AW: Schweden: Wegwerfkultur soll durch Steuervorteile für Reparaturen bekämpft werden
Macht auch mehr Sinn als sich ein neues Gerät zu kaufen, musste mal einen elektrischen Rasierer entsorgen weil es mir günstiger kam einen neuen zu kaufen statt den zu reparieren.
Für die Umwelt dürfte es etwas bringe, wenn man ihn nur alle 5 Jahre anstatt alle 3 jahre entsorgt. obwohl meine Rasierer irgendwie viel länger halten, nämlich bis der Akku platte ist oder Erasatzleite entweder nicht mehr erhälich sind oder mir zu teuer werden.
Da hier so herrlisch Garantie und Gewährleistung durch einander geworfen wird, muss gerade der Rasierer schon sehr teuer sein, damit es sich lohnt, das ganze auf Garantie (da darf gerne auch der Hin- und Rückversand zu Kosten des Kunden gehen) reparieren zu lassen, weil man als Kunde nach 3 Jahren zu 150% sicher ist, dass der Schaden ein Produkmangel ist, der unter die Garantie fällt.
Diejenigen die aber jährlich oder alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen, müssen nun mehr zahlen.

Dann überlegen es sich die meisten nochmals ob sie noch etwas länger warten, die Dinger halten locker 10 Jahre wenn man anständig mit ihnen umgeht.
Ist das mit den "Dingern" ernsthaft auf aktuelle Elektornik bezogen? Ich würde schon mein 4-5 Jahre altes Android Tablet heute nicht mehr täglich nutzen, das ist selbst mit Android 6 zu langsam dazu.
Mein fast 9 Jahre alter Q6600 (Ende 2007 nicht gerade ein Einsteigermodell) hat mir schon seit Jahren leistungsmäßig nicht mehr gereicht. Für den aktullen Rechner (i7-2600K, jetzt 5 jahre alt) wollte ich auch keinen identischen Ersatz mehr, wenn die CPU oder das Mainboard kaputt geht. Da kommt ein aktueller Rechner unter den Tisch. Und bevor ich meine 80 Euro Grafikkarte (Neupreis vor 3 Jahren) beim Hersteller auf Garantie reparieren lasse (und 2-4 Woche ohne Rechner da stehe) kaufe ich lieber gleich eine neue und entsorge die alte Karte.
Selbiges gilt für meine DSLRs. Geht eine davon kaputt, wäre es zwar wirtschaftlcih, sie noch reparieren zu lassen. Es wäre für mich aber trotzdem die Gelegenheit, die Reparaturkosten in ein Gerät mit aktueller Technik zu investieren.
Was ich dagegen mit dem Akku des Arbeitslaptops falsch gemacht habe, dass er nach 4 Jahren nicht mehr zu gebrauchen war, kannst Du mir Sicher erklären (hält ja locker 10 jahre, wie auchn der Akku eines täglich genutzten aktuellen Smartphones). Da bringt selbst eine lebenslange Gewährleistung nichts, da ist ein Verschleißteil.
Einzig der gesetzliche Zwang zur Reparturfähigkeit durch freie Werkstätten würde hier viel bringen. Das widerspricht aber den anscheinenden Kundenansprüchen, alles immer kleiner und leichter haben zu wollen (egal, ob man da an ein iPhone oder Dell-Ultrabooks denkt).
JA, genau das.
Dann hört auch der Typenwahn auf.
Ein Gerät läuft 5 Jahre mit gleicher Ausstattung.
Mehr und billigere Ersatzteile und besserer Service.
Gewährleistung/Garantie != günstige Reparaturfähigkeit. Aber gut, wenn sich die Jugend an das gewöhnen möchte, was die "ältere" Generation schon sehr lange tut, dann spricht natürlich nichts dagegen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass auch eine Erhöhung der gesetzlichen Gewährleistung auf 3 oder gar 4'Jahre sjnnvoll ist, weil die Hersteller dadurch gezwungen werden, robustere Geräte zu bauen, um zu viele Reklamationen zu vermeiden.
Dann müsste man die aber erst einmal gegenüber dem Hersteller und nicht gegenüber dem Händler haben. Natürlich inkl. Beweislastumkehr.....aber träumen darf amn als Kunde ja noch.
Daran ist in meinen Augen aber der Konsument schuld.
Weil es fehlende Alternativen gibt, ist also der Konsument Schuld? Welcher Hersteller liefert mir denn ein Windows-Tablet, das mit dem Surface Pro 4 vergleichbar ist und bei dem ein Service das Display oder den Akku problemlos tauschen kann? Für das SPro2 gab es sowas noch (jedenfalls beim Akku), aktuell fällt mit mir keins ein.
Ich kann doch nicht erwarten dass ein 600-999€ Flatscreen genauso tolle Kondensatoren /panels hat wie einer für 16000
Nicht? Gute/haltbare Elkos kosten doch angeblich nur ein paar Euro Aufpreis. Dann kostet der 1000 Flatscreen halt 1100 Euro. Da auch die 1000 Euro schon kein Schleuderpreis mehr sind, wären viele Käufer bereit, dafür zu zahlen (könnte man dann auch passend bewerben)....Nur, sowas gibt es halt nicht oder (mit Glück) nur bei Herstellern, die dann an anderer Stelle noch viel mehr patzen, womit das Produkt unbrauchbar wird. Die Bereitschaft, dafür das Doppelte, oder wie in Deinem Beispiel das 16-fache zu zahlen, ist wohl keiner Bereit. Man will auch keinen 80" 4k-Fernseher, wenn man einen 40" FullHD mit gutem Bild und langer Lebensdauer sucht.
Die Erfahrung zeigt: ist etwas nicht in Ordnung merkt man es in 1-3 Monaten, meist sogar am ersten tag.
Wärmeprobleme oder schleichende Abnutzung, die aber noch weit innerhalb der beim Kauf versprochenen Nutzung liegt, gibt es also nicht (eine DSLR, die nach 50k Auslösungen mechanisch defekt ist, obwohl sie mit 150k-400k getesteten Auslösungen beworben wird oder Wärmeprobleme, die leider erst ab 25° Zimmertemperatur, und damit erst im Sommer auffallen, auch nicht).
Noch gilt die Beawieslastumkehr erst nach 6 Monaten, was gerade erst wiede vom EuGH zu Gunsten der Käufer gestärkt wurde (in seltenen Fällen hat due EU auch mal was gutes). Wenn den Händler oder Herstellen das zu teuer ist, dann sollen sie einfach mal auf ihre Möglichkeiten zurück greifen. Aber dazu sind viele ja schon bei den Kundenrücksendungen nicht bereit (was wieder auf Kosten der ehrlichen Käufer geht).