Hallo zusammen,
wie immer wenns um Kabel geht eskaliert die Diskussion sofort... In praktisch jedem Forum der Welt.
Ich möchte auch gar nicht auf mögliche Klangunterschiede bei der Verwendung höher oder minderwertiger Kabel eingehen, da kann jeder meinen was er will. Nur sollte wer an die große Kabel-Voodoo-Verschwörung glaubt sich mal überlegen, was all die Physiker, Ingenieure und Universitäten inkl. der Frauenhofer Gesellschaften oder sonstiger Institute die sich mit dem Phänomen befassen so den ganzen Tag treiben. Gehen die zur Arbeit und spielen den ganzen Tag Karten nur um zwischendurch herzlich über die Leute, die die Kabel kaufen zu lachen? Da fällt es mir persönlich leichter an die Bielefeld Verschwörung zu glauben zumal ich den einen oder anderen Entwickler kennengelernt habe und weiß, dass die gar net Skat spielen können...
Aber bei der Verwendung von unterschiedlichen Kabellängen siehts unabhängig von deren Qualität anders aus. Hier wird der Dämpfungsfaktor unterschiedlich stark gesenkt. D.h. bei einem Innenwiderstand des Verstärkers von 0,1 Ohm ergibt sich ohne Kabeleinfluss ein Dämpfungsfaktor von 40 an einer 4 Ohm Box. Das ist nicht viel, aber auch kein Grund zur Besorgnis und bei nem günstigen AVR vllt. auch gar net so weit daneben. Bei Verwendung eines 1,5qmm Kabels reduziert sich der Dämpfungsfaktor erwartungsgemäß nur gering auf 37,6, bei dem langen Stück auf 30,4, also immerhin eine Differenz um 24%.
Ob sich das klanglich bemerkbar macht, weiß ich nicht und kanns auch aus der Ferne unmöglich beurteilen, es kann aber durchaus. Immerhin gibt es LS die beim Dämpfungsfaktor relativ empfindlich reagieren und ganz nebenbei wird auch die Bassabstimmung des Gehäuses (zugegeben wirklich minimal) verändert. Eine ungleichmäßige Aufstellung der LS zur Wand oder Ecke hin hat aber sicherlich einen größeren Einfluss.
Fazit, bei einer kritischen, gut aufgestellten Box kann sich sowas (ich rede jetzt nur über den Dämpfungsfaktor, andere mgl. Phänomene lass ich aussen vor) bemerkbar machen.