AW: So viel Geld geben PCGH-Leser für Grafikkarten aus: AMD hat ein Problem
Ich nutze einen UHD Monitor und ja, ich brauche die 1080Ti (ersetze die durch die 2080 oder halt eine 2080Ti die ich sonst gekauft hätte). Weil die Leistung sonst nicht reicht. Und was soll ich auf gute Auflösung und viele andere Sachen verzichten oder wie? Mittlerweile ist alles 4k, von meinen Kameras bis zum PC und Fernseher läuft alles in 4K 60FPS.
Die 900er Serie war extrem billig, die 970 war DAS Schnäppchen des Jahrzehnts. Und ja der € hat nachgelassen, in $ sind die Karten nicht so extrem teuer geworden.
2012... Soll ich dir mal ansagen was Sprit da gekostet hat? Kippen? Wie billig da Strom war? Und wie niedrig das Einkommen? In 8 Jahren hat sich massiv was auf den Märkten getan und auch bei den Löhnen. Klingt nach einer kurzen Zeit, aber es ist viel passiert.
Teure Hardware gab es immer, die gab es schon zu DM-Zeiten und die gibt es heute immer noch. Es ist nicht nur die Inflation, aber die haut auch mit rein. Dein € ist einfach nicht mehr so viel wert wie vor 10 Jahren.
Preise steigen und Kunden zahlen sie. Galaxy Fold ist auch alles andere als billig, gibt aber Leute die es sich kaufen. Und noch mal - Highend-PC selbst mit custom WaKü ist immer noch ein verdammt billiges Hobby egal wie man es dreht und wendet.
Junge, mein Einkommen gegenüber 2012 ist mehr oder weniger immer noch identisch!
Und das nur, weil ich nach Wegfall diverser üblicher Sonderzahlungen Radau gemacht habe und eine Lohnerhöhung bekommen habe, die das wieder einfängt.
Sonst wäre ich sogar ganz gut im Minus.
Den Firmen geht es ja offiziell immer so schlecht, dass die Lohnkosten für die schlechte wirtschaftliche Lage verantwortlich sind und es deswegen mal wieder keine Anhebung trotz der ständigen Inflation gibt.
Nur weil ein Teil der Bevölkerung immer mehr und immer besser verdient (wie kann man jedes Jahr die 3% rechtfertigen? Dienstleistungen gefühlt mindestens 5) , gilt das also nicht automatisch für die andere Hälfte der deutschen Einwohnerzahlen.
Eine Bereicherung geht immer auf Kosten anderer, das nennt sich Kapitalismus.
Bei uns werden in der Werkstatt nur noch Ausländer einegstellt, weil die noch billiger sind als Deutsche, die wonaders keinen Job bekommen, oder gerade von der Schule kommen.
Die sind besonders billig, udn man bringt denen nur gerade so viel bei, dass die Maschinen irgendwie weiterlaufen.
Und weil die dann keine Ahnung haben udn keine Fachkenntnisse vorweisen können, werden die auch nie woanders für besseres Geld anfangen können, weil da auch so gearbeitet wird.
Denn zu viele Firmen reißen sich mittlerweile um die anscheindn immer weniger werdenden Aufträge.
Auch dank Putin, Trump, Brexit und sonstige exportkillende Politikertrottel.
Würde man uns die 20% Inflation der letzten Jahre nachträglich zahlen, könnte man die Firma, und nicht nur unsere, wohl gleich komplett abschließen.
Ich bin Single, und komme so sehr gut über die Runden, aber Hausbau, Frau und Familie wäre eine ganz andere Granate.
Ich sehe das an meinem Ex-Kollegen (ja, Stellenabbau, wegen weniger Arbeit), der hat die letzten Jahre imerm schon gejammert, dass er zu Weihnachten Stütze von den Eltern seiner Frau bekommt, dei Frau selbst geht auch wieder arbeiten, erst ein paar Stunden, dann sogar halbtags, und trotzdem soll es nur gerade so reichen.
Mein Vater war normaler Bürokaufmann in einer Betonfirma, meien Mutetr hat seitdem nie mehr gearbeitet, und Haus mit 1000 Quadratmeter Grundstück und alle paar Jahre ein Jahreswagen frisch von Volkswagen war drin, zudem ständige Aktivitäten am Haus konnten locker bezahlt werden, wo andere 30 Jahre lang nichts am Haus getan haben und dafür 3 mal aber in Urlaub geflogen sind.
Wer kann das heutzutage noch machen? Mit einem stinknormalen Job wohlgemerkt.
Nicht umsonst sagen die Statistiker, dass das Leben der 80 und 90er vieler Menschen noch besser war als heute.
Wenn die Kiste Bier und der einfachste Potthaarschnitt vom Lehrling geschnitten mittlerweile schon teurer ist als der eigene Stundenlohn, dann stimmt da etwas nicht.
Auch die billigste Autowäsche kostet schon so viel wie der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn.
Der Preis lag anfangs bei 4,50 Euro. Das wird jährlich gefühlt 50 Cent teurer.
Hole ich den Maler ins Haus, weil wegen leichtem Schimmel in einer Ecke renoviert werden muss, bin ich pro Zimmer einen Monatslohn los.
Wenn man es so sieht, klar, kann man nichts sagen, wenn Garfikkarten dann auch mal eben 50% teurer werden.
Aber wenn die Löhne nicht auch mal steigen, dann bekommen Menschen wie ich, und das sind viele, am Ende ihrer Arbeitszeit vermutlich wohl nur noch Grundrente.
Übrigens, ich habe Abitur und arbeite auch in einem Büro und erledige technische Aufgaben in der Arbeitsvorbereitung.
Theoretisch bin ich also höher eingestuft als mein Vater, siehe oben. Vom Lohn her wohl eher nicht.
So ändern sich die Zeiten.
Ich finde die Entwicklung der letzten 20 Jahre ziemlich beunruhigend, ja beängstigend.
Werft doch auch einmal einen Blick auf die Verkaufszahlen der PCG und PCGH.
Die zeigen den Abwärtstrend wunderbar auf.
Die fetten Jahre sind für viele vorbei.
Ich wette mit euch, dass die Redakteure hier auch ein Lied davon singen können.
Die Firma hat sicherlich genug Probleme, von so wenigen Abonenten und Käufern das Geld zusammenzukratzen.
Und dann auch noch eine Webseite nebenher betreiben zu müssen, wo sich die gratis Leser über Werbeeinblendungen beschweren.
Schaut euch mal in der Printausgabe die Kästen der Redakteure an.
Die tragen natürlich alle feine Hemden und haben die dicksten Rechner zu Hause stehen, weil es ja schließlich ihr Hobby und Beruf ist.
Ja, ne, nicht wirklich.
Sorry Jungs, dass musste mal raus.
Der Irrglaube, dass wir uns doch angeblich alles leisten können, weil wir alle jährlich doch so megageile Lohnerhöhungen bekommen, und die Preissteigerungen demnach alle doch absolut gerechtfertigt sind, das geht mir einfach auf den Sack.
Wacht endlich auf.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, habt ein wenig Spaß.