Schöner Traum von Dir. Wenn du mal den von mir verlinkten Artikel aus der Gamestar gelesen hättest, würdest du es vielleicht verstehen. Wo Geld fließt wird ersteinmal jeder am Projekt Beteiligte das Händchen aufhalten um etwas vom Kuchen zu bekommen. Die anderen Probleme wie Lizenzgebühren etc. mal außen vor gelassen.
Und von welchen Geld soll dieser "Hochwertige Content" finanziert werden? Den Brotkrummen, die Bethasda und Valve den Moddern übrig lässt?
Projekte wie Enderal werden einfach nicht mehr realisierbar ...
Wieso werden die nicht mehr realisiebar? Das wird doch einfach forgesetzt, so wie ich das verstanden habe (und ja, ich habe den Artikel in der Gamestar sehr wohl gelesen), nur eben weiterhin kostenlos.
Ob das Angebot genutzt wird, hängt letztlich vom einzelnen Modder ab. Es liegt in der Verantwortung des Modders, ob er damit Geld verdienen will und ob er überhaupt der Meinung ist, damit Geld verdienen zu können. Wenn man es genau nimmt, kann jeder Modder so ein eigener (Klein-)Unternehmer werden. Das bringt eben auch gewisse Verpflichtungen bzw. Aufgaben mit sich. Da geht es dann einem Modder nicht viel anders als z.B. einem Bäcker, der ein eigenes Geschäft gründen will. Der muss sich auch erst mal über rechtliche und finanzielle Bedingungen und Möglichkeiten klar werden. Kann natürlich gut sein, dass es sich am Ende für so gut wie gar keinen Modder wirklich lohnt. Dann "löst" sich das Problem auch schon von ganz alleine auf...
Langfristig wird es eher so aussehen, dass von der Moddingcommunity nicht mehr allzuviele übrigbleiben ... Bisher war es ein Hobby, dass jedem Spaß gemacht hat und wo jeder jeden gerne unterstützt hat.
Zukünftig wird es ein Geschäft, wo jeder jeden misstraut und du Hilfe mit der Stecknadel suchen musst, weil ja die Gefahr besteht, dass deine Hilfestellung zum Geldverdienen genutzt wird.[/Quote]
Reine Spekulation deinerseits. Was übrigens von deinem so gerühmten Gamestarartikel selbst schon in Zweifel gezogen wird.
Außerdem wirst du in den diversen Foren keine Hilfestellung mehr finden ... Wer gibt auch Hilfestellung für ein Mod, dass er sich erstmal kaufen muss?
Auch das bleibt abzuwarten.
Genauso ist es auch mit Übersetzungen ... Ich soll erst Geld ausgeben um es zu übersetzen und anschließend verdient ein anderer an meiner Übersetzung? Never Ever.
Wieso sollst du Geld ausgeben? Und wenn du etwas übersetzt, kannst du die Mod ja einfach kostenlos vertreiben, so wie bisher auch. Wenn das dann jemand kopiert und für Geld anbietet, wer sollte das schon kaufen, wenn es dasselbe auch kostenlos gibt?
Ja, aber solange die Mods noch kostenlos sind, sind die Ansprüche der User auch eher so geartet: "Funktioniert nicht? Na dann deinstalliere ich es eben wieder und hoffe dass es in Zukunft mal läuft. Ich schau mal wieder vorbei bei der nächsten Version und probiere es dann noch mal"
Wenn Du oder jemand anderes aber dafür Geld hinlegen durfte sehen die Reaktionen eher so aus: "Sorg jetzt sofort dafür dass es vernünftig funktioniert oder über dich bricht der größte Shitstorm aller Zeiten zusammen" Keiner fragt mehr wo der Fehler liegt (Vieleicht im CK oder auch weil ein neuer Patch des Entwicklers alles kaputt gemacht hat). Der Modder trägt die ganze Verantwortung, und die anderen beiden Parteien reiben sich die Hände.
So ist es. Aber der Modder wird ja nicht dazu gezwungen und genau das ist der Knackpunkt. Er kann auch einfach alles beim Alten lassen und das Angebot nicht nutzen. Und schon hat er auch keine Probleme mehr.
Und was die User angeht: die werden sich in Zukunft bei kostenpflichtigen Mods einfach besser informieren müssen. Dann muss man vorher eben Reviews, Foreneinträge usw. durchstöbern, wie so der aktuelle Zustand der Mod ist und welche Probleme es vielleicht gibt. Wenn man risikoavers ist, sollte man dann natürlich auch nicht unbedingt eine Mod kaufen, die eben erst erschienen ist und für die es noch kaum Feedback gibt. Ist eigentlich ganz gut vergleichbar mit der Situation beim Kauf von Spielen. Ich könnte mir - sollte das System Bestand haben - auch gut vorstellen, dass Steam für Mods dann noch sowas wie Steam User Reviews einführt, damit Kunden einfach sehen können, wie gut und fehlerfrei die Mod sein soll.
Dazu sage ich jetzt besser mal nichts ...
Schade. Dabei enthält das den Kern meines Standpunktes...
Ganz einfach. Du führst hier die ganze Zeit auf wie toll das ganze für Modder ist.
Ähem, eigentlich überhaupt nicht?! Ich habe die Situation von meiner eigenen Warte aus betrachtet und welche Vorteile das ganze für SPIELER haben könnte. Bei den Moddern hängt es eben stark davon ab, was sie selbst wollen. Wenn sie kein Interesse an einer Änderung haben, können sie auch einfach weiter machen wie bisher. Keiner wird sie davon abhalten...
meisten die dieses System unterstützen sind früher aber nicht mal auf die Idee gekommen mal eine Spende dazulassen, als dieses noch möglich war ... Wie gesagt im Workshop (und für viele Skyrimuser scheint es nur den Workshop zu geben) wurden alle Donatemöglichkeiten bei den freien Mods entfernt.
Naja, das ist ja Steams gutes Recht und auch imo verständlich, wenn man selbst Geld damit verdienen möchte. Keine Firma der Welt würde sowas zulassen auf der eigenen Plattform. Als Modder wird man sich eben künftig entscheiden müssen, ob man das System nutzen will oder einfach kostenlos weitermachen will. Und diejenigen, die wirklich spenden wollen, finden schon auch Mittel und Wege (z.B. über Nexus und Co.).
Ja, diese Leute gibt es sicher. Aber es gibt auch gute Gründe es nicht zu unterstützen.
Naja, es gibt eben verschiedene Möglichkeiten, wie sich das Ganze entwickeln kann, negativere und positivere. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das einfach zu früh, die Folgen in irgendeiner Weise fundiert abzuschätzen. Es gibt berechtigte Hoffnungen und berechtigte Befürchtungen, ganz klar. Aber die gibt es bei jedweder Änderung bzw. Neuerung. Klarheit kann da nur die Zeit bringen.
