... ich habe versucht deinen Beitrag als "Ironie" oder "Sarkasmus" zu sehen, bin aber irgendwie gescheitert.
Wenn du erst 13 oder 14 bist entschuldige ich mich im Voraus für die folgenden Zeilen, aber wenn nicht dann verstehe ich nicht wie man so abwertend über Menschen schreiben kann die an psychischen Problemen leiden, aus welchem Grund auch immer.
Wer so etwas schreibt hat
nichts, genauer gesagt
überhaupt nichts verstanden und hat wohl selber die Kontrolle über sein Leben, Intellekt und Geist verloren.
Und nicht nicht rumheulen, das soll keine Beleidigung sein - um dich zu zitieren:
selbst Schuld
Es geht ja auch kaum um einen "Schaden" durch Katzenvideos zu bekommen sondern einfach der übermäßige Gebrauch von Computer, Handy ... soziale Medien.
Wer ständig online ist wird dermaßen mit Informationen zugeschüttet das das einfach nicht verarbeitbar ist, ständig wird man durch Abo's (egal wo) auf neuen Content hingewiesen, möchte Likes vergeben ... mitreden können (müssen).
Gerade bei Youtube wo dann schon beim anschauen auf andere Videos hingewiesen wird "hangelt" man sich immer weiter und weiter, dabei wollte man doch "nur dieses eine Video" anschauen.
1) Unbekannte Menschen zu duzen machen tatsächlich meist pubertierende Jugendliche oder Erwachsene, die "junggeblieben" sind oder es sich zumindest so vorstellen. Ob das nicht ein Eigentor von Ihnen war ...
2) Ursache - Wirkung haben Sie anscheinend verwechselt. Ist aber kein Problem, auf so einem hohen moralischen Ross sitzend kann man nicht wirklich was erkennen.
Deshalb erkläre ich es für Sie: ich "schreibe über die Personen abwertend" nicht, weil diese Personen psychische Probleme von Geburt an haben, sondern weil diese Personen sich selbst durch eigene Handlungen (oder eher Nichtstun) dazu gebracht haben.
Niemand zwang diese Personen Youtube übermäßig zu konsumieren. Das haben sie ganz alleine und freiwillig getan. Und warum? Weil diese Personen zu viel Freizeit hatten/haben. Anstatt diese Freizeit in eigene Weiterbildung, Stärkung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen, Steigerung der eigenen Fähigkeiten/Leistungen zu investieren, hat man sich für Youtube Clips und Videos entschieden. Da solche psychiche Störungen nicht nach 2-3 Wochen auftreten, sondern man eine viel längere Zeitperiode dafür benötigt, kann von "ich bin aber daran nicht Schuld" keine Rede sein. Diese Personen haben es bewusst gemacht. Youtube war wichtiger als der Rest des Lebens.
Genau aus diesem Grund sage ich, dass diese Personen die Kontrolle über deren Leben verloren haben.
3) Sie selbst schreiben "übermäßige Gebrauch von Computer, Handy ... soziale Medien."
Das kann nur dann stimmen, wenn man Zeit dafür hat. Ein Bauarbeiter oder Fabrikarbeiter am Fließband oder auch die Mitarbeiterin in einem Geschäft wie "Lidl" oder "Aldi" wird eher weniger die Gelegenheit dazu haben sich psychische Störungen vom Youtube zu bekommen. In Vollzeit arbeitende Eltern mit Kindern sind auch nicht unbedingt die "Zielgruppe" dieses "Phänomens".
Deshalb sagte ich auch " Schwere körperliche Arbeit von 10-12 Stunden pro Tag würde das Problem bei den bereits Betroffenen zwar lösen (keine Zeit mehr für Youtube), ist aber nicht umsetzbar, weil niemand dazu gezwungen werden kann".
Reine Feststellung der Tatsachen. Hat man keine Zeit für den "übermäßige Gebrauch von Computer, Handy ... soziale Medien" - gibt es auch keine psychische Störungen vom Youtube.
4) Sie selbst schreiben: "Wer ständig online ist wird dermaßen mit Informationen zugeschüttet das das einfach nicht verarbeitbar ist..."
Mal von der Kommasetzung und "das - dass" Schwierigkeit abgesehen (ich leide selbst darunter), nennen Sie selbst die Ursache für dieses "Problem".
"Ständig online sein" ist bereits ein Beweis von zu viel Freizeit und dem Verlust der Kontrolle über eigenes Leben.
Was meine Aussage von vorhin dementsprechend untermauert. Vielen Dank für den Nachweis meiner Aussage.
5) Sie selbst schreiben: "Gerade bei Youtube wo dann schon beim anschauen auf andere Videos hingewiesen wird "hangelt" man sich immer weiter und weiter, dabei wollte man doch "nur dieses eine Video" anschauen."
Das kann durchaus möglich sein, ich möchte dies nicht in Abrede stellen, aber ist das nicht der erneuter Beweis meiner Aussage? Wenn man nicht mehr weißt nach welchem Video man abschalten soll, ist dann die Selbstkontrolle noch vorhanden?
Ich hoffe, dass Sie selbst gemerkt haben, dass Ihr Beitrag meine Aussage eher bestätigt hat, als ihr zu widersprechen. Vielen Dank noch mal dafür!
Und zu Ihrem Kernvorwurf - "abwertend über Menschen schreiben kann die an psychischen Problemen leiden, aus welchem Grund auch immer". Das ist Ihre Interpretation meiner Aussage.
Ich wollte nur das sagen, was ich geschrieben habe - "Wer vom Youtube psychische Probleme bekommt, hat es nicht anders verdient".
äh nein. Denn Zeit ist natürlich die Grundbedingung.
Gut, dass zumindest die Grundlagen übereinstimmen.
Aber wie diese Verbracht wird hat halt dann mit was anderem zu tun.
Ob ich mit Freunden bei einem Bier sitze, oder lieber allein ins Handy starre sagt etwas über mich aus. Und genau das meine ich.
Zumal es dazu Studien gibt.
Nicht unbedingt, selbst die Kleidung, die man an hat, sagt etwas über die Person aus. Aber ob davon ein Verhaltensmuster abgelesen werden kann? Das bezweifle ich. Gerade bei der Jugendlichen. Auf die Erwachsene trifft aber Ihre Aussage zu.
Der kriegt halt dann psychische Schäden durch kaum Freizeit. Viel besser ist ein BurnOut oder eine Depression dann auch nicht...
Und wieder wird etwas reininterpretiert, was nicht geschrieben wurde. Das macht eben solche Diskussionen schwieriger, als es eigentlich sein sollte.
Ich habe nichts von "zu wenig" oder "kaum Freizeit" geschrieben. Ich schreibe nur von "zu viel Freizeit".
Also so von zu viel "
Zeit, in der jemand nicht zu arbeiten braucht, keine besonderen Verpflichtungen hat; für Hobbys oder Erholung frei verfügbare Zeit" (Definition von Duden). Das bedeutet, dass diese Personen nicht sinnvoll ausgelastet sind
. Sie haben einfach viel zu wenig zu tun. Keine Beschäftigung. Keine Mitgliedschaft im Sportverein oder in einer anderen Vereinigung.
Kurz gesagt: ich rede von Personen, die mit Ihrem Leben nichts anfangen können. Davon kriegt man kein BurnOut. Ganz bestimmt nicht.
da Burnout und Depression wesentlich mehr Geld einbringen ist es ihnen vielleicht lieber anders rum.
Und für die Wirtschaft ist das auch schlechter.
Siehe oben. Es geht nicht um die Menschen, die bis zum Umfallen arbeiten. Es geht um Personen, die genau das Gegenteil davon darstellen.
Und einfach zu sagen wenn wir nur noch arbeiten würden, keine Freizeit hätten, das ist eine Problemlösung ist per se schon schwer bedenklich.
Siehe oben.
Und dann soll man lieber mit 40 oder 50 an nem Herzinfarkt sterben oder sich körperlich kaputtgearbeitet haben? Nee, das kann nicht die Lösung sein.
Freizeit ist wichtig für die Psyche. Es ist aber auch wichtig, wie man diese gestaltet. Nur passiv konsumieren halte ich auch für schädlich, man kann Freizeit aber auch sehr produktiv und für sich und andere psychisch gewinnbringend gestalten.
Auch für Sie möchte ich meine Aussage erklären:
Es geht nicht um die Menschen, die viel arbeiten. Sie haben keine Gelegenheit sich von Youtube psychische Stärungen zu bekommen.
Es geht um die Personen, die sehr wenig arbeiten oder sich mit anderen treffen oder einem Hobby nachgehen, weil das ist auch eine Beschäftigung. Es geht um die, die nichts zu tun haben (zu viel Freizeit) und dadurch psychische Störungen bei Youtube "holen". Sowas geht nicht in 2-3 Wochen, man benötigt Monate, wenn nicht Jahre dafür. Jahre, in denen man nichts sinnvolles mit dem eigenen Leben anfangen konnte, außer Youtube gucken.