News Speichermangel: Radeon RX 9070 kommt angeblich unter die Räder - zugunsten der XT

Mal ne Frage, die vom Thema leider wegführt:

Haltet ihr das THema "SLI" und das Koppeln von mehreren GPUs in der heutigen Zeit weiterhin für albern oder wäre es eine Idee, die man heute dank Reflex und Latenz-Verbesserungen wieder nutzen könnte ?
Oder anders: Kann man im Gegensatz zu früher die Latenz zwischen zwei und mehr Karten heutzutage, mit heutigen Softwarefeatures wegzaubern?
 
Sie war aber ab Werk recht effizient und gerade für sparsame User, die sich nicht auskennen und groß mit Undervolting oder Taktanpassungen beschäftigen wollen, gut geeignet.
Um im Treiber den PowerLimit-Regler nach Links zu schieben, muss man sich nicht nennenswert damit beschäftigen. Klar, man könnte mit Undervolting & Taktanpassung die Effizienz weiter steigern, den Löwenanteil macht jedoch das PowerLimit.

Man muss aber halt bereit sein sich kurz zu informieren, ob das Möglich ist. Groß beworben wird es ja nicht.
Früher hieß es mal, das die absolute Mehrheit nie ein Blick in die Treiber-Software wirft, und ich gehe stark davon aus, das sich das nicht groß geändert hat.
Interessant ist, ob es eine 8GB Variante der 9070 geben wird, wenn die Speicherknappheit irgendwann voll durchschlägt, Dann dürfte die 9070 wieder interessant werden.
Bitte nicht, die 9060 mit 8GB ist ja schon zu schwach bestückt für ihre Leistung - vergleiche dafür einfach 9060 XT 8 / 16 GB, oder 5060 Ti mit 8 / 16 GB.
Wenn schon, dann die 9070 GRE mit 12 GB Global vermarkten - nicht nur für OEMs. Spart zwar nur 4 GB, aber immerhin wird sie nicht total ausgebremst.



Das die Produktion der non-XT (angeblich) gedrosselt werden soll, überrascht mich nicht, auch ohne Speicherkrise hätte es das nicht. Nach allem was man hört, war die Nachfrage nach der XT ohnehin höher.
Der größte Feind der 9070 war schon vor Veröffentlichung die 9070 XT, aufgrund der geringen Preisdifferenz. XT ist ~15% schneller, kostet(e) die meiste Zeit aber auch nur 10-20% mehr.
Die Leistungsdifferenz fand ich ja schon zu niedrig, die hätte man noch etwas mehr beschneiden können - 20-30%. -, für eine ordentliche Staffelung. Nur wäre sie dann hinter der 5070 gelandet ...
Aber geringe Leistungsdifferenzierungen macht AMD ja gerne, sah man schon zu GCN-Zeiten, nur um dann eine riesige Lücke zu lassen, in die man 2-3 weitere Modelle platzieren könnte.
Da die 9070 GRE ein OEM-Modell ist, klafft zwischen 9060 XT und 9070 effektiv eine Lücke von 50% Mehrleistung = genug Platz für 1-2 weitere Modelle.

Die Spitze der unnötigsten Differenzierung war jedoch mit RDNA2:
6800 XT vs 6900 XT vs. 6950 XT = je ~5% Leistungsdifferenz.

Mal ne Frage, die vom Thema leider wegführt:

Haltet ihr das THema "SLI" und das Koppeln von mehreren GPUs in der heutigen Zeit weiterhin für albern oder wäre es eine Idee, die man heute dank Reflex und Latenz-Verbesserungen wieder nutzen könnte ?
Oder anders: Kann man im Gegensatz zu früher die Latenz zwischen zwei und mehr Karten heutzutage, mit heutigen Softwarefeatures wegzaubern?
Da kann man nichts wegzaubern. Die Art zu Rendern müsste umgestellt werden, so das SLI im ursprünglichen Sinne, wie es 3dfx angewandt hatte, wieder funktioniert.
3dfx' Scan Line Interleave: die GPUs rendern alternierend je eine Pixelzeile eines Frames - parallel, ohne auf die jeweils andere zu warten.
NVIDIAs SLI (Scalable Link Interface) oder auch AMDs Crossfire nutzten das AFR verfahren. Beim Alternate Frame Rendering renderte jede GPU abwechelnd ein Frame.
Man könnte es auch anders aufteilen als einzelne Pixelzeilen, bspw. oben/unten bzw. links / rechts, oder den Frame in Kacheln aufteilen. Aber jede Variante bei der das Bild von 2+ GPUs zusammen erstellt werden, beißt sich mit modernen Rendering verfahren, da diese darauf angewiesen sind weitere Bestandteile, oder gar das komplette Bild zur Verfügung zu haben.

Aktuelle Temporale Verfahren - wie es auch bei DLSS und FSR (seit 2/3?) genutzt wird - ließen sich damit nicht umsetzen, da immer eine GPU warte müsste bis die andere fertig ist und ihr Bild zur Verfügung stellt.

Reflex / AL / XeLL bringt da jedenfalls gar nichts. Das Problem waren ja nicht die Eingabelatenzen, sondern die Mikroruckler durch die ungleichmäßige Frameverteilung.

Außerdem hilft das bei der Speicherkrise überhaupt nicht, verschärft sie sogar noch.
Der Speicher mehrerer Grafikkarten addieren sich dabei nicht, sondern jede GPU hat ihren eigenen, exklusiv genutzten Grafikspeicher.

Multi-Chiplet-GPUs wie bei AMDs RDNA3 funktionieren deshalb, weil sie wie eine GPU angesprochen werden. Dafür muss die Latenz zwischen jedem Chiplet aber auch sehr gering sein. Auf mehrere GraKas aufzuteilen funktioniert das nicht. man kann die Latenz nicht weit genug absenken.
Auch GraKas mit 2 GPUs haben keine ausreichend niedrige Latenz, und müssen ebenso exklusiv genutzten Speicher haben. Solche gabs ja auch von AMD und NVIDIA, mit dem gleichen Problemen wie zwei einzelne.
 
Da siehst du mal, auch bei AMD geht es nur ums Geld.
Ja, das ist mir bewusst und wurde erst kürzlich durch die Diskussion um die Länge (oder eher Kürze) des Treiber-Supports in Erinnerung gerufen.

Letzten Endes hat AMD aber noch immer die besten Linux-Treiber und dazu passende Open-Source Ansätze. Das ist am Ende doch sympathischer.
Ob die aktive Grafikeinstellung ultra-hohe oder mittel-derbe Details heißen, interessiert mich nicht mehr.
:ugly:
Am Ende eine logische Schlussfolgerung. Der Speicherbedarf ist der selbe, der Ausschuss mit steigender Verbesserung im Fertigungsprozess zunehmend reduziert und die Konkurrenz steht preislich noch deutlich weiter drüber.
Da könnte eine günstige RTX 5070 trotzdem noch gefährlich werden und die RTX 5060 Ti 16 GiB im Preisbereich zwischen RX 9060 XT und 9070 fällt ja mehr oder weniger weg.
Viele greifen werbewirksam zu Nvidia und deren toller Software und Hotfix-Treibern, nehmen aber etwas weniger Speicher oft in Kauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich, die 9070 XT kann weg. Der Leistungsunterschied zur 9070 ist minimal und sie verbraucht dafür 40% mehr Strom.
Liefert dafür aber deutlich mehr Leistung, ist beliebter und kostet nur 50€ mehr.
Stromverbrauch ist relativ egal in diesem Bereich.

Die Verkaufszahlen für diese Modelle zeigen klar - die 9070 XT wird weit öfter gekauft. Weil das halt die bessere Karte ist. Mit Abstand. Es ist also nicht verkehrt, wenn die non-XT in der Produktion gedrosselt wird.
 
Liefert dafür aber deutlich mehr Leistung, ist beliebter und kostet nur 50€ mehr.
Stromverbrauch ist relativ egal in diesem Bereich.
Und mit Undervolting und reduktion des Powertargets schafft man es meistens die Leistung zu halten und gleichzeitig die Leistungsaufnahme zu senken.

So hab ich es beispielsweise geschafft mittels vcore offset die GPU bei -100mv und 88-90% Powertarget den Leistungsverlust bei nahezu 0% zu halten, die Leistungsaufnahme aber von 204W auf 265W zu drücken...

Wem aber tatsächlich die Stromkosten so wichtig sind, dem würde ich auch eher nahelegen das Hobby ggf. zu wechseln oder zu schauen ob er nicht vielleicht ein paar weniger stunden spielt...

Alternativ tuts auch Mensch ärgere dich nicht... Funktioniert auch mit Kerzenlicht, aber Vorsicht! Kerzen verursachen Feinstaub!
 
Viele Karten haben Dual-BIOS, das könnte man ja mal nutzen um auf dem zweiten BIOS-Profil ein niedrigeres PowerLimit, sowie reduziertem Takt und Spannung einzuprogrammieren. Anstatt eines mit AMD-Referenz- und eines mit OC-Profil - oder auf beides das gleiche Profil. Dann könnte man mit einem einzigen Modell gleich zwei Käufergruppen zufriedenstellen, und man spart die doppelte Produktion in Form von non-XT und XT.
 
Finde ich interessant, ich hätte eher damit gerechnet, dass AMD verstärkt auf kleine Karten mit 8GB setzt um mehr verkaufen zu können.

Mich kotzt der gesamte PC Hardwaremarkt hart an, ich kann es nicht anders ausdrücken. Wer bitte soll sich das denn noch leisten können ? Ich kann mir nicht vorstellen das der Nachwuchs stand heute noch einen neuen Gaming PC bekommt, vielmehr werden die Kids auf Konsolen oder noch schlimmer auf Handys zum zocken getrimmt :schief:. Traurig wohin die Reise geht, eine Branche schafft sich ab :klatsch:.
Hardware ist das eine, dann gibt es aber noch die Spiele. Bis jetzt haben die Studios gut damit davonkommen können, dass sich die Kundschaft im Zweifelsfall einfach einen dicken Rechner unter den Tisch stellt, um damit die Unzulänglichkeiten der Software zu erschlagen.

Jetzt wird es wohl wieder an der Zeit sein, die Spiele ein bisschen optimieren zu müssen, damit man auf der neuen Mittelklasse (16GB RAM/8GB VRAM, 1TB SSD) auch lauffähig ist, sofern man bei der breiten Masse auch Absatz erwartet.
 
Und mit Undervolting und reduktion des Powertargets schafft man es meistens die Leistung zu halten und gleichzeitig die Leistungsaufnahme zu senken.

So hab ich es beispielsweise geschafft mittels vcore offset die GPU bei -100mv und 88-90% Powertarget den Leistungsverlust bei nahezu 0% zu halten, die Leistungsaufnahme aber von 204W auf 265W zu drücken...

Wem aber tatsächlich die Stromkosten so wichtig sind, dem würde ich auch eher nahelegen das Hobby ggf. zu wechseln oder zu schauen ob er nicht vielleicht ein paar weniger stunden spielt...

Alternativ tuts auch Mensch ärgere dich nicht... Funktioniert auch mit Kerzenlicht, aber Vorsicht! Kerzen verursachen Feinstaub!

Naja, die meisten Normalos die nicht in Foren sind und mehrere Tech-YouTuber schauen, werden sich nicht um PowerTarget und Undervolting kümmern.
Nicht eher deren Karte anfängt laut zu werden oder zu drosseln (wegen zu viel Dreck etc.).
Für die meisten ist dies nicht interessant.
Ich selbst undervolte die Karte, limitiere aber nicht die Power - soll die Pulse doch ihre 330W saugen (10% ist das maximum was man der extra geben kann).
240Hz Bildschirm, also will man so viel FPS wie es geht. So werden es wohl auch die meisten tun, die sich an die Einstellungen ranmachen - Undervolting und trotzdem genug Saft geben für maximalen Takt.

Wenn es nicht nötig ist (bei Spielen die eh nicht zu 100% die GPU auslasten), säuft die GPU eh relativ wenig Strom.
Und bei Spielen wo die Leistung nicht reicht, ist der Stromverbrauch relativ egal.
 
Die Marge ist für AMD und die AIBs wahrscheinlich sowieso ziemlich für n Arsch wenn man bedenkt das die ersten Chargen bei den UVP Modellen subventioniert werden mussten.
Selten so gelacht, sicherlich hat AMD das nicht getan, die Marge ist bei UVP Preis sicher jenseits der 50% gewesen, wird eventuell nun gesenkt weil man hat noch zuviel Inventar das man loswerden will.
Genauso macht es auch Nvidia die wollen nur den Bestand loswerden, und verkaufen den liebe für kleine Margen an die OEMs wie die fetten Margen im Einzelhandel zu senken. Siehe Dell USA da ist die 5070ti ganze $600 günstiger die eine 5080 welche wiederum nur 400 günstiger ist wie eine 5090, das genaue Gegenteil zum Einzelhandel
 

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Ehrlich, die 9070 XT kann weg. Der Leistungsunterschied zur 9070 ist minimal und sie verbraucht dafür 40% mehr Strom.
Das sehe ich anders. Mit der XT habe ich zeitgleich die Wahl gekauft:

-> Mehr Leistung und somit vielleicht 1 oder 2 Jahre auch mehr Freude am Produkt

oder

-> 3 Regler im Adrenalin verschoben und die gleichen ca 245 Watt verbrauchen und dennoch mehr Boost und mehr CUs haben. Laut Sonderheft vom Juni liegt die gedrosselte XT 8 - 9 Prozentpunkte vor der kleineren Schwester bei identischer Aufnahme.

Und preislich lagen die besseren Customs der non-XT Auf gleicher Höhe wie erste gute Customs der XT. Eigentlich völlig irrsinnig, aber so ist der Markt.
 
Ja ich schätze auch das die 9070 schon noch ne weile verfügbar ist da die absätze derzeit nicht so richtig fett laufen.

Sprich so lange die Verkaufsbestände noch recht hoch sind kann dem Kunden das relativ egal sein.

Das streichen von einzelnen Produkten wird aber wiederum Fertigungskapazitäten frei machen, das dürfte wiederum dafür sorgen das TSMC und Co. mehr Prod. Kapazitäten für Speicher haben dürften. Und das wiederum sollte mittelfristig die Preise wieder stabilisieren.

Naja aber who cares, aktuell würde ich eh jedem raten US Produkte zu meiden wo es nur geht um nicht zu sagen zu Boykottieren. Zumindest so lange bis die Locke sich wieder einigermaßen im Griff hat und sich erinnert wer seine Verbündeten sind.
 
Wenn man die Welt nur in Schwarz/Weiß betrachtet und nur 1 oder 0 kennt dann mag das stimmen. Man läuft dann jedoch schnell gefahr sich selbst zu verscheißern... Denn es gibt auch Dämmerungsbereiche. Soll heißen das man schon einen ersten wichtigen Schritt damit tut den Konsum zu reduzieren oder zurück zu stellen... Wenn das dann in Summe viele Bürger gleich machen, tut es dem Markt auch dann fürchterlich weh ohne das man kompletten Verzicht übt.

Soll heißen Gamepass, MS365, ChatGPT oder Google Workspace Abos erstmal auf eis legen oder sich Alternativen suchen. Hardwarekauf selbst hinterfragen ob gerade wirklich unbedingt erforderlich.

Ich finde das es zumindestens gerade dringend erforderlich ist sich selbst mal zu fragen ob die USA uns wirklich noch als Verbündete sehen, und ob es so klug ist ihnen unser Geld in den Rachen zu werfen. Aber das soll hier nichts zu suchen haben. Hier gehts ja um die 9070

Dennoch finde ich es nicht unrealistisch sich gewisse Dinge nochmal abzugewöhnen oder sich neu zu orientieren. Es gab auch eine Zeit vor dem ganzen quatsch, und da hat der Globus sich auch gedreht!
 
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