Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Öhm, auf die Polizei ist hier eingeschlagen worden, nicht auf die Fußballfans. :ugly:
Es geht um die Reaktion. Du willst Verständnis dafür, dass angegriffene Polizisten aggressiv reagieren.
Es ging mir darum klarzustellen, dass die Polizei auch nach solchen Gewalttaten der rechten Fussball
Ecke weiterhin nicht blind jeden Fussballfan profilaktisch zusammenschlagen soll, wie es in vielen
Fällen in Hamburg beim G20 mit friedlichen Passanten passierte.
 
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Bei fanatischen Fußballfans holen die aber eh' zuvor das Pfefferspray raus und zwar so, dass kein Gras mehr wächst.:ugly:

Ich sehe das so, dass die geringere Bereitschaft Polizeibeamter zur Deeskalation und mehr zur Gewaltanwendung hin auch mit der heutigen Mentalität sowohl auf Seiten der Polizei als auch der Bürger zusammenhängt.
Guck' dir doch mal die soziale Verrohung an, die wir hier in vielen Teilen der Gesellschaft erleben. Dass sogar Hilfskräfte, wie Sanitäter oder Feuerwehrler, teils derart angegangen werden, ist praktisch völlig neu, sowas hat es früher nicht gegeben. Dass da auch die hierzulande untersetzte Polizei, die ja auch selbst immer wieder Opfer von Attacken wird und noch dazu von Staat und Justiz im Stich gelassen wird, ihre Hemmschwelle herabsenkt, ist da nur die logische Folge. Das ist für übertriebene Härte natürlich keine Rechtfertigung, aber eine mögliche Ursache.

Wobei ich einem Gaffer, der es für nötig hält, Unfallopfer mit dem Smartphone abzufilmen und noch dazu Rettungskräfte aktiv behindert, schon auch gerne mal die Fresse polieren würde.
Gebe ich unumwunden zu.;)
 
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Das Video kenne ich das ist gut.

Gegen solche Leute die Unfälle filmen und sowas ist Netz stellen, sollte mit aller Härte vorgegangen werden.
Genauso wie gegen diejenigen welche Einsatzkräfte beleidigen, behindern und angreifen.

Was ist aus unserer Gesellschaft nur geworden?
 
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Zumindest der Threadtitel suggeriert, dass dies hier eher eine Art Bestandsaufnahme sein soll. Mir kommt das ganze hier aber mehr und mehr wie eine Art genereller Kritikthread an unserem Polizeiapparat vor.:hmm:

Das taeuscht.

Von einem Kriminellen und / oder Idioten erwarte ich: dass er idiotische und / oder kriminelle Dinge tut.

Von einem Polizisten erwarte ich: dass der dem Gesetz Geltung verschafft und sich nicht ausserhalb oder über das Gesetz stellt. So wie die Gesellschaft aber schleichend verroht - was wiederum ein Prozess ist, der in der Sprache seinen Anfang nimmt - veraendert sich auch das Gebaren von Polizisten. Die begehen nun naemlich selbst Straftaten und decken sich anschliessend gegenseitig. Bei Heinz oder Klaus nennt man das kriminell und Bandenbildung, bei Polizisten dagegen Korpsgeist und teamfaehig?
 
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Gegen solche Leute die Unfälle filmen und sowas ist Netz stellen, sollte mit aller Härte vorgegangen werden.
Wäre nicht Aufklärung besser? Gewalt führt selten zu dem, was man erreichen möchte.

Schon Silvester 2000 erlebte ich auf dem Opernplatz in Hannover unglaubliche Szenen.
Ich ging dann. Es wurden Knaller in Flaschen gesteckt und in Menschenmassen geschmissen,
hihihihi, wie lustig, wenn andere blind werden, hihihihi, es wurden Flaschenstümpfe unter
die Räder des Krankenwagens, der dann kam, gestellt, usw. Da fraft man sich, was in den
Köpfen dieser, achtung, es waren meiner Meinung nach ausnahmslos Männer, vorgeht.
 
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Auch Frauen zücken an Unfallstellen gerne mal das Smartphone raus und filmen.
Und Männer, die sowas anstellen, sind meist junge Männer. Die meisten derartiger Straftaten werden gefühlt von Männern zwischen plus/minus 15 bis 30 Jahren begangen.
 
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Ein Teil der Gewalt gegen Autoritäten basiert gerade darauf, das das Vertrauen in dieselben fehlt. Wenn Polizisten nicht mehr als Freund und Helfer wahrgenommen werden können, was sind sie dann noch? Eine x-beliebige Fraktion, nur eben mit mehr Macht als andere. Bullies in Uniform, denen man - je nach eigener Mentalität - nur aus dem Wege gehen oder mit denen man die Konfrontation suchen kann.

Das ist aber kein reines Henne-Ei-Problem. Manche Leute sind auch einfach nur Idioten und deren Verhalten sorgt für nachvollziehbaren Frust bei der Polizei. Und der entlädt sich eben auch manchmal in unprofessionellem Vorgehen. Dieses sorgt wiederum für Frust beim Bürger, dieser für weiteres Fehlverhalten gegenüber Sicherheitskräften. Und die Eskalationsspirale dreht sich fröhlich weiter.

In diesem Thema geht es um Vertrauen. Und ja, das ist keine Einbahnstraße. Auch weite Teile der Sicherheitskräfte vertrauen dem Bürger nicht mehr und verhalten sich entsprechend.

ABER: Sicherheitskräfte haben aufgrund ihrer Entscheidung für diesen Beruf, aufgrund ihrer Ausbildung und aufgrund ihrer größeren Machtbefugnisse einschließlich des Gewaltmonopols eine deutlich größere Bringschuld.

Wenn sich Zivilisten daneben benehmen, wird ermittelt, sie werden eingesammelt, erkennungsdienstlich behandelt und verurteilt - so, wie es sich gehört.
Das Fehlverhalten von Sicherheitskräften wird jedoch nur selten in dem Umfang verfolgt und geahndet, die ihrer besonderen Verantwortung und damit der besonderen Schwere der Pflichtverletzung angemessen wäre. Da wiederum senkt nicht nur das Vertrauen, sondern sorgt bei unsichereren Kandidaten in Uniform auch gerne mal für das Gefühl, damit durchkommen zu können.

Das demontiert aber jeglichen Anstand. Denn wenn Sicherheitskräfte ihren Frust am Bürger auslassen, denkt sich so Mancher natürlich, es sei nur fair, wenn man seinen Frust an den Sicherheitskräften ausließe. Es gibt ja kein Hürde mehr. Wenn man ohnehin wegen Kleinigkeiten oder auch mal wegen nichts oder sogar wegen der Wahrnehmung seiner verfassungsmäßigen Rechte drangsaliert und zusammengenüppelt werden kann, kann man den Stunk auch nach eigenen Regeln beginnen - so die sich ausbreitende Sichtweise.
 
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sollte mit aller Härte vorgegangen werden.

Den Satz finde ich bescheuert.
Was bedeutet das denn genau?
Es gibt Gesetze und der Staatsanwalt klagt an, bringt die Beweise und ein Richter entscheidet dann nach geltendem Recht.

Guck dir das Video an. Da könnte man auch argumentieren, dass man diese Leute, die das machen, wegschließen sollte. Wird aber nicht passieren.

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Den Satz finde ich bescheuert.
Was bedeutet das denn genau?
Es gibt Gesetze und der Staatsanwalt klagt an, bringt die Beweise und ein Richter entscheidet dann nach geltendem Recht.
Ich habe doch noch geschrieben "juristisch".;)
Also nach geltendem Recht. Bzw wenn es sein muß verschärfen.


Guck dir das Video an. Da könnte man auch argumentieren, dass man diese Leute, die das machen, wegschließen sollte. Wird aber nicht passieren.
Ja leider.
 
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Es gibt Gesetze und der Staatsanwalt klagt an, bringt die Beweise und ein Richter entscheidet dann nach geltendem Recht.
Und wenn der Innenminister einen Staatsanwalt anweist, keine Anklage gegen einen Polizisten zu erheben, was soll der Richter dann richten? :huh: :huh: :huh:
 
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Und wenn der Innenminister einen Staatsanwalt anweist, keine Anklage gegen einen Polizisten zu erheben, was soll der Richter dann richten? :huh: :huh: :huh:

Die Justiz ist unabhängig. Wenn ein Innenminister sich in Untersuchungen einmischt, ist das Behinderung der Justiz und meines Erachtens ein Straftatbestand.
Davor schützt auch die Immunität eines Ministers nicht.
 
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Irgendwie mag ich auch nicht wie hier die Polizei dargestellt wird. Klar gibt es überfordete Polizisten und auch schwarze Schafe, aber das sind Einzelfälle.
Ich habe noch vollstes Vertrauen in unsere Polizei.
Ich kenne auch Polizisten persönlich. 3 meiner ehemaligen Schulkameraden sind bei der Polizei. Einer ist bei der Kripo.
Man sollten deren Arbeit etwas mehr Respekt zollen.
 
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Irgendwie mag ich auch nicht wie hier die Polizei dargestellt wird. Klar gibt es überfordete Polizisten und auch schwarze Schafe, aber das sind Einzelfälle.

Es sind immer Einzelfälle, aber man muss natürlich schauen, ob es einen Trend gibt. Egal ob nun bei der Polizei oder der Bundeswehr. Bei beiden hast du Zugang zu Waffen.
Ich persönlich habe auch kein Problem mit der Polizei und bezahle gerne Steuern, damit wir in einem freien und sicheren Land leben können.
 
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Die Justiz ist unabhängig. Wenn ein Innenminister sich in Untersuchungen einmischt, ist das Behinderung der Justiz und meines Erachtens ein Straftatbestand.
Davor schützt auch die Immunität eines Ministers nicht.
Falsch, die Staatsanwaltschaft ist nicht Teil der Justiz, die untersteht dem Innenminister und ist natürlich diesem weisungsgebunden.

"...
Weisungsrecht
Die Staatsanwaltschaft ist als Organ der Exekutive von den Gerichten unabhängig und den Richtern weder übergeordnet noch unterstellt. Sie ist, im Gegensatz zu den Gerichten, mit Beamten besetzt und hierarchisch gegliedert. An ihrer Spitze steht auf Landesebene an den Landgerichten ein Leitender Oberstaatsanwalt. Die Leitenden Oberstaatsanwälte der einzelnen Staatsanwaltschaften sind einem Generalstaatsanwalt an den Oberlandesgerichten unterstellt. Für die Dienstaufsicht und sämtliche Verwaltungsangelegenheiten im Bereich der Staatsanwaltschaften ist der jeweilige Landesjustizminister zuständig. Innerhalb dieser Hierarchie bestehen von unten nach oben Berichtspflichten sowie von oben nach unten Weisungsbefugnisse.[SUP][5][/SUP] Dabei ist der Weisungsgebende nicht an die Schriftform gebunden.

Die unterschiedlichen Auffassungen zum Umfang des Weisungsrechts sind bei der Entlassung von Generalbundesanwalt Harald Range erneut deutlich geworden.[SUP][6][/SUP][SUP][7][/SUP][SUP][8][/SUP] Auf Bundesebene besteht die Bundesanwaltschaft. Die Bundesanwälte unterstehen dem Generalbundesanwalt. Dieser ist wiederum dem Bundesjustizministerium unterstellt. Das Weisungsrecht besteht nur jeweils auf Bundes- oder Landesebene, so dass die Landesebene nicht von der Bundesebene weisungsabhängig ist. ... "
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsanwaltschaft_(Deutschland)#Weisungsrecht

Ob das jetzt gut oder schlecht ist, sein dahin gestellt. Es ist Teil der Gewaltenteilung, denn wenn Richter selbstständig Klage erheben könnten wäre das auch problematisch. Wir hatten das Thema schon weiter oben in Bezug auf den rechten Staatsanwalt, der ein Jahr lang gegen das politische Zentrum für Schönheit ermittelte.
 
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Ich würde eh annehmen, dass die meisten Spinner in Schützenvereinen zu finden sind. ;)
Ich war als Kind/Jugendlicher auch im Schützenverein und ein recht erfolgreicher Luftgewehrschütze.
Die größten Waffen waren da Kleinkaliber. Damit hatte ich aber nie geschossen. Bei der Bundeswehr später habe ich mit diversen größeren Waffen scharf geschossen.
Aber es gibt tatsächlich wohl auch Schützenvereine mit Großkaliberwaffen.
Ob das sein muß weiß ich auch nicht. Auch wenn die Auflagen für Waffenscheine wohl sehr streng sind.
Und von Waffenarren, die zu Hause zig Waffen horten, halte ich auch nicht viel.
 
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