Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Und wieder ein kleiner Baustein, der Vertrauen raubt.

NSU-Polizistenmord: Versteckte Spur
Seit Jahren tun Sicherheitsbehörden alles, damit eine Verbindung von
Böhnhardt und Mundlos über einen Heilbronner Neonazi zu einem
toten Zeugen nicht bekannt wird

NSU-Polizistenmord: Versteckte Spur | Telepolis
 
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Was die NSU Chose angeht, meine ich mich erinnern zu können, die Ermittler hatten sogar festgestellt, an den Tatwaffen waren kleine Plastiktüten angebracht, welche die leergeschossenen Patronenhülsen auffingen, damit sie nicht auf der Straße bzw. in der Umgebung landen konnten ...
Normalerweise also Profiwissen. Dazu ist die Akte ja nun, wie lange war es, 150 Jahre oder so für den "Pöbel" nicht zugänglich.

Aluhut aufsetz: Mehr muss man nicht wissen.
 
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Auch dieses Thema ist grandios: Ermittelt wird aufwändig gegen jene, die mit dem Finger auf Rechtsextrimismus zeigen, weniger gegen die, die ihn verbreiten. Es ist ungeheuerlich und Thüringen wird einmal mehr zum Fail State. Wann endlich greift irgendwer in diesem rechtsextrem durchseuchtem Landstrich durch?

"Kriminelle Vereinigung" - Staatsanwälte ermitteln gegen Aktionskünstler

Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt mit umstrittenen Aktionen für Aufsehen. Nun wird bekannt, dass gegen die Gruppe seit 16 Monaten ermittelt wird. Der bemerkenswerte Vorwurf: "Bildung einer kriminellen Vereinigung".


Zentrum fuer politische Schoenheit: Ermittlungen gegen ZPS - SPIEGEL ONLINE
 
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Ist bei der Gemeinnützigkeit nicht viel anders. Gemeinnuetzigkeit: Vorteile fuer rechte Vereine? | tagesschau.de

Edit:
Wobei die ganzen Ermittlungen gegen die Künstler wohl durch Höcke losgetreten wurden.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Zentrum fuer Politische Schoenheit" | MDR.DE
Gegen das Zentrum fuer Politische Schoenheit wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt – netzpolitik.org

Aus Justizkreisen hieß es gegenüber netzpolitik.org am Mittag, dass die Einleitung des Verfahrens auf einer Pressemitteilung des ZPS beruhen soll. Dort habe sich das Zentrum mit dem Wort „Wir“ zu Straftaten gegen Björn Höcke bekannt. Das habe die Ermittlungen ausgelöst, auch weil Höcke Abgeordneter im Landtag sei.

Die drei Presserklärungen auf die sich Höcke beziehen will sind bei netzpolitik.org verlinkt. Allerdings ist das einzige darin, was strafbar sein könnte die Aussagen von Höcke (Volksverhetzung) selbst, die zitiert werden.

Da aber die Volksverhetzung als §130 direkt hinter §129 liegt, ist vielleicht bloß jemand von den Staatsanwälten im Paragrafen verrutscht. :devil:
Dann lag die Akte Monatelang ungelesen rum und keiner hats gemerkt.
 
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[QOTE=DKK007;9806405]
(...)§129(...)
[/QUOTE]

... stammt uebrigens aus dem Strafgesetzbuch fuer das Deutsche Reich aus dem Jahr 1871 und war ausdruecklich dazu gedacht, die politische Opposition kleinzuhalten. Sachsen ist halt ein sehr traditionsbewusstes Land.
 
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Wobei netzpolitik seit meinem Post noch folgenden Absatz ergänzt hat:

https://netzpolitik.org/2019/gegen-das-zentrum-fuer-politische-schoenheit-wird-wegen-bildung-einer-kriminellen-vereinigung-ermittelt/ schrieb:
Bei der Legal Tribune Online hat sich Markus Sehl den Fall näher angeschaut. "Kriminelle Vereinigung": Ermittlung gegen Kuenstler
Offenbar soll die Passage, dass das Zentrum den AfD-Rechtsaußen Höcke seit zehn Monaten beobachte und es sich um „die aufwendigste Langzeitbeobachtung des Rechtsradikalismus in Deutschland“ handle, die Ermittlungen ausgelöst haben:

Der Sprecher der StA Gera verwies auf die besondere Bedeutung des Datenschutzes und des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts, die sogar in Art. 6 der Thüringer Landesverfassung aufgenommen wurden. Im Zentrum des Verdachts stehe § 201 a StGB, also die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Wie LTO aus Justizkreisen erfahren hat, führte offenbar erst die Selbstdarstellung der Gruppe zu den Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Nur eine Woche nach der Eröffnung der Installation und Pressemitteilungen des ZPS, am 29. November 2017, leitete die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ein.

Gegenüber dem MDR bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, dass das Verfahren von Amts wegen, also nicht durch eine Anzeige, eingeleitet worden.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Zentrum fuer Politische Schoenheit" | MDR.DE

Nach Informationen von Spiegel Online steht das Verfahren noch am Tage des Bekanntwerdens offenbar kurz vor der Einstellung. Zentrum fuer Politische Schoenheit: Aktion gegen Hoecke soll Ermittlungen ausgeloest haben - SPIEGEL ONLINE
Bei Spiegel.de heißt es:

Nach Angaben aus Justizkreisen sollen bei den bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft keine Telefonüberwachung oder ähnliche Ermittlungsmethoden gegen den beschuldigten Mitbegründer des ZPS, Philipp Ruch, zum Einsatz gekommen sein. Die Ermittlungsakte sei sehr dünn, das Verfahren stehe demnach kurz vor der Einstellung, da es bisher keinerlei Anhaltspunkte gebe, dass das Künstlerkollektiv Höcke tatsächlich überwacht habe oder eine kriminelle Vereinigung gebildet habe.


§129
... stammt uebrigens aus dem Strafgesetzbuch fuer das Deutsche Reich aus dem Jahr 1871 und war ausdruecklich dazu gedacht, die politische Opposition kleinzuhalten.

Hier mal der Vergleich mit der nicht ganz aktuellen Fassung von 2017. Der Begriff mit der kriminellen Vereinigung taucht erst 1951 im Gesetz auf. Könnte sein, dass der Paragraph vorher für eine andere Tat genutzt wurde. Damals gab es die inoffiziellen Überschriften der Verlage noch nicht, sondern ausschließlich die offiziellen Nummern.
SS 129 StGB. Bildung krimineller Vereinigungen
 
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Wer eine Personen öffentlichen Interesses (und dazu macht sich Bernd definitiv) beobachtet, ist eine kriminelle Vereinigung? Ermittelt die Polizei auch schon gegen Bild, Gala und andere Klatschblätter? Es gibt eine ganze Branche, die nur mit der Beobachtung von (Möchtegern-)Promis beschäftigt ist.
 
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Wer eine Personen öffentlichen Interesses (und dazu macht sich Bernd definitiv) beobachtet, ist eine kriminelle Vereinigung? Ermittelt die Polizei auch schon gegen Bild, Gala und andere Klatschblätter? Es gibt eine ganze Branche, die nur mit der Beobachtung von (Möchtegern-)Promis beschäftigt ist.
Erklär das der Polizei, die immer schon gegen jeden mit voller Härte kämpft, der Rechtsextremismus anmahnt. Hier werden wie so oft die Boten der Nachricht, in diesem Fall die Künstler, bestraft und nicht die eigentlichen Täter.
 
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Bei Allgemeinen Verkehrskontrolle " hat man genug Energie, bei Straftaten kuckt man gern mal weg und platziert sich da wo vielleicht was zu hohlen ist "Bußgeld"
und Punkte sammeln für die nächste Beförderung die Sicherheit der Bürger bleibt dabei manchmal ganz außen vor.
 
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Wie sieht es dann erst bei Privatdetektiven aus, die das auch noch gewerblich machen.

Detektive am Krankenbett - ZDFmediathek
Der Spion, der von der Kasse kam - haz.de

"Privatdetektive" findet man entweder in einem Roman oder mit einem Bein im Knast. Es gibt (in Deutschland) keinerlei gesetzlichen Rahmen für Schnüffelei. Wenn tatsächlich jemand in den "höchstpersönlichen Lebensbereich" eindringt, wie es Detektive dem Klischee nach machen, wie es für Paparazzi üblich ist und wie es Mitgliedern des ZPS vorgeworfen wird, dann macht derjenige sich strafbar, da gibts nichts dran rumzudeuten.
Aber dass dieser jemand zusammen mit seinen Arbeitskollegen, also dem gesamten ZPS, einer Zeitschrift die Paparazzi-Bilder veröffentlicht oder dem Auftraggeber eines Privatdetektives eine "kriminele Vereinigung bildet", dass ist mir verdammt neu klingt nach einem weiteren Fall von Rechtsbeugung zur Unterdrückung politischer Gegner.
Wobei es erneut gegen linke, nicht extreme politisch aktive geht. Während gleichzeitig die Kette von Fällen, in denen bestehende Gesetze gegen Rechtsextreme nicht durchgesetzt werden, nicht abreißt. :kotz:
 
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