News Studie: Was erwartet die Gen Z vom Job? Geld steht ganz oben

Können die alles machen, wenn in paar jahren alles den Bach runtergegeangen ist werden sie schon sehen.
Wir brauchen keine 50 Millonen Streetworker und Sozialarbeiter.

Ich habe einen Kollegen der aus dem Irak, 21 Jahre und mit dem Boot gekommen (haben nicht alle Überlebt). Der ist mega fleißig, talentiert, respektvoll und spricht besser deutsch als manche Z´ler. "Ey digga chill mal"
 
@Incredible Alk auch da sind wir uns wieder ganz ähnlich (auch wenn ich in meinen Eltern eher ein Negativbeispiel hatte und es deshalb nicht so mache). Aber die Leute die nicht mit Geld umgehen konnten gab es in jeder Generation. Dazu kommt dass es laut dieser bekannten, etwas älteren Gen Z Studie wohl gerade für die Generation so wichtig ist dazu zu gehören wie für noch keine davor. Kein Wunder: in deren Lebenswirklichkeit werden sie doch viel krasser mir Statussymbolen bombardiert und dann müssen sie das eben alles auch haben was die influencer besitzen, auch wenn das total unvernünftig ist. Auch da kann ich wie in meinem ersten Post nur sagen: haben deren Eltern irgendwie verkackt.
deswegen sind da jetzt vielleicht ein paar mehr unvernünftig und verschwenderisch, aber vielleicht kriegen die mit Mitte 30 auch die Kurve.
in jedem Fall sehe ich das nicht als deren Schuld dass sie sind wie sie sind.
 
Oh man... seit sechzehn Jahren bin ich hier angemeldet und habe bis auf wenige Ausnahmen immer jeden thread erst gelesen, bevor ich selbst was geschrieben habe, aber hier hatte ich nach der dritten Seite echt keinen Nerv mehr.

Da wird von "nicht mehr ausbeuten lassen" gesprochen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Hat hier überhaupt einer eine Ahnung was das sein soll? Hier soll mal jeder der das Wort Ausbeutung in den Mund genommen hat, bitte definieren wie er/sie ausgebeutet wurde. Ihr sagt, ihr lasst euch nicht mehr ausbeuten, also müsst ihr ja schon ausgebeutet worden sein.

Da wird hier von Wertschätzung gesprochen. Der Arbeitgeber und die Mitarbeiter sollen einen schon bei der Bewerbung wertschätzen. Mal darüber nachgedacht was das bedeutet? Das Wort an sich mal auf der Zunge zergehen lassen? Jeder Mitarbeiter/in hat einen Grundwert, da vermeintlich Arbeitskraft. Alles weitere, das was als Wert eigentlich dahinter steht für die fordernden, muss man erst mal zeigen. Man kann gar nicht fordern wertgeschätzt zu werden, das ergibt sich. Tut man es doch und zwar zu Beginn schon, dann ist man eben noch nichts wert, aber das ist es ja nicht was die fordernden wollen. Die wollen einfach nur hohe Forderungen hinter einem Begriff verstecken, der es dem schätzenden schwer macht nicht schlecht dazustehen.

Auch dieses absolut dämliche Verhalten hier, gleich jeden der nicht mit einstimmt als Boomer und auch noch feige zu bezeichnen. Selbst gar nicht so ausgebildet worden, gar nicht so gelebt und gearbeitet und dann meinen man kann sich ein Urteil bilden? Letzteres ist das was nötig ist für die Kollegen und den Betrieb um den Wert eines neuen Unternehmensmitglieds zu bestimmen, nicht die große Klappe beim Bewerbungsgespräch.

Über die Arbeit soll man sich nicht definieren dürfen? Aber über Urlaube, Smartphones und Klimbim? Gehts noch? Wenn man gern arbeiten geht, wird man zwangsläufig auch besser in dem was man tut und es fällt einem von mal zu mal leichter und irgendwann sind diese acht Stunden einfach nur ein Zeitvertreib der einen gar nicht mal groß belastet. Darüber mal nachgedacht? Bei 8h täglich, hat man doppelt so viel Freizeit wie Arbeitszeit. Man bekommt Kohle für ein Drittel seiner Zeit, die aber dann drei Drittel ausreicht, aber das ist nicht fair genug?
Wenn ihr beispielsweise liebend gern in der Küche steht und backt und werdet Bäcker/Konditor, dann sind diese 8h Arbeit gleichbedeutend mit 8h Hobby ausüben, nur eben nach Vorgaben. Ganz sicher aber keine Qual. Diese ganze Problematik beruht doch nur darauf, dass sich viele den Job nur nach Kohle aussuchen und nicht nach Leidenschaft und Interessen. Genau die meinen dann aber schlecht behandelt zu werden... zum Mäusemelken!

Edit
Personenbezug weggelassen
Arbeit ist nie Hobby, nur ganz wenige Freiberufler können das behaupten. Ansonsten ist Arbeit Ausbeutung.
 
Kommt halt drauf an was der persönliche Antreiber ist. Mir ist die "Position" im Unternehmen an sich völlig egal. Ob ich einen oder zwei oder 7 Chefs über mir habe und ob ich Vorgesetzter von 0 oder 10 oder 300 Leuten bin spielt für meine Motivation keine Rolle. Geld im Sinne von Reichtum ists ebenfalls nicht. Eher Wissbegierde und die Möglichkeit, Dinge zu beeinflussen.
Geld ist immer wichtig. Mir gab es die Sicherheit, meine Familie gut versorgen und was fürs Alter ansparen zu können.
Ich war auch nicht daran interessiert Karriere zu machen, es ergab sich hat.
Die passenden intrinsischen Motivatoren zu finden bzw. wie die sich zur GenZ hin verändert haben (wenn sie das haben) wäre auch mal ne interessante Studie. Denn "Geld" gehört nicht dazu, der Motivator ist extrinsisch (und funktioniert übrigens auch nicht gut).
Meine Kinder gehören der Generation an und haben beide Ziele und sind auch nicht faul.
Ich kann das eh nicht nachvollziehen. Du brachst Geld zum Leben und was anderes als deine Arbeitskraft kannst du nicht bieten um Geld zu verdienen.
Dass Geld nicht alles ist, ist ja klar, aber es beruhigt eben.
 
Arbeit ist nie Hobby, nur ganz wenige Freiberufler können das behaupten. Ansonsten ist Arbeit Ausbeutung.
Man wird auf der Arbeit ausgebeutet, wenn man es zulässt.
Freiberufler? Wenn es nicht gerade eine Nische ist, die man mit seinem Werk besetzt und damit richtig Geld macht, eher ein Weg in den Burn Out?
 
Ich glaub du magst keine Obstkörbe.:haha:
Naja, der wird halt lächerlich oft als supertolles Goodie "verkauft" und sogar in der Stellenausschreibung erwähnt.
Bei uns gibt es auch einen in der Firma, aber der wird nicht explizit erwähnt sondern mehr als Selbstverständlichkeit betrachtet. Da wird eher mit flexiblen Arbeitszeiten, 6. Urlaubswoche und Zusatzversicherungen geworben.
 
Oh man... seit sechzehn Jahren bin ich hier angemeldet und habe bis auf wenige Ausnahmen immer jeden thread erst gelesen, bevor ich selbst was geschrieben habe, aber hier hatte ich nach der dritten Seite echt keinen Nerv mehr.

Da wird von "nicht mehr ausbeuten lassen" gesprochen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Hat hier überhaupt einer eine Ahnung was das sein soll? Hier soll mal jeder der das Wort Ausbeutung in den Mund genommen hat, bitte definieren wie er/sie ausgebeutet wurde. Ihr sagt, ihr lasst euch nicht mehr ausbeuten, also müsst ihr ja schon ausgebeutet worden sein.
Wenn du nicht alles gelesen hast, ist es kein Wunder, wenn du nicht weißt, was "Ausbeutung" hier bedeutet. :) Das wurde nämlich oft genug anhand von Beispielen erklärt.

Da wird hier von Wertschätzung gesprochen. Der Arbeitgeber und die Mitarbeiter sollen einen schon bei der Bewerbung wertschätzen. Mal darüber nachgedacht was das bedeutet? Das Wort an sich mal auf der Zunge zergehen lassen? Jeder Mitarbeiter/in hat einen Grundwert, da vermeintlich Arbeitskraft. Alles weitere, das was als Wert eigentlich dahinter steht für die fordernden, muss man erst mal zeigen. Man kann gar nicht fordern wertgeschätzt zu werden, das ergibt sich. Tut man es doch und zwar zu Beginn schon, dann ist man eben noch nichts wert, aber das ist es ja nicht was die fordernden wollen. Die wollen einfach nur hohe Forderungen hinter einem Begriff verstecken, der es dem schätzenden schwer macht nicht schlecht dazustehen.
Wertschätzung ist nichts anderes als eine Form der Achtung vor einer Person. Und ob es sich Arbeitgeber überhaupt noch leisten können, Bewerber als irgendwelche Nullgesichter anzusehen, ist eindeutig infrage zu stellen.

Letzteres ist das was nötig ist für die Kollegen und den Betrieb um den Wert eines neuen Unternehmensmitglieds zu bestimmen, nicht die große Klappe beim Bewerbungsgespräch.
Naja, dann brauchen wir keine Bewerbungsgespräche mehr.

Über die Arbeit soll man sich nicht definieren dürfen? Aber über Urlaube, Smartphones und Klimbim? Gehts noch?
Wer sagt, dass man sich über Konsum definieren soll? :confused: Aber wer sich über seine Arbeit definiert, hat in seinem restlichen Leben genauso was falsch gemacht, wie jemand, der schlicht keine Arbeit findet.

Wenn man gern arbeiten geht, wird man zwangsläufig auch besser in dem was man tut und es fällt einem von mal zu mal leichter und irgendwann sind diese acht Stunden einfach nur ein Zeitvertreib der einen gar nicht mal groß belastet. Darüber mal nachgedacht?
Hab ich tatsächlich. Ich liebe meinen Beruf. Ich würde ihn nicht eintauschen wollen. Aber ich weiß auch, dass mein Beruf mit extremer Lärmbelastung einher geht und ich nicht mal eben Gehörschutz tragen kann (Aufsichtspflicht und so). Auch geht mein Beruf mit hoher psychischer Belastung einher. So sehr ich den Beruf auch mag, ich würde nicht mal im Traum daran denken, Vollzeit zu arbeiten.

Bei 8h täglich, hat man doppelt so viel Freizeit wie Arbeitszeit. Man bekommt Kohle für ein Drittel seiner Zeit, die aber dann drei Drittel ausreicht, aber das ist nicht fair genug?
Wenn ihr beispielsweise liebend gern in der Küche steht und backt und werdet Bäcker/Konditor, dann sind diese 8h Arbeit gleichbedeutend mit 8h Hobby ausüben, nur eben nach Vorgaben. Ganz sicher aber keine Qual. Diese ganze Problematik beruht doch nur darauf, dass sich viele den Job nur nach Kohle aussuchen und nicht nach Leidenschaft und Interessen. Genau die meinen dann aber schlecht behandelt zu werden... zum Mäusemelken!

Edit
Personenbezug weggelassen
Arbeit ist aber nun mal per Definition kein Hobby, sondern eine Notwendigkeit, um seinen Lebensstandard (Hobbys z.B.) halten zu können.

Abgesehen davon kommen in der Freizeit bei vielen noch folgende Dinge hinzu:
- Termine (die man je nach Arbeitszeit selbst als Single schwer wahrnehmen kann)
- Familie
- Haushalt
- Schlaf will man ja auch noch
- etc.

Echte Freizeit hat man im Durchschnitt eben nicht zwei Drittel des restlichen Tages. Dazu kommt ja noch der Schichtdienst bei vielen Leuten.

Können die alles machen, wenn in paar jahren alles den Bach runtergegeangen ist werden sie schon sehen.
Wir brauchen keine 50 Millonen Streetworker und Sozialarbeiter.
Gerade was pädagogische Fachkräfte angeht, haben wir einen Mangel. Wie kommst du da jetzt bitte auf eben diese Berufe, die zu den undankbarsten gehören, die es gibt, und die deswegen weniger Leute machen wollen, als wir eigentlich benötigen?

Man wird auf der Arbeit ausgebeutet, wenn man es zulässt.
Freiberufler? Wenn es nicht gerade eine Nische ist, die man mit seinem Werk besetzt und damit richtig Geld macht, eher ein Weg in den Burn Out?
Den Burnout kann es auch für den einfachen Angestellten geben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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80-90% derer die ich kenne und wahrnehme, holen spätestens alle 5-10 Minuten ihr Handy raus.
Egal ob Schule, Arbeit, Essen, Gespräch etc.
Das hat man früher auch zu den Jugendlichen gesagt als der Walkman anfing und jeder plötzlich einen hatte und nicht mehr ohne ging.

Gehörte ich auch übrigens dazu, bin sogar von einem Auto deswegen angefahren worden weil ich es nicht gehört habe…
Die Jugend von heute ist weder besser noch schlimmer als sie schon die letzten 2.000 Jahre war.

„Was nun zunächst die jungen Leute angeht, so sind sie heftig in ihrem Begehren und geneigt, das ins Werk zu setzen, wonach ihr Begehren steht. Von den leiblichen Begierden sind es vorzugsweise die des Liebesgenusses, denen sie nachgehen, und in diesem Punkt sind sie alle ohne Selbstbeherrschung. […] zornmütig und leidenschaftlich aufwallend in ihrem Zorne. Auch sind sie nicht imstande, ihren Zorn zu bemeistern, denn aus Ehrgeiz ertragen sie es nicht, sich geringschätzig behandelt zu sehen, sondern sie empören sich, sobald sie sich beleidigt glauben.

Auch hoffnungsreich sind sie, denn das Feuer, das dem Zecher der Wein gibt, haben die Jünglinge von der Natur […] sie tun alles eben zu sehr, sie lieben zu sehr und hassen zu sehr, und ebenso in allen anderen Empfindungen. Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
 
Nein zu sagen ist eine Fähigkeit die leider viel zu wenige in der Berufswelt haben. Da wird sich lieber ein Arsch voll Arbeit aufgebrummt, dann alles nur halbherzig gemacht nur um am Ende vor den Kollegen zu prahlen dass man ja so viele Überstunden machen muss um die ganze Arbeit zu schaffen. Selbst Schuld sage ich da nur. Wenn ich innerhalb der Soll Arbeitszeit meine Arbeit nicht schaffe gehe ich zu meinem Chef und sage, entweder kriegst du A oder B, beides ist nicht. Dann wird kurz gegrummelt und eine Priorität festgelegt. Ganz simpel.
Kenne da viel zu viele Beispiele, die nicht nein sagen können. Nach meiner Ausbildung habe ich im Schichtbetrieb gearbeitet. Frühschicht 6:00-15:15Uhr und Spätschicht von 15:15-24:00Uhr. Da wollte man von mir, dass ich Morgens früher anfange und um ca. 5:45Uhr die Maschiene einschalte, dass ich um 6:00Uhr mit der Arbeit beginnen kann. Zur Spätschicht sollte ich dann 30min Früher kommen, wegen der Schichtübergabe...

Ich kam immer 2-3min vor Arbeistbeginn und habe nie eine Schichtübergabe etc. gemacht. Da hat sich ein Kollege beschwert, weil das ja alle machen nur ich nicht, bla bla bla. Als ich dann erläutert habe, dass ich gerne früher komme, wenn ich früher gehen darf, oder mein Gehalt entsprechend angepasst wird. Dann war ruhe.

Sehe das auch bei Freunden im Einzelhandel. "Ich muss früher kommen um alles vorzubereiten und länger bleiben um die Kasse zu machen." Das alles natürlich unbezahlt, weil das ja alle so machen... Ich würde denen was erzählen...

Arbeit ist nie Hobby, nur ganz wenige Freiberufler können das behaupten. Ansonsten ist Arbeit Ausbeutung.
Schonmal über einen neuen Beruf nachgedacht, wenn du denkst, dass Arbeit Ausbeutung ist?
Klingt nach keinem guten Arbeitsverhältnis bei dir.

Normalerweise gibt man seine Arbeitskraft und bekommt dafür Geld. Verstehe nicht was daran generell Ausbeutung sein soll... Wenn man sich ausbeuten lässt ist das natürlich eine andere Sache.
 
@ssj3rd
Du hast den Walkman mitten in einer Unterhaltung aufgesetzt und deine Aufmerksamkeitsspanne war die einer Fliege?
Ich glaube manche haben echt noch nichts mit der Jugend zu tun gehabt.
Und ja, früher war das auch schon so, kenn ich den Spruch.
Nur war es eben nicht so.
Gerade auf der Arbeit sehe ich das.
Da wird mitten während der Arbeitszeit telefoniert, Sprachnachrichten versendet etc und sich dann darüber aufgeregt, wenn man deswegen ne Abmahnung kriegt.
 
@ssj3rd
Du hast den Walkman mitten in einer Unterhaltung aufgesetzt und deine Aufmerksamkeitsspanne war die einer Fliege?
Ich glaube manche haben echt noch nichts mit der Jugend zu tun gehabt.
Und ja, früher war das auch schon so, kenn ich den Spruch.
Nur war es eben nicht so.
Gerade auf der Arbeit sehe ich das.
Da wird mitten während der Arbeitszeit telefoniert, Sprachnachrichten versendet etc und sich dann darüber aufgeregt, wenn man deswegen ne Abmahnung kriegt.
Das ist aber auch ein Problem, das ich bei vielen Erwachsenen aus meinem Jahrgang sehe. Der übermäßige Gebrauch von Smartphones während der Arbeitszeit ist keinesfalls ein Phänomen, dass man nur bei jungen Leuten findet.

Übrigens auch nicht nur während der Arbeitszeit. Die meisten Eltern kommen, wenn sie ihre Kinder abholen, mit Blick aufs Handy in die Einrichtung, sagen nicht mal Guten Tag oder so. Jedenfalls nicht von selbst. Sie nehmen ihr Kind mit, gucken weiter aufs Handy, und gucken auch dann aufs Handy, wenn sie die Einrichtung verlassen. Und manche wenige beschweren sich dann, wenn man sie währenddessen anspricht, weil sie ja "ganz wichtiges Zeug" tun müssen.

Also...gute Vorbilder kenne ich anders. So frage ich mich doch eher, wie es die jüngeren Menschen anders lernen sollen, wenn das Elternhaus - also die primären Bezugspersonen - schon so ist?
 
Dazu muß ich auch noch sagen, dass man einerseits den Boomern und vorigen Generationen dankbar sein kann oder sogar muß. Ohne die hätten wir jetzt heute nicht diesen Wohlstand. Und auch nicht die technologische Entwicklung.
Die meisten haben hart dafür gearbeitet. […]

Die Umstände waren anders. Ist ja nun nicht so, dass sich die Generation meiner Großeltern jetzt hätte aussuchen können, ob sie allesamt 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich im Home Office oder 48 Stunden die Woche im Bergwerk roboten möchten. Dankbarkeit ist da finde ich das falsche Wort.

Ich, als Mitglied der „Generation Y“ („why?“), stehe da voll zwischen. Ich habe nicht mehr die Illusion, dass das gute alte „rheinische Wohlstandsversprechen“ noch einen verschrumpelten Pfifferling wert wäre. Gleichzeitig bin ich noch stark genug geprägt von den Ausläufern der 80er, dass mir dieser ganze Selbstverwirklichungsfimmel ziemlich abgeht.
 
Was völlig normal und höchst lobenswert für jede Firma ist - ist bei Arbeitnehmern verpönt.

Wenig Einsatz - maximaler Gewinn
Flexibilität und die ständige Suche, wo es mehr gibt.
Schonung der eigenen Ressourcen


Firmen, die heutzutage nicht so handeln, gehen Pleite - Arbeitnehmer, die nicht so handeln, beziehen Wohngeld oder eine Berufsunfähigkeitsrente.


Ja, da hat die Unternehmerlobby wirklich gute Gehirnwäsche betrieben die letzten Jahrzehnte. Denn jeder ist sein eigener Unternehmer, der zuerst an sich denken muss. Auch als Angestellter.

Ich freue mich aufrichtig, dass ich offenbar nicht der einzige war, der seine Kinder (3) in diesem Sinne erzogen hat.
 
Ja, ich denke auch mit Schrecken an die letzte sozialliberale Koalition zurück, damals unter Schröder…
Das hatte ich hier schon mal erklärt. Die Schröder Regierung hatte von der Kohlregierung eine hohe Arbeitslosenquote übernommen und die Staatsverschuldungen waren auch sehr hoch.
Eine Reform war notwendig.
Es wurde aber auch grobe Fehler gemacht. Was der SPD bis heute vorgeworfen wird.
Allerdings wurde auch nachgebessert. Den gesetzlichen Mindestlohn hat die SPD z.B. durchgesetzt.
Und noch ein paar andere Dinge. Die SPD wollte auch die 2 Klassenmedizin abschaffen und gesetzliche und private Krankenversicherung zusammenlegen. Aber da war die FDP gegen.
 
Das hat man früher auch zu den Jugendlichen gesagt als der Walkman anfing und jeder plötzlich einen hatte und nicht mehr ohne ging.

Gehörte ich auch übrigens dazu, bin sogar von einem Auto deswegen angefahren worden weil ich es nicht gehört habe…
Die Jugend von heute ist weder besser noch schlimmer als sie schon die letzten 2.000 Jahre war.

„Was nun zunächst die jungen Leute angeht, so sind sie heftig in ihrem Begehren und geneigt, das ins Werk zu setzen, wonach ihr Begehren steht. Von den leiblichen Begierden sind es vorzugsweise die des Liebesgenusses, denen sie nachgehen, und in diesem Punkt sind sie alle ohne Selbstbeherrschung. […] zornmütig und leidenschaftlich aufwallend in ihrem Zorne. Auch sind sie nicht imstande, ihren Zorn zu bemeistern, denn aus Ehrgeiz ertragen sie es nicht, sich geringschätzig behandelt zu sehen, sondern sie empören sich, sobald sie sich beleidigt glauben.

Auch hoffnungsreich sind sie, denn das Feuer, das dem Zecher der Wein gibt, haben die Jünglinge von der Natur […] sie tun alles eben zu sehr, sie lieben zu sehr und hassen zu sehr, und ebenso in allen anderen Empfindungen. Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
 
Arbeitnehmer, die nicht so handeln, beziehen Wohngeld oder eine Berufsunfähigkeitsrente.
So ein Quatsch.
Ändert ja nichts am Prinzip. Als abhängig Beschäftigter bekommt man immer weniger Geld als man dem Arbeitgeber einbringt.
Das ist keine Ausbeutung, sondern ein Geschäft. Wie sollte denn das Unternehmen sonst gewinnen fahren? Ohne die Firma, hätte man aber weder ein ehrliches Einkommen, noch Sicherheiten.
 
„Was nun zunächst die jungen Leute angeht, so sind sie heftig in ihrem Begehren und geneigt, das ins Werk zu setzen, wonach ihr Begehren steht. Von den leiblichen Begierden sind es vorzugsweise die des Liebesgenusses, denen sie nachgehen, und in diesem Punkt sind sie alle ohne Selbstbeherrschung. […] zornmütig und leidenschaftlich aufwallend in ihrem Zorne. Auch sind sie nicht imstande, ihren Zorn zu bemeistern, denn aus Ehrgeiz ertragen sie es nicht, sich geringschätzig behandelt zu sehen, sondern sie empören sich, sobald sie sich beleidigt glauben.

Auch hoffnungsreich sind sie, denn das Feuer, das dem Zecher der Wein gibt, haben die Jünglinge von der Natur […] sie tun alles eben zu sehr, sie lieben zu sehr und hassen zu sehr, und ebenso in allen anderen Empfindungen. Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
Ja den kannte ich, sollte jedem zu denken geben. Vielleicht wird dann, seinem Sein und Wirken bewusst.

Ich persönlich, bin stolz auf die Jugend von heute!
Eine stille Rebellion.
Was sind die Begierden? Nichts als was zusteht!

Sie haben Ziele und Motivation. Ambitionen mit einem Antrieb und Zielsicherheit die mir mein Lebenlang verwert blieben.

Ich wurde zur "Arbeiterdrone" erzogen.
Meine Optionen waren:"Willst du Maler, Koch oder Mechaniker werden?".
Heute heisst es:"Du kannst parallel die BMS machen, zum einfacheren Übergang fürs Studium. Oder mach einfach eine Passerelle, dann kannst du gleich anfangen.
Alternativ, nach Lehre den Techniker dran hängen einige Jahre nach Abschluss auch Hochschuhl./Fachhochschulabschluss machbar."

Mich darauf hiefen wollte niemand, schon gar nicht ein "Bildungs-Informations-Zentrum".
 
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