AW: Star Citizen: 1.269 von knapp einer Million Unterstützern haben bislang ihr Geld zurückerhalten
Ich habe die Befürchtung, dass dieses Projekt möglicherweise etwas überambitioniert ist.
Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es im Verhälnis zum momentanigen Budget nicht nur möglicherweise etwas, sondern definitiv stark überambitioniert ist. Nur ist genau das halt essetentieller Teil des Gesamtplans:
Die weiteren Module und vor allen Dingen auch der Singleplayerpart Squadron42 sollen ja auch dazu da sein dafür zu sorgen, dass das Budget weiter und weiter steigt. Jeder einzelne Teil des Ganzen soll dazu ein nie dargewesenes Niveau der Detailliertheit erreich und an Qualität gegenüber dem vorherigen zunehmen---denn wodurch gewinnt man neue Unterstützer als durch den praktischen Qualitätsbeweis?
Deshalb wird sich auch immer viel Zeit gelassen, deshalb gibt es den Arena Commander in der Einzelpilotenversion (0.X-1.Y) nun schon über ein Jahr, deshal wird ständig an der Balance geschraubt, deshalb gab es ganze verdammte drei Monate MoCap, deshalb wird Star Marine lieber weiter verschoben als schon jetzt veröffentlicht, deshalb kommt StarMarine auch vor Squadron 42 (bei Squadron 42 sollte vieles, wenn nicht gar "alles", was dort bereits verwendet wird stimmen...
...die Frage ist halt auch: Was wäre die Alternative zur Überambitioniertheit? Eine Punktlandung ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit, die unterambitionierteOption wäre damit eine Alternative gewesen.
Ich muss an dieser Stelle auch etwas gestehen: Ich hätte mich in Roberts Situation 2012 für die faule, die risikolose, unterambitionierte Version entschieden und mich für ein
Freelancer+ entschieden.
Also ein Spiel, dass halt unseren heutigen grafischen Standards entsprechen würde (anstatt zu versuchen diese zu revolutionieren), kompliziertere Verstrickungen zwischen den Fraktionen---sozusagen die Umsetzung all dessen, was in FreeLancer nur angekündigt, aber nicht implementiert war (anstatt direkt auf wenigdimensionale Frakionen zu verzichten), Gegner statt einem Schild und einem Lebenbalken vielleicht ~drei Trefferzonen zu geben (anstatt gleich ALLEN Schiffsbestandteilen eine zuzugestehen), das Hud immersiver zu machen (Star Citizen zeigt jetzt schon kein bisschen unnütze Funktionen und sieht trotzdem wie ein vollwertiges SciFi-HUD aus), die "Theaterbühnen" aus Freelancer (auf Planeten konnte man nur über eine Kopfzeile navigieren und bekam dann schicke 3D-Hintergründe zu sehen) schicker zu machen (Star Citizen verzichtet auf sowas und lässt selber rumlaufen) und natürlich gäbe es weder FPS-Einlagen, noch physikalisch angehauchte Raumfahrt, noch wirkliche Milliarden-KilometerMaps, sondern natürlich effizient genutzten Fake!
Wäre das hinterher ein gutes Spiel? Sicher! Wäre das Chris Roberts gefundet worden? Sicher! Wäre es schon draußen? Vielleicht...Hätte das ein solches Budget wie Star Citizen jetzt hat? Ähmmmm... eher nicht! Dafür wär aber schon ein Nachfolger in Planung...
...wären die Raumkämpfe so gut und komplex und die Schiffe so ausbalanciert und individuell, dass man ohne jede Story schon gut zehn- zwanzig Stunden ohne Langeweile drinnen versenken könnte? Ganz, ganz, ganz sicher nicht. Würden mehr als nur die übelsten Hardcorefans behaupten, dass das Spiel die Spielelandschaft verändern könnte? So viele "ganz " passen nicht in einen Kommentar...
Ich würde mir übrigens mehr Projekte wünschen, die derart überambitioniert sind wie Star Citizen: Mein Highlight wäre ein "AlphaProtocolWorld" (würde natürlich nicht) von Obsidian, dass aus den Konzepten von Obsidians AlphaProtocol einen großen Spielplatz der Möglichkeiten machen würde und dabei jegliche konventionellen Einschläge wie z.B. das Deckungssystem oder den hohen Gegnercount aus AlphaProtocol verbannen würde! Nur wie gesagt, dafür braucht es Überzeugung und Mut