Man kann da natürlich Quoten ausrechnen, aber verglichen mit anderen Zahlungen, die wir wirklich alle anteilig leisten und von denen nicht ein Cent in Deuschland bleibt, ist das insgesamt schon ziemlich viel Aufstand, wenn man sich überlegt, bei was für Sachen sich der Wutbürger nicht aufregt.
Das wäre ein weiteres Thema. Es ändert aber nichts daran, dass du deine Aussage, wen Stuttgart21 was angeht, die Realität verfehlt und dass dein Versuch, anhand der Meinung der Stuttgarter die Zukunft von Stuttgart21 vollkommen verkennt, wer über die Zukunft von Stuttgart21 entscheidet.
Über 1.000 Befragte kannst Du 10.000 Menschen so gut abbilden wie 10.000.000 oder 100.000.000 oder noch mehr. Es ändert sich mit jedem zusätzlichen Befragten so gut wie nichts mehr. Das kann man auch wunderbar berechnen. Wir sind nämlich alle nicht so verschieden, wie es uns das gesamte Individualitätsgefasel der letzten 10 oder 15 Jahre so glauben machen möchte. Ich weiß ja nicht, ob Du schonmal ansatzweise in der empirischen Sozialforschung gearbeitet hast, aber überspitzt gesagt gibt's nach etwa 15 Fragebögen in der Regel keine großen Überraschungen mehr.
Persönlich nur ~einmal, aber meine Kontakte sind sehr gut. Definitiv gut genug, um zwischen deiner 15-Bögen Behauptung und einer 500+ Bögen Realität zu unterscheiden. Und berechnen kann man sehr wenig - Stochastik ist keine Analysis. Man kann anhand von Erfahrungswerten ermitteln, welche Stichprobe für eine gewisse Frage sinnvoll ist und 1000 ist kein schlechter Ansatz. Aber eben auch keiner, der für eine Genauigkeit von ±2% ausreicht. Und es geht hier eben auch um eine Situation, für die keinerlei Erfahrungswerte vorliegen, die man zu Rate ziehen könnte.
Bei Wahlvorhersagen hast Du das Problem, daß sich Meinungen und Stimmungen so gut wie täglich ändern. Was nützt Dir eine Wahlprognose eine oder zwei Wochen vor dem Urnengang, wenn sich dazwischen noch ein Politiker total blamiert, irgendein Skandal ans Licht kommt oder auch einfach nur was unvorhersehbares im Ausland passiert (z.B. Fukushima)?
Thema ist nicht "was wäre wenn Fukushima". Es gibt kaum eine Wahl, bei der eine Woche vorher wesentlich mehr Blamagen geschehen, als in den vier Wochen davor und zufällige Meinungsschwankungen würden sich in einer großen Menge gegenseitig ausgleichen - das ist ja eben gerade die Grundlage, warum mit 1000 Leuten überhaupt irgend eine Aussage treffen kann.
Übrigens interessant, wir du begründest, warum man eine Woche vor einer Wahl Ungenauigkeiten von 10% hat, während du ein Quartal vor einem Volksentscheid mit Ungenauigkeiten <2% rechnest.
Aber warum seine Argumentation auf einen Maßstab beschränken, wenn doch so viele zur Auswahl stehen, nicht?
Ich weiß nicht, ob Du schonmal von einem Meinungsforschungsinstitut angerufen worden bist,
Mehrfach (ich hab nämlich Festnetz

) - und das erste Mal garantiert ohne dass die mehr von mir wussten, als bestenfalls meine Telefonnummer (die sie zu dem Zeitpunkt aber auch höchstens von meinem Telefonanbieter gehabt haben können. War nämlich noch keinen Monat alt, der Anschluss)