Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Eine fürs Ausland produzierende Rüstungsindustrie ist kein nationalstaatliches, sondern allenfalls ein wirtschaftliches Interesse.

Bevor ich dein Argument als Ganzes mit einer Antwort bemerke möchte ich in diesem Punkt zunächst Klarheit herstellen: Du liegst falsch.

Die Deutsche Rüstungsindustrie ist ein nationalstaatliches Interesse - welches über die letzten Jahrzehnte die wirtschaftliche Komponente deutlich stärker in den Fokus gerückt bekommen hat.
Man kann trefflich streiten ob wir eine eigene Rüstungsindustrie (heute) wirklich noch brauchen, aber über allem steht leider die Unabhängigkeit Deutschlands / Europas in dieser Frage. Klar könnten wir F35 oder Apache Helikopter bei den Amis kaufen statt Eurofighter und Tiger selbst zu produzieren.
Nur werden wir damit abhängig von einer Nation zu der wir ein zunehmend gespanntes Verhältnis haben - diese Entwicklung hat man bereits vor Jahrzehnten verhindern wollen sofern sie denn eintreten sollte. Wie sowas funktioniert zeigt das Beispiel Türkei. Die wollen den F35 von den Amis kaufen, aber gleichzeitig Russlands Flugabwehrsystem S400 kaufen. Ergebnis: Die USA liefern erstmal keine Flugzeuge. Das ist die Grundlage des Denkens die uns in Europa den Leopard, den Challenger und den Leclerc beschert hat (das sind Panzer...), sie ist aus unserer Interessenslage aber leider notwendig wenn wir nicht vollständig von den USA (oder einem anderen Großmachtsaspiranten) abhängig sein wollen.

Wer die Notwendigkeit anzweifelt über solche Fähigkeiten zu verfügen erkennt den grundlegenden Begriff Staat nicht an: Staat | bpb
Als Gegenstand der allgemeinen Staatslehre ist Staatlichkeit im heutigen Sinn ebenfalls an ein Territorium (Staatsgebiet), ein Staatsvolk und eine prinzipiell umfassende öffentliche Gewalt (Staatsgewalt) untrennbar gebunden.
Daraus leitet sich eine Verpflichtung des Staates ab nicht nur sein Volk, sondern auch sein Territorium schützen zu können

Es besteht also sehr wohl ein nationales Interesse eine funktionierende Rüstungsindustrie weiter zu erhalten und sei es nur um vorhandenes Wissen zu konservieren.
Ein Artikel der die Thematik ganz gut zusammenfasst: Deutschland braucht keine eigene Ruestungsindustrie - Politik - Sueddeutsche.de (Achtung, den Artikel auch bitte lesen und nicht nur die Überschrift).


Eine fürs Ausland produzierende Rüstungsindustrie ist kein nationalstaatliches, sondern allenfalls ein wirtschaftliches Interesse.
Und ganz sicher ist sie keine Verfassung. In Anbetracht von Lage und Abgrenzung großer Rüstungsfabriken ist auch keine nenneswerte Gefährdung der öffentlichen Ordnung zu befürchten, weil da wenig Öffentlichkeit unmittelbar drumrum besteht. Man kann darüber streiten, in wie weit auch solche ethisch fragwürdigen Geschäftsaktivitäten auf Staatskosten durch die Polizei geschützt werden sollen, aber ganz sicher liegen sie nicht im Aufgabenbereich einer Institution, die zum Schutz der Verfassung der demokratischen Grundordnung weitreichende Sonderrechte genießt. Sowas fürs Kapital einzusetzen und Bürgerrechte für Industrielle auszuhebeln ist einfach nur Machtmissbrauch und wäre eigentlich seinerseits ein Fall für den Verfassungsschutz.

Ich hab zunächst dargestellt warum ich das Thema Rüstung durchaus als staatliches Interesse anerkenne. Das ist nicht nur aus der Fähigkeit eigene Rüstungsgüter zu bauen betrachtet, sondern auch bestehende Güter informativ zu schützen. In diesen Unternehmen lagert Wissen welches die Sicherheit der Bundesrepublik bei bekanntwerden negativ beeinflussen könnte. Wer das nicht glaubt oder versteht, dem sei Lektüre über Rüstungsspionage im Kalten Krieg nahegelegt. Du wirfst jetzt Rüstungsexporte (welchen ich ebenfalls kritisch gegenüberstehe) mit anderen Aufgaben der Rüstungsindustrie durcheinander und schaffst Dir selbst eine Begründung warum deine Denkweise korrekt sei.

Dabei verkennst du folgendes: Die Aufdeckung illegaler Waffenverkäufe kann nicht durch staatliches Interesse geschützt sein, prominentestes Beispiel die Iran Contra Affäre. TROTZDEM gibt es in diesen Unternehmen den Schutzbedarf, Informationen vor dem Zugriff der Öffentlichkeit zu entziehen, z.b. Leistungsdaten von Waffensystemen, neue Entwicklungen, oder auch persönliche Daten von Mitarbeitern. Da es sich bei Rüstung (und allgemein KRITIS) oftmals um staatliche Aufträge handelt - Privatpersonen kaufen eher selten Panzer - ist der Verfassungsschutz sehr wohl zuständig.
Bundesamt fuer Verfassungsschutz - Geheimschutz

Beispiel: https://www.handelsblatt.com/politi...ml?ticket=ST-1380520-KcocAlHeDHKMRcpuuwgt-ap6

Du reduzierst das alles durch eine wie mir scheint linksorientierte Sichtweise, verkennst dabei aber, dass es ein staatliches Interesse an dieser Vorgehensweise gibt und dass diese durch unsere Gesetzgebung legalisiert ist.
Was ich zu folgendem bringt:

Nur sieht man halt selbst bei den Sicherheitsbehörden Grenzen bei den "Geschäftsgeheimnissen".
Informationen ueber kriminelle Geschaefte sind keine "Geschaeftsgeheimnisse" — BDK: Bund Deutscher Kriminalbeamter

Hier liegt der Hund vergraben (2 Euro ins Phrasenschwein), KRIMINELLE GESCHÄFTE! Pressefreiheit hat, wie Meinungsfreiheit ebenfalls ganz legale Einschränkungen und das ist gut so.
Ich mach das mal am Beispiel Wikileaks auf:
Veröffentlichung von Videos und Fotos aus dem Irak Krieg, Aufdeckung von Folter: Verstoß gegen internationales Recht, öffentliches Interesse.
Und dann: Diplomatic Cable Leaks: Keinerlei Nutzen, schafft nur Unfrieden zwischen den Staaten / stellt die USA bloß - daraus ist nichts positives entstanden.
Ein "ich würds aber gern wissen" reicht eben nicht um alles zu veröffentlicht was man in die Finger bekommt - und der Verfassungsschutz hat die Aufgabe in gewissen Bereichen dafür zu sorgen, dass dies nicht geschieht.

Nur um das klarzustellen: Ich bin FÜR investigativen Journalismus, für die Aufdeckung von kriminellen Handlungen, nur bin ich differenziert genug um zu erkennen, dass es Bereiche gibt die aus gutem Grund der Geheimhaltung unterliegen. An dieser Stelle spielt meiner Meinung nach das Weltbild mit eine Rolle. Wenn man der Meinung ist, hinter jedem Geheim steht automatisch Vertuschung, dann wird man diesen ganzen Gedankengang ablehnen. Wenn man Streitkräfte als solches und damit Rüstung im Allgemeinen nicht als (traurige) Notwendigkeit unserer aktuellen Zeit erkennt, dann wird man dem Argument nicht folgen können.

Mein Fazit: Wir brauchen einen Verfassungsschutz. Ja, er ist nicht perfekt, ist keiner unserer Dienste. Aber, um auf den Ausgang dieser Diskussion zu kommen, dem BfV vorzuwerfen es arebeite mit Unternehmen zusammen ist falsch - denn genau das ist Teil seines Auftrags.


Was mich heute vielmehr gestört hat: https://www.zeit.de/gesellschaft/ze...ieinsatz-sicherheitskonzept-interne-dokumente
DAS hat mich im Bezug Vertrauern in Sicherheitskräfte weit mehr gestört! (Gut, wer mehrmals Sicherheitsüberprüft wurde gewöhnt sich dran und eingeschränkte Bürgerrechte hab ich ja auch mehr als 13 Jahre gehabt...)
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Bevor ich dein Argument als Ganzes mit einer Antwort bemerke ...

Blöde Frage:
Wo kommt deine Antwort auf mein Argument? Dein ganzes Post fußt auf der Behauptung, dass es von nationalstaatlichem Interesse wäre, einen Industrie zu schützen, die mehrheitlich nicht für den Nationalstaat tätig ist. Und das ist definitiv nicht Aufgabe eines Nationalstaates.

Natürlich hast du recht, dass letzterer Mittel zur Selbstverteidigung braucht. Aber das ist eben nicht Hauptaufgabe der deutschen Rüstungsindustrie. Die ist primär eine Exportbranche, auch wenn genaue Zahlen aufgrund geheimer Geschäftsbereiche schwierig sind.
Aber z.B. Rheinmetall hat 2015 knapp 50% Umsatz allein auf der arabischen Halbinsel gemacht.
2017 hat die Bundeswehr insgesamt 3,3 Milliarden für die Beschaffung von Waffensystemen und Munition ausgegeben, darunter auch alle im Ausland eingekauften Waffensysteme und das ist nicht gerade wenig - knapp 2 Milliarden flossen allein in fliegendes Gerät, für das es keinen einzigen mehrheitlich deutschen Hersteller gibt. Wenn man mal die 11% deutschen Aktienanteil an Airbus darauf umlegt, wurden also für maximal 1,4 Milliarden deutsche Rüstungsgüter zur Verteidigung Deutschlands erworben. Im gleichen Jahr wurden Genehmigungen für Exporte im Wert von 6,2 Milliarden erteilt, darunter 3,8 Milliarden in Drittländer, die nicht einmal im Rahmen der NATO etwas zu unserer Verteidigung beitragen.
=> Verteidigung Deutschlands ist nicht Aufgabe der deutschen Rüstungsindustrie
=> Die deutsche Rüstungsindustrie hat keine hoheitlichen, gesondert schützenswerten Funktionen
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Blöde Frage:
Wo kommt deine Antwort auf mein Argument? Dein ganzes Post fußt auf der Behauptung, dass es von nationalstaatlichem Interesse wäre, einen Industrie zu schützen, die mehrheitlich nicht für den Nationalstaat tätig ist. Und das ist definitiv nicht Aufgabe eines Nationalstaates.

Sorry wenn ich das nicht genau genug herrausgestellt habe: Was du aufzeigst ist eine Entwicklung. Wie der Artikel der Süddeutschen aufzeigt:
Waffenfabriken sind nicht vergleichbar mit Lieferanten von Kinderwagen. Die Bundeswehr ist zu klein, um eine eigene Waffenindustrie auszulasten. Wer heimische Rüstungsfirmen will, muss auch Exporte akzeptieren, die allein erlauben, die Fertigungskapazitäten auszulasten. Das eine geht nicht ohne das andere. Bisher stellte eine kaum erträgliche Doppelmoral bei Politikern die heimische Rüstungsindustrie in die Schmuddelecke und sie wird dort noch lange bleiben, wenn sich die Politiker nicht klar hinter die Branche stellen.

Da wir mittlerweile deutlich kleinere Streitkräfte haben als noch vor 30 Jahren muss die Rüstungsindustrie neue Vertriebswege gehen um zu überleben. Das ist staatlich gewollt, da wir sonst, wie im anderen Beitrag ausgeführt, auf diese Industrie verzichten würden und uns so in eine Abhängigkeit begeben.
Dein Argument ist eine Teilbetrachtung des Ganzen, quasi die letzten 20 Jahre der Rüstungsindustrie. Die Notwendigkeit und die Verankerung im Staat liegt jedoch länger zurück, ist heute jedoch noch gewollt.

Wer soll den Nachfolger des Leopard 2 entwickeln? Rheinmetall und KMW oder General Dynamics? (Bitte beachten, die Entwicklung einer Europäischen Rüstungsindustrie wäre durchaus wünschenswert, dann gäbe es nicht 3 MBTs in 3 Ländern... aber das ist eben auch eine Entwicklung.)
Anderes Beispiel: Die Amis hatten zwischen 2003 - 2015 ein Atom Uboot im Bau. Nicht weil sies dringend brauchten, oder weils notwendig wäre. Teil davon war, die Werft und vor allem die Arbeiter und das Know How zu erhalten. Das sind eben auch Überlegungen die in diesem Bereich angestellt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

...Die Deutsche Rüstungsindustrie ist ein nationalstaatliches Interesse...
Es sind zwei paar Schuhe. Staatliche Rüstungskonzerne wären etwas ganz anders. Natürlich brauchen wir eigene und unabhängige Wassensysteme, aber das hat rein gar nichts mit gewinnorientierten Unternehmen zu tun,

Was Du hier von Dir gibst, würde, so Du in irgend einer Art und Weise selber in dem Thema verstrockt bist, schlimmste Verschwörungszheorien bestätigen. Ein Verfassungsschutz, der darauf achtet, das nicht verfassungskonforme Aktionen unter der Decke bleiben, ist seinen Namen nicht wert.

...Da wir mittlerweile deutlich kleinere Streitkräfte haben als noch vor 30 Jahren muss die Rüstungsindustrie neue Vertriebswege gehen um zu überleben. Das ist staatlich gewollt, da wir sonst, wie im anderen Beitrag ausgeführt, auf diese Industrie verzichten würden und uns so in eine Abhängigkeit begeben...
Sinnvoller wäre es, die Unternehmen zu verstaatlichen und notwendige Entwicklungen aus Steuergeldern zu bezahlen, oder?
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Wo kommt auf einmal dieser Verstaatlichungswahn her und was soll mit einer verstaatlichten Rüstungsindustrie denn besser laufen?

Dazu kommt, dass das mit den europäischen Ausscheibungsregeln völlig unvereinbar ist, denn auch eine verstaatlichte Rüstungsindustrie könnte mittlerweile nur noch an Ausschreibungen Teilnehmen! Wie alle wissen sollten, muss jedes Teil der Bundeswehr mindestens europäisch ausgeschrieben werden.
Wenn ich mir anschaue, wie schon in einigen Ausschreibungen in der Vergangenheit, zwischen deutschen Rüstungsfirmen und deutschen Beamten, fröhliches korrumpieren angesagt war, um die Aufträge nach Deutschland zu holen, möchte ich nicht wissen, was bei verstaatlichten deutschen Rüstungsunternehmen passiert.

Übrigens halte ich diese Ausschreibungsregeln auch für ein Übel, hat man bei den Korvetten deutlich gesehen, eine schweizer Firma, die null Erfahrung im Kriegsschiffbau hatte, musste der Zuschlag für die Getriebe gegeben werden, mit der Folge, das 4 Jahre kein Boot wirklich funktionierte.
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Nach meiner Erinnerung lief das einigermaßen in den 70er und 80er Jahren, allerdings gab es da die Aufträge mehr oder minder garantiert und der Staat war noch mit dem Füllhorn unterwegs.

Seit der Wiedervereinigung und der massiven Abrüstung der Bundeswehr, plus den neuen Ausschreibungsregeln seit 2005?, wird halt mit ganz anderen Bandagen gekämpft und die Rüstungsunternehmen in Deutschland haben sich auch massiv verändert (Zusammmenschlüsse, Pleiten etc.).
Die neuen Ausschreibungsregeln haben nochmal richtig Dampf in die Geschichte gebracht, wobei m.M. nach hier in Deutschland und vor allen dingen von Grünen und der SPD, reichlich naiv an die Sache herangegangen wird, weil Frankreich, GB und auch andere europäische Länder mit großen Rüstungskonzernen, kämpfen mit allen möglichen schmutzigen staatlichen Tricks, um ihre landeseigenen Rüstungsfirmen zu unterstützen.

Dazu kommt, dass im Bundesverteidigungsministerium und der angeschlossenen Beamtenschaft, seit der Jahrtausendwende, nur noch der Wurm drinne ist (diplomatisch ausgedrückt). Es scheint an allem zu fehlen, rechtlicher Expertise, um klare Verträge mit den Rüstungsunternehmen auszuhandeln, klare technische Vorgaben für Rustungsprojekte (siehe G36 oder Drohen, etc etc), und klare BWL Expertise (Kostenkontrolle, Veranschlagungskosten).

Was sich beim BER abspielt, spielt sich beim Verteidigungsministerium, seit der Jahrtausendwende im Kleineren ab, und ich bin der Meinung, dass das nicht nur am Sparzwang und den neuen Ausschreibungsregeln liegen kann!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Was sich beim BER abspielt, spielt sich beim Verteidigungsministerium, seit der Jahrtausenwende im Kleineren ab, und ich ich bin der Meinung, dass das nicht nur am Sparzwang und den neuen Ausschreibungsregeln liegen kann!
Ich bin ja auch weiterhin dafür, dass man nicht nur bei der Legislative verpflichtend einen Fußabdruck einführt, sondern auch bei öffentlichen Ausschreibungen und Verträgen. Dann kann man im Nachhinein besser nachvollziehen, welches geschmierte Patschehändchen da was reingebracht hat.
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Wozu braucht man überhaupt eine Waffenindustrie? Deutschland muss dringend entmilitarisiert und entnazifiziert werden. Wir müssen endlich hin zu einem pazifistischen Sozialismus.
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Zumindest könnte man dafür sogen, dass die Qualitätsprodukte vorrangig an die eigenen Truppen gehen und nicht an Diktaturen exportiert werden, währen die BW nur den Schrott, wie das G36 sowie die fluguntauglichen A400M und NH90 bekommt.
Ansonsten sollte man streng von der Garantie und Vertragsrücktritt gebrauch machen.

Der Schrott kann immer noch in Kriegsgebiete exportiert werden, dann kann er dort wenigstens keinen Schaden anrichten.
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Der Schrott kann immer noch in Kriegsgebiete exportiert werden, dann kann er dort wenigstens keinen Schaden anrichten.

Sag das mal lieber nicht zu laut...

Wie Martin Sonneborn schon in einer Rede im EU-Parlament festgestellt hat, so ein defekter Leopard 2 aus 8000m abgworfen hat schon ordentlichen wumms. :D;)

Hier war das:

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
(Laufzeit 1:38min)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Wozu braucht man überhaupt eine Waffenindustrie? Deutschland muss dringend entmilitarisiert und entnazifiziert werden. Wir müssen endlich hin zu einem pazifistischen Sozialismus.
So dachte ich früher auch, gerade nach 1989, aber seit die Amis keinen direkten Feind mehr haben, steht jeder in der Schusslinie, der nicht stramm alles mit macht, was die "Irren im Weißen Haus" beschließen. Auch China, das schon Tibet einfach überrannte und gerade seine Nachbarn terrorisiert, ist alles andere als friedlich.

Nein, eine gute Waffenentwicklung ist durchaus wichtig, dass ist bei Themen wie Kavitationstorpetos oder Hyperschallantrieb reines Grundlagenwissen, Das kann man staatlich finanziert machen. Die Bundeswehr sollte eigene Foschung betreiben und Waffen fertigen. Das wäre mir, wie schon gesagt, viel lieber als Firmen, die ihr durch überteuerte staatliche Aufträge erworbenes Wissen mit anderen Ländern teilen. Innerhalb der EU natürlich gerne.

Nachbarstaaten wie die Türkei sollten wir nicht aufrüsten und erst recht nicht, wie es aktuell passiert, ihnen Fertigungen für Panzer hinzustellen. Das ist genauso dämlich wie die Airbusfertigung in China, mit der man China ohne Not das Know How einiger Jahrzehnte geschenkt hat. Gut, der Steuerzahler hat es finanziert, die Airbus Oberen haben mit dem Chinahandel ordentliche Gewinnbeteiligungen bekommen. So läuft das im Kapitalismus.

Aber wir entfernen uns schon wieder von Sicherheitskräften in Deutschland und deren Verhalten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Sinnvoller wäre es, die Unternehmen zu verstaatlichen und notwendige Entwicklungen aus Steuergeldern zu bezahlen, oder?

/sign.
Würde man nicht wirtschaftlich, sondern nationalstaatlich argumentieren, wäre das die logische Folge: Wenn eine für den Staat nötige Dienstleistung privatwirtschaftlich nicht bereitgestellt werden kann, dann muss der Staat sie selbst übernehmen. Die Antwort "dann erlauben wir der Privatwirtschaft eben zusätzlich ehtisch-moralisch verwerfliche Geschäfte, solange sie mit einem kleinen Teil dieser Gewinne unsere Interessen finanziert" ist kein nationalstaatlich-hoheitliches Argument, sondern ein rein wirtschaftliches. Es besteht kein hoheitliches Interesse an Rüstungsexporten, sondern sie sind eine Gegenfinanzierungsmaßnahme zur Aufbesserung der Bilanzen und der Wirtschaftststeuerung. Genauso wie Agrarsubventionen oder reduzierte Einfuhrzölle für kanadische Waren. (Nur mit mehr Toten)
Und genau wie diese anderne Punkte auch gehören diese wirtschaftlichen Interessen eben nicht zu von der Bundeswehr zu schützenden, hoheitlichen Funktionen.
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

/sign.
Würde man nicht wirtschaftlich, sondern nationalstaatlich argumentieren, wäre das die logische Folge: Wenn eine für den Staat nötige Dienstleistung privatwirtschaftlich nicht bereitgestellt werden kann, dann muss der Staat sie selbst übernehmen. Die Antwort "dann erlauben wir der Privatwirtschaft eben zusätzlich ehtisch-moralisch verwerfliche Geschäfte, solange sie mit einem kleinen Teil dieser Gewinne unsere Interessen finanziert" ist kein nationalstaatlich-hoheitliches Argument, sondern ein rein wirtschaftliches. Es besteht kein hoheitliches Interesse an Rüstungsexporten, sondern sie sind eine Gegenfinanzierungsmaßnahme zur Aufbesserung der Bilanzen und der Wirtschaftststeuerung. Genauso wie Agrarsubventionen oder reduzierte Einfuhrzölle für kanadische Waren. (Nur mit mehr Toten)
Und genau wie diese anderne Punkte auch gehören diese wirtschaftlichen Interessen eben nicht zu von der Bundeswehr zu schützenden, hoheitlichen Funktionen.

Als Staat hast du im Grunde eigentlich auch kein Interesse das deine beste / modernste Wehrtechnologie an andere als deine eigene Armee veräußert wird, weil du natürlich im Falle eines militärischen Konflikts nicht möchtest das dein Gegenüber auf dem gleichen wehrtechnischen Niveau ist wie du selbst (das würde dich ja jedes materiellen Vorteils berauben).
Deshalb haben selbst die Sowjets im Kalten Krieg nie ihre modernste Technologie an die verbündeten "Bruderstaaten" verkauft, das war im Grunde immer nur die B-Ware, und auch die US-Amerikaner handhaben es bis heute nicht anders (weshalb die irakischen Abrams Panzer gegen den IS auch schutztechnisch so katastrophal abschnitten).

Allerdings ist die generelle Veräußerung von Kriegsmaterial durch Rüstungsunternehmen schon früher eben nicht nur ein rein wirtschaftliches Interesse gewesen, sondern immer auch ein "valides" politisches Mittel um damit ohne direkte Eigenbeteiligung eigene politische (ok gut, am Ende sind diese politischen Interessen auch nicht zu selten natürlich eben wirtschaftliche) Interessen zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen (siehe Afghanistan in den 1980er Jahren, oder Afrika, oder der Irak während des Irak / Iran Krieges, usw.).

Entsprechend ist es halt durchaus auch im Interesse des jeweiligen Staates das Waffen an andere Länder verkauft werden, auch weil das eben wirtschaftlichen Einfluss und oft auch wirtschaftliche Aufträge für eigene Unternehmen aus dem Zivilsektor im kaufenden Land bedeutet.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

So dachte ich früher auch, gerade nach 1989, aber seit die Amis keinen direkten Feind mehr haben, steht jeder in der Schusslinie, der nicht stramm alles mit macht, was die "Irren im Weißen Haus" beschließen. Auch China, das schon Tibet einfach überrannte und gerade seine Nachbarn terrorisiert, ist alles andere als friedlich.

Nein, eine gute Waffenentwicklung ist durchaus wichtig, dass ist bei Themen wie Kavitationstorpetos oder Hyperschallantrieb reines Grundlagenwissen, Das kann man staatlich finanziert machen. Die Bundeswehr sollte eigene Foschung betreiben und Waffen fertigen. Das wäre mir, wie schon gesagt, viel lieber als Firmen, die ihr durch überteuerte staatliche Aufträge erworbenes Wissen mit anderen Ländern teilen. Innerhalb der EU natürlich gerne.

Nachbarstaaten wie die Türkei sollten wir nicht aufrüsten und erst recht nicht, wie es aktuell passiert, ihnen Fertigungen für Panzer hinzustellen. Das ist genauso dämlich wie die Airbusfertigung in China, mit der man China ohne Not das Know How einiger Jahrzehnte geschenkt hat. Gut, der Steuerzahler hat es finanziert, die Airbus Oberen haben mit dem Chinahandel ordentliche Gewinnbeteiligungen bekommen. So läuft das im Kapitalismus.

Aber wir entfernen uns schon wieder von Sicherheitskräften in Deutschland und deren Verhalten.

Das sehe ich anders, im Konflikt mit einer Großmacht verliert Deutschland sowieso und jeder Widerstand bedeutet nur mehr Opfer. Allerdings ist der Militarismus die Wiege das Nationalismus und damit auch des Nationalsozialismus. Echte Sozialisten denken nicht in Nationen sie denken in Klassen. Und eine vollständige Entmilitarisierung würde damit dem Nationalismus den Nährboden entziehen, was sich auch positiv auf die Sicherheitskräfte auswirken würde, zumindest wenn zu einer echten sozialistischen Volkspolizei kommt, in der das sozialistische, anti-faschistische Gedankengut fest verankert ist. Die Verstaatlichung aller Produktionsmittel ist natürlich zu begrüßen.
 
AW: Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Das sehe ich anders .....
Da bin ich komplett bei Dir, das ist ein langfristiges Ziel. Bleibt die Frage, wie man da hin kommt. Wehren werden sich jene, die jetzt auf der Sonnenseite stehen:

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Zurück