Als Neuer sag ich erstmal "Hallo zusammen!"
Nachdem ich jetzt den ganzen Thread gelesen habe, wollte ich auch einmal meine Meinung kund tun. Ich hab das Spiel jetzt etwa 2 1/2 durchgespielt, zuletzt auf "schwer". Bei meinem ersten Durchgang bin ich am Kampfsystem vollkommen verzweifelt, im Prolog allein schon zigmal elendig verreckt, und meinen Kampf mit dem Kayran hat der Nachbar vermutlich auch gehört
Die Gründe, die ich dafür ausmachen konnte:
1. Ich hatte den Vorgänger gerade beendet und war mitten in dessen Kampfsystem. Ein so vollständiger Wechsel hat mich gnadenlos überfordert und die Vielzahl der Möglichkeiten abgeschreckt, so dass ich zuerst auf Teufel komm raus bei dem blieb, was ich kannte, nämlich rein und drauf los klicken.
2. Da man direkt zu Anfang einige der (kaum erklärten) Fähigkeiten nutzen muss um zu gewinnen (ich hab im Prolog auf "schwer" nicht ein einziges Mal geblockt, dafür aber alle Bomben verbraucht und mit Quen und Igni gearbeitet), man aber nicht weiß welche, gerät man schnell in Frust, weil Try&Error gewissermaßen direkt im Ernstfall getestet werden müssen ohne sich vorher damit vertraut zu machen. Es wirkt wie eine Fahrprüfung ohne Unterricht auf mich.
3. Ich hatte bei all der Pracht mehr Lust zum Schauen als zum kämpfen lernen.
Ich hab dann kurz nach dem Kayran alle Spielstände gelöscht, einen Tag Pause gemacht und mir gesagt: Junge, lass dich drauf ein, ohne Vorbehalt, und wenns dann nix is... Wie dem auch sei, auf einmal gings. Ich bin im Prolog nicht einmal verreckt. Außer dem Kayran war es auf "normal" ein Spaziergang. Ich hab auf Schwertkampf geskillt, nachdem ich Quen gemaxt hatte und danach war es einfach nur noch heroisch, es kam richtiges Heldenfeeling auf. Auf schwer dann noch mehr, weil die Gegner einen doch mit wenigen Schlägen den Gar ausmachen, wenn man was verbockt. Aber sonst kommt die Gruppe Necker/Harpyien/was-weiß-ich, ich werfe einen "Tanzenden Stern", haue Quen rein und stürme einmal durch die Menge durch, die in Rauch und Flammen aufgeht. Einmal hatte ich gegen einen Trupp Nekker von Vieren drei erledigt, als ich am anderen Ende der Gruppe ankam, die Kamera direkt auf Geralts Frontansicht gerichtet - stand im Hintergrund der letzte Nekker. Ich verharrte, um ihm eins reinzuhauen, falls er näher kommen sollte, er aber schaute nur "ängstlich" zum Hexer und grub sich wieder ein. In solchen Momenten war ich so tief in der Welt drin wie in kaum einem Spiel sonst.
Ich kann nicht sagen, was der Moment war, an dem der Groschen gefallen ist - aber mir hat der Kampf noch in keinem Spiel soviel Spass gemacht wie in diesem. Ich freue mich sehr auf den DarkMode, der ja dann noch eins drauf setzt.