AW: [Sammelthread] Kaufberatung und Diskusionthread rund um das Thema Monitore!
bräuchte auch mal eine kleine entscheidungshilfe!
vor allem bei der formatfrage bin ich mir noch ziemlich unsicher.....
Was man dabei auch beachten sollte ist die Monitorgrösse.
1920 wird halt auf 22Zoll schon fitzelklein bei der Textdarstellung.
Ich hab mir heute einen 23 Zoll 16:9 FullHD geholt und bin die ganze Zeit am rumprobieren mit 1680 da mein Display sehr schön interpoliert, man hat halt das "Eierkopf-Problem". Bei Filmen, beim Surfen oder in Word mag das nicht so schlim sein,
da ich aber beruflich viel mit CAD-Software und CorelDraw arbeite ist das fatal.Da werden Kreise zu Ellipsen. Ein klares No-Go!
Da gibts dann nur die Möglichkeit die Auto-Formatumschaltung zu verwenden, dann wird bei 1680-16:10 rechts und links was abgeschnitten damit das Seitenverhältnis wieder passt oder man stellt wieder auf 1920 zurück. Auch nervig. Werd mich dann wohl an 1920 gewöhnen müssen und 10cm näher an den Monitor rutschen.
Man sieht halt mit 39 auch nicht mehr so gut

Auch die Höhe der Darstellungsfläche solltest du beachten.
Ich hab mal unsere Geräte abgemessen und komme bei ner alten 19er 5:4 Röhre auf 27,8 cm, der 19er 5:4 TFT meiner Eltern hat 30,4cm und mein 23Zoll 16:9 hat 28,4cm bei einer Breite von 51cm.
Auch benötigt zocken in 1920 natürlich mehr Leistung/Graka-RAM als 1680.
Wenn du nen 1920er dann runterregeln musst auf zB 1440-16:9 weil die Karte zu schwach ist,
muss der Bildschirm das auch erstmal sauber interpoliern können. Sonst kannst du dann, übertrieben gesagt, in Games die Untertitel und Menüs kaum mehr entziffern.
Ich würde also sagen 22Zoll 1680x1050-16:10 und bei 24Zoll 1920x1080-16:9 oder gleich 1920x1200-16:10.
Die 24Zoll 1920x1200 sind halt selten und oft relativ teuer.
Auch ist es ja so ne Sache mit dem Seitenverhältnis:
Seit Widescreen Monitore und TV`s immer mehr Standard werden fangen die Filmstudios auf einmal mit dem aberwitzigen Ultra-Breitbild wie 21:9 an. Da ists beim Filme gucken dann auch schon wieder egal.
White-LED oder CCFL ist auch so ne Sache. Viele neuen CCFL Displays sind heutzutage auch relativ sparsam in Stromverbrauch.
Als Beispiel: Meine alte 19er Röhre hat noch gut 115 Watt verbraten, der 19er CCFL TFT meiner Eltern braucht da blos noch knape 40. Da ist der Sprung auf die 20-25 watt bei nem LED dann auch nicht mehr so gross.
Marco Albert gibt in PCGH 3/2010-93ff jährliche folgende Stromkosten bei 8 Stunden täglicher Nutzung an:
LED mit 20Watt kostet ca 13€, CCFL(TN) mit 40 Watt kostet ca 25€, ein CCFL(PVA) mit 80Watt Verbrauch kostet ca 51€, somit hat meine alte Röhre also fast 10 jahre lang jährlich ca 75€ Strom verheizt( im wahrsten Sinne des Wortes).
Unter anderem ausschlaggebend für mich, das ich einen LED genomen habe, war auch das er kein Quecksilber für die Beleuchtungsröhre und keine Halogene als Flammschutz mehr verwendet.
Das Schlagwort "Green IT" bedeutet also nicht nur niedriger Stromverbrauch.
Bei billigen LED`s ist mir in Testberichten aufgefallen das die Helligkeitsverteilung öfters schlechter als bei der CCFL-Technik ist.
In Spielen und Filmen vielleicht nicht so schlim, wenn in Word das Blatt aber auf der einen Seite reinweiß ist und auf der anderen einen Gelbstich bekommt ist das ziemlich nervig. Bildbearbeitung kannst du dann auch fast vergessen, weil die Farben an jeder Ecke anders aussehen und beim Ausdruck dann oft noch was ganz anderes rauskommt.
RGB-LED`s sind ja leider fast unbezahlbar aber das sind ja auch nicht unbedingt Spieler- bzw Multimedia Displays.
Generell gilt halt sich eher Richtung 200€+ zu orientieren als nach 130€. Schnäppchen mal ausgenommen. Lieber mal 50€ mehr investieren. Immerhin tauscht man das Ding ja nicht alle 2 Jahre aus.
Ich war 8 Jahren lang froh das ich knapp 1000DM für meine 19er Samsung-Röhre bezahlt habe, und mir was halbwegs vernünftiges geholt habe. Das sollten einem die Augen wert sein wenn man fast täglich 6-8 Stunden davor sitzt.
Vielleicht also mehr auf Helligkeitsverteilung. Inputlag und Interpolation/Bildschärfe schauen, als auf die Auflösung.
Natürlich soll der Bildschirm auch so wenig bzw gar nicht schlieren oder Corona-Effekte haben wenn man damit spielen oder Filme schauen will. Wer nur Textverarbeitung macht dem kann das "relativ" egal sein,
da ist das wichtigste dann die Bildschärfe.
Die Reaktionszeit ist eigentlich bei fast allen Monitoren schnell genug, wichtiger ist da meines Wissens nach wirklich das Inputlag, das ist es was oft auch das Schlieren verursacht.
Die Herrn Redakteure sind da oft schon sehr pingelig in ihren Test. Dem Grossteil der Leute wird ein erwähntes "Leichtes schlieren" oft gar nicht auffallen. Andererseits ist eine genaue Bewertung aber wieder gut, da ein Highend-Gamer/Anwender auch wissen will was er kauft. Wer aber 400€ oder mehr für eine Grafikkkarte ausgibt wird sich sowieso keinen Bildschirm um 130€ kaufen.
Die manchmal in Tests bemängelte Farbdarstellung in der Standard-Einstellung lässt sich eigentlich fast immer über den Bildschirm oder den Graka-Treiber nachregulieren. Von ganz schlimmen Billigheimern mal abgesehen wo du nach einer Stunde rumprobieren noch kein Bild ohne Farbstich hinbekommst.
Ist aber alles meine persönliche Meinung, der nächste wird wahrscheinlich das genaue Gegenteil schreiben.
Wie schön waren doch die C64-Zeiten: 63cm Bilddiagonale (25 Zoll !) bei 50Hz, 40 Zeichen pro Zeile und ne maximale Auflösung von 320x200.
Da kann man dann schon mal 3-4 Meter davon wegsitzen.
Hmm, wielleicht hätt ich doch noch 2 Monate sparen sollen auf einen 24er Eizo Foris.
Schluss jetzt sonst bring ich meinen LG morgen wieder zurück
5mal editiert, 45Minuten dran rumgeschrieben und keiner wirds wohl jemals lesen....
