AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Die einzige Dozentin, die ich als für ihren Job rudimentär qualifiziert bezeichnet hätte, sollte einem dabei helfen, Berufsfelder abseits der bisherigen zu finden. Ihr Lebenslauf: Pädagokikstudium ohne Abschluss und vier verschiedene Jobs, Versuche mit Selbstständigkeit im Bereich Medien
In meiner Fortbildung zum Servicetechniker war eine Dozentin die sogar einen neuen "Beruf" erfand und zwar den Mediator!

Dort sollte Frauen eine Ausbildung/Fortbildung machen in der sie sich bei Kindergärten und Schulen, als Mediator zur Verfügung stellen … die Aufgaben eines Mediators hat sie mir wie folgt erklärt:
Diese Frauen sollen Kindern und Jugentlichen anhand von Bildmaterial die nähere Umgebung ihrer Schule/Kita und des Ortes erklären und sie eventuell auf Gefahren des Schulweges, oder auf wichtige Orte wie Bibliotheken etc. hinweisen.
Für diesen durch das AMT gebilligte Konzept der Ausbildung wurde ein komplett neues PC-Zimmer mit der damals aktuellen Technik Pentium III angeschafft, nur damit die Frauen dort ohne Probleme mit Photoshop, Office und dem Internet arbeiten können! Für uns Servicetechniker war das PC-Zimmer mit i486-Rechnern ausgestattet die teilweise noch nicht mal voll funktionstüchtig waren und sich so zwei Teilnehmer einen PC teilen mußten und erst auf unser drängen wurde uns der Zugang ins Internet gewährt!
Als ich die gute Frau daraufhin fragte, welcher Träger einer Kita, oder welche Schule diesen sinnlosen Beruf anerkennt (pers. Anmerkung: die Aufgaben den Kindern das Gewünschte beizubringen ist eindeutig bei den jeweiligen Erziehern/Lehrern und sogar den Eltern zu suchen) und diese "Mediatoren" einstellt bzw. wieviele der Frauen in diesem Beruf jetzt schon arbeiten beantwortete sie nur lapidar mit: "Ich konnte durch diese Fortbildungsmaßnahme erfolgreich vier Frauen wieder in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln! Das ist aber nicht Thema unseres Unterrichts!"

Nach genauerer Recherche bei meinem Elektronik-Dozenten habe ich erfahren, das sie schon 3 volle Lehrgänge (12 Teilnehmer) durchführte und diese vier Frauen arbeiten alle nicht in diesem Sinne als "Mediator", sondern drei Frauen völlig berufsfremd und eine wieder in ihrem altem Beruf.

Das ist eine Erfolgsquote von 11% … immerhin besser als nix, nur komischer Weise nicht wirklich der Fortbildung zum neuen "Beruf" zu verdanken, sondern vielmehr dem gleichzeitigen Nebenbeibewerbungen und Besuchen von Disponenten von Zeitarbeitsfirmen!
PS: Die Erfolgsquote bei den Servicetechnikern lag bei drei Lehrgängen bei 98%!
Das ist nicht so Richtig, es war eine U25 Maßnahme. Bei uns waren Personen von 16 bis zu 24 Lebensjahr die keine Ausbildung hatten und zum teil auch keine oder eine geringe Arbeitserfahrung hatten.Bei uns durfte auch ein teil der Leistung erbrachte (Oder wenn einer vom Amt Später dazu kam mit einen Guten Zeugnis) eine Ausbildung zum Industriemechaniker machen, für bestimmte Leute wurden auch Firmen gesucht wo diese dann die Möglichkeit hatten auf eine Festanstellung.
Das ist wirklich eine sinnvolle Bildungsmaßnahme, nur leider überwiegen die unsinnigen ...
Ein teil hat diese sogar auch bekommen.
Dieser Teil interessiert mich -> Erfolgsquote?
Ach das hätte ich fast vergessen, wusstest du das eine bestimmte Quote gehalten werden muss in den Maßnahmen auch wenn man mit manche nix anfangen kann, aus gründen hab keine Lust will eh nicht.
Das hat wohl nix mit der Quote des Erfolges zu tun, sondern eher mit der Teilnehmerzahl der jeweiligen Maßnahme, denn als ich meine Maßnahme vom Amt bewilligt bekam und das noch sehr kurzfristig Freitag Bewilligung und Montag Start, war ich gezwungen auf eine Unterkunft nach Rücksprache mit dem Bildungsinstitut zurückzugreifen die mir die dann besorgten! (pers. Anmerkung: Ich wohne in Güstrow und die Maßnahme war in Pasewalk … tägliches pendeln mit der Bahn vom Amt nicht bewilligt und Auto hatte ich damals keins) Als ich am ersten Maßnahmetag in meine private Unterkunft (10 Kilometer Weg, nur Bus möglich 2 mal am Tag, auf nem Dorf ohne Einkaufsmöglichkeit, mit tierischen Untermietern) kam war ich am überlegen die Maßnahme abzubrechen. Dies sprach ich sofort am nächsten Morgen an, da hab ich dann wohl in ein Wespennest gestochen, denn wie ich erfuhr mußte die Maßnahme mit 12 Teilnehmern besetzt werden … wir waren aber nur 11 (angeblich Ausnahmeregelung) und wenn ich auch noch absprang würde die Maßnahme vom Amt nicht starten ehe die Teilnehmerzahl von 12 erreicht ist. Da haben wohl einige (Bildungsträger) die 10.000 DM pro Teilnehmer wegfließen sehen.

Das sich alles zum Guten wendete, ist in diesem Fall nur einem Mitteilnehmer zu verdanken der früher in Pasewalk lebte und uns beiden eine Unterkunft bei einem Familienfreund von sich besorgte.
Bevor so eine Maßnahme startet vergehen meist einige Monate. Forderung vom Amt - Antwort mit dem machbaren von den Instituten/Firmen - Abklärung - Planung.
Gab schon Fälle wo Ämter völlig überzogen Maßnahmen vorhatte (Sind die meiste aber selbst da gibt es recht große überheblichkeiten).
Die zeitlichen Vorbereitungen und auch die Planung ist mir bekannt, denn ein Bekannter hat ein Bildungsinstitut das sich um schwererziehbare Jugentliche (die meisten ohne Schulabschluß) kümmert, um ihnen einen Weg in ein normales Arbeitsleben zu ermöglichen.