Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Lübke stand auf der Totesliste des NSU, die hatte der jetzt Geständige. Er war für Rechtsextreme zu beseitigendes Freiwild. Darum geht es und diesen rechten Sumpf muss man konsequent trocken legen.

Oha, das mit der Liste ist mir informativ entgangen, Merci.

Gefühlt ist der Sumpf leider recht groß....
 
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Oha, das mit der Liste ist mir informativ entgangen, Merci.

Gefühlt ist der Sumpf leider recht groß....
Hier ein Link dazu: Ob das irgend etwas zu bedeutend hat, sei dahin gestellt, aber warum wurde er schon so früh, also vor dem Syrienkrieg, auf die Liste gesetzt?
Walter Luebcke stand auf Liste des NSU - SPIEGEL ONLINE

Übrigens ist das ganze auch ein Wirtschaftskrimi, weil Kali und Salz seit Jahrzehnten unerträgliche Umweltschweinereien macht. Sie lagern in den alten Stollen, die im Bundesgebiet überall verteilt sind, Sondermüll ein und sind dabei, das Unternehmen in viele kleine und später nicht mehr wirklich haftende GmbHs zu zerschlagen. Lübke woillte dieses Gebahren beenden, da geht es um hunderte Millionen Euro. Ob es einen Zusammenhang zum Mörder gab und wer wen aufstachelte, werden hoffentlich die Ermittlungen ergeben. Er kann auch dummes Werkzeug gewesen sein.
Untertagedeponie Herfa-Neurode – Wikipedia
 
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Also laut Spiegel, soll Stephan E. 2015 auf der Bürgerversammlung gewesen sein, als Lübcke seine Worte sagte, insoweit gehe ich eher davon aus, das er daran beteiligt war, diese immer und immer wieder in den sozialen Medien und der rechten Szene zu verbreiten.

Und jetzt warten wir mal ab, der Generalbundesanwalt lässt weiter ermitteln und auch ich gehe nicht wirklich von einer Einzeltat aus, immerhin hatte dieser Mann, Familie mit eigenem Haus, also stabile Verhältnisse und da bin ich ganz bei Compisucher, sich bei diesen Verhältnissen so alleine "aufzupumpen" und das 4 Jahre, nach den Worten von Lübcke, ist sehr unwahrscheinlich, da steckt mehr dahinter und ich denke das wissen auch die Ermittler.
 
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Übrigens ist das ganze auch ein Wirtschaftskrimi, weil Kali und Salz seit Jahrzehnten unerträgliche Umweltschweinereien macht. Sie lagern in den alten Stollen, die im Bundesgebiet überall verteilt sind, Sondermüll ein und sind dabei, das Unternehmen in viele kleine und später nicht mehr wirklich haftende GmbHs zu zerschlagen. Lübke woillte dieses Gebahren beenden, da geht es um hunderte Millionen Euro. Ob es einen Zusammenhang zum Mörder gab und wer wen aufstachelte, werden hoffentlich die Ermittlungen ergeben. Er kann auch dummes Werkzeug gewesen sein.
Untertagedeponie Herfa-Neurode – Wikipedia

Wobei es da aktuell eher um das Salzwasser geht. Werra-Versalzung durch Bergbau: K+S baut Pipeline zur Oberweser - SPIEGEL ONLINE
Da könnte man das Salz eigentlich recht einfach thermisch abtrennen und z.B. für den Winterdienst verwenden.
 
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Darum geht es auch. Warum z.B. werden die Abraumhalden, aus denen bei jedem Regen giftige Kalisalze in Grundwasser und Flüsse gespült werden, nicht zurück ins Berkwerk gebracht? Weil es lukrativer ist, teuren Sondermüll einzulagern und die Umweltsauerer über der Erde zu sozialisieren. Darum geht es um hunderte Millionen. Das ist eine Verbindung zu Lübke, bei der es um viel Geld geht, sehr viel ...


Apropos Datenschutz, soweit sind wir schon. Ich mache mein Telefon regelmäßig aus. Wer sich nicht mehr aktiv überwachen lässt, ist heute sofort verdächtig. Aha... Das nenne ich immer Umkehrung der Beweislast. "Sie haben ihr Smartphone abgeschaltet? Beweisen Sie, dass sie nicht der Täter sind". Hackts noch..
"Zudem war das Handy von Stephan Ernst in der Tatnacht über einen längeren Zeitraum ausgeschaltet. Die Ermittler werten das als konspiratives Verhalten."
Walter Luebcke: Stephan Ernst hetzte und drohte mit Gewalt - SPIEGEL ONLINE
 
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Besser ist es das Handy direkt zu Hause zu lassen. Denn erstens heißt aus nicht unbedingt wirklich aus (zumindest wenn man nicht wirklich Akku und SIM entfernt), zum anderen dient das Telefon dann als "Alibi".

Denn auch ein abgeschaltetes Telefon kann heute verdächtig sein. Siehe oben.
 
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Wie der Bundesinnenminister gerade im Interview ist dem heute-journal mitgeteilt hat, gibt es 12000 rechtsextreme Gefährder in Deutschland.

Seehofer zum Fall Luebcke: "Wir werden alles tun, um aufzuklaeren" | tagesschau.de
Nach Mord an Luebcke: Seehofer prueft Verbot von "Combat 18" - Politik - Tagesspiegel


Anscheinend gibt es in Deutschland auch Probleme bei den Abteilungen für interne Ermittlungen. Diese sind möglicherweise nicht unabhängig.
Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde - Menschenrechte
Katja Kipping hat deshalb bei Markus Lanz eine Prüfung dieser "unabhängigen Ermittlungstellen" in Bezug auf Kontakte in die rechte Szene gefordert.
 
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Wie der Bundesinnenminister gerade im Interview ist dem heute-journal mitgeteilt hat, gibt es 12000 rechtsextreme Gefährder in Deutschland.

Seehofer zum Fall Luebcke: "Wir werden alles tun, um aufzuklaeren" | tagesschau.de
Nach Mord an Luebcke: Seehofer prueft Verbot von "Combat 18" - Politik - Tagesspiegel


Anscheinend gibt es in Deutschland auch Probleme bei den Abteilungen für interne Ermittlungen. Diese sind möglicherweise nicht unabhängig.
Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde - Menschenrechte
Katja Kipping hat deshalb bei Markus Lanz eine Prüfung dieser "unabhängigen Ermittlungstellen" in Bezug auf Kontakte in die rechte Szene gefordert.

Der Fisch stinkt doch nach wie vor vom Kopf her.

Warum wird man da jetzt plötzlich so aktiv, wo es einen deutschen Politiker erwischt hat, während es bei NSU 1.0 jahrelang kaum einen der Damen und Herren in der Politik übermäßig interessiert hat, dass das rechte Räuberpack ausländische Mitbürger hingerichtet hat und auch noch dazu ziemlich offensichtlich die Ermittlungen sabotierte?

Man hatte deutlich den Eindruck das man die Geschichte nur möglichst schnell wieder unter den politischen Teppich kehren wollte.

Jetzt, wo unserem Politikadel aber der eigene Arsch auf Grundeis geht, die Nächsten sein zu können die vom rechten Räuberpack hingerichtet werden könnten, da wird man plötzlich fast schon hyperaktiv.

Hier geht es doch unseren Politikadligen jetzt nicht wirklich um den "Kampf gegen Rechte Gesinnung" und Schutz der normalen Bürger, sondern nur darum den eigenen Politikerarsch zu schützen.
Weil das kann ja wohl nicht sein das die einen Repräsentanten des Systems hinrichten, aber das sie jahrelang Staatsbürger mit Ausländischer Herkunft erschießen und Ermittlungen sabotieren, ja, das ist nicht so "extrem" schlimm, als das man da mal soviel Aktivität wie aktuell an den Tag legen müsste.

Ganz ehrlich, die menschliche Gesinnung in unserer etablierten Politikriege ist doch im Grunde nicht so viel besser als die politische Gesinnung dieses rechten Pöbel.
 
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Warum wird man da jetzt plötzlich so aktiv, wo es einen deutschen Politiker erwischt hat, während es bei NSU 1.0 jahrelang kaum einen der Damen und Herren in der Politik übermäßig interessiert hat, dass das rechte Räuberpack ausländische Mitbürger hingerichtet hat und auch noch dazu ziemlich offensichtlich die Ermittlungen sabotierte?.
Das ist überall gegenwärtiger deutscher Rassimus. Die Herrenmenschen denken doch immer noch, dass sie etwas besonderes sind.
 
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Anscheinend gibt es in Deutschland auch Probleme bei den Abteilungen für interne Ermittlungen. Diese sind möglicherweise nicht unabhängig.
Das ist doch kein Wunder... Da brauchts externe Leute, denn niemand ermittelt oder belastet freiwillig Kollegen, Nestbeschmutzer mag halt niemand wirklich (außer natürlich, man hat kein Problem damit wenn einen kaum einer leiden kann und man die "Sei wie Taube, scheiß auf Alles"-Einstellung hat). Alleine an einer Neutralität kann grundsätzlich gezweifelt werden - niemand ermittelt unter Umständen gegen Personen, die man wirklich gut leiden kann. Außer natürlich, man ist den ganzen Tag im Keller eingesperrt und es kann einen, wiegesagt, niemand leiden, sodass man auch keine emotionalen Bindungen hat.

Solche Situationen, wo man die Rückendeckung von Kollegen hat, sind eher die Ausnahme. Die Problematik bei solchen Sachen ist auch, dass gerade bei solchen Dingen irgendwo der eigene Name kenntlich wird. Denn an irgendeinem Punkt von Nachforschungen oder Ermittlungen wird natürlich die Frage in den Raum gestellt "Wer hat das denn gesagt/bestätigt?". Selbst wenn man also was sagen will, weil man vom Fehlverhalten überzeugt ist, lässt man es aufgrund ziemlich wahrscheinlicher sozialer Konsequenzen meist sein - weil einem niemand mehr vertraut. Da interessierts halt auch nur die Wenigsten, wenn "die Petze" nachvollziehbare Beweggründe hatte und man sonst vertrauenswürdig ist.

Ist zwar leider eine ziemlich falsche Denkweise, aber überall verbreitet. Zum Problem wird das Vertuschen ja eigentlich auch erst, wenn die Wahrheit doch ans Licht kommt und dadurch die ganze Behörde/Firma/Klasse/Gruppe etc. an ansehen verliert und Konsequenzen spüren muss, weil man in solchen Fällen (verständlicherweise) in Sippenhaft genommen wird. Dann wird die einfache und angenehme Lösung sehr schnell und auch langfristig sehr unangenehm, und zwar für alle. Die klügere und langfristig angenehmere Variante wäre es natürlich sich deutlich von Problemverursachern und deren Fehlverhalten zu distanzieren und auch mit einer gewissen Vertrauenswürdigkeit deutlich zu machen "Das sind Einzelfälle, WIR sind nicht so!". Sodass Konsequenzen einzig die zu spüren bekommen, die was falsch gemacht haben... Unangenehm wirds natürlich trotzdem erstmal für alle, aber nur kurzfristig - langfristig nur für den Problemverursacher.

Aber wiegesagt, Theorie und Praxis, oft ist einem halt die Gruppenzugehörigkeit mehr Wert (bzw. die Angst vor Ausgrenzung größer) - wird einem ja auch so in der Schule beigebracht. Daher brauchts für "interne Ermittlungen" Externe bzw. Unbeteiligte, bspw. aus einer entsprechend spezialisierten, vertrauenswürdigen Firma oder Behörde.

Der Fisch stinkt doch nach wie vor vom Kopf her.

Warum wird man da jetzt plötzlich so aktiv, wo es einen deutschen Politiker erwischt hat, während es bei NSU 1.0 jahrelang kaum einen der Damen und Herren in der Politik übermäßig interessiert hat, dass das rechte Räuberpack ausländische Mitbürger hingerichtet hat und auch noch dazu ziemlich offensichtlich die Ermittlungen sabotierte?

Man hatte deutlich den Eindruck das man die Geschichte nur möglichst schnell wieder unter den politischen Teppich kehren wollte.

Jetzt, wo unserem Politikadel aber der eigene Arsch auf Grundeis geht, die Nächsten sein zu können die vom rechten Räuberpack hingerichtet werden könnten, da wird man plötzlich fast schon hyperaktiv.

Hier geht es doch unseren Politikadligen jetzt nicht wirklich um den "Kampf gegen Rechte Gesinnung" und Schutz der normalen Bürger, sondern nur darum den eigenen Politikerarsch zu schützen.
Ist genau die gleiche Geschichte wie mit Droh- und Hassmails oder -Nachrichten, Mobbing etc. im Internet bzw. auf sozialen Netzwerken. Gibt es tagtäglich, daran werden schon Kinder und Jugendliche kaputtgemacht. Bei Erwachsenen ebenso, nur viel subtiler. Niemanden interessiert es.
Sobald mal Politiker betroffen sind, ist es auf einmal ganz groß in den Medien und was keinen für Ewigkeiten interessiert hat, ist aufeinmal das Top-Thema, sogar in der Politik.

Ist bei so vielen Dingen im Alltag - die unangenehmen Dinge kehrt man unter den Tisch und versucht sie möglichst aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Sobald es aber ans Tageslicht kommt, gibt den üblichen überstürzten Aktionismus, Aussagen wie "Damit hat niemand gerechnet", "Woher sollten wir das denn Wissen?", "Wir hatten keine Hinweise" und natürlich gaaaanz viele Versprechen, etwas zu ändern - und wenn was passiert, dann natürlich mit der Frage, wieso vorher nix passiert ist.
 
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Das ist überall gegenwärtiger deutscher Rassimus. Die Herrenmenschen denken doch immer noch, dass sie etwas besonderes sind.

Na ja, ob das mit Rassismus was zu tun hat...?

Würde eher mal behaupten, dass es gewaltige Schlamperei ist.

Wenn der Herr Lübke auf einer Todesliste des NSU stand, dann wäre es für mich logisch als Verfassungsschützer zu hinterfragen, wie er überhaupt auf die Liste gekommen ist.
Denn den zwei Doofpaddels, die ihr persönliches Paradies in einem brennenden Camper gefunden haben, spreche ich erst mal das Intellekt ab, solch eine Person überhaupt auf ihre Liste zu setzen (=Neonazinetzwerkverdacht).

Und darüber hinaus wäre es durchaus angebracht gewesen, die Sicherheitsvorkehrungen für Herrn Lübke zu prüfen.
Wie kann das sein, dass ein brauner Vollkoffer so mir nichts dir nichts einfach auf dessen Grundstück latschen kann, ihn mit einer Schusswaffe umbringt (hat ja einen gewissen Knalleffekt) und keine Sau bekommt es mit...?
 
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Warum wird man da jetzt plötzlich so aktiv, wo es einen deutschen Politiker erwischt hat, während es bei NSU 1.0 jahrelang kaum einen der Damen und Herren in der Politik übermäßig interessiert hat, dass das rechte Räuberpack ausländische Mitbürger hingerichtet hat und auch noch dazu ziemlich offensichtlich die Ermittlungen sabotierte?
Wie damals bei der RAF: Sobald es eine hochgestellte Person erwischt, ist hektische Betriebsamkeit angesagt, da man merkt, dass man selber nicht unangreifbar ist. Erwischt es einen Hinz und Kunz, geht es, nach einer kurzen Zwischenmeldung, weiter wie bisher.
 
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Wenn der Herr Lübke auf einer Todesliste des NSU stand, dann wäre es für mich logisch als Verfassungsschützer zu hinterfragen, wie er überhaupt auf die Liste gekommen ist.
Denn den zwei Doofpaddels, die ihr persönliches Paradies in einem brennenden Camper gefunden haben, spreche ich erst mal das Intellekt ab, solch eine Person überhaupt auf ihre Liste zu setzen (=Neonazinetzwerkverdacht).

Zumal die Einträge auf der NSU-Liste eindeutig in militärisch-geheimdienstlichen Slang verfasst ist. Zu den Listen von Uniter ist leider noch nichts wirklich öffentlich bekannt. Da dort aber direkt entsprechende Kreise involviert sind, wäre es verwunderlich, wenn es nicht der Fall wäre.
Auch Inhaltlich sollten diese Listen mal abgeglichen werden.

NSU_Liste_Details.png Quelle: ZDFzoom

Einfach mal anschauen bzw. herunterladen, so lange es noch online ist: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-die-todesliste-des-nsu-100.html

In Kassel gab es heute auch eine Demo gegen Rechtsextremismus.
 
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Wenn der Herr Lübke auf einer Todesliste des NSU stand, dann wäre es für mich logisch als Verfassungsschützer zu hinterfragen, wie er überhaupt auf die Liste gekommen ist.
Geanu darum geht es doch. Die drei Versagen des öffiziellen NSU, auch alle drie natürlich Einzeltäter, warum lkaum in der Lage, solche Listen zu erstellen. Natürlich gab und gibt es ein riesiges unterstützendes Netzwerk. Und der Verfassungschutz weiß darum, ganz sicher. Warum im NSU Prozess nichts aufgedeckt wurde die Akten aber für 120 Jahre unter Verschluss bleiben, ist die erste offene Frage.
 
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War das nicht so, dass ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes mit den Akten durchs Gebäude lief und vor einem Aktenschredder stolperte und alles hinein fiel?

Alles außer dem besagten Mitarbeiter, versteht sich. Ja, so ungefähr soll das gelaufen sein.

Überhaupt ist der Umgang der Behörden mit Beweismaterial - schonend formuliert - nicht geeignet, das Vertrauen der Bevölkerung zu erwecken. Auch bei mutmaßlichen Kinderschändern gesichertes Material ist ja schon aus Asservatenkammern verschwunden, was sicherlich überhaupt nichts damit zu tun hatte, dass Personen im Umfeld der Dienststelle selbst schon wegen betreffender Delikte verurteilt worden sind - was selbstverständlich auch überhaupt kein Hindernis für eine weitere Beschäftigung im Polizeidienst im Allgemeinen und bei den Ermittlungen im Bereich Kinderpornographie im Speziellen darstellte. Da saß wenigstens jemand dabei, der sich damit auskennt und bei der Sichtung nicht kotzen muss.

Und wenn sich dann noch Offizielle mal mehr, mal weniger offen mit der extremen Rechten solidarisieren, läuft zwar machen AfD-Sympathisanten eine Freudenträne am Bein runter, aber der (immer noch) größere Rest der Bürger kann nur das beste WTF?-Gesicht zur Schau stellen, welches sonst feierlichen Anlässen vorbehalten ist.
 
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Die Tatwaffe wurde in einem Waffenarsenal auf dem Gelände des Arbeitsplatzes von Stephan E. gefunden, nachdem dieser im Verhör das Versteck verraten hat. Dazu wurde zwei Personen wegen Beihilfe zum Mord festgenommen. Einer der beiden hat schon früher mit E. zusammen Straftaten begangen und wurde außerdem schon im Zusammenhang mit dem NSU-Mord in Kassel vernommen.
Mordfall Luebcke - ZDF Spezial - ZDFmediathek
 
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Nicht, dass das Verhaltenen des Verhafteten eine verhaeltnismaessige Anwendung unmittelbaren Zwanges nicht geboten hat erscheinen lassen - aber was dann folgt, ist wirklich ein starkes Stueck. Nicht nur, dass die Beamten anscheinend voellig inkompetent sind und es minutenlang nicht schaffen, den am Boden liegenden zu fesseln; am Ende muessen noch dazugekommene Beamte einen Kollegen vom Verhafteten fernhalten?!
 
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Es ist schade, dass bei dir jeder AFD Wähler als Rechtsextremer eingeordnet wird. Man sollte hier vielleicht doch noch etwas differenzieren.

Die AFD hat sich mehrfach offen "gegen das System" gestellt, die Abschaffung diverser Institutionen gefordert, etc.. Das sind klar radikale Positionen. Und die jüngsten Fälle bestätigen, dass die in der Vergangenheit zahlreich geäußerten Relativierungen, Leugnungen, z.T. Befürwortungen historischer Morde sich 1:1 in Handlungsbestrebungen für die Gegenwart wiederspiegeln. Das ist rechts, das ist extrem. Es heißt nicht zwingend, dass jeder AFDler auch selbst gewaltbereit ist, dafür braucht es zusätzlich das Interesse an physischer Betätigung, aber wer diese Partei unterstützt, unterstützt Rechtsextremismus.


Dazu gab es auch von diversen (nicht rechtsextremen) Seiten deutliche Kritik und die Medien haben das rückblickend auch erkannt und anerkannt, das man da keine zu überragende Berichterstattung abgeliefert hat, da der politische Standpunkt eben zu einseitig dominant präsent war, während die Menschen, die wirklich vor Ort waren und nicht nur einen durgängig positive Euphorie (Willkommenskultur) sahen, zu kurz kamen.

Das Problem war halt auch die Art der Meinungsäußerungen und die Standardforderungen, die das Publikum heute an die meisten Medien stellt. Nämlich: ACTION! Der Boulevard bereichtet doch nur noch über Handlungen. Und die Helfer und die Flüchtlinge haben gehandelt - die Gegner haben nur genörgelt. Also standen erstere im Rampenlicht und letztere in der Ecke. Genauso wie Klimawandel erst ein Thema ist, wenn Schüler auf die Straßen gehen oder Tagebaue besetzt werden, aber nicht wenn Wissenschaftler erklären, was Sache ist. Pure Inhalte finden nur noch in einem begrenzten Teil der Medien statt - und obwohl dieser Teil recht intellektuell und damit oft linkslastig ist, gab es da auch ettliche Beiträge zu Gegnern der Flüchtlingskrise. Viel/groß konnte man über die aber auch nicht berichten, denn sie hatten samt und sonders nur "was dagegen", aber nie einen Plan, was man denn sonst machen sollte.


Die Politiker der CDU bringen ja schon länger die Themen der Afd zur Sprache und verkaufen sie als die eigenen Ideen.

Und die Themen der AFD sind ihrerseits (bis auf "CO2 ist gut, es regt Pflanzenwachstum an") bei der NPD geklaut... (genauso wie die Parteimitglieder/sympathisanten)


Oha, das mit der Liste ist mir informativ entgangen, Merci.

Die NSU-Liste war recht lang, dass eine erklärte Hassfigur der Rechten drauf steht, kann auch reine Korrelation sein. Bestimmt steht Lübcke auch auf der Liste von Hannibal/Uniter.


Wobei es da aktuell eher um das Salzwasser geht. Werra-Versalzung durch Bergbau: K+S baut Pipeline zur Oberweser - SPIEGEL ONLINE
Da könnte man das Salz eigentlich recht einfach thermisch abtrennen und z.B. für den Winterdienst verwenden.

U.a. Streusalz ist das Primärprodukt am Monte Carli, die Salzlauge der Abfall am (kommerziellen) Ende des Verwertungsprozesses. Was InteressierterUser verlinkt, ist ein separates Thema. Allerdings sind mir das bislang keine Probleme bekannt - die Einlagerung von der Sondermüll in alte Bergwerke ist gängige, unverzichtbare Praxis (den Dreck irgendwo rauszufiltern beseitigt ihn ja noch nicht) und Salzstollen (von denen K+S reichlich hat) die best geeignesten für die Endlagerung von Feststoffen.


Besser ist es das Handy direkt zu Hause zu lassen. Denn erstens heißt aus nicht unbedingt wirklich aus (zumindest wenn man nicht wirklich Akku und SIM entfernt), zum anderen dient das Telefon dann als "Alibi".

Denn auch ein abgeschaltetes Telefon kann heute verdächtig sein. Siehe oben.

Bald ist es auch verdächtig, wenn du nicht alle 5 Minuten deine Feeds geprüft hast. Zu Hause lassen reicht also nicht, du musst Alexa auch beibringen, Siri regelmäßig Befehle zu geben. :ugly:


Der Fisch stinkt doch nach wie vor vom Kopf her.

Warum wird man da jetzt plötzlich so aktiv, wo es einen deutschen Politiker erwischt hat, während es bei NSU 1.0 jahrelang kaum einen der Damen und Herren in der Politik übermäßig interessiert hat, dass das rechte Räuberpack ausländische Mitbürger hingerichtet hat und auch noch dazu ziemlich offensichtlich die Ermittlungen sabotierte?

Man hatte deutlich den Eindruck das man die Geschichte nur möglichst schnell wieder unter den politischen Teppich kehren wollte.

Jetzt, wo unserem Politikadel aber der eigene Arsch auf Grundeis geht, die Nächsten sein zu können die vom rechten Räuberpack hingerichtet werden könnten, da wird man plötzlich fast schon hyperaktiv.

Arsch auf Grundeis? aktiv werden? Einzig bei Seehofer sehe ich leicht überdurchschnittliche Aktivität und das ist nunmal der Chef von dem Ministerium, dass hier schon wieder auf ganzer Linie versagt hat und das irgendwie davon ablenken muss, am besten durch wildes Rumrudern. Der Rest der Regierung ist unangemessen ruhig, nur Linke und Grüne versuchen ein (zu) großes Fass aufzumachen.
Aber die haben auch schon beim NSU gepöbelt was das Zeug hergab.


Das ist doch kein Wunder... Da brauchts externe Leute, denn niemand ermittelt oder belastet freiwillig Kollegen, Nestbeschmutzer mag halt niemand wirklich (außer natürlich, man hat kein Problem damit wenn einen kaum einer leiden kann und man die "Sei wie Taube, scheiß auf Alles"-Einstellung hat). Alleine an einer Neutralität kann grundsätzlich gezweifelt werden - niemand ermittelt unter Umständen gegen Personen, die man wirklich gut leiden kann. Außer natürlich, man ist den ganzen Tag im Keller eingesperrt und es kann einen, wiegesagt, niemand leiden, sodass man auch keine emotionalen Bindungen hat.

Selbst wenn einer den Mum hat, auf sein Ansehen bei den Arschlöchern um ihn herum zu scheißen:
Er kommt doch mit der Einstellung gar nicht erst in die Position. Die Polizeiarbeit kennt keine Produktivitätsquoten, hat keinen Betriebsleiter der gute Arbeit direkt sehen und belohnen kann. Beförderungen hängen auf Gedeih und Verderb am Vorgesetzten, genauso wie die Zuteilung der Grundlagen für Beförderungen (eher leicht lösbare, wichtige Fälle statt unwichtiger hoffnungsloser). Wer sich nicht beliebt macht, kann höchstens noch von ganz unten Petzen gehen. Zu Leuten, die sich nicht unbeliebt gemacht haben...


Na ja, ob das mit Rassismus was zu tun hat...?

Würde eher mal behaupten, dass es gewaltige Schlamperei ist.

Wenn das Verhalten gegenüber einer Ethnie systematisch anders ausfällt, als gegenüber einer anderen, dann nennt man das nicht "Schlamperei".
(Außer man ist Mitglied des Verfassungsschutzes

Wie kann das sein, dass ein brauner Vollkoffer so mir nichts dir nichts einfach auf dessen Grundstück latschen kann, ihn mit einer Schusswaffe umbringt (hat ja einen gewissen Knalleffekt) und keine Sau bekommt es mit...?

Der Personenschutz war längst wieder eingestellt, das Grundstück nur mit den normalen Sicherungen eines Privathauses versehen und ein nahgelegenes Volksfest soll wohl für reichlich Geräuschbelästigung (Feuerwerk?) gesorgt haben, wurde schon unmittelbar nach der Tat berichtet. Nicht einmal die Angehörigen im Haus haben den Schuss bemekrt und es war spät genug, dass Nachbarn im Freien keine Selbstverständlichkeit waren. Interessant wäre aber noch zu klären, wie der Täter auf die Idee kam, dass Lübcke zu diesem Zeitpunkt alleine im Garten zu finden ist. Optimaler Tatort, optimalen Tatzeitpunkt auf ±20 Minuten getroffen und wenn ich es richtig verstehe, dann fand die Tat hinter dem Haus statt. Das heißt der Bereich war von der Straße nicht einsehbar und der Täter musste entweder auf gut Glück das Grundstück betreten (die Pressebilder zeigen flachen Rasen ohne nenneswerte Deko => keine Versteckmöglichkeiten => hohes Risiko als Einbrecher entdeckt zu warden), oder er muss von jemandem, der unauffällig beobachten konnte (Nachbarhaus?) benachrichtigt worden sein.


War das nicht so, dass ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes mit den Akten durchs Gebäude lief und vor einem Aktenschredder stolperte und alles hinein fiel?

Das waren die Akten des Verfassungschutzes zu diversen NSU-nahen Personen, insbesondere möglicherweise tatbeteiligten V-Männern. Über die weiß man leider nichts mehr - ist ja auch normal für so einen quasi-Geheimdienst, dass er nichts weiß...
Die 120 Jahre Frist gilt dagegen für die Akten und detailierten Ergebnisse des afaik hessischen Untersuchungsausschusses zu dem Thema. Irgendwie sind deren Funde so unwichtig für die demokratische Ordnung, dass man 120 Jahre darauf verzichten kann, aber so wichtig, dass sie niemand lesen darf. :wall:


Nicht, dass das Verhaltenen des Verhafteten eine verhaeltnismaessige Anwendung unmittelbaren Zwanges nicht geboten hat erscheinen lassen - aber was dann folgt, ist wirklich ein starkes Stueck. Nicht nur, dass die Beamten anscheinend voellig inkompetent sind und es minutenlang nicht schaffen, den am Boden liegenden zu fesseln; am Ende muessen noch dazugekommene Beamte einen Kollegen vom Verhafteten fernhalten?!

Hey, immerhin beherrschen sie schon das "kraft"(volle Zuschlagen), ein "Sicherheits" kann man ja später noch davor setzen.
 
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