Steuern und Finanzen

Steigst du das dritte Mal aus der Diskussion aus, um dann kurz danach wieder zurückzukehren? Eine Diskussion, die Fakten nicht zulässt, hat - wie erwähnt - tatsächlich keine Diskussionsgrundlage mehr.
Warum fühlst du dich angesprochen, wenn ich Alk zitiere? Aufgrund seiner Aussage, habe ich nun mal keine Diskussionsgrundlage mehr mit ihm. Er hat seine Meinung, die lass ich ihm und reite da auch nicht mehr weiter darauf herum.

Deine Meinung mit den vielen Millionen Beamten lass ich dir auch gerne, anscheinend sieht sich die Politik aber gezwungen, gerade beim Thema Bürgergeld Polemik vom feinsten zu betreiben und auf Teufel komm raus sparen zu wollen und über so was will man dann hier "Faktenbasiert" diskutieren.

Diese Energie sehe ich bei dringenden Themen nicht, wo man um ein vielfaches mehr sparen könnte (260 Millionen Euro vs 75 - 150 Milliarden Euro), im von mir zitierten Artikel steht ja sogar mit drinne, dass dafür nicht genügend Personal vorhanden ist und teils veraltete IT-System vorhanden sind.

Aber hey, der Faktum wird dann als Themenfremd behandelt, als gäbe es keine einzige Korrelation diesbezüglich.
 
Ich hab dir nicht gesagt, dass du den Kram, den Palmer verbreitet, aufgreifen sollst.
Das Beispiel hab ich selbst genannt, und zwar vor Palmer... eieiei. Der Bescheid war nur ein Beleg für die (hier im Thread vielfach angezweifelte) Richtigkeit meiner Rechnung.
Der Bescheid vom Jobcenter ist völlig legal.
Wer hat denn um Himmels Willen etwas anderes behauptet? Niemand hat die Legalität in Abrede gestellt.
Aber es wird verbreitet, dass alle zu viel bekommen und du springst auf den Zug auf.
Ich war vorher auf dem Zug, dass es Fälle gibt, wo eine Bürgergeldfamilie viel mehr Geld bekommen kann, als ein einfacher Facharbeiter mitunter in der Lage ist, zu erwirtschaften. Ich finde übrigens nicht, dass alle zu viel bekommen. Nur, dass jeder Einzelene selbst dafür verantwortlich ist, sich nach Kräften wieder aus dieser Situation zu befreien. Der Abstand, Arbeiten und etwas mehr Geld verdienen und nix tun und allimentiert zu werden ist meiner Meinung nach vor allem im unteren Lohnsektor zu gering. Und das man, so man denn arbeitsfähig ist, einfach zuhause sitzen kann, und das Geld kommt trotzdem. Letzteres halte ich für einen großen Hebel die Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit zu erhöhen. Denn, muss ich sowieso von zuhause raus, dann kann ich auch Arbeiten gehen, und dadurch sogar mehr Geld verdienen als ich mit Sozialhilfe erhalte.
Palmer hat sich echt zum widerlichen Arsch entwickelt.
Ich find den meist recht gut und effizient in der Problemlösung. Zeigt ja auch die Diskussion mit den anderen Bürgermeistern bei Lanz. Ist echt lohnenswert, sich die anzuschauen. Die stimmen übrigens weitgehend alle überein (obwohl aus allen möglichen Parteien).
Ich selbst bin doch ein gutes Beispiel für das Bürgergeld. Bin behindert, GdB 50, soll laut Jobcenter nicht mehr als 3 Std. täglich arbeiten, und arbeite heute von 15:00 - 22:30 Uhr, vermutlich Kasse 2 in meinem Rewe. D.h. körperlich schwere Arbeit, wenn ich Ware auspacke, und man muss an der Kasse sehr konzentriert sein. Ich bekomme 14€ die Stunde. Die 100€ sind anrechnungsfrei, von den nächsten 500€ zieht dass Jobcenter 80% ab, und alles danach 90%. Von dem Geld was Rewe mir zahlt, darf ich durchschnittlich ~1,30€ behalten.
Und du bist doch das beste Beispiel dafür, dass man auch mit deiner Krankheit zumindest teilweise für seinen Lebensunterhalt sorgen kann. Und sitzt nicht nur "nutzlos" zuhause rum, obwohl du arbeiten kannst. Also, falls du dich von dem was ich sage angesprochen fühlst, dann weiß ich wirklich nicht warum.

Ich finde übrigens, das der Cut nach den ersten 100€ bis zu den 500€ viel zu viel ist. Da wären 50% anrechnungsfrei ein besserer Anreiz.
Diese Energie sehe ich bei dringenden Themen nicht
Ehrlich gesagt sehe ich generell keine Energie in den letzten 25 Jahren seitens der Politik, relevante Probleme wirksam und pragmatisch zu lösen. In allen Bereichen. Ziemlich traurig. Und auch ein Grund des Aufstiegs der Rechts- und Linksextremen *würg*.
Aber hey, der Faktum wird dann als Themenfremd behandelt, als gäbe es keine einzige Korrelation diesbezüglich.
Ich glaube du meinst Kausalität. Korrelation wäre nur die zufällige Übereinstimmung, Kausalität die ursächliche Vernetzung.
Warum fühlst du dich angesprochen, wenn ich Alk zitiere?
Ich wollte dir damit sagen, behaupte doch nicht laufend Diskussionen deinerseits einseitig zu beenden, in die du dich direkt bzw. kurz nachfolgend doch wieder einschaltest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fasse das mal für mich zusammen bevor ich hier verschwinde... auf die Frage zur Verbesserung des Bürgergeldsystems

Habt ihr denn wirklich gar keine Ideen

Kommt

Whataboutismus
Da liegt das größte Problem und bei Lohngestaltung im Allgemeinen
Pauschalisierung
Nach unten treten
Ablenkung auf Medien, Politiker, whatever
in Medien und sozialen Netzwerken dargestellt. Auch im Fernsehen von manchen Politikern.
Selbstverständlich darf auch die AfD nicht zu kurz kommen die nun wirklich keiner hier wollte
Und mein persönlicher Favorit ist
Bescheid vom Jobcenter ist völlig legal
Gut, dass alles was gerade legal ist auch immer richtig geregelt war und kritikllos akzeptiert werden muss. Haben wir ja ne richtig gute Vergangenheit mit.


...aber eine Idee sehe ich da nicht. Die letzte Idee war diese hier
Ein wirklich wirksames Mittel wäre, dass jede/r arbeitsfähige Bezieher/in von Sozialleistungen auch 40h pro Woche von zuhause weg und irgendwas arbeiten muss. Im Kindergarten vorlesen, Senioren beim Einkaufen unterstützen, Müll aufsammeln, Straßenschilder säubern, Defekte am öffentlichen Eigentum aufnehmen, ...

Ich denke, alleine das würde einen viel größeren Anreiz setzen, sich selbst aus dieser auch für einen selber misslichen Lage herauszumanövrieren.
Eine Diskussion warum das gut, schlecht, machbar oder nicht, was auch immer sein könnte kam nicht zu Stande wegen... naja, siehe oben.


Ich bemerke mal wieder warum ich Ingenieur geworden bin und kein Politiker. Diese Art von Gesprächen wie hier würde ich niemals einen ganzen Arbeitstag lang aushalten.
 
Ich bemerke mal wieder warum ich Ingenieur geworden bin und kein Politiker.
Vielleicht verstehen wir uns inhaltlich deshalb ganz gut, Kollege. Und darum auch mein Ansatz, Probleme anhand der Fakten zu analysieren und dann praktisch zu lösen.

Ich hab mal eine Legislaturperiode in nem Gemeinderat (und der ist nur Verwaltungsorgan) ausgehalten, puh, echt anstrengend.
Millionenausgaben werden locker durchgewinkt, hat eh keiner Ahung von.
Aber ob 3T€ für Kinkerlitzchen ausgegeben werden, sowas wird mitunter 30-45 Minuten durchdiskutiert.
 
Ich fasse dann auch mal zusammen:

Es wird anhand eines Beispieles diskutiert, was man dann so nebenbei als Fakt benennt, dass man schon durchgekaut hat und damals zur Schlussfolgerung kam, nicht Bürgergeld ist das Problem, sondern der Lohnsektor, neuerdings auch - weil die Politik so gerne sparen will, vorzüglich bei den Sozialleistungen - Steuerhinterziehungen, weil die eben ein viel höheren Posten einnehmen.

Argumentiert wird dann auf der Grundlage von Menschen - die Sozialleistungen ausnutzen - dessen Prozentsatz so gering ist, selbst sogar an wenigen Fallbeispielen, nennt diese wiederum Fakt und wenn man dann schon auf dieser dünnen Grundlage, "Faktenbasiert" argumentiert kommt dann:


Ablenkung auf Medien, Politiker, whatever

Diese Art von Gesprächen wie hier würde ich niemals einen ganzen Arbeitstag lang aushalten.

...aber eine Idee sehe ich da nicht.
Ne, die sehe ich auch nicht, siehe:

Ein wirklich wirksames Mittel wäre, dass jede/r arbeitsfähige Bezieher/in von Sozialleistungen auch 40h pro Woche von zuhause weg und irgendwas arbeiten muss. Im Kindergarten vorlesen, Senioren beim Einkaufen unterstützen, Müll aufsammeln, Straßenschilder säubern, Defekte am öffentlichen Eigentum aufnehmen, ...

Ich denke, alleine das würde einen viel größeren Anreiz setzen, sich selbst aus dieser auch für einen selber misslichen Lage herauszumanövrieren.
Zwang hat schon immer gutes bewirkt.

Nein, man kommt da nicht auf einen Nenner, denn Polemik sollte keinen Nenner haben, denn genau das betreibt ihr zwei.

Nebenbei bemerkt heißt das Thema: Steuer und Finanzen, wenn man da keinen Zusammenhang zwischen Finanzen, Bürgergeld und Steuerhinterziehung herstellen kann, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
 
So, nochmal ganz klar inhaltlich:
Findest du es richtig, dass Menschen, die von Sozialleistungen leben, zuallererst mal selbst dafür verantwortlich sind
, sich schnellstmöglich wieder aus dieser Situation zu befreien (so sie denn nicht krank und damit vollständig arbeitsunfähig sind)?
Oder ist es vielmehr Staatsaufgabe, jedem Menschen einen für ihn angemessenen und akzeptablen Job zu verschaffen?
Viele Menschen geraten nicht aus eigener Schuld in finanzielle Not, sondern durch Umstände, auf die sie wenig oder keinen Einfluss haben: plötzliche Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Einschränkungen, familiäre Umstände oder wirtschaftliche Veränderungen. Sozialleistungen existieren nicht nur, um kurzfristig zu helfen, sondern auch, um gesellschaftliche Stabilität zu gewährleisten und Chancen zur Teilhabe zu ermöglichen.

So und wenn solche Menschen trotzall dem körperlich Fit sind aber es im Kopf nicht funktioniert, und es mit Betreuung / psychologischer Hilfe es nicht schaffen, dann kann man daran nicht's ändern.
 
Ich hab mal eine Legislaturperiode in nem Gemeinderat (und der ist nur Verwaltungsorgan) ausgehalten, puh, echt anstrengend.
Millionenausgaben werden locker durchgewinkt, hat eh keiner Ahung von.
Aber ob 3T€ für Kinkerlitzchen ausgegeben werden, sowas wird mitunter 30-45 Minuten durchdiskutiert.
Weil die großen Posten meist auch die sind, wo es um Leistungen bzw. Aufgaben geht, auf die man als Gemeinde aufgrund von Gesetzen verpflichtet ist. Daran gibt es nicht viel zu drehen und wenden, wenn man nicht riskieren will, z.B. durch Gerichte abgewatscht zu werden.

So und wenn solche Menschen trotzall dem körperlich Fit sind aber es im Kopf nicht funktioniert, und es mit Betreuung / psychologischer Hilfe es nicht schaffen, dann kann man daran nicht's ändern.
Da braucht es nichtmal geistige oder körperliche Einschränkungen. Alleinerziehende sind auch übermäßig stark von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen.
 
Ich fasse dann auch mal zusammen:
Schaltest dich in die von dir einseitig beendete Diskussion mit ihm doch wieder ein. 😁
Viele Menschen geraten nicht aus eigener Schuld in finanzielle Not, sondern durch Umstände, auf die sie wenig oder keinen Einfluss haben:
Stimmt. Darum gibt es ja die Sozialhilfeleistungen. Sich daraus herauszumanövrieren ist vorrangige Pflicht jedes Beziehers dieser Leistung, soweit er dies kann. Oder nicht? Was ja, die große Mehrheit genauso macht, sonst läuft das System nicht lange.
Weil die großen Posten meist auch die sind, wo es um Leistungen bzw. Aufgaben geht, auf die man als Gemeinde aufgrund von Gesetzen verpflichtet iist.
Erklärst du mir, weil du mit mir in den Ausschusssitzungen und Gemeinderatssitzungen gesessen bist?
Tatsächlich primärer Grund: Weil keiner dort wirklich Ahnung von Hoch/Tiefbau, gesetzlichen Verpflichtungen beim Bau von Schulen/Sporthallen, Straßen, Wasserversorgungseinrichtungen usw. hat (außer man ist Architekt aus dem Bereich) aber jeder ne Idee, wieviel Zuschuss für die Tombola beim Dorffest Dingensgausen angemessen ist. Und so werden 5, 8 oder 10 Mio Ausgaben in 30s abgestimmt (im durchaus richtigen Vertrauen auf die Fachexpertuse in der Verwaltung) und für die Neugestaltung als Blumenwiese am Kreisverkehr 45 Minuten über die Arten und Blühperiode der einzupflanzende Gewächse diskutiert.
Zwang hat schon immer gutes bewirkt.
Ja, so geht das mit Leistung, bzw. Recht und Pflicht.
Erst Hausaufgaben machen, dann mit Freunden spielen.
Erst Miete bezahlen, dann Urlaub, weil sonst Wohnung weg.
Erst selbst leisten, was man kann, dann Hilfe beziehen, sonst lebt man ungerechtfertigt auf Kosten anderer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist das Populismus. Die Gesetze sind aber nun mal so, dass es Wohngeld gibt
Tja, und wenn die Gesetze so ausfallen, dass sich Arbeit regelmäßig nicht lohnt - und dazu hatten wir nun schon ein paar Fälle im Thread, nicht nur diesen einen - dann sind die Gesetze nicht gerecht und gehören geändert.
Dann heißt es: Wir brauchen dringend (billige Arbeitskräfte) aus dem Ausland, während die Wirtschaft in Deutschland schrumpft.
Irgendwie muss man ja das Narrativ der nötigen Massenmigration verteidigen.
Weiterbildungen? Wenn das Geld für so ein vorhaben beim Jobcenter oder der Agentur mehr und mehr gestrichen wird.
... dann ist das nicht richtig und sollte geändert werden.
Ich selbst bin doch ein gutes Beispiel für das Bürgergeld. Bin behindert, GdB 50, soll laut Jobcenter nicht mehr als 3 Std. täglich arbeiten, und arbeite heute von 15:00 - 22:30 Uhr, vermutlich Kasse 2 in meinem Rewe. D.h. körperlich schwere Arbeit, wenn ich Ware auspacke, und man muss an der Kasse sehr konzentriert sein. Ich bekomme 14€ die Stunde. Die ersten 100€ sind anrechnungsfrei, von den nächsten 500€ zieht dass Jobcenter 80% ab, und alles danach 90%. Von dem Geld was Rewe mir zahlt, darf ich durchschnittlich ~1,30€ behalten.
Ja, und das ist ein perfektes Beispiel dafür, dass du nicht zu schlecht bezahlt wirst, sondern zu viel abgeben musst.
Als behinderte Teilzeitkraft bin ich nicht faul, erarbeite einen Großteil meines Einkommen selbst
Und dafür hast du meinen Respekt.
, und bin auch nicht eifersüchtig auf eine Familie mit 5 Kindern die 7000€ bekommt. Denn pro Kopf habe ich deutlich mehr Geld als die arme Familie.
Na ja, arm würde ich das definitiv nicht nennen.
Beschwer dich bei den gestiegenen Mieten. Es gibt genug, di den Hals nicht voll kriegen.
Angebot und Nachfrage.
Zwang hat schon immer gutes bewirkt.
Ja, wie gut, dass ich gezwungen bin, 1/3 meines Einkommens monatlich abzugeben, weil die Alternative Knast heißt und dass beim Erwerb von Dingen locker 40% (laut manchen Rechnungen noch deutlich mehr) an den Staat gehen aufgrund direkter Steuern wie Mehrwertsteuer und indirekter Steuern wie der Lohnsteuer der Angestellten des Ladens, wo ich kaufe, etc.
Es geht einfach viel zu viel Geld durch staatliche Umverteilungsmechanismen, sodass die Preise für alles lächerlich hoch sind und gleichzeitig zu wenig Netto vom Brutto (was der AG halt auch bezahlen können muss) bleibt, um während der Jahrzehnte, die man arbeitet, eine ordentliche Altersvorsorge und bescheidenen Wohlstand aufzubauen.
Alleinerziehende sind auch übermäßig stark von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen.
Das nächste Problem, dass es überhaupt so viele von denen gibt. So ist das halt, wenn man seit 50 Jahren liberalen Moralvorstellungen nachjagt.
 
Hinweis an:

@Threshold
@Godslayer666
und
@SIR_Thomas_TMC

Reflektiert bitte eure eigenen Beiträge auf den letzten 3 Seiten; aber lest vor allem die Beiträge der anderen Diskussionsteilnehmer noch einmal gründlich durch und dann gebt euch bitte selbst eine Pause von 24h, bis ihr hier wieder in die Diskussion einsteigt und zwar ohne irgendwem "Pauschalisierung", "Polemik", "AFD-Narrativ", "kindische Diskussion" etc. vor zu werfen.

Wenn man eure Diskussion als Beobachter verfolgt ergeben sich nämlich vornehmlich diese zwei Eindrücke:

- Alle reden aneinander vorbei
- Keiner hört dem Anderen zu/versteht überhaupt was er argumentiert

Da dass die Diskussion generell massiv stört, und somit auch andere Diskussionsteilnehmer, beherzigt bitte meinen obigen Rat.

PS: Kurz zusammengefasst:
Weniger politischen "Ja, aber..."-Beißreflex!
Mehr sachliche, konzentrierte (und nicht vom Thema ablenkende) Beiträge!

Danke! :kaffee:

PPS: Eine Pause hier im Thema kann zur Not auch durch die Moderation verordnet werden, bei erneuten "Ausschweifungen" :stick:
 
Sorry aber dabei geht es um Leute die sich das nicht selbst erarbeiten, wie willst du das Familien erklären die das müssen, aber weniger als die Hälfte haben?

Wenn die so blöd sind, sollte man die Zeit für Erklärungen vielleicht besser in das Konzept "aufstocken" investieren. Das wäre für die wichtiger als Hass auf Nachbarn.
(Noch sinnvoller wäre es natürlich gewesen, jemandem, der sich mit 3,5k auf der Hand 5 Bälger anschafft, mal zu erklären, was Verhütung ist. Aber zu spät ist zu spät.)

Und ne Wohnung/Haus für 3500 Euro ist ebenfalls weit über dem was verhältnismäßig ist, auch mit 7 Personen. Es besteht kein Anspruch, darauf dass jede Person ein Zimmer hat. Ich hab indische Arbeitskollegen (Blue Card), die leben zu viert in einer 50 qm 2-Zimmerwohnung.

Es gibt, unabhängig von der Zimmeraufteilung, einen Anspruch auf 15 m² pro Nase (3 m² als einem deutschen Schäferhund laut Tierschutzrecht zustehen iirc) plus iirc 30 m² gemeinsam genutzte Fläche, in dem Fall also Minimum 125 m². (ggf. etwas mehr, falls man bei großen Haushalten etwas mehr für Küche und Bad zugesteht - hat mich mit 2 Personen nie interessiert) Da Großfamilien unüblich geworden sind, werden in dieser Größe aber quasi nur noch Häuser und Luxusapartments gebaut, sodass bei entsprechendem Bedarf leider die überdurchschnittliche Flächenforderung auf überdurchschnittliche m²-Preise trifft und sich absurde Gesamtsummen ergeben. Erst Recht in einer Stadt mit der verkorkster, inhumaner Planung wie München. (Andernorts, wo es noch unsanierte Altbauen gibt, können solche Familien teils deutlich günstiger einquartiert werden.=

Was es umgekehrt auch gibt, ist so etwas wie "Überbelegung". Und als jemand, der unter einem diesebezüglich grenzwertigen Haushalt leben muss, kann ich sagen: Das gibt es nicht ohne Grund.
Mit 4 Personen auf 50 m² ist dein Arbeitskollege da schon nah dran. Käme noch eine fünfte Person dazu (Stichwort Verhütung^^), könnte ihn der Vermieter ggf. schon wegen missbräuchlicher Nutzung rauswerfen. Je nach Schnitt der Wohnung und Verhalten der Einzelpersonen muss ich auch sagen, dass das grenzwertig bezüglich des Wohls etwaiger Kinder sein kann. (Stichworte: Kein Raum zum lernen, gestörter Schlaf, gänzlich fehlende Privatsphäre. Kinder brauchen Platz, um sich zu entwickeln und wodiejenigen, die heute Wahlergebnisse dominieren, früher in die Natur gegangen sind, gibt es heute nur noch Beton - und Einstiegsmöglichkeiten in die Kriminalität.)

Und auch die 570 Euro pro Person sind vollkommen überzogen. Die sollten den Grundbedarf bekommen, mehr nicht. Dazu gehört z.B. auch das jüngere Kinder die Kleidung von älteren auftragen können um Geld zu sparen etc.

Bei letzterem Aspekt würde ich dir prinzipiell zustimmen, aber da sollte man auch den Bürokratieabbau im Hinterkopf behalten:
Kleidung ist ein kleiner Posten im Regelsatz, es wird nur eine überschaubare Zahl derart großer Familien in Deutschland geben und bei der Qualität heutiger Kleidung sowie den unterschiedlichen Formen und Geschlechtern (zwei reichen), die Kinder haben können, kann man auch nur einen gewissen Teil einzusparen. Am Ende vielleicht 1 bis 10 Millionen im Jahr. Deutschen Behörden traue ich es aber vollkommen problemlos zu, 10 bis 100 Millionen im Jahr zu verbrauchen, um die genaue Höhe dieser Kürzung zu ermitteln und diese umzusetzen.

Das "Problem mit der Demographie" löst auch kein Schneeballsystem. Und das Problem wäre deutlich kleiner wenn wir nicht die halbe Welt durchfüttern würden und der Staat sich von diversen Leuten abzocken lässt.

Nein, das Problem wäre nicht deutlich kleiner. Gegen die jährlichen Ausgaben für Rentner in Deutschland sind praktisch ALLE anderen Haushaltsposten ein Fliegenschiss und die internationaler humaner Projekte sogar in der Summe.


Und die ganzen Dinge die du anführst mit Renten, Versicherungen, Ernährung, Rücklagen - das sind alles Sachen die "selbstbestimmtes, langfristig planendes Leben" sind. Es gibt viele leute die können sowas nicht

Und auf dieses Nichtkönnen bist du neidisch? Du fühlst dich persönlich benachteiligst, weil du nicht nach erwachsenwerden der Kinder aus deiner Wohnung fliegen wirst, wie diese Eltern, um dann bis an Ende deiner Tage im erstbesten Drecksloch auf Grundrentenniveau vor dich hin zu vegetieren?
 
563 Euro pro Person ist nicht zuviel.
200 Euro sind davon schon nur für Essen & Trinken im Monat. Pro Person.
Dann kommen noch Hygenieartikel dazu. Friseur.
Es fallen noch Fahrtkosten an.
Telefon und Internet müssen auch bezahlt werden.
Und zusätzliche Versicherungen.
Viel bleibt davon nicht übrig.
 
@RyzA Nur Ergänzend dazu, weil es in deiner Aufzählung fehlt - wahrscheinlich hast du es vergessen oder nicht daran gedacht - Stromkosten, die sind ja auch nicht geradezu klein, je nach aktueller Lage.
Danke für die Ergänzung! :daumen:

Jedenfalls, wer da noch meint das wäre zuviel, hat wohl keinen Plan mehr davon, was das Leben mit wenig Geld eigentlich kostet.

(wobei ich mich nicht wundern würde, wenn jetzt Eckism erstmal wieder um die Ecke kommt und meint er würde mit 20 Euro die Woche für Essen & Trinken auskommen:schief:)

Und wenn die Differenz zwischen Bürgergeld und Niedriglohn zu klein ist, müssen diejenigen eben besser bezahlt werden!:ka:
 
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Ja, und das ist ein perfektes Beispiel dafür, dass du nicht zu schlecht bezahlt wirst, sondern zu viel abgeben musst.
14€ pro Stunde bei mir ist etwas über Mindestlohn. Und wenn der Mindestlohn auf 15€ angehoben wird, bekomme ich auch Mindestlohn. Das ist schon eine schlechte Bezahlung, aber im Einzelhandel leider normal.

Und ein funktionierender Staat braucht nun einem Einnahmen um ordentlich funktionieren zu können. Vieles in Deutschland funktioniert nur noch eingeschränkt. Noch weniger Geld für den Staat würde bedeuten, dass es noch schlechter wird....

Das wünschen Sie sich ?

Na ja, arm würde ich das definitiv nicht nennen.
7000€ für eine 7-köpfige Familie klingt erst einmal viel. Aber pro Kopf hat diese Familie deutlich weniger Geld als ich.

Darauf soll ich neidisch sein?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
14€ pro Stunde bei mir ist etwas über Mindestlohn. Und wenn der Mindestlohn auf 15€ angehoben wird, bekomme ich auch Mindestlohn. Das ist schon eine schlechte Bezahlung, aber im Einzelhandel leider normal.
Brutto ist das gar nicht mal so wenig. Es bleibt nur wenig davon übrig, wenn mindestens 1/3 in der Umverteilung landet und bei allen Preisen ein großer Teil auch da landet.
Rein rechnerisch könntest du mindestens 50% mehr Geld und mindestens 33% niedrigere Preise haben. Kurz gesagt, von deinem Einkommen aus ehrlicher Arbeit würdest du gar nicht mal so schlecht leben können.
Und ein funktionierender Staat braucht nun einem Einnahmen um ordentlich funktionieren zu können. Vieles in Deutschland funktioniert nur noch eingeschränkt. Noch weniger Geld für den Staat würde bedeuten, dass es noch schlechter wird....
Der Staat bekommt es schon mit 2 Billionen/Jahr in verschiedenen Umverteilungssystemen nicht hin und muss andauernd neue Schulden aufnehmen, deren Tilgung jetzt schon praktisch unmöglich ist.
Btw landet das ganze neu geschaffene Geld nicht da, wo man es eingesetzt sehen will, sondern bei Banken und anderen staatsnahen Unternehmen.
Es braucht einen schlanken Staat, der sich um seine Kernaufgaben kümmert und nicht überall eingreift. Dann kann ein normaler Arbeitnehmer auch Wohlstand aufbauen.
Das wünschen Sie sich ?
Ich würde mir wünschen, wenn mein Geld auch dahin geht, wo ich und meine Nachkommen was davon haben, nicht in das genaue Gegenteil davon.
7000€ für eine 7-köpfige Familie klingt erst einmal viel. Aber pro Kopf hat diese Familie deutlich weniger Geld als ich.
Ein Haushalt mit mehr Mitgliedern hat pro Kopf immer deutlich weniger Ausgaben.
Darauf soll ich neidisch sein?
Es geht nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit.
Und wenn die Differenz zwischen Bürgergeld und Niedriglohn zu klein ist, müssen diejenigen eben besser bezahlt werden!:ka:
Und wenn der AG nicht das Geld hat, um seine Arbeitnehmer zu bezahlen? Schon mal was von der Lohn-Preis-Spirale gehört? Am Ende nützen die ganzen Erhöhungen nichts. Abzüge runter, dann steigt die Kaufkraft, weil mehr Netto da ist und die Preise fallen, weil die Lohnkosten sinken.
Und wenn die Preise sinken, oh Wunder, dann fallen auch die Kosten für öffentliche Ausgaben.
 
Bitte nicht bös werden, da ist viel Polemik in ihren Antworten.

Jährlich gibt es Rekord Steuereinnahmen, wie der Bund der Steuerzahler immer wieder anzeigt, eine Organisation die der AFD nahe steht, wie Maurice Höfgen gut dargestellt hat, und die bisher niemals Steuerbetrüger angezeigt hat.

Durch die Inflation wird es auch immer Rekord Steuereinnahmen geben, sei denn Deutschland ist in einer Rezession, oder Deflation.

Absolute Zahlen für Steuereinnahmen in Deutschland haben auch nur geringen Aussagewert. Das ist wie mit der Familie mit den 7000€.

Die Gerichte in Deutschland sind absolut überlastet, Warteschlangen von über 100 Metern vor den Bürgerämtern in Berlin sind normal, oder monatelange Wartezeiten in Potsdam, überall fehlen Polizisten, Lehrer, Erzieher, Arztpraxen verzweifeln, Wohnraum wird zur Mangelware, u.s w.

Sie wünschen sich so gar massive Einschnitte bei Sozialleistungen. Die 7000€ Familie hat ohne Tafeln und Archen echte Probleme. Schon vor 10 Jahren klagten viele Obdachlosenheime darüber, dass ganze Familien mit kleinen Kindern einen Schlafplatz bei ihnen suchen. Und es wurde noch viel schlimmer.....

Wie schlimm soll es noch werden?

Wir Deutschen reagieren auf soziale Probleme übrigens sehr extrem, siehe Gründe für den 2. Weltkrieg.

Nein, bitte wünschen Sie sich nicht, dass es noch schlimmer wird....

ps: Eine Lohn-Preis-Spirale gab es schon sehr lange nicht in Deutschland, weil unsere Gewerkschaften seit der Agenda 2010 viel zu schwach sind. In den USA gab es in den letzten 10 Jahren viel größere Lohnerhöhungen. Und der Einzelhandel ist ein gutes Beispiel. Hier waren die Lohnerhöhungen seit der Agenda 2010 wirklich schlecht, mit einer Gewerkschaftsquote unter 5% der Beschäftigten. Kaum ein Media Markt, Saturn, Lidl, Aldi, Rewe, oder Norma, hat einen Betriebsrat. Und die Tarifbindung ist fast nicht vorhanden im EH, besonders im Osten nicht.

Es gab mal Zeiten, wo wir Deutschen uns über US Gewerkschaften lustig gemacht haben, weil unsere Gewerkschaften immer eine wichtige Säule der "sozialen Marktwirtschaft" waren. Das ist Vergangenheit. Heute sind wir eifersüchtig auf die starken US Gewerkschaften......., denn sie erreichen seit über 10 Jahren bessere Tarifabschlüsse......

Heute können/dürfen die US Gewerkschaften uns auslachen.......:(
 
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