DRM soll doch das illegale Kopieren verhindern und nicht das Cracken ? Cracker versuchen doch nur den Kopierschutz zu knacken, damit man den den Titel kopieren kann. Von Huhn und Ei sehe ich unter dem Aspekt nichts.
Edit: Natürlich soll DRM auch das Cracken verhindern, jedoch nur da es Cracker gibt. Würde es sie nicht geben, würde es DRM noch immer geben um illegale Kopien zu verhindern. Jedoch wäre der DRM nicht so "extrem" wie er es teilweise war.
Davon das DRM-Freihe Spiele, welche es bei GoG gibt, ein schlechtes Gewissen bei Leuten welche die GoG Versionen herunterladen verursacht merke ich nichts. Hinkt deine Argumentation daher nicht ein wenig ?
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Ja, die Wortwahl ist schwierig---und die Beschreibung der Grundidee ist es auch nicht!
Das gesamte hat sich aus einer dunklen Zeit heraus entwickelt, in der ein moralisch-rechtliches Tohuwabohu (man denke nur an die Debatten, ob es überhaupt angemessen ist für Software Geld zu verlangen!) herrschte und an derem Ende wir mit weit verbreiten CD-Checks (einer ziemlich harmlosen Form des Disk-DRMs )auf der einen und massig Raubkopierern auf der anderen Seite standen.
Was klar ist: Mittels eines gesamtheitlichen Ansatzes beidem ein Ende zu setzen wurde seitdem nicht versucht. Natürlich ist das ganze auch in gewisser Weise an restliche Probleme unserer Gesellschaft & Welt gekoppelt---aber wir befinden uns in dem Teil der Unterhaltung ja eh nur in theoretischen Gefilden!
Gehen wir also mal wieder zum praktischen Teil über:
-Die Kundenfreundlichkeit geht zurück (Siehe z.B. derzeitige AoS Diskussion über die Produktbeschreibung)
-Early Access
-Plattform Anbindung bei durch Galaxy nur teilweise Optional
-Super Sales (
https://www.rockpapershotgun.com/2012/04/11/interview-gog-speak-their-brains-on-all-things-g/)
....
Natürlich kann man bei diversen Punkten sagen, das dies nicht die Sache von GoG ist sondern die des Entwicklers/Publishers. Aber dies ist schwachsinnig. Wenn ein Spiel nicht ins Portfolio von GoG passt, da es gegen die eigenen Statuten verstößt, zwingt niemand GoG die Titel ins Programm aufzunehmen. Jedoch freuen sich immer mehr Kunden darüber das es immer mehr Titel gibt, zu welchen Umständen auch immer.
Du hast hier glaube ich nicht ganz verstanden worum es mir geht:
Ich messe diesen Statuten wie "FlatWorldPricing", "NoSuperSales", "GoodiesEverywhere", "NoDLC" ect. bei eher geringen Wert zu. Das sind alles keine grundlegenden Dinge, das sind teilweise sogar einfach nur Experimente:
Eine Analogie wäre Buchpreisbindung: Das kann man als Goldstandard etablieren. Aber der Zeitpunkt kann auch kommen indem einen klar wird, dass man damals doch nicht alles bedacht hat!
Ich hätte auch eine schöne Analogie für den Hardwarebereich: Ein Hersteller sagt, dass er kein HDMI mehr verbauen wird, weil halt Displayport der WayToGo ist. In fünf Jahren aber ist HDMI 3.X draußen und der totale Oberknaller, während Displayport 1.4 ziemlicher Murks geworden ist. Unwahrscheinlich, aber durchau möglich! Dann kann der Hersteller natürlich umschwenken---das wäre etwas völlig anderes, wenn es zum Beispiel um irgendwelche Spionagechips in Hardware gehen würde!
Der Trick ist einfach, dass hinter FlatWorldPricing z.B. einfach kein Konzept steht. Bei GOG dachten wohl einige, dass es FairPricing wäre---aber Fair ist halt weder die letzte als auch die jetzige Lösung!
NoSuperSales klang da schon sinniger, ValueOfGames und so weiter. Aber das sah nur auf dem Papier schön aus: In der Praxis hieß es, dass Leute, die zum Beispiel die Spiele bereits besaßen, sie aber gerne auch als digitales Abbild hätten sie nie kaufen würden, da sie stets zu teuer bleiben würden. Nur für die Goodies kaufen können so auch nur reiche Leute---allgemein bevorteilt das gesamte Konzept reiche User enorm. Außerdem wurde direkt schon im RPS-Interview ein weiteres Gegenargument gebracht: Mit solchen Preisen bringt man die Spieler nicht dazu sich auch mal abseits der Genregewohnheiten zu orientieren.
Worauf ich hinaus will: DRM-Freiheit ist der einzige Punkt bei GOG, der mir wichtig ist. (und selbst da ist klar, dass das nicht bei jedem Multiplayer-Titel machbar ist und man u.U. konzeptuelle Kompromisseeingehen muss )Und ich glaube auch, dass das der einzige Punkt ist, der GOG wichtig ist. (Genau deshalb beunruhigen mich auch die drei Punkt, die du zum Thema DRM aufgelistet hast...)
Die MoneyBackGuarantee, die Freundlichkeit generell und insbesondere das "Fair Price Package", das sind alles nur weniger wichtige Dinge; natürlich jene, die den Ton ausmachen. Aber sie könnten auch sagen, nö, ab sofort leiten wir nur noch zu Publisher-Foren weiter, um den gesamten Support kümmern die sich und das mit FairPricing ist und bleibt halt unrealisierbar, also kann auch das weg. Wenn der Rest stimmt wäre auch das drin.