Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Es kam hier auch schon mal die Diskussion über die Glaubwürdigkeit von Polizeimeldugen auf. Jetzt gibt es Neuigkeiten zum Fall aus Trier, die mal wieder die ursprünglichen Polizeiangaben relativieren:
In einer ersten Mitteilung hatte es geheißen, die Beamten seien auch mit Eisenstangen attackiert worden. Nun teilte ein Sprecher auf SPIEGEL-Anfrage mit, das könne man nicht mehr sicher sagen. [...]

Fünf Beamte wurden bei dem Angriff verletzt. Der Polizeisprecher räumte nun ein, dass zwei davon versehentlich von Pfefferspray getroffen worden seien, das die eigenen Kollegen eingesetzt hätten.

Die Polizei teilte zudem mit, dass die bisher identifizierten Verdächtigen keinen Migrationshintergrund hätten.
 
Allgemein ist mir aufgefallen, dass in der Polizeistatistik auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§113 Stgb) mit in die Gewaltstatistik einfließt. Ob z.B. ein am Tisch festhalten bei einer Verhaftung aber auf einem Level ist wie ein körperlicher Angriff gegen Beamte würde ich bezweifeln.
Dort werden beispielsweise auch alle Straftaten im Kontext des Paragrafen 113 StGB als Gewalt gegen die Polizei gezählt, auch wenn keine Verletzung einer Person stattgefunden hat, zum Beispiel der sogenannte passive Widerstand, wie das Festhalten am Tisch oder sich sperren. - bpb
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Das wurde hier schon mal gepostet. Und vom Migrationshintergrund hatte ich nichts geschrieben.
Okay, dann hatte ich das übersehen.
Ich habe dir nicht unterstellt, etwas zum Migrationshintergrund geschrieben zu haben.
 
Sorry, den Satz verstehe ich inhaltlich nicht komplett, insofern keine direkte Antwort :hmm:

Seine Beobachtung:
Es gibt vermehrt Attacken auf Polizeistreifen, insbesondere wenn diese teilweise aus Polizistinnen bestehen. Den Tätern ist oft auch häusliche Gewalt vorzuwerfen.

Deine These:
Das liegt an steigender Frauenfeindlichkeit.

Meine Frage:
Wie kannst du das von einer schlicht allgemein steigenden Gewaltbereitschaft trennen, die sich traditionell schon immer eher gegenüber körperlich schwächeren denn körperlich stärkeren geäußert haben?

Die Polizei wertet Einsatzstärken und Reaktionen normalerweise pro Einsatzkraft. Polizistinnen sind aber Schnitt etwas weniger physisch einschüchternd als Polizisten => es ist vollkommen normal, dass eine gewaltbereite Person eher eine gemischte Staffel angreift als eine rein männliche. Ebenso wahrscheinlich ist, dass er am ehesten auf eine der als schwächer wahrgenommenen Polizistinnen losgeht. (Das schließt verbale Provokationen, die ggf. genderspezifisch formuliert sein können, aber deswegen noch lange nicht genderspezifisch begründet sind.)
Und ebenfalls sehr wahrscheinlich ist erstens, dass der Angreifende männlich ist, denn bei der intuitiven Stärkeabwägung findet nun einmal ein Abgleich mit den eigenen Möglichkeiten statt; gewaltbereite Frauen lassen sich eher von einem offenen Abgriff abschrecken und somit zweitens, dass der Angreifende auch häusliche Gewalt gegen Frauen ausübt. Denn rein statistisch hat ein Mann im eigenen Haushalt prozentual mehr mögliche Opfer weiblichen Geschlechts (die sich erneut schlechter körperlich wehren können) und rein statistisch hat jemand, der so gewaltbereit ist, dass er gegen Polizisten loslegt, auch weniger Hemmungen in anderen Situationen.

Da häusliche Gewalt ja auch nicht nur auf ein bestimmtes soziales Millieu beschränkt ist, scheint die Gewaltbereitschaft "nach außen" also korrelierend zur Gewaltbereitschaft "nach innen" zu sein.

Das definitiv. Mir ging es allein um die Interpretation "frauenfeindlich". Mir scheint es nämlich auch mehr Gewaltbereitschaft zu geben, zumindest wird nicht nur insgesamt über mehr Gewalttaten, sondern vor allem auch über mehr Arten von Gewalttaten unter mehr Bedingungen berichtet, was mit einer reinen Aufmersamkeitssteigerung schlecht erklärbar ist. Und natürlich leiden Frauen darunter häufiger als Männer, da sie aus rein körperlichen Gründen allgemein schneller Opfer von Gewalttaten werden. Aber das heißt halt nicht, dass es mehr Frauenfeindlichkeit gibt oder dass hinter dem Gewaltanstieg eine zunehmende Frauenfeindlichkeit steckt. Dafür müsste mindestens auch der Anteil weiblicher Opfer relativ zu männlichen steigen. (Im Falle der Polizei mit bis weit in die 0er Jahre hinein niedrigem Frauenanteil ist zusätzlicher selbiger zu beachten. Wenn in den 90ern von 100 Beamten auf Streife 90 Männer und 10 Frauen waren und davon 9 Männer und 2 Frauen angegriffen wurden, während heute von 70 Männern + 30 Frauen 14 Männer und 6 Frauen angegriffen werden, dann ist das kein Anzeichen für mehr Frauenfeindlichkeit, sonderern einfach nur für mehr Gewaltbereitschaft.)
 
Salve,


ich verliere so langsam wirklich meinen Glauben an diese Gesellschaft.
Irgend etwas läuft doch bei manchen Erziehungsberechtigten und in dieser Gesellschaft massiv schief, wenn jetzt schon des öfteren Kinder Kinder töten.
Innerhalb von 2 Monaten töten sich gegenseitig 14 Jährige und 12-13 -14 Jährige sowohl Jungen als auch Mädchen untereinander!
Irgendwie glaube ich da nicht mehr an ausschließlich fehlgeleitete Einzelfälle, anscheinend ist der Repekt vor dem Leben und der körperlichen Unversehrheit rapide am Sinken. Allgemein scheint es sowieso immer weniger so etwas wie Respekt zu geben.
Wenn jetzt 12-13 Jährige Mädchen, ein anderes 12 Jähriges Mädchen einfach "abstechen" und verbluten lassen, fehlen mir wirklch alle Worte, ich bin echt sprachlos.
 
Ich wäre mit 12 nie im Leben auf die Idee gekommen, mit einem Messer herumzulaufen.
Da war ich noch Kind.
War aber ein anderer Planet vor 46 Jahren...

Naja, guck doch mal, was z. B. schon 10-11 Jährige auf Tiktok u. ä. für einen Müll anschauen.
Da verschwimmt graduell das Kindsein mit erwachsenen Inhalten.
Die wissen ja gar nicht mehr, was sie tun, glauben, machen sollen.

Das entschuldigt nicht die Tat.
Es sind aber nicht die zwei Mädchen, die wirklich schuldig sind, es sind wir Alle mit unserer gewählten Form der Gesellschaft.
Respektlose Egoisten, wohin man auch schaut.
 
Das entschuldigt nicht die Tat.
Es sind aber nicht die zwei Mädchen, die wirklich schuldig sind, es sind wir Alle mit unserer gewählten Form der Gesellschaft.
Respektlose Egoisten, wohin man auch schaut.
Jein,

m.A. nach gehört eine ganze Menge Überwindung dazu, als 12-13 Jährige auf ein gleichaltriges Mädchen einzustechen und es dann liegen und verbluten zu lassen. Dazu deine Anmerkung das man nicht einfach so, in dem Alter, ein Messer herumträgt, spricht wohl eher für Planumg. Die Tatwaffe ist anscheinend auch weg.
Was ich sagen will, das kann (eigentlich) bei einer normalen Erziehung (basierend auch auf Werten und Respekt) nicht passieren, wenn neben natürlichen auch erzieherische Hemmschwellen eingebaut wurden und werden. Das alleine können Soziale Medien bei einem normalen Elternhaus und Erziehung nich einfach "zerstören".
Hier muss eine ganze MEnge oder alles schief gelaufen sein, wir reden von 12-13 Jährigen Kindern, dazu noch Mädchen, auch wenn das eher nebensächlich ist.
Die Tat ist von dem was veröffentlicht ist, mit der Obduktion und dem Hinweis auf Tod durch verbluten, mehr als Schocking.
Und man kann das auch m.A. nach nicht einfach mit Strafunmündigkeit wegwischen, die Elternhäuser gehören vom Jugendamt und Familiengericht von rechts auf links und von oben nach unten gedreht, mit allen Konsequenzen!
Man weiss doch als Eltern zumindestens in dem Alter mehr als rudimentär was mit seinem Kind los ist!
Dazu gehört natürlich auch die "Kontrolle" des Medien Konsums.
 
Das entschuldigt nicht die Tat.
Es sind aber nicht die zwei Mädchen, die wirklich schuldig sind, es sind wir Alle mit unserer gewählten Form der Gesellschaft.
Respektlose Egoisten, wohin man auch schaut.
Wir kennen noch keine Einzelheiten. Ich weiß nicht, aus welchem Umfeld die Täterinnen kamen und welche Beziehung sie zum Opfer haben.
Vermutlich haben sie Ego Shooter gespielt. :ugly:
 
Wir kennen noch keine Einzelheiten. Ich weiß nicht, aus welchem Umfeld die Täterinnen kamen und welche Beziehung sie zum Opfer haben.
Vermutlich haben sie Ego Shooter gespielt. :ugly:
Wirst du nichts zu lesen bekommen, die Täterinnen stehen unter "Schutz" als Strafunmündige und es wird dazu keine Pressemitteilungen geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nen paar Ohrfeigen, das sich der Schädel 5 mal um die eigene Achse dreht und die Eltern beider Drecksschw...ähhh Mädchen lebenslang in den Knast stecken...oder die Freunde von dem Mädchen mal nen Messerchen in die Hand drücken und machen lassen...scheint ja gesetzlich in Ordnung zu sein...
 
Wirst du nichts zu lesen bekommen, die Täterinnen stehen unter "Schutz" als Strafunmündige und es wird dazu keine Pressemitteilungen geben.
Sehr schade und eigentlich unverständlich! Die Bezichtigung der Tötung als Pressemeldung wird doch schon öffentlich gemacht, wieso sollte es schlimm sein, etwas über Motivation und mögliche Ursachen für diese massive Verrohung der beiden Mädchen zu erfahren, ohne die Anonymität preiszugeben.
Genau das müsste nämlich jetzt das Thema des öffentlichen Diskurses sein, um als Gesellschaft hinzuschauen und zu begreifen, was hier schief gelaufen ist.
Ich finde es jedenfalls auch sehr erschreckend!
 
Sehr schade und eigentlich unverständlich! Die Bezichtigung der Tötung als Pressemeldung wird doch schon öffentlich gemacht, wieso sollte es schlimm sein, etwas über Motivation und mögliche Ursachen für diese massive Verrohung der beiden Mädchen zu erfahren, ohne die Anonymität preiszugeben.
Genau das müsste nämlich jetzt das Thema des öffentlichen Diskurses sein, um als Gesellschaft hinzuschauen und zu begreifen, was hier schief gelaufen ist.
Ich finde es jedenfalls auch sehr erschreckend!
Inwiefern die Recherche von "focus" hier auf Tatsachen beruht, weiss ich nicht.

Hier wird über den Hintergrund berichtet:

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Quelle:
 
Ich frage mich was da alles schief gelaufen ist? Das man in dem Alter schon so einen Hass entwickeln kann?
In dem Alter hatten wir ganz andere Sachen im Kopf und haben gerne die Zeit mit unseren Freunden verbracht.
Klar gab es auch mal eine Reiberei mit manchen aber auf so eine Idee wäre niemand von uns gekommen.:(
 
Ich frage mich was da alles schief gelaufen ist? Das man in dem Alter schon so einen Hass entwickeln kann?
In dem Alter hatten wir ganz andere Sachen im Kopf und haben gerne die Zeit mit unseren Freunden verbracht.
Klar gab es auch mal eine Reiberei mit manchen aber auf so eine Idee wäre niemand von uns gekommen.:(
Das will auch mir so absolut nicht in den Kopf!
Klar gab es bei uns auch Hänseleien (Lustig machen) und wohl auch manchmal Mobbing (im heutigen Sinne), aber das endete mit Schubsereien oder mal ner Backpfeife und dann dem Einschreiten Aller, denn im Grunde waren wir doch in dem Alter noch recht homogen. Da gab es noch keine ausgeprägten Gruppen/Klicken und alle passten eher untereinander auf. Auch schritten Lehrer, Trainer, Eltern, Erwachsene sofort ein, wenn es zu viel wurde.
Ich meine das ist ne Kleinstadt in NRW Nähe Siegen und nicht Berliner, Frankfurter oder Hamburger Ghetto.
Ich bin immer noch völlig fassungslos und es bleibt wohl pure Spekulation in was sich da reingesteigert wurde und dann so "explodiert" ist.
Ich würde aber immer noch im Elternhaus und Umfeld suchen, so was passiert unter normalen Voraussetzungen nicht von jetzt auf gleich und schon gar nicht, bei einem normalen Elternhaus.

Nur mal als Beispiel, meine Großeltern wohnten in einer Bergbau Siedlung in NRW (also eher nichts "besonderes") und ich besuchte sie jede Sommerferien.
1. War ich eher Fremder, da immer nur jedes Jahr zu Besuch
2. Gab es da schon mal auch rauhere Umgangstöne, an die musste man sich auch anpassen
Waren wir jeden Abend im Sommer um die 30 Kinder (10-13 Jahre alt) die bis 21.30-22 Uhr Räuber und Gendarmen spielten. Nie ist da auch nur Ansatzweise so etwas vorgekommen, nicht mal das kleinste bischen. Außer eine Rangelei oder einer geht "vorzeitig" nach Hause. Und ich habe das dort nie als "Bullerbü" empfunden.
 
Ich frage mich was da alles schief gelaufen ist? Das man in dem Alter schon so einen Hass entwickeln kann?
In dem Alter hatten wir ganz andere Sachen im Kopf und haben gerne die Zeit mit unseren Freunden verbracht.
Klar gab es auch mal eine Reiberei mit manchen aber auf so eine Idee wäre niemand von uns gekommen.:(
Ist schwierig.
Wir haben uns in dem Alter ja auch hin und wieder gekabbelt.
Aber so einen Gewaltexzess gabs nie.

Es ist für mich ein allmähliches Hochschaukeln verschiedener Einflüsse.

Hubschraubereltern versuchen heute, den schon immer stattgefundenen Konflikt der Schulhofprügelei zu unterbinden. Kinder sind da quasi auf das elterliche "Idealbild" konditioniert und stauen aber die Aggressionen auf.

Wenn auch absolut gesehen die "Straftaten" gleich geblieben oder evtl. geringer geworden sind, werden über die allgegenwärtige Medienpräsenz übers Internet ähnliche Fälle "ausgeschlachtet".
Kinder von heute wissen um die Wirksamkeit von Messern, ich wußte damals nicht mal, dass man damit jemanden Schaden könnte, geschweige hatte ich je eines.

Kinder von heute wissen allgemein ungleich mehr (Informationsflut) als noch vor Jahrzehnten.
Agieren bzwl. reagieren quasi auf deren Vorbilder aus den Medien.

Mobbing funktioniert heutzutage anders und ist umfassender.
Früher sagte man vielleicht "du blöde fette sau", gehört hat das aber nur die zwei Streithähne oder vielleicht noch wem, der mit dabei war. Der Konflikt wurde primär bilateral gelöst und die Kinder konnten "ihr Gesicht" wahren.
Heute gehts mit den Beleidigungen ins Internet und im Zweifel ist die gemobbte Person bei allen bekannt.
Der Hebel Scham, Rache ist ungleich größer...
 
Kinder von heute wissen um die Wirksamkeit von Messern, ich wußte damals nicht mal, dass man damit jemanden Schaden könnte, geschweige hatte ich je eines.
Sorry aber das wussten damals die meisten auch (also ab 10 Jahren), das wurde mir sogar umfassend von meinem Vater erklärt, das Messer gefährlich sind und eine Menge Schaden anrichten können. Er hatte 2 Pfadfinder Messer, mit denen ich das ein oder andere Mal auch hantiert habe. (Geschnitzt, Fisch ausnehmen, Äste schneiden etc.)

Kinder von heute wissen allgemein ungleich mehr (Informationsflut) als noch vor Jahrzehnten.
Agieren bzwl. reagieren quasi auf deren Vorbilder aus den Medien.
Ist das so? Sorry compisucher ich habe da so meine Zweifel.
Sie sehen mehr, aber ob sie mehr wissen, wage ich zu bezweifeln, weil viele Eltern Dinge einfach abschirmen und nicht erklären oder es überhaupt erlauben Erfahrungen zu sammeln.
Auf Twitter behaupten sehr viele, die Kinder mit 12 Jahren sind heute reifer, deshalb sollte das Strafunmündigkeitsalter heruntergesetzt werden.
Ich habe da meine ganz ganz großen Zweifel.
Nehmen wir einfach mal die letzten 100 Jahr, da glaube ich, das so ziemlich alle Generationen im Durchschnitt, vor der heutigen Jugend/Kinder, teilweise mehr Verantwortung übernehmen mussten.
Die Kinder die im WWII geboren wurden mal außen vor, aber auch die Genration meine Eltern (1947) und auch bis in die 1960er 1970er Jahre hatten wesentlich mehr Geschwister, es wurde wesentlich mehr im Haushalt gefordert und auch teilweise in sehr jungen Jahren ein Beitrag zum Haushalt "gefordert".
"Selbst ich" (Einzelkind) wurde ab 10 Jahren zum Hof und Gass kehren herangezogen, plus ab 12 Jahren den Garten mähen (regelmäßig immer) und andere Hausarbeiten und es hatte Konsequenzen, wenn man die übertragene Verantwortung geschwänzt hat.
Ich sehe heutzutage solche Regeln, Verantwortung übernehmen und anderes immer weniger.
Sind die heutigen Kinder durch die Informationsflut wirklich reifer, im Sinne von Reife, mehr Wissen über das "Leben"?
Mobbing funktioniert heutzutage anders und ist umfassender.
Früher sagte man vielleicht "du blöde fette sau", gehört hat das aber nur die zwei Streithähne oder vielleicht noch wem, der mit dabei war. Der Konflikt wurde primär bilateral gelöst und die Kinder konnten "ihr Gesicht" wahren.
Heute gehts mit den Beleidigungen ins Internet und im Zweifel ist die gemobbte Person bei allen bekannt.
Der Hebel Scham, Rache ist ungleich größer...
Hier biin ich völlig bei dir, und das ist ein sehr großes Problem!
 
Sorry aber das wussten damals die meisten auch (also ab 10 Jahren), das wurde mir sogar umfassend von meinem Vater erklärt, das Messer gefährlich sind und eine Menge Schaden anrichten können. Er hatte 2 Pfadfinder Messer, mit denen ich das ein oder andere Mal auch hantiert habe. (Geschnitzt, Fisch ausnehmen, Äste schneiden etc.)
Es war eben in meinem Umfeld anders.
Sehr ländlich geprägt.
Klar gab es Schnitzmesser, aber keiner trug ein Messer bei sich so herum.
Wir sind in "Banden" sogar mit Holzschwertern durch den Wald gezogen.
Gabs ne Prügelei, wurden die Teile aber weggelegt.
Ist das so? Sorry compisucher ich habe da so meine Zweifel.
Sie sehen mehr, aber ob sie mehr wissen, wage ich zu bezweifeln, weil viele Eltern Dinge einfach abschirmen und nicht erklären oder es überhaupt erlauben Erfahrungen zu sammeln.
Genau, sie sehen mehr, können das aber gar nicht alles verarbeiten.
"Selbst ich" (Einzelkind) wurde ab 10 Jahren zum Hof und Gass kehren herangezogen, plus ab 12 Jahren den Garten mähen (regelmäßig immer) und andere Hausarbeiten und es hatte Konsequenzen, wenn man die übertragene Verantwortung geschwänzt hat.
So ähnlich war auch meine Erziehung vor über 45 Jahren.
Ich sehe heutzutage solche Regeln, Verantwortung übernehmen und anderes immer weniger.
Yepp, definitiv.
Sind die heutigen Kinder durch die Informationsflut wirklich reifer, im Sinne von Reife, mehr Wissen über das "Leben"?
Nein, nicht reifer.
Wissen ist wohl auch das falsche Wort.
Mehr Informationen, die aber falsch verarbeitet werden.
Hier biin ich völlig bei dir, und das ist ein sehr großes Problem!
Yepp
 
Es war eben in meinem Umfeld anders.
Sehr ländlich geprägt.
Klar gab es Schnitzmesser, aber keiner trug ein Messer bei sich so herum.
Wir sind in "Banden" sogar mit Holzschwertern durch den Wald gezogen.
Gabs ne Prügelei, wurden die Teile aber weggelegt.
Eben!
M.A. nach haben wir (Ich z.B. Jahrgang 1971) sogar wesentlich gefährlichere "Sachen" gemacht als die heutigen Kinder, haben aber sehr früh gelernt, auf sich selber aufzupassen und das es unschöne Folgen geben kann!
Ich bin ab 9 Jahren so 2 -3 Km mit dem Fahrrad zum Tennis, Fussball Training gefahren und auch ins Schwimmbad, teilweise alleine in einer 20000 Einwohner Stadt über doch stärker befahrene Straßen. Ab 11-12 Jahren bin ich gute 8-10km im Sommer alleine mit dem Rad in die Schule gefahren, allerdings ging es da 80% über Feldwege.
Mit 10 Jahren habe ich von meinem Vater einen richtigen Bogen bekommen, keinen "Sportbogen" aber eher einen erwachsenen Bogen mit spitzen Pfeilen und einer selbstgemachten Zielscheibe für den Garten. Damit durfte ich mit meinen Freunden "spielen", auch ohne Aufsicht, weil man uns vertraut hat und jeder wusste das Ding kann gefährlich sein, wenn es dich trifft. Nie habe auch nur ich oder hat einer meiner Freunde auch nicht aus Spass einen gespannten Bogen, auf einen anderen Menschen/Freund gerichtet. Wir wussten dass das ganz heftige Konsequenzen haben könnte!
 
Wenn auch absolut gesehen die "Straftaten" gleich geblieben oder evtl. geringer geworden sind, werden über die allgegenwärtige Medienpräsenz übers Internet ähnliche Fälle "ausgeschlachtet".
Die Zahl der Gewalttaten ist wohl zurückgegangen. Aber die Brutalität hat zugenommen.

Kinder von heute wissen um die Wirksamkeit von Messern, ich wußte damals nicht mal, dass man damit jemanden Schaden könnte, geschweige hatte ich je eines.
Das wusste ich schon Recht früh. Weil ich auf dem Bauernhof die ersten Jahre meiner Kindheit gelebt und auch früh Schlachtungen usw mitbekommen hatte.
 
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