Stadt München migriert erfolgreich 14.800 PCs zu Linux

AW: Stadt München migriert erfolgreich 14.800 PCs zu Linux

Was bei den Kosten etwas untergeht: auch die Stadt München wird andere / weitere Software benötigen, die wird als Linuxversion vermutlich teurer ausfallen als die standardisierte Windowsversion. Ändert sich aber sicher auch irgendwann, die Masse machts.

Was meinst Du damit, mir fällt nicht ein passendes Beispiel ein?
 
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Absolut, eine einmalige Umstellung kostet ja auch mehr als regelmäßige Lizenzzahlungen für 14.800 Rechner :ugly:

Genau, weil ja nie Addons gebraucht wurden in Behörden. :schief:

Was meinst Du damit, mir fällt nicht ein passendes Beispiel ein?

Banken Software... Zum Beispiel. Da gibt es massen von. Ich denke kaum das viele davon Linux unterstützen. ;)
 
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Das werden sie aber irgendwann müssen.:schief:
Irgendeiner muss nur anfangen und das passiert hier.
 
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Das ist es doch, man muss gar nichts, warum auch? ;)
Und gerade bei Banken frage ich mich, wer haftet bei freeware für gravierend Fehler?

MfG
 
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Bei Banken ist es eigentlich so das die Bank die Software zur Verfügung stellt.
Alternativ lässt man das einfach über den Browser laufen.
 
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Linux ist kostenlos. Aber überleg mal: wie lange dauert es, bis Du Deinen PC neu aufgesetzt hast, bis Du wirklich Deine Arbeitsumgebung fertig hast? Wenn Du das fertig hast, ziehst Du ein Image und installierst das auf 14.800 PCs. Ich denke, Du siehst den Punkt. Das kostet Arbeitszeit = Geld. Dann mußt Du die 14.800 User dazu noch Schulen. Sagen wir mal ganz sparsam jeden Mitarbeiter 2 mal 4 Stunden. Natürlich ist das Arbeitszeit, die bezahlt wird. Setzen wir mal ganz niedrig 20 Euro pro Arbeitsstunde an. Also alleine für die Schulungszeit bezahlst Du 2 x 4 x 20 x 14800 = 2,368 Millionen Euro Gehalt an Deine Mitarbeiter. Als Anbieter würde ich für eine Schulung von 16 Mitarbeitern an PCs für 4 Stunden mindestens 600 Euro nehmen - unter der Voraussetzung das der Schulungsraum inkl. PCs gestellt wird und ich zumindest einen großen Brocken des Schulungskuchen bekomme. Also 14.800 Mitarbeiter geteilt durch 16 pro Kurs mal 600 pro 4-Stunden-Kurs mal 2 Kurse pro Mitarbeiter macht 1,11 Millionen Euro.

Achso, nochmal zu den Images, ich schätze grob ab die haben 3 Standard-Images gemacht plus einige Spezialimages. Alleine für die Audits plus erarbeiten wer braucht was und assemblieren der images - nur auf dem Papier, das echte erstellen ist dann trivial - würde ich bei 14.800 Arbeitsplätzen einen guten sechsstelligen Betrag ansetzen.

und so weiter

Nette Erklärung:daumen:.

Danke hierfür :)

Mfg:
Niza
 
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Wieso denken alle das User auf Linux geschult werden müssen? Das einzige was die können müssen ist ein icon anzuklicken. Der komplette Rest ist die Sache der IT.

Eher problematisch ist die Umstellung der Textverarbeitung.

Anwendungen werden meistens für Behörden speziell entwickelt, und solange eine ähnliche Gui verwendet wird ist das den Usern recht egal.
 
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Weil das bei einem solchen IT Wechselb völlig normal ist. Du darfst das nicht aus deiner Sicht sehen, sondern aus der Sicht eines Dauss. :-)

MfG
 
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Für einen Wechsel von Office zu Libreoffice braucht es nicht wirklich eine Schulung. 2-3 Tage und man kennt sich damit aus.
Da war der Wechsel vom alten Office zu der neuen Ribbonoberfläche ein größerer Schritt.
Der Firefox sieht auch gleich aus.
Portierte Programme werden höchstwahrscheinlich auch gleich aussehen.

Der Button fürs Ausschalten sieht zugegeben anders aus, dafür müsste man vermutlich 1-2h Schulung investieren müssen.
Ihr tut ja gerade so als ob man ein IT-Experte sein müsste um mit einem Linux klarzukommen was großteils nur für Office verwendet wird.
Von keinen der betroffenen Beamten wird vermutlich gefordert einen Samba- oder SQL-Server zu betreiben.
 
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Ich finde es eine super Sache!
Ich glaube auch gar nicht, dass der Umstieg für die Mitarbeiter so schwierig wird. Selbst wenn sie aus der Generation 50+ kommen, mit etwas Übung und Eingewöhnungszeit läuft das. Das sind zum Großteil Beamte die eh den ganzen Tag am Rechner nur 1-2 Aufgaben haben. Das werden die Leute denke ich schnell hinbekommen.
Wird sowieso kein großer Unterschied zu Windows sein. Wenn man mal durch Ämter spaziert und in die Büros rein schaut. Die Greise die dort vor ihren Rechnern hocken und staub ansetzen (Beamte und Rechner natürlich :D ) können selbst auf Windows nur ihre 1-2 Aufgaben. Mehr geht nicht, außer sich Schmuddelbildchen zu laden weil die Ehegattin zu Hause immer aufpasst. :D
 
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Generell sicher eine gute Sache doch man sollte nicht nur die Seite der User sehen sondern auch die der Admins.
Ich weiß nicht wie das bei Linux genau ist aber bei Windoof kann man alles in Group Policies reglen. 1 Klick Systemsteuerung gesperrt, noch ein klick Proxy Einstellungen festgesetzt. Was ich damit sagen will nach meiner Erfahrung ist Windows für große Umgebungen vokalem besser geeignet weil es viel einfacher zu administrieren ist seien es Einstellungen, Userkonten whatever. Bei mir war jahrelang OpenOffice standard Software inzwischen wurde es von MS Office 2010 abgelöst weil es einfach runder läuft, einen guten Support gibt und mit der restlichen MS Umgebung sauber arbeiten und verwalten lässt.

In München haben sie dafür offensichtlich eine Lösung gefunden. Aber wenn ich mir vorstelle, dass "meine" Umgebung komplett auf Linux umgestellt werden würde würde sich mir der Magen umdrehen. Bei mir wird ein gemischter Betrieb gefahren und ich denke das ist auch die beste Lösung. Es gibt Bereiche da ist Windows ideal, Teile wo ich kein Linux missen möchte, oder Solaris 1a ist.
 
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Linux klingt ja ganz toll und zumindest ideologisch ist es das ja auch, aber in München wurde zu Beginn einiges nicht bedacht. Im Endeffekt wollte man sich in München von den ausländischen (ließ amerikanischen) Unternehmen abkappen. (Mit Snowden etc. vielleicht auch ne ganz vernünftige Entscheidung) Aber da wurde einiges nicht bedacht...

1) Lizenzkosten: Ja super! Haben sie sich gespart weil sie ihr eigenes Süppchen gekocht haben. Nur haben sie dadurch natürlich mehr kosten an anderer Stelle. Irgendjemand muss ihr Linux ja für sie angepasst haben. Wer? Selbst entwickelt oder wieder eine Drittfirma? Wer übernimmt den Support? Wer versorgt das BS mit Updates? Wer wartet das ganze? Entweder ist man wieder Abhängig von einer Firma, die gerne mal Pleite geht (passiert in solchen Fällen leider wirklich häufig, meistens werden die Firmen größenwahnsinnig weil sie nen festen Vertrag mit ner Stadt haben...) und dann steht man auf einmal da ohne Leute, die das Betriebssystem kennen, oder man macht es halt komplett selbst. Das würde bedeuten das man auf einmal ne riesen IT-Abteilung brauch die ordentlich Geld frisst. Bei Windows ist es da leicht, da schlägt man das Telefonbuch auf und sucht sich eins der tausend Unternehmen aus die Windows-Support liefern und kann dabei den Preis noch gut drücken. Den Luxus gibt es bei eigens entwickelten Linux-Systemen nicht. Die Support-Kosten alleine fressen wahrscheinlich schon die Lizenzkosten komplett auf.

2) Administration: Eh... Viel Spaß! Städte sind von Natur aus hoch heterogene Systeme. Meistens gibts immer nur 1 oder 2 Mitarbeiter die bestimmte Software und Hardware verwenden. Das macht auf Windows schon kein Spaß. Auf Linux dürfte das die Hölle sein außer man hat Leute die echt gerne am Basteln sind und dafür kein Geld haben wollen.

3) Software: Wie gesagt, stark heterogen. Jeder zweite Mitarbeiter braucht seine eigene spezielle Software und Hardware. (Gut... im Schnitt vielleicht weniger wenn man die ganze Verwaltung mit rein nimmt... Aber jeder 4. oder 5. kommt wahrscheinlich hin.) Wo kriegt man die her? Wo kriegt man die Treiber für die Hardware her? Selbst schreiben? Wer macht das?

Dann kommen noch Sachen wie Schulungen etc. dazu und dann wird es einfach verdammt unwahrscheinlich das München weniger bezahlt als zuvor. Einige andere Städte haben schon nen ziemlichen Hals auf München, weil sie sich auf Grund der Linux-Umstellung rühmen, dabei aber scheinbar ihre Zahlen gewaltig schönen.

Ideologisch, und besonders nach der ganzen Snowden Affäre ist der Schritt zu begrüßen. Öffentliche Einrichtungen benutzen öffentliche Software. Das klingt erst einmal sinnig. Finanziell wird es sich aber kaum gelohnt haben. Es sei denn weitere Städte ziehen nach und man erreicht ein gewissen scaling Effekt... Aber hey, es lebe der Föderalismus! ;)
 
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1) Das extra angepasst kann vieles bedeuten, das könnte genau so ein Standard-Ubuntu sein wo die Amazon-Werbung rausgenommen wurde oder halt nur ein einziges Hintergrundbild zulässt.

2) Warum sollte man da irgendwas basteln müssen?

3) Spezielle Treiber für die Hardware? Welche sollte das sein was Linux nicht schon fertig mitbringt?

4) Für welchen konkreten Fall sollte ein Bürohengst eine Schulung für einen Linux-Rechner brauchen?
Libreoffice unterscheidet sich nicht so stark von Office das man sich das nicht in wenigen Tagen selbst beigebracht hat.
Davon ganz abgesehen das der Großteil vermutlich eh auf fertige Dokumente zurückgreift.
 
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Ich glaube ihr versteht da etwas falsch.
Die haben nicht ihre komplett eigene Distribution usw. gemacht. Die haben nur ein Ubuntu (vermutlich die Oberfläche mehr MS-Like) angepasst. Dieses basiert wiederrum auf Debian.
Die müssen auch nicht eigene Treiber schreiben, bei Linux ist die Treiberunterstützung sehr gut. Bis auf ein paar exotische Sachen besser als unter Windows.
(Debian bzw. seine Ableger laufen bei mir auf meinem PC, meinem Laptop und sogar dem Raspberry Pi. Alles grundverschiedene Hardware, sämtliche Hardware wird von Haus aus unterstützt. Auch die GPU Beschleunigung der GPU im ARM-SoC des Raspberry. Zeig mir mal wo Windows das kann.)
Jemand mir Ahnung von Debian zu finden ist auch nicht schwer.

Die Administration dürfte auch kein Problem werden. Vielleicht nicht ganz so einfach klick-und-fertig wie bei Windows aber dafür am Ende bestimmt besser. Der Admin hat doch fast unendliche Freiheiten.

Je nachdem was der Angestellte tun soll, braucht man auch kaum eine Schulung. Wo er jetzt seinen Brief tippt ist dem doch egal.
Die Umstellung auf Win8 geht bestimmt auch nicht einfacher.


Aber jetzt das wichtigste:
Die Leute in München, die das entschieden haben sind bestimmt nicht blöd.
Man hatte bis 2006 eine Testphase laufen, man weiß also was auf einen zukommt. Man hatte jetzt 10 Jahre Zeit, die haben das ganze sicher gut durchdacht und und wissen schon was sie da tun und welche Kosten auf sie zukommen werden.
Wenn die am Ende auf "der Wechsel ist alles in allem billiger" kommen, dann wird das schon so sein.
 
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Und ihr geht davon aus, dass das nur Leute sind, die am OpenOffice sitzen... Das ist falsch. Da gibt es Statiker, die sich bspw. um Brücken kümmern, Stadtplaner, wahrscheinlich muss sich auch jemand um die Flüße kümmern etc. Im allgemeinen hat eine Stadt nen arsch voll Stellen, die stark spezialisiert sind und mit den typischen Bürohengst-Aufgaben wenig zu tun haben. Meistens sind diese Stellen auch nur einfach oder max. zweifach besetzt und die haben alle ihre eigene Peripherie und Anwendungen. (Harware war vielleicht der falsche Begriff. Es geht nicht darum was IM Computer ist, sondern was für Equipment angeschlossen werden soll). Klar, der 0815 Verwaltungsbeamte ist in diesem Fall wohl wenig betroffen. Aber die IT einer Stadt ist sooo viel mehr als ihr euch das gerade vorstellt.

Wie gesagt, viele andere Städte halten München für bekloppt und halten das für ein ideologisches Projekt. Das hat ja durchaus auch seine Berechtigung, aber Finanziell wird sich das nicht lohnen.

Mit dem Argument "München ist bestimmt nicht blöd" sagst du ja gleichzeitig auch das die anderen Städte blöd sind, die das durchgerechnet haben und zu dem Entschluss gekommen sind, dass sich das absolut nicht lohnt. Und da gibt es einige Städte die diese Überlegungen ebenfalls gemacht haben. Das Projekt in München läuft ja auch schon, wie du sagtest, ein paar Jahre...

München hat sich dazu entschlossen und dann durchgezogen. Ob sich das nun lohnt oder nicht. Nen bisschen so wie der Berliner Flughafen. ;)
 
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Banken Software... Zum Beispiel. Da gibt es massen von. Ich denke kaum das viele davon Linux unterstützen. ;)

Nö. Bankensoftware = Datenbank, klarer Fall von ist-so. Natürlich läuft das ganze auf einem echten DBS. Also Daten, Struktur, Frontend getrennt. Ich müßte also nur das Frontend anfassen. Ist trivial und schnell gemacht. Die Server lass ich so, wie sie sind. Würden nur Wahnsinnige anders machen ;-)
 
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@rabe

Ja können schon, es gibt aber auch oft Intetpretationsfehler. Schwierig, nach meinen Erfahrungen, ist zum Beispiel ein Dokument als Briefbogenvorlage aus Word in lo zu öffnen, weiter zu arbeiten und dann in Word wieder zu importieren. Dass funktionier in der Regel nicht reibungslos bis hin zu gar nicht und da sehe ich die größte Schwäche, da viele andere Behörden andere IT nutzen und es bei Datenaustausch dann zu Problemen kommen kann. Dann ist da auch noch die support Sache. Wer haftet bei Softwarefehlern, die schwerwiegende Folgen haben? Aber egal, die Zeit wird zeigen ob die Zweifel oder positiven Erwatungen gerechtfertigt sind. :-)

MfG
Das ist aber meine ich ein sehr schlecht gewähltes Beispiel. Dafür brauchst du nichtmal den Umweg über ein anderes Office Paket zu gehen, da reichts mitunter schon, einfach mal eine andere Office Version zu verwenden...
 
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München hat sich dazu entschlossen und dann durchgezogen. Ob sich das nun lohnt oder nicht. Nen bisschen so wie der Berliner Flughafen.
Man könnte es aber auch als Pilotprojekt sehen. Wenn es in München klappt, können andere Städte bei Erfolg nachziehen.
 
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