kam. Speziell bei städtischen und anderen Angeboten, die von öffentlicher Hand kamen, war diese Naivität sehr ausgeprägt.
 
Es gibt doch eine Menge Beispiele, bei denen der Staat sich entweder über den Tisch ziehen lies oder einfach nur zu blöd war das zu raffen oder Lobbyisten das so geschickt gemacht haben, damit es zu ihren Gunsten verläuft.
Bei Stuttgart 21 sind es Lobbyverbände, die wollen den Umbau, koste es, was es wolle.
 
Der Kram wird ja eh schon seit 20 Jahren oder so geplant und damals war man sich sicher, dass man das braucht und da man damals sicher war, kann man heute ja nicht falsch liegen, denn es hat sich ja praktisch nichts verändert. :ugly:
 
Kommt doch im prinzip aufs gleiche raus, wobei die das doch bestimmt auch selber durchkalkulieren bei derartigen Summen oder nicht?

Wäre ja ganz schon stupide sich vollkommen auf die "seriösen" angebote zu verlassen.

Der Staat ist in aller Regel dazu verpflichtet, das billigste Angebot zu akzeptieren. Die einzige Möglichkeit, sich vor solchen Nachforderungen zu schützen, wäre es, von Anfang an einen Fixpreis zu vereinbaren. Aber das ist bei solch großen Projekten nur schwer möglich bzw. wird dann so teuer, dass es kein Haushaltsausschus dulden würde.
Und da kein Politiker sich um Kosten in der nächsten oder übernächsten Legislaturperiode kümmert (bzw. von seinen Wählern dazu gezwungen wird)...
 
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