AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte
Es ist schade, dass bei dir jeder AFD Wähler als Rechtsextremer eingeordnet wird. Man sollte hier vielleicht doch noch etwas differenzieren.
Die AFD hat sich mehrfach offen "gegen das System" gestellt, die Abschaffung diverser Institutionen gefordert, etc.. Das sind klar radikale Positionen. Und die jüngsten Fälle bestätigen, dass die in der Vergangenheit zahlreich geäußerten Relativierungen, Leugnungen, z.T. Befürwortungen historischer Morde sich 1:1 in Handlungsbestrebungen für die Gegenwart wiederspiegeln. Das ist rechts, das ist extrem. Es heißt nicht zwingend, dass jeder AFDler auch selbst gewaltbereit ist, dafür braucht es zusätzlich das Interesse an physischer Betätigung, aber wer diese Partei unterstützt, unterstützt Rechtsextremismus.
Dazu gab es auch von diversen (nicht rechtsextremen) Seiten deutliche Kritik und die Medien haben das rückblickend auch erkannt und anerkannt, das man da keine zu überragende Berichterstattung abgeliefert hat, da der politische Standpunkt eben zu einseitig dominant präsent war, während die Menschen, die wirklich vor Ort waren und nicht nur einen durgängig positive Euphorie (Willkommenskultur) sahen, zu kurz kamen.
Das Problem war halt auch die Art der Meinungsäußerungen und die Standardforderungen, die das Publikum heute an die meisten Medien stellt. Nämlich: ACTION! Der Boulevard bereichtet doch nur noch über Handlungen. Und die Helfer und die Flüchtlinge haben gehandelt - die Gegner haben nur genörgelt. Also standen erstere im Rampenlicht und letztere in der Ecke. Genauso wie Klimawandel erst ein Thema ist, wenn Schüler auf die Straßen gehen oder Tagebaue besetzt werden, aber nicht wenn Wissenschaftler erklären, was Sache ist. Pure Inhalte finden nur noch in einem begrenzten Teil der Medien statt - und obwohl dieser Teil recht intellektuell und damit oft linkslastig ist, gab es da auch ettliche Beiträge zu Gegnern der Flüchtlingskrise. Viel/groß konnte man über die aber auch nicht berichten, denn sie hatten samt und sonders nur "was dagegen", aber nie einen Plan, was man denn sonst machen sollte.
Die Politiker der CDU bringen ja schon länger die Themen der Afd zur Sprache und verkaufen sie als die eigenen Ideen.
Und die Themen der AFD sind ihrerseits (bis auf "CO2 ist gut, es regt Pflanzenwachstum an") bei der NPD geklaut... (genauso wie die Parteimitglieder/sympathisanten)
Oha, das mit der Liste ist mir informativ entgangen, Merci.
Die NSU-Liste war recht lang, dass eine erklärte Hassfigur der Rechten drauf steht, kann auch reine Korrelation sein. Bestimmt steht Lübcke auch auf der Liste von Hannibal/Uniter.
Wobei es da aktuell eher um das Salzwasser geht.
Werra-Versalzung durch Bergbau: K+S baut Pipeline zur Oberweser - SPIEGEL ONLINE
Da könnte man das Salz eigentlich recht einfach thermisch abtrennen und z.B. für den Winterdienst verwenden.
U.a. Streusalz ist das Primärprodukt am Monte Carli, die Salzlauge der Abfall am (kommerziellen) Ende des Verwertungsprozesses. Was InteressierterUser verlinkt, ist ein separates Thema. Allerdings sind mir das bislang keine Probleme bekannt - die Einlagerung von der Sondermüll in alte Bergwerke ist gängige, unverzichtbare Praxis (den Dreck irgendwo rauszufiltern beseitigt ihn ja noch nicht) und Salzstollen (von denen K+S reichlich hat) die best geeignesten für die Endlagerung von Feststoffen.
Besser ist es das Handy direkt zu Hause zu lassen. Denn erstens heißt aus nicht unbedingt wirklich aus (zumindest wenn man nicht wirklich Akku und SIM entfernt), zum anderen dient das Telefon dann als "Alibi".
Denn auch ein abgeschaltetes Telefon kann heute verdächtig sein. Siehe oben.
Bald ist es auch verdächtig, wenn du nicht alle 5 Minuten deine Feeds geprüft hast. Zu Hause lassen reicht also nicht, du musst Alexa auch beibringen, Siri regelmäßig Befehle zu geben.
Der Fisch stinkt doch nach wie vor vom Kopf her.
Warum wird man da jetzt plötzlich so aktiv, wo es einen deutschen Politiker erwischt hat, während es bei NSU 1.0 jahrelang kaum einen der Damen und Herren in der Politik übermäßig interessiert hat, dass das rechte Räuberpack ausländische Mitbürger hingerichtet hat und auch noch dazu ziemlich offensichtlich die Ermittlungen sabotierte?
Man hatte deutlich den Eindruck das man die Geschichte nur möglichst schnell wieder unter den politischen Teppich kehren wollte.
Jetzt, wo unserem Politikadel aber der eigene Arsch auf Grundeis geht, die Nächsten sein zu können die vom rechten Räuberpack hingerichtet werden könnten, da wird man plötzlich fast schon hyperaktiv.
Arsch auf Grundeis? aktiv werden? Einzig bei Seehofer sehe ich leicht überdurchschnittliche Aktivität und das ist nunmal der Chef von dem Ministerium, dass hier schon wieder auf ganzer Linie versagt hat und das irgendwie davon ablenken muss, am besten durch wildes Rumrudern. Der Rest der Regierung ist unangemessen ruhig, nur Linke und Grüne versuchen ein (zu) großes Fass aufzumachen.
Aber die haben auch schon beim NSU gepöbelt was das Zeug hergab.
Das ist doch kein Wunder... Da brauchts externe Leute, denn niemand ermittelt oder belastet freiwillig Kollegen, Nestbeschmutzer mag halt niemand wirklich (außer natürlich, man hat kein Problem damit wenn einen kaum einer leiden kann und man die "Sei wie Taube, scheiß auf Alles"-Einstellung hat). Alleine an einer Neutralität kann grundsätzlich gezweifelt werden - niemand ermittelt unter Umständen gegen Personen, die man wirklich gut leiden kann. Außer natürlich, man ist den ganzen Tag im Keller eingesperrt und es kann einen, wiegesagt, niemand leiden, sodass man auch keine emotionalen Bindungen hat.
Selbst wenn einer den Mum hat, auf sein Ansehen bei den Arschlöchern um ihn herum zu scheißen:
Er kommt doch mit der Einstellung gar nicht erst in die Position. Die Polizeiarbeit kennt keine Produktivitätsquoten, hat keinen Betriebsleiter der gute Arbeit direkt sehen und belohnen kann. Beförderungen hängen auf Gedeih und Verderb am Vorgesetzten, genauso wie die Zuteilung der Grundlagen für Beförderungen (eher leicht lösbare, wichtige Fälle statt unwichtiger hoffnungsloser). Wer sich nicht beliebt macht, kann höchstens noch von ganz unten Petzen gehen. Zu Leuten, die sich nicht unbeliebt gemacht haben...
Na ja, ob das mit Rassismus was zu tun hat...?
Würde eher mal behaupten, dass es gewaltige Schlamperei ist.
Wenn das Verhalten gegenüber einer Ethnie systematisch anders ausfällt, als gegenüber einer anderen, dann nennt man das nicht "Schlamperei".
(Außer man ist Mitglied des Verfassungsschutzes
Wie kann das sein, dass ein brauner Vollkoffer so mir nichts dir nichts einfach auf dessen Grundstück latschen kann, ihn mit einer Schusswaffe umbringt (hat ja einen gewissen Knalleffekt) und keine Sau bekommt es mit...?
Der Personenschutz war längst wieder eingestellt, das Grundstück nur mit den normalen Sicherungen eines Privathauses versehen und ein nahgelegenes Volksfest soll wohl für reichlich Geräuschbelästigung (Feuerwerk?) gesorgt haben, wurde schon unmittelbar nach der Tat berichtet. Nicht einmal die Angehörigen im Haus haben den Schuss bemekrt und es war spät genug, dass Nachbarn im Freien keine Selbstverständlichkeit waren. Interessant wäre aber noch zu klären, wie der Täter auf die Idee kam, dass Lübcke zu diesem Zeitpunkt alleine im Garten zu finden ist. Optimaler Tatort, optimalen Tatzeitpunkt auf ±20 Minuten getroffen und wenn ich es richtig verstehe, dann fand die Tat hinter dem Haus statt. Das heißt der Bereich war von der Straße nicht einsehbar und der Täter musste entweder auf gut Glück das Grundstück betreten (die Pressebilder zeigen flachen Rasen ohne nenneswerte Deko => keine Versteckmöglichkeiten => hohes Risiko als Einbrecher entdeckt zu warden), oder er muss von jemandem, der unauffällig beobachten konnte (Nachbarhaus?) benachrichtigt worden sein.
War das nicht so, dass ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes mit den Akten durchs Gebäude lief und vor einem Aktenschredder stolperte und alles hinein fiel?
Das waren die Akten des Verfassungschutzes zu diversen NSU-nahen Personen, insbesondere möglicherweise tatbeteiligten V-Männern. Über die weiß man leider nichts mehr - ist ja auch normal für so einen quasi-Geheimdienst, dass er nichts weiß...
Die 120 Jahre Frist gilt dagegen für die Akten und detailierten Ergebnisse des afaik hessischen Untersuchungsausschusses zu dem Thema. Irgendwie sind deren Funde so unwichtig für die demokratische Ordnung, dass man 120 Jahre darauf verzichten kann, aber so wichtig, dass sie niemand lesen darf.
Nicht, dass das Verhaltenen des Verhafteten eine verhaeltnismaessige Anwendung unmittelbaren Zwanges nicht geboten hat erscheinen lassen - aber was dann folgt, ist wirklich ein starkes Stueck. Nicht nur, dass die Beamten anscheinend voellig inkompetent sind und es minutenlang nicht schaffen, den am Boden liegenden zu fesseln; am Ende muessen noch dazugekommene Beamte einen Kollegen vom Verhafteten fernhalten?!
Hey, immerhin beherrschen sie schon das "kraft"(volle Zuschlagen), ein "Sicherheits" kann man ja später noch davor setzen.