AW: Star Citizen: Entwickler bezeichnen zurückgenommene Crytek-Klage als wertlos
Crytek hat den Rechtsstreit vor zwei Jahren angefangen, unter der Annahme, dass das SQ42 zeitnah verfügbar sein wird, zumindest als Alpha. Eine Annahme, die auf den Roadmaps von CIG basierte.
Nein, haben sie nicht. CIG hat von Anfang gesagt, dass dieser Klagepunkt nicht erfüllt sein kann, ehe das Spiel nicht veröffentlich wurde. Cryteks Erwiderung war, dass der Release des Spiels für den Klagepunkt unerheblich ist, und daran haben sie stets festgehalten. Erst mit dem letzten Dokument, das Crytek vorletzte Woche eingereicht hat und indem sie darum bitten, das Verfahren einzustellen, stimmen sie plötzlich zu, dass eine Klage erst dann Sinn macht, wenn das Spiel veröffentlicht wurde. Ein interessanter und plötzlicher Sinneswandel.
Und SQ42 hat seit 2016 keinen Releasetermin. Es hat selbst jetzt noch keinen Releastermin. Erst seit Ende 2018 wissen wir, dass (mittlerweile gegen Ende) 2020 die closed Beta beginnen soll. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte Crytek wissen können, dass es noch dauern wird, bis ihrer Klage "reif" ist.
Was hat sich geändert? Warum stimmt Crytek plötzlich CIG zu, dass dieser eine von ursprünglichen vielen Klagepunkten noch nicht erfüllt sein kann und nicht so bald erfüllt sein wird. Ich glaube, ich weiß es: Die Beweisaufnahme hat begonnen, und CIG hatte endlich Gelegenheit nachzuweisen, dass sie seit dem Frühjahr 2016 für jegliche Code, den sie nutzen, eine Lizenz von Amazon haben, und damit haben sie Cryteks schon lange sturmreif geschossene Klageschrift nun endgültig versenkt. Crytek will aus dem Verfahren raus weil sie wissen, dass die abschließende Bewertung der Beweisaufnahme und den eigentlichen Prozess nicht überleben werden; dass sie nichts in der Hand haben, um dieses traurige Schauspiel fortzusetzen.
Aber um nicht auch noch auf den Verfahrenskosten sitzen zu bleiben und zumindest ihre Kaution in Höhe von 500.000 Dollar zurück zu erhalten, müssen sie zumindest den Anschein erwecken, als hätten sie einen trifftigen Klagegrund. Also drehen sie CIGs Aussagen auf den Kopf und lassen mal wieder gezielt wichtige Informationen weg, um die Behauptung aufzustellen, man habe CIG irgendwas nachgewiesen. Wir wissen aber jetzt auch, welche Information Crytek im letzten Dokument unterschlagen hat, nämlich dass CIG unter der Lumberyard-Lizenz das Recht gewährt wurde, alles zu nutzen,
was Amazon von Crytek gekauft hat, also auch jeglichen Code, der ursprünglich Crytek von geschrieben wurde.
Glaubst du wirklich, dass Crytek in ein oder zwei oder fünf Jahren noch einmal eine Klage bemühen wird, und noch einmal jahrelang durch alle Verfahrensinstanzen geehen wird, noch einmal eine Million Dollar in Verfahrenskosten verpulvern wird, um vielleicht nochmal dort anzukommen, wo sie jetzt gerade stehen, nämlich am Ende der Beweisaufnahme nur wenige Monate von Prozessbeginn entfernt?
Crytec wird schon eine ausgefuchste Rechtsberatung beiseite stehen, die genau wissen was sie tun.
Die ausgefuchste Rechtsberatung wurde eine Woche nach dem sie erfahren haben, dass Amazon CIG unter Lumberyard eine Lizenz für die CryEngine gewährt hat, ausgetauscht. Ein Zufall? Vielleicht. Oder sie haben das Mandat niedergelegt weil sie wussten, dass Verfahren nicht mehr zu gewinnen ist und ihr Klient ihrem Rat nicht folgen wollte?
@Alreech
Das sind aber prozedural generierte Planeten, die aus randomiserten Seeds kommen. CIG nutzt dieses Technik in anderer Weise, um Designern zu ermöglichen, ganze Planeten zu kreieren, in der aktuellen Iteration sogar mit Klimazonen. Davon mal ab, welchen Wert für Diskussion hat die Aussage, dass andere Engines schon lange vorher prozedurale Planeten generieren konnten? Der Vorposter hat nicht gesagt, dass CIG hier etwas entwickelt hat, dass es so oder in ähnlicher Form nicht zuvor gegeben hat. Aber in der CryEngine ist das etwas Neues, und das war der Durchbruch, der Foundry 42 Frankfurt in 2016 gelungen ist.